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„Es darf zwischen Österreich und der Türkei auch keinen Krieg der Worte mehr geben“

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von Birol Kilic 

Das Wort und die Wörter sind sehr wichtig. Die Wörter können Brücken bauen aber auch schlagen. Die Wörter können Feuer löschen aber auch Brand stiften bzw. Brand beschleunigen.  Die Wörter können Herzen gewinnen aber auch brechen.

Als Österreicher mit türkischen Wurzeln versuche ich ‒ bereits seit über einem Vierteljahrhundert ‒, eine verbindende und tragfähige Brücke zwischen Österreich und der Türkei zu bauen. Das ist eine große Herausforderung. Ich glaube aber, dass es mit vernünftiger und verständlicher Aufklärung möglich ist. Obwohl immer wieder Höhen und Tiefen zu überwinden sind, werden wir auch in Zukunft diesen, vom interkulturellen Dialog und der Mitmenschlichkeit vorgezeichneten Weg gehen!

Die Wörter muss man vorsichtig verwenden, insbesondere wenn es um Außenpolitik geht.

Ein falsches Wort oder falsche Wörter in der Außenpolitik sind nicht leicht zu korrigieren, wie in der Innenpolitik.

Und überhaupt darf man für die Innenpolitik, um Sympathie zu gewinnen oder Stimmen bzw. Wahlen zu gewinnen, oder für das eigene Parteiinteresse, religiöse  und persönliche Profilierung, die Außenpolitik nicht missbrauchen.

Die letzten Aussagen im Handelsblatt und die eigentlich noch unnötigeren, harten Aussagen in der Kurier Zeitung des Bundeskanzlers der Republik Österreichs hat Krone heute am 7. September 2020  auf der Titelseite sehr richtig diagnostiziert:
„Scharfe Attacke aus Ankara gegen Kanzler Kurz: Krieg der Worte mit der Türkei“. 

Diese Titelseite haben über 2 Millionen Menschen gelesen.

Auch die anderen Zeitungen schreiben nichts anders heute.

Das Wort bleibt in den Köpfen hängen. Nicht nur bei den Einheimischen, sondern auch bei allen MigrantenInnen und insbesondere TürkenInnen in Österreich.

Die TürkenInnen kennen Krieg und Terror in den letzten 50 Jahren, aber Österreich nicht.

Die TürkenInnen kennen Krieg und Terror und sind de facto immun gegenüber Krieg und Terror geworden.  Sie wollen keinen Krieg und Terror. Auch ÖsterreicherInnen wollen keinen Krieg und Terror….Aber alles beginnt mit den Worten.

Die Frage ist, braucht man in Österreich in dieser Corona-Zeit aus der österreichischen Innenpolitik, Zusammenleben bzw. Integrationspolitik so eine Vorgehensweise gegenüber den MigrantInnen aus der Türkei unter dem Vorwand, „Wir kritisieren Erdogan AKP Ihvan Moslem Broder Politik gegenüber Griechenland und in Österreich unter den TürkenInnen“  Türkei-Bashing.

Alles wird hier leider vermischt: Türken in Österreich, Integration, EU und Türkei, Türkei-Griechenland, Türkei-EU Beziehungen. Ein Suppe, die wir jetzt auslöffeln müssen…

Alles wird aus einem Atem des Bundeskanzlers Kurz und des Außenministers Schalenberg getätigt, mit einer Portion Drohung, wie wir im Kurier-Interview letzte Woche gelesen haben, durch den Bundeskanzler Kurz persönlich: „Die Türkei ist absolut verwundbar“ (04.09.; Kurier Interview)

Das kommt nicht gut an lieber Herr Bundeskanzler Kurz.  Jedes Land ist verwundbar, wie auch Österreich. Woher kommt diese Aussage?

Wir bitten in aller Höflichkeit diese Sprache nicht zu verwenden, weil für uns alle Menschen der Republik Österreich sehr wichtig sind.

Und die Türken verstehen so eine Sprache sehr falsch.  Das wollen wir nicht. Sie unterschätzen die Türkei, egal ob sie stark ist oder in Konkurs geht bzw. ein Sumpf wird, was viele sich wünschen. Wenn die Türkei ein Sumpf wird, dann ist es ein Europäischer Unions-Sumpf, und insbesondere wird Österreich in diesen Sumpf mit hineingezogen.

Millionen Menschen in der Türkei sind gegen die AKP Regierung und Erdogan und es lohnt sich diesen Menschen aus der EU Mut zu machen, aber  weder die EU noch Herr Bundeskanzler Kurz tut es. Die österreichische Regierung spielt hier unter dem Vorwand „Das gute vorbildliche Musterland der EU“  unabsichtlich den Brandbeschleuniger. Tun Sie das bitte nicht. Das ist nicht gut.

Die Türken in Österreich verstehen das alles de facto als Türkei-Bashing, das man als TürkenInnen-Bashin auch versteht, weil in Österreich ca. 450.000 Menschen aus der Türkei leben und weil der Kanzler und Außenminister nicht direkt AKP-Erdogan Regierung sagen. Tun Sie das bitte nicht. Das ist nicht gut.

Nicht nur das, auch viele Menschen in der Türkei verstehen diese Aussagen  mit Vermischungen als Türkei-Bashing oder sogar türkenfeindliche bzw. islamfeindliche Aussagen. Wenn sie nicht aufpassen und Empathie zeigen, wird man das Gleiche tun. Tun Sie das bitte nicht. Das ist nicht gut.

Warum versucht hier die Regierung die Spreu vom Weizen zu trennen?

Ingo Hasewend schreibt heute (7.09.2020)  in der Kleinen Zeitung in dem Leitartikel mit dem Titel „Eine Antwort auf Erdogan“ folgendes: „Auch ist Erdogan – bei aller Beliebtheit – nicht „die Türkei“. Immer noch schauen in Izmir und Istanbul viele Türken lieber Richtung Europa, als sich umzudrehen. Wenn Europa sie verstößt, hilft das nur Erdogan. Wachsende enttäuschte Gefühle sollten nicht unterschätzt werden. Das ging schon mit Russland und Putin schief. Auch hier wurde vom gemeinsamen Haus „EU“ gesprochen, ohne erkennbaren Willen. Und wenn Erdogan irgendwann nicht mehr an der Macht ist, hilft der Bruch mehr seinen Linientreuen. Das hat man in einigen Hauptstädten (Annahme: außer Wien) begriffen. Deshalb wird es keine völlige Einigkeit in der EU geben, wie es sich der Kanzler Kurz wünscht.“

Wir stellen nur eine Frage: Was bleibt übrig? Außer Brandbeschleunigung, Brückenabbau und Vorurteilssteigerung gegenüber den Menschen aus der Türkei in Österreich, die man nicht unterschätzen sollte.

 

 

 

Wir schreiben das als Menschen, die seit Jahren die Erdogan und Ankara Regierung scharf kritisieren, insbesondere aufgrund der Auflösung des Rechtsstaates, Gewaltenteilung, Vertrauen in die Demokratie, das Auslöschen der Menschen- und Pressefreiheit. Diese Kritik ist legitim und wird auch von der Mehrheit der Menschen aus der Türkei in Österreich passiv oder aktiv unterstützt. Man muss sie gewinnen, weil die Mehrheit schon österreichischer Staatsbürger ist. Der Rest wird hier auch sterben bzw. ihre restliche Zukunft in Österreich verbringen.

Wir müssen vernünftig sein und vor allem für das Interesse der Republik Österreich und die persönlichen, egoistischen Interessen und Profilierungen über die Türkei  bzw. TürkenInnen auf der Seite lassen. Die Zeiten sind vorbei. Die Parteien sind nicht mehr verfassungspatriotisch und brechen Dinge, die unmoralisch sind, wo mit der Zeit Verdorbenheit mit saurem Stinken in der Luft sich in Österreich streut. Riechen Sie das nicht? Tun Sie das bitte nicht. Das ist nicht gut.

Viele Menschen in Österreich aus der Türkei kritisieren seit über 25 Jahren den Einfluss des politisierten Glaubens auf angebliche Moscheen, Vereine und Bewegungen in Österreich, aus welchen die eigentlich reaktionären, klerikal-faschistischen antisäkularen Parteien und Sekten aus der Türkei kommen, die gegen die laizistische, moderne Republik Türkei und deren Verfassung über 50 Jahre eine Kampferfahrung mit der westlichen Hilfe haben.

Wir sprechen von über 450.000 Menschen in Österreich, die aus der Türkei stammen.

Viele sind integriert, beherrschen die deutsche Sprache sehr gut und sind auf der Straße nicht zu unterscheiden.

Diese modernen, einzigartigen Menschen, die aus einem Land namens Türkische Republik stammen, welche zum ersten Mal Laizismus in die Verfassung geschrieben und diesen auch lange Zeit erlebt haben, verstehen auf der anderen Seite besonders die Türkei-Politik der neuen ÖVP nicht.

Was sie nicht verstehen ist, dass die österreichische Regierung vorsätzlich und absichtlich die Türkei gleichsetzt mit der AKP und Erdogan Regierung, und mit ihrer Wortwahl nicht die Spreu vom Weizen trennt, weil die Mehrheit der Menschen in der Türkei nichts mit dieser Regierung zu tun haben wollen und sich in Geiselhaft befinden.

Dieses Türkei-Bashing unter dem Vorwand „wir kritisieren die AKP und Erdogan Regierung“ versteht auch die Mehrheit der Menschen aus der Türkei in Österreich deswegen nicht, weil diese Türkei-Kritik eigentlich eine antitürkische Türkenhass-Sprache subtil in sich beherbergt.

Verwenden die PolitikerInnen diese Sprache um den Türkenhass (Anti-Türkismus) in Österreich andauernd frisch zu halten, damit niemand in Österreich ein türkisches mit Sympathie bzw. Barmherzig ein bisschen behandelt?

Der alte kulturelle Rassismus (Neorassismus) ist in den Köpfen und Seelen anscheinend bei manchen stecken geblieben aber Gottseidank nicht bei allen in Österreich. Man soll die gesamte farbige, türkische Gemeinde in Österreich als Mensch mit Würde, der auch sein Heimatland ohne Erdogan und AKP liebt, akzeptieren.


Sie wollen aber, dass alle Menschen in Österreich pauschal die Türken, die Türkei und ihren Glauben hassen. Das wollen manche österreichische PolitikerInnen unter dem Vorwand „wir kritisieren die Erdogan Regierung“. So wollen sie in ihrer Sprache die gesamte Türkei bestrafen und nützen jede Gelegenheit, um gegenüber der Türkei pauschal zu hetzen, obwohl in der Türkei die Mehrheit leidet und obwohl auch in Österreich die Mehrheit der TürkenInnen genauso leidet.

