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Appeasement-Politik: Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Freundschaftsvertrages zwischen der Türkei und Österreich

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Appeasement – Politik der scheinheiligen Beschwichtigung: Zum 100. Jahrestag des Freundschaftsvertrages zwischen der Türkei und Österreich

von Birol Kilic, Analysen aus Wien, 01.01.2024

Die Regierung in Ankara hat am 30.01.2024 im türkischen Parlament (TBMM) die verbindliche Verfassung der türkischen Republik außer Kraft gesetzt. Und in Wien und Ankara soll bzw. wird der 100. Freundschaftsvertrag zwischen der türkischen und der österreichischen Republik vom 28.01.1924 mit dem heuchlerischen Gedenken an den Gründer der modernen Türkei Atatürk gefeiert, obwohl jeder weiß, dass Atatürk sich im Grabe umdreht.

Wir verlieren die moderne Türkei und haben vor den Toren der EU ein Land mit 100 Millionen Einwohnern, in dem die Justiz (Adalet), die Gewaltenteilung, die Pressefreiheit, die Menschenrechte, die freiheitliche säkulare demokratische Grundordnung und die türkische Verfassung und damit der Rechtsstaat außer Kraft gesetzt wurden und alles, was in der Türkei in den letzten 185 Jahren an demokratischen Rechten erkämpft wurde, täglich mit Füßen getreten wird und das Volk in den letzten 20 Jahren von der Regierung in Ankara und reaktionären Faschisten in den Wahnsinn getrieben wurde.

Unter dem Deckmantel der Religion- Morallosigkeit

Niemand sollte hier offen oder heimlich Schadenfreude empfinden. Die Regierung in Ankara und ihre reaktionären und sektiererischen faschistischen Verbündeten haben die Türkei unter dem Deckmantel der Religion in ein unglaublich verkommenes „moralfreies“ „de facto Zentrum der Weltmafia, wo alles käuflich ist“ verwandelt, das seinesgleichen sucht, und es ist der Sumpf der EU, in den dieses Land mit seinen 100 Millionen Einwohnern immer wieder in einem Wahnsinn („Cinnet“) hineingezogen wird.

Deshalb müssen wir heute offen reden!

Denn Offenheit und Ehrlichkeit sind die Voraussetzung für echte Freundschaft. Sonst ist es eine heuchlerische und korrupte Freundschaft, die auf Appeasement-Politik, scheinheiliger Beschwichtigung oder Opportunismus beruht. Wir wissen, dass das nicht einfach ist, denn die Sprache der Korrupten ist die Heuchelei, und ich kann nur warnen.

Die EU exportiert Instabilität in die Türkei

Was in den 185 Jahren seit dem osmanischen Tanzimat 1839 und in der Folge in der modernen türkischen Republik durch die Reformen Atatürks ab 29.10. 2023 mit einer überwiegend laizistischen Verfassung an demokratischen Rechten erkämpft wurde und unter den 57 muslimisch geprägten Ländern (Bevölkerungszahl) einzigartig war, wurde in den letzten 20 Jahren durch die Regierung in Ankara mit der Zeit verwässert und dann zerstört und am 30.01.2024 im türkischen Parlament durch die Aufhebung bzw. Nichtanerkennung des türkischen Verfassungsgerichts zu Grabe getragen. Wer kritisiert, dem drohen sie mit unglaublichen Mafiamethoden durch reaktionäre faschistische Bündnisse.  De facto ist die Türkische Republik jetzt ein Land, in dem die Entscheidungen des Verfassungsgerichtes von der Regierung in Ankara nicht anerkannt werden und damit sind Sie selbst nicht durch die Verfassung geschützt. Wir haben eine tickende Bombe vor der Tür der EU, wo die EU schweigt.

Indem sie die Gesellschaft zum Teil mit heroisierenden gefälschten Filmen, mit gefälschter Geschichte, mit gefälschten wirtschaftlichen Aktionen in die Armut schickte, die Menschen vom Staat und damit von der Regierungspartei abhängig machte, Wahlen fälschte, die Opposition, seien es Journalisten, NGO’s oder Abgeordnete ins Gefängnis schickte.  Mit einer falschen irregulären illegalen Migrationspolitik mit ca. 13 Millionen Menschen, die das Land in ein unglückliches Nahost- und Talibanland verwandelt hat, die Demographie des Landes zerstört hat und die BürgerInnen der Türkei heute einen Wahnsinn erleben. Und die EU will immer noch illegale Migranten in die Türkei schicken, durch fragwürdige Geld „pro Kopf“, schüttet damit Benzin in die brennende Türkei mit korrupten PolitikerInnen in der Türkei, die das Land als Selbstbedienungsladen betreiben. Die Appeasement- und Flüchtlingspolitik der EU gegenüber der Türkei durch korrupte und kranke PolitikerInnen wird wie ein Bumerang zurückschlagen, wo wir in der EU das große Bild sehen müssen.