Österreich muss hier weder zwischen Türkei und Griechenland einseitig hetzen, sondern Brücken Bauen. Wir kritisieren AKP Erdogan Politik, aber auf der anderen Seite müssen wir schreiben:  Die EU ignoriert leider die regionalen und legalen Ansprüche und Rechte der Republik Türkei als Garant für die Unabhängigkeit der “Republik Zypern”, neben England und Griechenland, wie in dem London-Zürich-Abkommen von 1960 festgelegt ist. Die EU verliert damit ihre unabhängige Friedensmission und Stabilität als Exporteur! Die EU ignoriert leider die regionalen und legalen Ansprüche und Rechte der Republik Türkei als Garant für die Unabhängigkeit der “Republik Zypern”, neben England und Griechenland, wie in dem London-Zürich-Abkommen von 1960 festgelegt ist. Die EU verliert damit ihre unabhängige Friedensmission und Stabilität als Exporteur!

Wir wollen Frieden zwischen der Türkei und Griechenland. Die Türkei hat im 1. WK, wo Österreich und die Türkei Waffenbrüder waren, einen Befreiungskrieg gegenüber Griechenland, Frankreich, Russland England und Italien, mit Widerstand und Millionen von Toten geführt, der bis heute noch in dem kollektiven Gedächtnis ist. Hier muss österreichische Regierung nicht als Brandbeschleuniger sich auch nicht als neutrales Land in den Brand werfen. Tun Sie das bitte nicht. Das ist nicht gut!

Die österreichische PolitikerInnen reden von syrischen Flüchtlingen, wohingegen die Türkei, ob wir die AKP mögen oder nicht, mit Bundeskanzlerin Merkel einen EU- Türkei Flüchtlingsdeal gemacht hat. Ohne diesen Deal hätten wir in Österreich jetzt ca. 200.000-300.000 Flüchtlinge mehr. Durch diesen Flüchtlingsdeal hat die Türkei ca. 4-5 Millionen Flüchtlinge im Land, die jetzt in die EU und nach Österreich kommen wollen. Die vorherige österreichische Regierung (ÖVP-FPÖ) hat diesen Flüchtlingsdeal nicht verursacht, sondern damals diesen Deal zwischen EU-Türkei in der Innenpolitik, um Stimmen zu gewinnen, leider für sich ausgenützt.

Sie können vielleicht Wahlen gewinnen, aber sie verlieren Menschen, Länder in der Außenpolitik, die wir aus Wien schwer wieder gewinnen werden. Erdogan und AKP Regierung wird ein Ende haben. Aber die Beziehungen, Begegnungen und Wahrnehmungen zwischen Österreich und Türkei werden, wie in den letzten 500 Jahren, intensiv weitergehen. Schaden wir es nicht mehr bitte. Tun Sie das bitte nicht. Das ist nicht gut…

Orient und Okzident! ‒ „Ein Traum wird Wirklichkeit“-Pax Austrīaca?

http://neueweltverlag.at/buchpraesentation-orient-und-okzident-%e2%80%92-ein-traum-wird-wirklichkeit-pax-austriaca/

Ein Krankenwagenflugzeugjet  aus Ankara startete für einen Austro-türkischen Patienten in Wien, um ihn zu retten?

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Botschafter Ozan Ceyhun: „Wir können nicht stolzer auf unser Land sein“

„Der Krebspatient Emrah Tuna, der in Wien nicht weiterbehandelt worden war, ist am Freitagabend vom türkischen Gesundheitsministerium mit einem Ambulanzflugzeug nach Ankara überführt worden.“
Bericht Von 15. August 2020 TRT Haber ( Übersetzt ins Deutsche Sprache)

Original Bericht aus Türkisch :

Das Krankenwagenflugzeugjet  aus Ankara startete für einen Austro-türkischen Patienten in Wien, um ihn zu  aus Stadt Wien zu retten

Laut TRT Haber ist Emrah Tuna, bei dem in Wien, der Hauptstadt Österreichs, Lymphknotenkrebs in einem Wiener Krankenhaus diagnostiziert und nicht mehr behandelt wurde, konnte mit einem vom türkischen Gesundheitsministerium entsandten Krankenwagenflugzeugjet vom Flughafen Schwechat, nach Ankara gebracht.

Quelle TRT HABER-ÜBERSETZT

Wien. Emrah Tuna, 46, der seit Jahren in Wien wohnt, aber ursprünglich aus Haymana, Ankara stammt, wurde wegen Lymphknotenkrebs in einem Krankenhaus in Wien behandelt. Da beschlossen wurde, die Behandlungsphasen im Wiener Krankenhaus nach einer Chemotherapie zu beenden, ohne zu versuchen ihn weiter zu behandeln, bat Tunas Familie ihre Heimat Türkei um Hilfe.

https://www.youtube.com/watch?v=uomDZtpl3kw&feature=youtu.be

Tuna wurde mit einem Krankenwagenflugzeug vom Gesundheitsministerium ins Ankara City Hospital gebracht.Der türkische Botschafter, Ozan Ceyhun und der türkische Generalkonsul Asip Kaya, der den Behandlungsprozess aufmerksam verfolgte und das Flugzeug vom Gesundheitsministerium der Türkischen Republik organisierte, schickten den Patienten mit dem Flugzeug vom Flughafen Wien Schwechat in die Türkei.

Botschafter Ozan Ceyhun: „Wir können nicht stolzer auf unser Land sein“

  • Im Gespräch mit TRT Deutsch (Türkisches Radio und Fernsehen in deutscher Sprache) sagte Botschafter Ceyhun: „Es ist das erste Mal, dass ein Patient aus Österreich in die Türkei überstellt wird. Unser Ambulanzflugzeug des Gesundheitsministeriums der Republik Türkei, das insgesamt vier Patienten aus Belgien, Deutschland und später Österreich aufgenommen hat, hob um 22.00 Uhr vom Flughafen Wien Schwechat in die Türkei ab. Türkische Ärzte kümmern sich um unsere Patienten auch aus Wien. Wir können nicht stolzer auf unser Land sein. In der Mutter der Not steht unser Staat allen unseren Bürgern auf der Erde zur Verfügung. Gott segne unseren Staat.“ ( TRT Haber) 

 

Schutzmaskengeste von der Türkei nach Wien!
Obwohl die Türkei selber braucht!

Von 05.Juni 2020

https://www.snmedia.at/avusturya/turkiyeden-viyanaya-koruyucu-maske-jesti-h223.html

Übersetzung

Heute wurden 50.000 Schutzmasken aus der Türkei an den Wiener Landesgesundheitsminister Peter Hacker (SPÖ) von Wiener Botschafter Ozan Ceyhun und Wiener Generalkonsul Asip Kaya übergeben. Auch Asl’han Bozatemur, die das Treffen koordinierte und Sonderberaterin des Wiener Bürgermeisters Michael Ludwig ist, war auch dabei.

 

WIEN. In der vergangenen Woche, am Montag, nahmen die Stadt Wien und Bürgermeister Michael Ludwig den türkischen Botschafter Ozan Ceyhun auf, der zu einem Besuch gekommen war. Solche Aktionen sind sehr wertvolle symbolische Bewegungen im Hinblick auf die bilateralen Beziehungen und werden große Auswirkungen auf die weitere Stärkung der Beziehungen zwischen der Türkei und Österreich haben.

Vom SPÖ Gesundheitsminister ein Türkisches „Çok teşekkürler“ (Vielen Dank) an die türkische Botschaft

Wiens Gesundheitsminister Peter Hacker (SPÖ) hat heute 50.000 Masken als Spende von der Republik Türkei als Zeichen der Freundschaft angenommen. Der Staatsminister postete auf seinem Social-Media-Account mit der Bildunterschrift „Vielen Dank“.

Auch in der Corona-Krise: Die Forderungen der TKG und AÖF gehen weiter!

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Wien (OTS) – Aktuell kam es zu einer Videokonferenz  mit der Frau Bundesministerin für Justiz Alma Zadic. Anlass war der offene Brief, den die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) und der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) gemeinsam am 1. März – also noch vor der Coronakrise – an die Justizministerin und an die Bundesregierung gesendet haben.

Darin haben beide Vereine appelliert, mehr Verantwortung bei häuslicher Gewalt zu übernehmen und Morde sowie Mordversuche an Frauen* und Mädchen* zu verhindern. Vor der Coronakrise gab es bereits 6 Morde und 6 Mordversuche, mittlerweile haben die Mordversuche stark zugenommen (12 Mordversuche laut Medienberichte).

Die Forderungen der TKG und AÖF

Im offenen Brief waren viele Forderungen an die Justiz und die Regierung geknüpft, wie etwa endliche wirksame und effektive Maßnahmen zur Verhinderung von Frauenmorden und Gewalt an Frauen zu setzen, Frauen* ernster zu nehmen, wenn sie Anzeige erstatten, besonders gefährliche Täter rasch strafrechtlich zu verfolgen und zur Rechenschaft zu ziehen, die Anzeigeneinstellung zu reduzieren, lückenloser zu ermitteln, klare Richtlinien für Gefährlichkeitseinschätzungen und für U-Haftanträge zu erstellen. Die Coronakrise verschärft die Situation noch zusätzlich, die Anspannung in den Familien steigt, aber viele Verhandlungen werden verschoben oder ausgesetzt, Gefährder drängen trotz Ausgangsbeschränkungen und strengen Sicherheitsmaßnahmen das Besuchskontaktrecht ein, Frauen warten lange auf richterliche Beschlüsse wegen Kindesunterhaltsvorschüsse und vieles mehr.

Frau Rosa Logar GF von der Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie und Frau Mag.a Sonja Aziz, Rechtsanwältin, die auch an der Konferenz teilnahmen regten an, den Ausbau der Digitalisierung (wie im Regierungsprogramm angekündigt) voranzutreiben, sodass Anträge trotz eingeschränkten Gerichtsbetriebes bearbeitet werden und mehr Gerichtsverhandlungen über Videokonferenzen stattfinden können. Frau Logar fordert die Justiz  die Untersuchungshaft zu Verhängen, wenn es Haftgründe gibt, insbesondere wenn Täter bereits wiederholt Gewalt ausgeübt und gedroht haben die Frau und/oder die Kinder umzubringen. Enorm wichtig ist auch, dass die Polizei in jedem Fall einer Anzeige wegen Gewalt ein Betretungs- und Annäherungsverbot verhängt, auch bei Stalking und sexualisierter Gewalt gegen Kinder.

 

Jede Gewalt gegen Frauen und Kinder ist für uns eine Tat zu viel

Birol Kilic Obmann der TKG, dem die Bekämpfung der Gewalt an Frauen, insbesondere bei Migrantinnen, ein großes Anliegen ist, stellt immer wieder fest, dass diese Frauen verstärkt von häuslicher Gewalt betroffen sind weil sie weniger Perspektiven haben aus einer Gewaltbeziehung auszubrechen. Ohne hier zu verallgemeinern, jede Gewalt gegen Frauen und Kinder ist für uns eine Tat zu viel, egal welcher Abstammung. Ein weiterer Grund ist auch, dass sie von Behörden (Polizei und Justiz) oft weniger unterstützt werden, aufgrund von Sprachbarrieren oder wegen Unverständnis für kulturelle Situationen. „Hier sollte die Bundesregierung, wie auch bei den Corona-Virus Informationen, häusliche Gewalt mit der emotionalen Sprache der Migrantinnen, sei es serbisch-kroatisch-bosnisch oder türkisch, versuchen, die Community zu erreichen. Die Kinder dieser Familien werden in Zukunft als Erwachsene Teil der österreichischen Gesellschaft sein und wir brauchen gesunde Bürger*innen, damit der Wert der freiheitlich demokratischen rechtsstaatlichen Grundordnung in Österreich geschätzt und geschützt wird“, so Kilic.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) und der Verein AÖF ersuchen daher  um verpflichtende Schulungen auch für Jurist*innen, Anwält*innen, Staatsanwält*innen und Richter*innen einzuführen und für mehr Sensibilisierung bei Gewalt an Frauen, für ein besseres Verständnis für die Situation von Migrantinnen, von Traumatisierung, häuslicher Gewalt an Frauen und Täterstrategien und Manipulation von Gewalttätern. Darüber hinaus braucht es auch vermehrt geschulte Dolmetscher*innen, die über das spezifische Know How bei häuslicher Gewalt verfügen.

Justizministerin Zadic nimmt die gesamten Appelle sehr ernst

„Es bräuchte auch viel mehr ausgebildetes Personal mit mehrsprachigen Kenntnissen in den Männerberatungsstellen und bei Anti-Gewalttrainings, damit auch und Migranten und Männer allgemein mehr Verantwortung übernehmen für ihr gewalttätiges Verhalten. All das gehört zu Gewaltprävention. Frau Bundesministerin hat unsere Anliegen sehr ernst genommen und versprochen sich um unsere Anliegen Allgemein rasch zu kümmern. Vielen Dank.“ so die TKG und AÖF.

Arbeitet die WHO korrekt?

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 von Birol Kilic, Wien

Die Weltgesundheitsorganisation, Deutschland, die EU oder alle? Warum stand und steht die WHO(Die Weltgesundheitsorganisation) wegen ihres Verhaltens bei der Pandemiebekämpfung in der Kritik? Laut einem Bericht kritisiert  Transparency International die viel zu geringen Pflichtbeiträge der Staaten an die WHO. Kritik kommt, laut dem Bericht, von der Medico international, welche meint, dass die WHO unterfinanziert sei, um auf eine Krise wie beispielsweise Ebola angemessen reagieren zu können. Die WHO sei mehr und mehr auf Gelder aus der Wirtschaft angewiesen, wodurch die Neutralität der WHO gefährdet sei. Können wir mit der Weltdesundheitsorganisation WHO die Coronakrise lösen? Conflict of interest? Ohne Zweifel ist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit über 8000 Mitarbeitern die weltweit größte Sonderorganisation der Vereinten Nationen und hat  einen großen Auftrag: Die Bekämpfung von Krankheiten und die Förderung der bestmöglichen Gesundheit für alle Menschen auf der Erde.

Coronavirus war dem Deutschen Bundestag seit 2012 aber bekannt. Wo ist WHO bitte?

Wir sollten hier Einspruch erheben und einiges nachfragen: Spätestens, seit dem 10.12.2012 weiß das höchste Amt des Deutschen Staates und Volkes über den Coronavirus und seinen Inkubationszeitrahmen, über die Übertragung, die Symptome der Erkrankung und noch mehr bescheid.

Warum hat man in den letzten acht Jahren in Deutschland und in der EU (inkl. Österreich) keine Warnungen, Vorbereitungen, Vorsichtsmaßnahmen bzw. biotechnische Maßnahmen dagegen ergriffen? Warum hat hier die WHO nicht agiert ?

Welche Politiker*innen und Institutionen sind hier schuld und welche Konsequenzen werden im März 2020 gezogen? Die EU und die Welt wurde wirtschaftlich, sozial und menschlich so dermaßen in einen unsichtbaren Turbulenzen-Sumpf gezogen, wodurch die Folgen der Corona-Pandemie in der Welt ab jetzt in die Menschheitsgeschichte als historischer Wendepunkt eingehen werden. Natürlich wird erst die Zukunft tatsächlich zeigen, ob Corona als ein historischer Wendepunkt, Tiefpunkt bzw. Sumpf sein wird. Aber eins können wir schon jetzt sagen: man kann die verantwortungslosen Politiker*innen und Institutionen Tatsachen nicht unter den Teppich kehren lassen und zulassen, dass die sich jetzt als Feuerlöscher darstellen, obwohl sie eigentlich verantwortungslos agiert und delegiert haben. Sie hatten gerade jetzt den Auftrag das Feuer zu löschen.

Wenn man jetzt sieht, dass sich ab dem Zeitpunkt Dezember 2019 in der 11,08 Millionen Einwohnerstadt Wuhan das Problem des Coronavirus ausgebreitet hat, müsste die EU und dessen Mitglieder eigentlich ab sofort die Maßnahmen gezogen haben und die Alarmglocken unter der Bevölkerung läuten lassen.

Es hätte kommuniziert werden müssen, dass eine große Gefahr vor unserer Tür steht, welche wir nun Ende März konsequenterweise als dramatische Tage erleben. Warum hat man sich in der EU, insbesondere in Deutschland, im Jänner und Februar 2020 einfach so locker verhalten, als ob uns das Problem nichts angeht, und warum hat man die Bevölkerung in der EU nicht gewarnt? Wer sind hier die Scheinheiligen?

Wer sind hier die Korrupten? Wer ist hier der Meister der Korrupten-Sprache und Inszenierung mit einer Scheinheiligkeit, die die Gesellschaft aus dem Sockel gezogen hat?

Wer steckt hinter der Weltgesundheitsorganisation  (World Health Organization, WHO)?

Stecken dahinter Länder, die es ihrem Volk geschuldet sind, es gegen jegliche Krankheiten zu schützen, inkl. dem Coronavirus, koste es was es koste?

Laut eigene Informationen aus der WHO legt die Verfassung der Weltgesundheitsorganisation fest, dass ihr Ziel die Verwirklichung des bestmöglichen Gesundheitsniveaus bei allen Menschen ist. Ihre Hauptaufgabe ist die Bekämpfung der Erkrankungen, mit besonderem Schwerpunkt auf Infektionskrankheiten, sowie Förderung der allgemeinen Gesundheit der Menschen weltweit. Gut so!

Stecken hinter der WHO Stiftungen, Pharmafirmen, Lobby-Organisationen bzw. Organisationen über die verantwortliche Personen, die sich auf Gewinnmaximierung ihrer Kunden und Steuerschonung verpflichtet haben (Aktienwertmaximierung). Kritik kommt  auch  laut DW aus dem „Peoples Health Movement“, ein Netzwerk gesundheitspolitischer Nichtregierungsorganisationen aus über 70 Ländern kritisiert den wachsenden Einfluss der Pharmaindustrie auf die WHO sowie ihre zunehmende Abhängigkeit von privaten Geldgebern:“ Ursprünglich wurde die 1948 gegründete WHO ausschließlich von den jährlichen Pflichtbeiträgen ihrer inzwischen 194 Mitgliedsländer finanziert. Doch die Zuwendungen für den WHO-Haushalt für 2011/2012 in Höhe von 4,9 Milliarden US-Dollar kamen bereits zu fast 30 Prozent von privaten Geldgebern oder waren freiwillige Regierungszuschüsse. Vor allem aus den Ländern, in denen auch die weltgrößten Pharmakonzerne sitzen.Das Problem: „Es sind zweckgebundene Zuwendungen, mit denen die jeweiligen Geber direkt Einfluss auf die Arbeit der WHO nehmen können“, kritisiert Thomas Gebauer, Geschäftsführer von der sozial-medizinischen Hilfsorganisation „medico international“ – Mitglied im Netzwerk „Peoples Health Movement“. Das habe Konsequenzen – weit über den Verlust demokratischer Entscheidungsprozesse hinaus. Nach Beobachtung der im „Peoples Health Movement“ engagierten Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt hat der zunehmende Einfluss kommerzieller Akteure die Ziele und Strategien der WHO verändert, wie das Beispiel der Bill Gates Stiftung zeige. Mit Zuwendungen in Höhe von 220 Millionen US-Dollar war diese Stiftung der zweitgrößte Geldgeber für den aktuellen WHO-Haushalt – nach den USA und vor Großbritannien auf dem dritten Platz. Die Gates-Unternehmensstiftung erwirtschaftet ihre Erträge vornehmlich aus Anlagevermögen. „Der Großteil jener 25 Milliarden Dollar, die Gates in den zurückliegenden zehn Jahren in Gesundheitsprogramme in aller Welt investieren konnte, entstammt den Renditen von einschlägig bekannten Unternehmen der Chemie-, Pharma- und Nahrungsmittelbranche, deren Geschäftspraktiken allzu oft dem Bemühen um globale Gesundheit zuwiderlaufen“, kritisiert Gebauer.“

Frage: Warum hat die WHO die Welt und die EU nicht früher gewarnt bzw. warum hat die EU keinen Druck auf die Weltorganisationen gemacht?

Was für eine bedenkliche Beziehung besteht da?

Die Mitgliedschaft zu der WHO steht allen Staaten offen. Gut so!

Warum stand aber und steht  die WHO  wegen ihres Verhaltens bei der Pandemiebekämpfung in der Kritik?

 

Die Presse berichtet z. B über WHO wie folgt:

„Die Weltgesundheitsorganisation WHO ließ sich von China täuschen, schlug frühe Warnungen Taiwans in den Wind und verlor so wertvolle Zeit. Und Europa? Es schlief. Chronologie eines Versagens.

Noch hat die Welt alle Hände voll zu tun, der Corona-Pandemie irgendwie Herr zu werden. Doch die Ursachenforschung hat bereits begonnen. Die Staatskanzleien in Washington, London und Paris fangen dabei nicht mit ihren eigenen Fehlern und Nachlässigkeiten an, sie deuten dorthin, wo alles begann: nach China.

Die Zeit der Abrechnung mit dem kommunistischen Regime werde kommen, heißt es aus dem Umfeld des britischen Premiers. US-Nachrichtendienste werfen der Führung in Peking vor, das neue Corona-Virus anfangs verheimlicht und dann die Welt mit falschen Zahlen hinters Licht geführt zu haben. Ins Kreuzfeuer der Kritik gerät auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Denn deren Generaldirektor, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat den Chinesen die Mauer gemacht, anstatt rechtzeitig auf Transparenz zu drängen und laut Alarm zu schlagen. Die Strategen im Pariser Außenamt zeigen sich in einem Papier, das „Le Monde“ veröffentlicht hat, zutiefst irritiert vom lobhudelnden Kniefall der WHO vor China und fordern eine Neuaufstellung der „internationalen Gesundheitsarchitektur“. “

Beispiel: WHO Impfdirektor Klaus Stöhr und seine Liebe zum Pharmakonzern Novartis! Conflict of interest? 

Laut seriösen Quellen wurden nach dem Auftreten des H5N1-Virus (sogenannte  (Vogelgrippe HSN1) im Mai 2005 – aufgrund der Warnung des damaligen Impfdirektor Klaus Stöhr  vor einer möglichen weltweiten Grippeepidemie („bis zu 7 Millionen Tote“) – von Regierungen für Millionen die Grippemittel  Tamiflu und Relenza angeschafft. Zwar verbreitete sich das Virus weltweit, jedoch kam es nur selten zu Erkrankungen beim Menschen, sodass weltweit nur 152 Menschen an der „Vogelgrippe H5N1“ verstarben, weit weniger als bei einer saisonalen Grippe. 2007 wechselte Klaus Stöhr von der WHO zum Pharmakonzern Novartis (Cicero, Ausgabe 10/2009).

Beispiel: Derzeitige Direktorin der WHO-Impfstoffabteilung – Marie-Paule Kieny und Pharmaunternehmen Transgene S.A., Schweizer Pharmakonzern Roche ! Conflict of interest? 

Nach dem Auftreten des A/H1N1-Virus (sogenannte Schweinegrippe) erhöhte die WHO mit der Verbreitung der Krankheit die Epidemiewarnstufe schrittweise bis zur höchsten Stufe 6 (Pandemie ). Gut so!
Die Regierungen bestellen daraufhin Impfstoffe (alleine in Deutschland für ca. 450 Mio. Euro) und Grippemittel. Kritik löste dabei vor allem aus, dass die derzeitige Direktorin der WHO-Impfstoffabteilung – Marie-Paule Kieny – vor ihrer Tätigkeit bei der WHO beim französischen Pharmaunternehmen Transgene S.A. beschäftigt war, der strategische Partnerschaften zur Impfstoffherstellung mit dem Schweizer Pharmakonzern Roche unterhält. Der Europarat ging dem Verdacht nach, dass es ein enges Zusammenspiel zwischen der WHO und  der Pharmaindustrie gab. (Quelle siehe unten) 

Beispiel: Warum bekommt die gute WHO größere Spenden von Unternehmen, insbesondere aus der Pharmabranche. 

„Ein Problem sehen Kritiker in der Finanzierung. 2014 berichtete Frontal21, dass vom Jahresbudget der WHO von etwa 4 Mrd. USD allein etwa 3 Mrd. USD freiwillige Beiträge sind, darunter auch größere Spenden von Unternehmen, insbesondere aus der Pharmabranche.

Laut dem Bericht kritisiert  Transparency International die viel zu geringen Pflichtbeiträge der Staaten an die WHO. Dadurch sei ab 2001 die WHO in die Arme der Industrie getrieben worden. Ähnliche Kritik kommt laut dem Bericht von Medico international, welche meint, dass die WHO unterfinanziert sei, um auf eine Krise wie Ebola angemessen reagieren zu können. Die WHO sei mehr und mehr auf Gelder aus der Wirtschaft angewiesen, wodurch die Neutralität der WHO gefährdet sei. Medico international fordert, die privaten Interessen in der WHO zurückzudrängen, die WHO anständig? zu finanzieren und zu demokratisieren. Nach dem Bericht von Frontal21 kritisiert der Brite Paul Flynn, der 2010 die Untersuchung im Europarat gegen die WHO geleitet hatte, die WHO wie folgt: „Meiner Meinung nach ist sie [die WHO] auch heute noch exzessiv beeinflusst von der Pharmaindustrie, die sehr geschickt bei der Manipulation von Gesundheitsausgaben vorgeht, zugunsten eigener finanzieller Interessen.“ (Quelle siehe unten)

Als höfliche und ziemlich besorgte, gestresste Österreicher*innen mit türkischen, serbischen, kroatischen, jüdischen oder als autochthone Österreicher*innen fragen wir jetzt ganz offiziell, die Parlamentaria der Republik Österreich, egal aus welcher Partei, in aller Freundschaft: Haben Sie diese Informationen die ich, mit Verlaub, durch Quellen zusammengefasst habe gewusst? Und können Sie unsere Interessen als Bürger*innen unseres Staates unabhängig als Verfassungspatrioten der Republik Österreich lösen oder nicht? Wir bitten alle Institutionen, alle Verantwortlichen, hier erst die Interessen der Rep. Österreich und seines Volkes unabhängig von allen anderen Interessen der Pharmakonzerne oder anderen bedenklichen Organisationen unter dem Vorwand „Sie schützen das Volk“ in den Vordergrund zu setzten. Vielleicht werden wir Ihre Fehler jetzt nicht sehen, aber die Zeit und die Geschichte wird sie sicherlich mit Quellen und Dateien verifizieren. Sie haben die Wahl, hier für das Land der Berge, Land am Strome, Land der Äcker, Land am Dome mit seinen großen Töchtern und Söhnen zu schützen das viel geprüfte Österreich. Wenn Sie Österreich schützen dann schützen Sie auch die Welt. Aber beginnen müssen Sie bei Österreich.

Quellen:

Anhörung der Verantwortlichen im Europarat: Schweinegrippe – ein großer Bluff?Tagesschau.de am 26. Januar 2010.

Memento vom 26. Oktober 2014 im Internet Archive   ZDFfrontal 21; abgerufen am 26. Oktober 2014.

Andreas Zumach: WHO in der Kritik – Globale Zusammenarbeit.In: dw.de. 21. Mai 2012, abgerufen am 28. Februar 2015.

Kritik an der WHO für den Umgang mit H1N1. 3sat, nano, 24. Februar 2010; abgerufen am 15. November 2014.

Lilian FrancktrustWHO (85 min).

Memento vom 26. Oktober 2014 im Internet Archive  ZDFfrontal 21; abgerufen am 26. Oktober 2014.

Andreas Zumach: WHO in der Kritik – Globale Zusammenarbeit.In: dw.de. 21. Mai 2012, abgerufen am 28. Februar 2015.

Kritik an der WHO für den Umgang mit H1N1. 3sat, nano, 24. Februar 2010; abgerufen am 15. November 2014.

Lilian FrancktrustWHO (85 min).

Auf Türkisch gegen Corona Fake News in Österreich

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WIEN. „Bewusste Falschnachrichten in sozialen Medien oder Messenger-Diensten erschweren nicht nur die Arbeit der Bundesregierung und Behörden, sondern fördern auch Unsicherheiten und Ängste in der Bevölkerung.Fake-News verbreiteten sich auch in vielen Fremdsprachen rasend schnell betonte am 27.03 in  Integrationsministerin Susanne Raab. 

Die Neue Heimat Zeitung ( Yeni Vatan Gazetesi) kennt das Problem seit 15 Tagen und das Team der Zeitung arbeitet dagegen mit zwei Coronavirus Sonderausgaben ab 15.03  mit dem folgenden Inhalten:

  „Fake News: Coronavirus Sonderausgabe auf türkisch mit aktuellen Information gegen Fake News ist erschienen. Evde kalın, mesafeli olun ve dayanın auf deutsch „zu Hause bleiben, Abstand halten und durchhalten“. Mehr Menschen sollten sich wegen des Corona Virus freiwillig in Quarantäne begeben. Verlasse dein Zuhause nicht, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Wir sitzen alle im selben Boot, müssen zusammenhalten und uns mit allen Teilen der Gesellschaft solidarisieren. Leider verbreiten sich jeden Tag Fake News unglaublich schnell und nicht nur auf Deutsch, sondern auch Türkisch. Für uns ist es wichtig, alle in Österreich lebende Menschen die aus der Türkei stammen vielseitig und reichhaltig über das Coronavirus aufzuklären. Es geht um unser Land Republik Österreich in dem wir gemeinsam in Frieden, Freiheit und Loyalität in Zukunft zusammenleben wollen.“

Im April-Mitte 2020 erscheint die dritte Sonderausgabe zum Thema Corona Virus.

Die aktuelle Coronavirus Ende März Sonderausgabe II

Die Mitte März Sonderausgabe I 2020 Ausgabe

Unabhängige Brückenbauer – „Neue Heimat Zeitung“

Neue Heimat Zeitung hat alle wichtigen Informationen und Warnungen der Bundesregierung der letzten Tage und Stunden wurden in türkischer Sprache über alle Kanäle (Print, Internet, Social Media) an die LeserInnen in ganz Österreich weitergegeben.

Die Ausgabe hat als Druck oder PDF-Version( WhatsApp, E-Mail, Online, Soziale Medien) über 200.000 Menschen
(Türkisch sprechen und lesen)in Österreich erreicht.

Know- how und Erfahrung auch gegen Fake-News

Viele Migranten sind verunsichert, weil sie nicht gut Deutsch verstehen oder wenig Rückhalt haben. Wir wollen diese mit täglich aktualisierte Informationen versorgen(auf Türkisch). Die größte Gefahr sind derzeit Fake News und sinnlose Horrorzahlen. Neue Heimat Zeitung steuert gegen Fake-News die jeden Tag Bewusste Falschnachrichten in sozialen Medien oder Messenger-Diensten steuern. Die Neue Heimat Zeitung teilt ihr Know- how und Erfahrung seit 1999 gerade in dieser schweren Zeit mit den staatlichen Institutionen, Kammern und Städten.

Migranten aus der Türkei schätzen Freiheit, Sicherheit und Hygiene

Laut „Neue Heimat Zeitung“(Yeni Vatan)  bekennen sich die MigrantInnen aus der Türkeizur Republik Österreich und gelten als verfassungstreu, sie achten die Gesetze. Die ca. 300.000 austrotürkischen Familien und ca. 20.000 UnternehmerInnen haben die Maßnahmen, welche von der Regierung und Städten gesetzt wurden, sehr gut umgesetzt. Schon die letzten Ausgaben haben bewiesen, dass die “Neue Heimat Zeitung” (Yeni Vatan Gazetesi) das größte unabhängige, glaubwürdige seriöse Sprachrohr und ein Brückenbauer zwischen der Bundesregierung, Kammern und Städten zur türkischen Community in Österreich seit 1999 ist.

Neue Heimat Zeitung („Yeni Vatan Gazetesi“ ) seit 1999

Die österreichische Zeitung in türkischer Sprache erklärt sich wie folgt: “Neue Heimat Zeitung-Yeni Vatan Gazetesi” wurde im Jahre 1999 gegründet, mit dem Ziel Brücken in Österreich zu bauen, ohne aus dem Ausland bzw. aus dem Inland von verfassungsfeindlichen Kräften beeinflusst zu werden. Die Yeni Vatan Gazetesi ist eine säkulare, verfassungspatriotische, österreichische Zeitung, die freiheitliche demokratische Rechtsstaatlichkeit in allen Ebenen als wehrhafte Demokraten fordert“

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Sagt ein Bild mehr als tausend Wort?

ÖVP Türkis und Grüne Koalition? Es kann nicht gut gehen…

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Eine Analyse von Birol Kilic, Wien 31.10.2019

Die Sondierungsgespräche zwischen der ÖVP/Türkis und den Grünen verliefen auch in Runde drei (von sechs) sehr freundlich.

Ab und zu werden sogar gegenseitig Blumen gestreut. Das ist auch gut so.

Aber ob auch die Basis der Parteien sich gegenseitig etwas zu schenken hat oder nicht, möchte ich hier mit einem Beispiel, um das gesamte Bild für die Zukunft in der Gegenwart zu analysieren und keine Beispiele unter den Teppich zu kehren, unter die Lupe nehmen.

Ja, es stimmt.

Manchmal wird in sozialen Medien nicht nur hitzig, aber trotzdem sachlich diskutiert, manchmal wird auch gestritten und Beleidigungen ausgesprochen. Ausschlaggebende Gründe dafür können politische Differenzen sein, aus welchen persönliche Konflikte entstehen.

Verbale, untergriffige Ausdrücke kommen dabei ebenfalls nicht zu kurz. Das Resultat davon kann sein, dass sich die beteiligten Wählerinnen und Wähler von der Politik abwenden und ihre Repräsentanten allgemein nicht mehr respektieren.

Deshalb sollte von der neuen Regierung und der Basis der Regierungsparteien eine neue Diskussionskultur gewollt und gefordert werden, um beispielhaft für die Gesellschaft zu sein.

Die Eröffnungsrede bei der ersten Sitzung des Nationalrates am 23.10.2019 von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz ist ein Beispiel, welches auf die wenig vorbildhafte Diskussionskultur aufmerksam macht.

Hier wäre eigentlich eine kritische jedoch positive und konstruktive Diskussion mit verschiedenen Meinungen gefordert. Leider sieht die Wahrheit aber anders aus. So weit so gut.

Nun liegt ein Paradebeispiel vor, welches genau genommen auch für die eventuelle zukünftige ÖVP/Türkis und Grüne Regierung ein Warnzeichen ist. Die Helden der gemeinten Diskussion sind die Ex-Abgeordnete Alev Korun und die in der Öffentlichkeit als unbezahlte Soziale Medien Lobbyistin der ÖVP bekannte Gabriele Beierl. Diese wurde bereits in einem Standard Artikel von 12. März 2019 wie folgt erwähnt: „Eine dieser Personen, die in sozialen Medien freiwillig und unbezahlt für die Sache von Kurz kämpft, ist Gabriele Beierl. Taucht ein kontroverser Tweet rund um Kurz oder die ÖVP auf, dauert es meistens nicht lang, bis Beierl sich zu Wort meldet. ‚Ich komme aus einer hochpolitischen Familie, mein Vater war Sekretär bei Bundeskanzler Julius Raab‘, erzählt Beierl dem STANDARD.“ 

Nun wird Alev Korun am 25.10.2019 auf Facebook von Gabriele Beierl attackiert. Der ausschlaggebende Grund dafür ist ein Twitter Posting von Korun am 23.10.2019 (siehe Bild oben). Beierl nimmt bei der Kritik auf einen „Heute“ Bericht Bezug und kommentiert unter anderem wie folgt:

„Nein, der Bericht ist kein Fake, ich habe selber mitgelesen, sie hat dreist gelogen.“

“ Heute hat nur das kleine EX vergessen.  Nein das wirklich Wichtige ist die dreiste Lüge.“

„Natürlich ist das eine dreiste Lüge, jeder der via TV anwesend war wie Korun, erkannte ihre freche Lüge sofort. Es war eine absichtliche Lüge.“

 

https://www.facebook.com/1792968429/posts/10211809255385495?sfns=mo

Nicht nur das. Ebenfalls in der Diskussion beteiligt ist Herr S. mit folgenden Kommentaren über Alev Korun: „Die ist geburtskomisch unsympathisch, seit sie in Wien im Landtag aufgetaucht ist. Vor allem hat sie den aktuellen Wandlungsversuch der Grünen, weg von den Zeigerfinger-Moralisten, die sich als Sittenpolizei verstehen, verschlafen. Die kann sich nicht mehr ändern…😩😳🤢“


Was sagt die ehemalige Grüne Abgeordnete Alev Korun dazu? 

Ich war neugierig und habe Frau Korun, welche ich seit über 20 Jahre über verlegerische Tätigkeiten kenne, selbst das Wort überlassen. Die ehemalige Grüne Abgeordnete und noch immer aktive Politikerin in der zweiten Reihe, hat meine Frage wie folgt beantwortet und mich ebenfalls darüber informiert, dass sie ihr Posting über Herrn Kurz vom 23.10. auf  Twitter bis jetzt nicht gelöscht hat und auf Facebook nichts über das Thema geteilt hat.

Alev Korun: “Heute” hat es leider nicht einmal der Mühe wert gefunden zu recherchieren, ob ich derzeit Abgeordnete bin. Und schreibt selber fälschlicherweise, ich wäre aktuell Abgeordnete. Ich habe mir die Parlamentssendung auf ORF angeschaut und festgestellt, dass neben dem Bundespräsidenten auch die Bundeskanzlerin und zwei Minister im Parlament anwesend waren. Es war auffallend, dass der Ex-Kanzler Kurz in seiner im Fernsehen übertragenen Rede den Bundespräsidenten genannt hat, die Bundeskanzlerin, die ja seine Nachfolgerin war und die derzeit amtierende (!) Bundeskanzlerin ist, aber nicht. Mit seiner Aussage nach seiner Abwahl durchs Parlament nach der Ibiza-Affäre, „Das Parlament hat bestimmt, das Volk wird entscheiden“ hat Herr Kurz schon das Parlament und das Volk als Gegensatzpaar zu etablieren versucht, als wäre das Parlament nicht vom Volk gewählt. Auch im Licht dieser seiner Handlung ist die Nicht-Nennung der Bundeskanzlerin der Republik im Parlament auffallend und bedenklich. Man bekommt dadurch den Eindruck, dass Herr Kurz es nicht verdaut hat, vom Parlament abgewählt worden zu sein und dass es jetzt eine andere Bundeskanzlerin gibt (auch wenn er bald wieder Bundeskanzler werden dürfte). In der Politik ist es immer auch eine symbolische und damit eine Machtfrage, WER öffentlich vorkommt, genannt wird oder eben verschwiegen wird. Die ÖVP versucht diese Vorgehensweise auf eine Höflichkeitsgeste zu reduzieren. Dabei ist sie eine MACHTfrage.“

Eigentlich ist die gesamte Zusammenfassung ein Seismograph für die Zukunft der Koalition von Türkis und Grün. Und das schaut nicht gut aus. Ich sage Vorsicht. Es gibt zu viele Leichen und Vorurteile im Keller. ÖVP Türkis und Grüne? Kann nicht gut gehen….Die alten Zeiten sind vorbei.  „Ende gut, alles gut.“ wird überhaupt nicht stattfinden. Die Geschichte  wird sich zwischen „der schwarzen Witwe“  und „die Arroganz der Macht“   wiederholen…Aber trotzdem alles Gute für die Türkis-Grüne Koalition. ( Birol Kilic -Wien, 31.10.2019)

 

ÖVP Kurz-Integration und die jüdisch-christliche geprägte Tradition Österreichs? Einspruch!

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Bitte nochmals überdenken

Von Birol Kilic – Analyse

Kurz:„Am Ende gehe es ihm und der ÖVP darum, die jüdisch-christlich geprägte Tradition Österreichs zu erhalten.“

Website des Zentralrats der Juden in Deutschland: „Die Juden sehen Deutschlands kulturelle Wurzeln keineswegs im Judentum. Ihnen sind vielmehr die Verbrechen Deutschlands (und deren Partner) gegenüber den Juden präsent.“

Eine als „Judensau“ bezeichnete mittelalterliche Schmähskulptur in der Außenwand der Stadtkirche Sankt Marien in Wittenberg. Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 gibt es Forderungen, das Relief zu entfernen und in ein Museum zu bringen

Eine als „Judensau“ bezeichnete mittelalterliche Schmähskulptur in der Außenwand der Stadtkirche Sankt Marien in Wittenberg. Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 gibt es Forderungen, das Relief zu entfernen und in ein Museum zu bringen„Die Gesellschaft hat sich durch Migration und Zuwanderung massiv verändert. Die ÖVP will daher Maßnahmen setzen, um die österreichische Identität zu bewahren“, erklärte ÖVP Türkis Parteichef Sebastian Kurz letzte Woche. „Zuwanderung und Migration verändern ein Land massiv“,sagt Kurz ebenfalls. Er meint das nicht nur positiv. Am Ende gehe es ihm und der ÖVP darum, die jüdisch-christlich geprägte Tradition Österreichszu erhalten. (I)

Reden wir mal Tacheles: Welche jüdisch-christliche geprägte Tradition bitte?

Ich glaube diese Aussagen von Ex-Bundeskanzler Kurz betreffen auch insbesondere ca. 300.000 Menschen aus der Türkei in Österreich, wovon mehr als 200.000 österreichische Staatsbürger sind und nicht zuletzt ca. 800.000 Menschen mit muslimischen Glauben, muslimischer Tradition bzw. muslimischen Hintergrund. Wir sind die letzten Menschen, die gegen österreichische Traditionen, Bräuche und Sitten sind, ganz im Gegenteil. Immer wieder äußern wir seit Jahren, dass wir es besonders wichtig finden, dass Migranten die Sitten und Bräuche in Österreich, neben der deutschen Sprache, kennenlernen sollten und diese so wie sie sind akzeptieren sollen und sich denen so weit wie möglich anpassen sollten. Das ist etwas Schönes! Genau so erwarten es sich auch die Türkinnen und Türken in der Türkei, wenn jemand immigriert und viele Jahre sein Leben dort verbringt. Da ich seit über 30 Jahren gegen den legalistischen, politisierten Glauben bin und mit sehr vielen Fakten und Daten die Gesellschaft aufkläre, bin ich auch hier gezwungen, ein paar Tatsachen für eine nicht scheinheilige Diskussion, mit Verlaub, Tacheles darzulegen und zu Fragen: Welche jüdisch-christliche geprägte Tradition bitte?

 

Bitte nochmals überdenken

In aller Freundschaft bin ich der Meinung, dass Sebastian Kurz und auch Andere, den Begriff die jüdisch-christlich geprägte Tradition Österreichs bzw. Europas bitte nochmals überdenken sollten. Sogar die FPÖ verwendet den Begriff „die ‚jüdisch-christlich‘ geprägte Tradition Österreichs bzw. Europas“ seit einiger Zeit nicht mehr. 

Warum?

Weil bei den Juden in Deutschland und Österreich bzw. in Europa keineswegs die Vorstellung einer christlich-jüdischen Tradition herrscht. So kann man auf der Website des Zentralrats der Juden in Deutschland Folgendes lesen: „Historisch gesehen wurde die deutsche Identität nicht nur von der deutschen Sprache und Kultur, sondern auch von der christlichen Religion geprägt. Wer außerhalb dieser Parameter stand, wurde als fremd empfunden, und kaum eine andere Bevölkerungsgruppe erlebte das schmerzvoller als Juden, deren Präsenz auf deutschem Boden seit der Zeitenwende datiert. Das tragische Ende der jüdischen Bestrebungen um Aufnahme ins deutsche Volk ist bekannt.“  Die Juden sehen Deutschlands kulturelle Wurzeln keineswegs im Judentum. Ihnen sind vielmehr die Verbrechen Deutschlands (und deren Partner) an den Juden präsent.“

Prantl: „Missbrauch der Juden durch die Politik „

Bedenkliche Worte dazu fand dereinst der Journalist und Publizist Heribert Prantl in dem Artikel „Missbrauch der Juden durch die Politik“ in der Süddeutschen Zeitung: „Beim Reden von der christlich-jüdischen Tradition handelt es sich aber um eine gewaltige Heuchelei. Die deutsche bzw. europäische Politik drückt die alte, früher stigmatisierte Minderheit der Juden an die Brust, um die neue Minderheit, die Muslime, zu stigmatisieren. Die Juden werden missbraucht, um die Muslime pauschal als unverträglich zu kennzeichnen. Eingeführt hat diese Unwortkombination wahrscheinlich der blonde Holländer Geert Wilders. In seinen pathetischen Reden betonte er geradezu beschwörend, dass wir Europäer unser christlich-jüdisches Erbe vor der Islamisierung verteidigen müssten. So innig wie heute war die Beziehung zwischen Christen und Juden in Deutschland noch nie. Die neue Innigkeit ist nicht von Theologen und Pastoralklerikern ausgerufen worden, sondern von Politikern. Im Jahr 72 nach der Reichspogromnacht haben sie etwas entdeckt, was es nicht gibt: eine christlich-jüdische Tradition, eine gemeinsame Kultur. Die christlich-jüdische Geschichte besteht vor allem in der Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der Juden und in der Verketzerung des Talmudes. Und wo es gemeinsame Wurzeln gab, hat die Mehrheitsgesellschaft sie ausgerissen. Wenn Juden anerkannt wurden, dann nach ihrem Übertritt zum Christentum. Und dieses Christentum hat bis in die jüngste Vergangenheit nicht die Gemeinsamkeit der Heiligen Schrift, sondern den Triumph des Neuen über das Alte Testament gepredigt. Zum 72. Jahrestag der Reichspogromnacht wird eine neue Kategorisierung der Minderheiten propagiert (nicht nur von scharfen Islamkritikern wie Geert Wilders und Thilo Sarrazin): in gute und schlechte, in kluge und dumme Minderheiten. Diese Sortierung wird nicht dadurch besser, dass muslimische Milieus oft sehr antisemitisch sind. Weil aber dieser Antisemitismus von der deutschen Mehrheitsgesellschaft lange kaum beachtet wurde, gibt es in jüdischen Gemeinden Sympathien für die gesellschaftliche Ausgrenzung deutscher Muslime.“

Was das „Judentum und Christentum“ eint und trennt

Zigtausende Bücher, Beiträge und Artikel beleuchten seit beinahe zweitausend Jahren das Verhältnis zwischen Judentum und Christentum. Anbei ein paar wenige Streiflichter der Kirchenzeitung am Sonntag. Wenn das Verhältnis von Judentum und Christentum vereinfacht auf einen Punkt gebracht werden soll, so lautet der Kernsatz des jüdischen Religionswissenschaftlers Schalom Ben Chorin:„Der Glaube an Jesu einigt uns… aber der Glaube an Jesu trennt uns.“

Was ist damit gemeint? Jesus war Jude, seine Mutter war Jüdin, die zwölf Aposteln waren Juden. Und doch trennt die Frage des Messias Christen und Juden erheblich. Die Juden hoffen noch immer auf das Kommen des Messias bzw. auf eine messianische Zeit. Die Christen Glauben an Jesus als Messias, dass Gott mit Hilfe von Jesus Christus den Christen solidarisch geworden ist. Sie erwarten seine Wiederkunft, sein Kommen in Herrlichkeit.

Der Talmud gibt dem heutigen Judentum sein Gesicht

Aus jüdischer Sicht muss es wie ein Hohn klingen, wenn deutsche Politiker von christlich-jüdischer Tradition sprechen. Der freie Journalist Gerald Beyrodt lehnt die Verbindung vom christlich-jüdischen ebenso ab: „Sicher teilen Juden und Christen die Zehn Gebote und die hebräische Bibel. Sicher wäre es auch ganz nett, wenn Politiker weniger bedenkenlos von den ‚christlichen Zehn Geboten’ reden würden als in der Vergangenheit. Doch 2000 Jahre jüdische Religionsphilosophie sind in Europa weitgehend unbekannt. Der Talmud gibt dem heutigen Judentum sein Gesicht. Christen haben ihn jahrhundertelang ignoriert, verfemt und immer wieder verboten. Jüdische Kultur blieb der Mehrheitsgesellschaft verborgen, weil sie nichts davon wissen wollte. Stattdessen hat sie Juden jahrhundertelang mit absurden Vorwürfen belegt: Dass sie Hostien schänden, dass sie christliche Kinder töten und zu Mazze-Broten verarbeiten und an Pessach genüsslich verspeisen.“

Stadtkirche zu Wittenbberg: „Judensau“

An der südlichen Außenfassade der Stadtkirche zu Wittenbberg, die als Mutterkirche der Reformation gilt, ist eine sogenannte „Judensau“ zu sehen. Das Spottrelief zeigt einen Rabbiner, der einem Schwein unter den Schwanz schaut. Mehrere Juden saugen zudem an den Zitzen des Tieres. Das Bild ist ein bösartiger Angriff auf die Juden und ihren Glauben. 1988 wurde im Auftrag der Stadtkirchengemeinde unterhalb der Darstellung eine Gedenkplatte in den Boden eingelassen. Sie soll auf die historischen Folgen des Judenhasses aufmerksam machen. Wissenschaftler unterscheiden zwischen dem religiös motivierten Judenhass des Mittelalters und dem modernen, von einer biologischen Rassentheorie geprägten, Antisemitismus aus dem 19. Jahrhundert. Auf diesen konnten sich Nationalsozialisten und deutsche Christen berufen. Kein Zufall, dass ein Thüringer Landesbischof 1938 darauf hinwies, dass die Synagogen in der Nacht auf den 10. November, Luthers Geburtstag, brannten. Und Julius Streicher, Herausgeber der Hetzschrift „Der Stürmer“, versuchte sich bei den Nürnberger Prozessen damit zu rechtfertigten, dass an seiner Stelle auch Martin Luther vor dem Tribunal hätte stehen können. (2)

Martin Luther war ohne jeden Zweifel ein theologisches und sprachschöpferisches Genie, sowie ein bedeutender politischer Denker, eine Figur von welthistorischer Wucht wie nur wenige seinesgleichen. Dass der, von ihm immer wieder stark gemachte, Gegensatz von „Evangelium und Gesetz“ – hier die in Christus widerfahrene Gnade, dort die Härte der in der Thora angedrohten Weisungen – den christlichen Antijudaismus weiter verstärkte und zuspitzte, wird dadurch, dass er in einer frühen Schrift feststellte, dass Jesus ein geborener Jude war, keineswegs gemildert. (3)

Eine Erfindung der europäischen Moderne?

Es können viele historische Beispiele angeführt werden, die eine christlich-jüdische Tradition in Deutschland, Europa bzw. Österreich ad absurdumführen. Die jüdische Philosophin Almut Shulamit Bruckstein Coruhkann, wie viele andere Juden, eine christlich-jüdische Tradition in Deutschland nicht nachvollziehen. Hierzu meint sie: Nein, es gab keine jüdisch-christliche Tradition, sie ist eine Erfindung der europäischen Moderne und ein Lieblingskind der traumatisierten Deutschen.“

Ich hoffe ich kann damit als wehrhafter Demokrat, als verfassungspatriotischer und in die freiheitlich demokratische Grundordnung verliebter, gelernter Österreicher, in aller Freundschaft, zumindest für die weitere Forschung einen Überblick verschaffen.
(Birol Kilic,  15.09.2019, Wien)

Quelle:
(I) ÖVP Wahlprogramm für Integration und Migration: Kultur und Tradition
https://www.yenivatan.at/oevp-wahlprogramm-fuer-integration-und-migration-kultur-und-tradition/

Bundesgericht-Schweiz verurteilt Imam: Auch Bibelzitate wären strafbar

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Das höchste Schweizer Gericht stellt fest, dass Zitate aus Koran und Bibel eine öffentliche Aufforderung zu Gewalt darstellen können. Prediger, welche die Worte unkommentiert wiedergeben, verstossen gegen das Gesetz.

Zwei Zitate aus zwei Heiligen Schriften. Prophet Mohammed sprach (Steht nicht in Koran sondern Khadis die nachher produziert wurde): «Muslime, die nicht in der Gemeinschaft beten, sind zu verleumden und zu verbannen. Falls sie nicht in die Moschee zurückkehren, sollten sie getötet werden. Wenn sie weiterhin in ihren Häusern beten, sind diese anzuzünden.»

Prophet Mose sprach in der Bibel nach einer Schlacht zu den Hauptleuten seines Heeres: «Warum habt ihr alle Frauen leben lassen? So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die lasst für euch leben.»

Die Worte Mohammeds gab ein abgewiesener Asylsuchender 2016 in einer Predigt in der Winterthurer An’Nur-Moschee wieder. Er hatte sie in einer Google-Suche gefunden und mit solchen Versatzstücken ein Freitagsgebet zusammengebastelt.

Die weiteren Ereignisse im Zeitraffer: Ein Journalist machte die Rede publik, die Polizei stürmte die Moschee, die Schweiz führte eine Islamismus-Debatte, mehrere Gerichtsprozesse folgten und der Bundesrat geriet wegen der verzögerten Ausschaffung des Imams unter Druck (inzwischen ist sie vollzogen). Und nun hat das Bundesgericht das letzte Wort zur Predigt gesprochen. Es bestätigt: Die Passage stellte eine öffentliche Aufforderung zu Gewalt dar.

Koran versus Bibel

Der Verteidiger hatte dem Gericht Moses Predigt vorgelegt und behauptet, die Wiedergabe des christlichen Gewaltaufrufs wäre nicht strafbar gewesen. Das höchste Schweizer Gericht widerspricht nun. Wenn ein Prediger vergleichbare Zitate aus dem Alten Testament vortragen würde, ohne diese zu kommentieren, würde er ebenfalls wegen öffentlicher Aufforderung zu Gewalt verurteilt, heisst es im soeben publizierten Urteil.

Den Einwand, dass sich ein Prediger nicht mit der Wiedergabe von Zitaten strafbar machen könne, sondern nur mit eigenen Kommentaren zu diesen Zitaten, lässt das Gericht nicht gelten. Das Gegenteil sei richtig: Das Problem des Imams sei, dass er eben gerade keine Kommentare dazu abgegeben habe. Indem er die Worte Gottes oder des Propheten Mohammed unkommentiert liess, habe er zum Ausdruck gebracht, dass sie deren Willen entsprechen würden. Man könne die Predigt deshalb nicht anders verstehen, als dass ein gläubiger Muslim so handeln sollte. (Argauer Zeitung-Schweiz)

 

 

 

Fakten: Im Gaststreit bzw. Inselstreit um den Ägäis , Mittelmeerraum von Zypern!

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von Birol Kilic

Die EU-Außenminister haben am Montag im Gasstreit mit Zypern Sanktionen gegen die Türkei verhängt. Ankara hat nun angekündigt, seine umstrittenen Bohrungen fortzusetzen: „Die beschlossenen Maßnahmen werden keine Auswirkung auf die Entschlossenheit der Türkei zur Fortsetzung ihrer Kohlenwasserstoffaktivitäten im östlichen Mittelmeer haben“(06.2019), hieß es aus dem türkischen Außenministerium.

Die EU-Außenminister hatten unter anderem entschieden die EU-Mittel für die Türkei zu kürzen. Zudem will die Wertegemeinschaft den Dialog mit der Türkei stoppen und die Verhandlungen über ein Luftverkehrsabkommen aussetzen. Die EU-Außenminister forderten die EU-Kommission auf, einen Vorschlag für Finanzsanktionen gegen türkische Verantwortliche zu erarbeiten, die an den Bohrungen beteiligt sind. Die Europäische Investment Bank soll die Konditionen für Finanzhilfen an Ankara überprüfen.

Die EU verliert damit seine unabhängige Friedensmission und seine Stabilität als Exporteur

Faktum: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Wenn man das Titelbild aus der Vogelperspektive bzw. vom Weltall aus betrachtet, sollte man sehen, warum die Türkei, als Inhaber der längsten Küste des östlichen Mittelmeers, mit der Nähe zu Nordzypern, so eine emotionale, geschichtliche, politische, traditionelle und wirtschaftliche Bindung hat.

Zypern ist de facto ein verlängerter Arm der geografischen Türkei.

Hier kann kein Partner die vorhandenen Vereinbarungen, die seit Jahrhunderten mit kausalen Gründen entstanden sind und auch 1960 in der Verfassung von Zypern verankert wurden, als die Griechen und Türken gemeinsam dort gelebt haben außer Acht lassen. Bei der Gründung der föderativen Verfassung im Jahre 1960 haben die griechischen und türkischen Zyprioten eines festgehalten (sinngemäß): „Zypern darf nicht Mitglied einer Vereinigung oder eines Bündnisses werden, in welchem sowohl die Republik Griechenland als auch die Republik Türkei gleichberechtigte Mitglieder sind.“ Die EU hat hier im Jahre 2004 leider einen großen Fehler gemacht, indem sie Südzypern als Vollmitglied aufgenommen hat. Dieser Konflikt wurde dadurch zu einem EU-Konflikt gemacht und diese kann jetzt nicht mehr unparteiisch gegenüber dem Brand im Mittelmehr als Feuerlöscher agieren. Jetzt ist sie in einem Zustand, in welchem die EU als Brandbeschleuniger kritisiert wird.

Die EU verliert mit dieser Entscheidung seine Friedensmissions-Funktion als unabhängiger Mediator von Südosteuropa bis zum Mittelmeer und exportiert Instabilität bei einem blutigen Konflikt in Zypern.

Aber vorerst: EU-Türkei Beziehung – Die Kopenhagener Kriterien

Wie kritisieren die AK-Partei seit Jahren in folgenden Bereichen scharf: Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und elementare Menschenrechte. Sie wünscht sich eine Türkei welche einen Weg findet, zurück zum starken Parlamentarismus sowie Säkularität in der Staatsverwaltung und in allen anderen Lebensbereichen. Die Türkei steht in vielen Bereichen unter einem enormen Druck von Terrororganisationen, welche den Staat im In- und Ausland erpressen und somit das Leben der Bürger, sowie die Regierung einschränken. Eine schwache demokratische Türkei bedeutet aber nicht, dass sie von der EU, aufgrund des Zypern-Konfliktes, wie ein Knecht behandelt werden muss. Die EU sollte der Türkei nicht wie ein Dompteur Anweisungen und Drohungen geben, sondern versuchen, den Brand mit Diplomatie zu lindern. Die EU agiert hier jedoch gerade als Brandbeschleuniger und das nicht vor der Haustür, sondern im eigenen Haus, wo der Brand am meisten Schaden anrichten wird, wovor wir jetzt noch warnen müssen.

Wir fragen uns: Warum erlaubt die EU so etwas? Ist das die Gier des Gasvorkommens?

Ist die EU wie die NATO ein Kriegsbündnis, in welchem man als Mitglied Solidarität zeigen muss? Wie auch der österreichische Außenminister Schallenberg heute in den Medien ausgesagt hat, so einen Fall gibt es nicht. Welchen Druck möchte man hier gegenüber der Türkei, außer zurück zu den Kopenhagener-Kriterien, ausüben? Die Kopenhagener Kriterien, die die Staaten für ihre Aufnahme in die EU zu erfüllen haben, werden auch als drei übergeordnete Kriterien dargestellt: das „politische Kriterium“, das „wirtschaftliche Kriterium“ und das „Acquis-Kriterium“: Die Werte, auf die die Union gegründet wurde, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören.

EU-Türkei Flüchtlingsabkommen und lächerliche EU Drohungen

Die Türkei hat bis jetzt 4 Millionen Flüchtlinge aufgenommen und betreut und nicht nach Europa (laut der EU-Türkei Vereinbarung) weitergeschickt. Es wurden dafür aus eigenen Ressourcen ca. 35 Milliarden Euro verrichtet. Was sind diese „paar“ Milliarden Euro, wenn die EU ständig syrische Flüchtlinge in die Türkei sendet oder damit droht. Man sollte eher transparent und offen über die 4 bis 5 Millionen Flüchtlinge in der Türkei reden und überlegen wie man diese Menschen gerecht in der EU verteilt. Die paar Milliarden Euro kann die EU selber behalten. Unserer Meinung nach hat hier die Ankara Regierung von Anfang an eine falsche, gefährliche Syrien-Politik verfolgt.

Fakten über den Zypern-Konflikt:

Die EU wurde mehrmals, bevor das griechische Südzypern im Jahre 2004 Vollmitglied der EU geworden ist, von unabhängigen Experten mit folgenden Argumenten gewarnt:

Zusammengefasst:

1- Die Gewässer in Nordzypern und Umgebung sind der Festlandsockel der Türkischen Republik und deshalb müssen die Rechte der türkischen Zyprer unbedingt berücksichtigt werden. Der türkische Norden ist eigenständig, seit dem die türkische Armee 1974 in Folge eines Militärputsches griechischer Klerikalfaschisten intervenierte. Es sind tausende Tötungen der türkischen Zyprer durch Massaker von klerikalfaschistischen Zyprern verursacht worden. Die Bevölkerung in der Türkei agiert hier deswegen sehr sensibel und emotional und erwartet auch von der EU Empathie. Vergessen wir nicht: ein EU-Plan zu Wiedervereinigung wurde 2004 vom griechischen Zypern abgelehnt und vom türkischen Zypern zugesagt und trotzdem hat die EU unverantwortlich die gesamte Insel, ohne Lösung dieser Probleme, mit der Leaderschaft des griechischen Zyperns als Vollmitglied der EU akzeptiert und das Problem leider zu einem inneren EU-Problem gemacht. Bis jetzt wurde mit der Floskel „Solidarität“ als Brandbeschleuniger je nach Fall, in verschiedenen politischen Lagen, mit dem Zypern-Konflikt entweder die Türkei erpresst oder unter Druck gesetzt und damit das Problem unlösbar gemacht. So agiert eine friedensstiftende und Stabilität exportierende Union wie die EU im Normalfall nicht. Die EU hat hier bei vielen Konflikten, anstatt diese als neutraler Mediator zu lösen, eine große Krise mit egoistischen Zielen und vielen Folgen verursacht. Man muss hier alle EU Verantwortlichen dazu auf, neutral und friedensstiftend zu agieren und fordert die Mitgliedsstaaten dazu auf, sich nicht als Geisel nehmen zu lassen.

2- Bei der Gründung der föderativen Verfassung im Jahre 1960 haben die griechischen und türkischen Zyprioten eines festgehalten: „Zypern darf nicht Mitglied einer Vereinigung oder eines Bündnisses werden, in welchem sowohl die Republik Griechenland als auch die Republik Türkei gleichberechtigte Mitglieder sind.“  Die EU hat hier von Anfang an  einen großen Fehler gemacht, indem sie erst Griechenland und nachher Südzypern als Vollmitglied aufgenommen hat und diesen Konflikt dadurch zu einem EU-Konflikt gemacht hat. Die Gewährung der EU-Mitgliedschaft an die griechische Seite von Zypern (Südzypern), im Jahr 2004, machte das chronische Problem jetzt unlösbar.  Der Ausgangspunkt des Konflikts (1955) durch das griechisches Zypern und infolgedessen die UNO (März 1964) und die türkische Truppen (Juli 1974) auf Zypern sind nicht umsonst stationiert. Unter dem Einfluss von den zwei griechischen Stimmen (Griechenland & Südzypern) ist die EU ein Teil des Problems geworden und kann infolgedessen nicht mehr neutral und unabhängig zur Zusammenarbeit zwischen den beiden Seiten beitragen. Noch dazu hat die griechische Seite auf der Insel den UN-Plan für eine föderale Lösung abgelehnt und die türkische Seite diesem zugestimmt. Warum hat die EU die griechische Seite dafür belohnt, dass sie zu einer von den Vereinten Nationen unterstützten Lösung (Annan-Plan, 2004) mit 75% Nein gesagt hat, während die türkisch-zypriotische Seite mit 65% Ja gesagt hat? Warum soll nun die türkische Seite (Nordzypern), die für den UN-Plan mit ‚ja‘ gestimmt hat, ungerecht, parteiisch und gegen die eigenen Interessen von der EU behandelt werden? Die EU hat hier seine Vermittler rolle verloren und soll somit nicht noch mehr Benzin ins Feuer gießen.

3- Die EU ignoriert vorsätzlich die regionalen und legalen Ansprüche und Rechte der Republik Türkei als Garant für die Unabhängigkeit der “Republik Zypern”, neben England und Griechenland, wie in dem London-Zürich-Abkommen von 1960 festgelegt ist. Hier sollte man wissen, dass drei Länder (nicht mehr und nicht weniger) durch das London-Zürich-Abkommen, für die Zukunft des Zypern-Konfliktes etwas zu sagen haben. Die restlichen beteiligten Länder und unter anderem auch die EU, können das Abkommen von 1960 nicht ignorieren. Bei der Gründung der föderativen Verfassung im Jahre 1960 haben die griechischen und türkischen Zyprioten eines festgehalten: Zypern darf nicht Mitglied einer Vereinigung oder eines Bündnisses werden, in welchem sowohl die Republik Griechenland und die Republik Türkei gleichberechtigte Mitglieder sind. Mit Verlaub wiederholen wir: Die EU hat hier einen großen Fehler gemacht, indem sie erst Griechenland und nachher Süd-Zypern als Vollmitglied aufgenommen hat und diesen Konflikt dadurch zu einem EU-Konflikt gemacht hat. Die EU weiß keinen Weg mehr um rauszukommen, weil die griechischen Zyprioten und Griechenland die EU als Geisel genommen haben.

4- Die EU ignoriert die Existenz und die Rechte der türkischen Zyprioten, aus einer Zeit in der zypriotische Türken und Griechen zusammen in einer Föderation gelebt haben und deren Rechte in der Verfassung von Zypern von 1960 verankert sind. Die zypriotisch-griechische Seite sagt auch heute, dass die 1960 festgelegte föderative Verfassung, in welcher der erste Präsident der Republik Zypern, Makarios III, im Jahre 1963, 13 Artikel der Verfassung einseitig geändert hat und damit den Zypern-Konflikt ausgelöst hat. Hier liegt in der multiplen Kausalität die erste Ursache des Problems (die Ursache und ihre Wirkungen). Wenn die EU ein Friedensstifter ist und nicht Instabilität, sondern Stabilität in die Nachbarschaftsregionen exportieren möchte, sollte sie hier aufhören einseitig und willkürlich als Brandbeschleuniger zu agieren.

5-  „Der gelbe Punkt  unten, 2 km vor der türkischen Südküste ist die griechische Mini-Insel Kastelorizo mit ca. 500 Bewohnern. Griechenland behauptet, dass man auch für Inseln die gleichen Rechte beanspruchen könne, wie für Festland. In diesem Fall bedeutet dies, dass Athen für diese Mini-Insel auf Steinwurf-Weite zum türkischen Festland und 600 km vom griechischen Festland entfernt eine exklusive Wirtschaftszone von 350 km in alle Richtungen beansprucht. Auf der Karte kann man gut erkennen, dass Griechenland seine Inseln quasi als Kette benutzen möchte, um die Türkei in der „Badewanne“ von Antalya einzusperren. Die Türkei – mit der längsten Festland-Küste im Mittelmeer – hätte nach griechischem Rechtsverständnis eine kleinere Wirtschaftszone als bspw. der Inselstaat Zypern. Ich könnte mich angesichts dieser absurden Konstellation den ganzen Tag krümmen vor Lachen, wenn da nicht dieser Staatenbund EU wäre, der sich – wie könnte es auch anders sein – hinter Griechenland und gegen die Türkei postiert. Diese Konstellation schreit nach einer fairen politischen Schlichtung unter Vermittlung von Unbeteiligten (womit die EU als Partei automatisch ausscheidet). Und im weiteren brauchen wir unbedingt eine völkerrechtliche Neuregelung eigens für die Ägäis. Es ist offenkundig, dass das gegenwärtige Rechtsgefüge hier versagt. Rechtliche Regelungen, die nicht nur nicht dazu geeignet sind, einen gerechten Ausgleich herzustellen sondern Unrecht geradezu begünstigen, sind das Papier nicht wert, auf dem sie abgedruckt werden.“(C. Özgönül)

6. „Hier sehen Sie die Insel Kastelorizo. Von den Türken Meis genannt. Diese Insel ist 12 Km² groß (4 Kilometer lang und 3 Kilometer breit) und hat 492 Einwohner. Athen beansprucht für diese kleine Insel das ausschließliche Wirtschaftsrecht von 200 Km auf See. Also 200 Kilometer um diese Insel darf nur Griechenland nach Bodenschätzen suchen und Fischerei betreiben. Der naheste griechische Festlandpunkt liegt genau 522 Kilometer entfernt. Sie liegt aber nur ca. 2 Km vor dem türkischen Festland. Wer Griechenlands Forderung als gerechtfertigt betrachtet, hat entweder einen Lattenschuß oder einen an der Waffel. Der rote Punkt ist Kastelorizo, der rote Kreis die 200 Kilometer um Kastelorizo und die schwarze Linie die Entfernung zwischen Kastelorizio und dem nahesten griechischen Festlandpunkt.“(M. Cigir)

 

7. „Das internationale Seerecht mit ein paar Gerichtsurteile des IGH ( Internationale Gerichtshof für Seerechte) spricht zugunsten der Küstenländer( längste). In diesen Urteilen wurde nach dem Prinzip der “ Relevant Costs“ und „ Median‐Line“ entschieden.  Das bedeutet, dass immer die relevante Küstenlänge des Festlandes ( hier hat die Türkei die Längste Festland, 1830 km )  ausschlaggebend ist. Erstens ist nicht die Türkei hier der Aggressor im Mittelmeer, sondern ganz klar Griechenland und Frankreich, die auf türkische Hoheitsgewässer nach internationalem Seerecht der UN Inseln quasi alle Inseln als Festland und AWZ deklarieren und die Türkei, die mehr als 1830 km Festland im Mittelmeer besitzt, komplett vom Mittelmeer abschneiden. Die Türkei agiert im Mittelmeer gerade leider wie geglaubt nicht als Aggressor , sondern ganz klar Griechenland und Frankreich, die auf türkische Hoheitsgewässer nach internationalem Seerecht der UN Inseln quasi alle Inseln als Festland und AWZ deklarieren und die Türkei, die mehr als 1830 km Festland im Mittelmeer besitzt, komplett vom Mittelmeer abschneiden. Es wurde zudem beim internationalen Gerichtshof (IGH) für Seerechte auch in der Vergangenheit immer zugunsten der Länder, die die grösste Küste am Kontinent haben , zudem entschieden. Wie kann es dann sein, dass griechische Inseln nach ihrer und der Meinung fast aller deutscher Journalisten der Türkei im Ägais keine Hoheitsgewässer und im Mittelmeer nach der Skizze der Universität Seville kurz nur die Bucht vor Antalya zugeführt wird?

Es gibt dutzende Urteile, dass die Sehhoheit der Türkei anerkennt, und dies untermauern ; hier einige Beispiele:
Gerichtsurteile des IGH ( Intern.Gerichtshof für Seerechte) zugunsten der Küstenländer: Libyen‐ Malta,.Art.46 und 47; England‐ Frankreich Maigne- Verfahren,Paragraf 96; Kanada- Frankreich Paragraf 24;“Jan-Mayen“ Urteil Paragraf 51-53; Katar‐ Bahrein Urteil Paragraf 185.In diesen Urteilen wurde nach dem Prinzip der “ Relevant Costs“ und “ Median‐line“ verfügt!! Das bedeutet, dass immer die relevante Küstenlänge des Gastlandes ausschlaggebend ist. Hier geht es um die exklusiven Wirtschaftszonen, nicht um Hoheitsrechte. In solchen Fällen pflegt die internationale Rechtssprechung in der Regel dem Festland den Vorrang vor Inseln zu geben. Alles andere wäre auch absurd. Da könnte ja jeder Staat, der irgendwo in tausenden km Entfernung entfernt irgendwelche versprengten Inseln vor irgendwelchen fremden Küsten hat, die exklusive wirtschaftliche Ausbeutung der Gewässer beanspruchen, während riesige Festlandmassen auf hunderte von km Küstenlinie ausgesperrt würden. Das hätten die Griechen vielleicht ganz gerne, aber mit Rec „(L. Taskiran)

a) Libyen‐ Malta,.Art.46 und 47;
b) England‐ Frankreich Maigne- Verfahren,Paragraf 96;
c) Kanada- Frankreich Paragraf 24;
d) „Jan-Mayen“ Urteil Paragraph 51-53;
e) Kathar‐ Bahrain Urteil Paragraph 185.

7- Ob es uns gefällt oder nicht: Die Türkei hat nicht nur das Recht, ihre eigenen Völker und territoriale Rechte auf dem Festlandsockel zu schützen, sondern ist verpflichtet, die Rechte und Interessen der türkischen Zyprioten in Zypern durch das London-Zürich-Abkommen von 1960 zu verteidigen. Diese unterschriebene Vereinbarung kann die EU nicht willkürlich Makulatur erklären.

Die EU sollte hier seine moderate Haltung als Brückenbauer, Friedensstifter und als Stabilitäts-Exportier in die Region zurück besinnen. Sonst wird sie Probleme in einer unübersehbaren Dehnung bekommen.Wir wünschen uns Friede daheim und Friede in der Welt. Nicht mehr aber auch nicht weniger. (Birol Kilic, Einspruch, 15.07.2019)