Gegenüber der modernen laizistischen Türkei war man immer heuchlerisch. Man wollte keine starke moderne laizistische türkische Republik, wo genauso mehr Demokratie herrscht und wo es selbst bewusste türkische BürgerInnen gibt.  Man wollte nur eine Ein-Mann-Regierung als Ansprechpartner wo man ohne die langen demokratischen Prozesse in einer starken selbstbewussten Demokratie abwarten muss bzw. nicht machbar ist einfach kaufen, beeinflussen bzw. erpressen kann und damit schalten und walten kann einfach ohne die BürgerInnen der Türkischen Republik und mit ihren demokratisch gewählten VertreterInnen und Gewaltenteilung basierenden Institutionen. Siehe Flüchtlingsdeal 2016 und vieles mehr in den 60 Jahren. Was man sät wird man ernten!

Warum exportiert die EU Instabilität in die Türkei?

Die EU als Friedensprojekt, wo ich sehr konstruktiv und positiv bin, die eigentlich Stabilität in die Nachbarregionen bzw. in die Vollmitglieder der EU exportieren sollte, macht im Falle der Türkei das Gegenteil.

Die EU exportiert Instabilität in die Türkei. Deshalb diese Appeasement-Politik. Wir müssen warnen. Das kann nicht gut gehen.  Was man sät, erntet man heute, morgen, wenn nicht morgen, dann übermorgen. Die Türkei darf nicht länger als „Mülleimer“ der EU für illegale Flüchtlinge gesehen werden und das korrupte Geld pro Kopf für jeden illegalen Flüchtling, wie es der italienische Ministerpräsident Meloni letzte Woche in der Türkei versucht hat und die BürgerInnen in der Türkei protestiert haben.

Wir wissen, das offizielle Geschäft läuft durch EU-Gelder „illegale Flüchtlinge in die Türkei“ pro Kopf Zahlungen durch korrupte und gierige PolitikerInnen in der Türkei geht unter dem Deckmantel „wir schieben es nach Südeuropa“ gut, aber gegen die Interessen der türkischen BürgerInnen in der Türkei.  Achtung: Die Türkei explodiert.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Freundschaftsvertrages zwischen der Türkei und Österreich sollten wir vielmehr offen über die Appeasement-Politik sprechen. Man sollte nicht vergessen: „Eines der Hauptziele der Appeasement-Politik der 1930er Jahre war die Schaffung eines kollektiven, vertraglich vereinbarten Sicherheitssystems der europäischen Staaten auf der Grundlage des Völkerbundes oder anderer internationaler Verträge. Zu den Befürwortern der Appeasement-Politik gehörten daher auch Vertreter des europäischen Föderalismus wie Philipp Kerr. Großbritannien protestierte nicht gegen den Anschluss Österreichs, weil es ihn mangels Widerstand als innere Angelegenheit des Deutschen Reiches und Österreichs betrachtete“.

Die Regierung in Ankara setzt die verbindliche Verfassung der Türkischen Republik außer Kraft, während wir in Wien den 100. Jahrestag ( 28.01. 1924) des Freundschaftsvertrages zwischen der Türkischen Republik und der Republik Österreich leider nicht feiern ( 28.02.2024), sondern nur daran erinnern können.

Auch für die Beschwichtiger in der EU wird diese Appeasement-Politik gegenüber dem heutigen Regime in Ankara härtere Konsequenzen haben, als man sich vorstellen kann. Wir haben vor unserer Haustür einen Nachbarn mit ca. 100 Millionen Menschen, der sich sozial, wirtschaftlich und politisch im Umbruch und Wahnsinn befindet und nur Unheil importieren wird. Es handelt sich nicht um einen Akt der Freundschaft, den Appeasement-Politik gegenüber der Türkei. Alles, aber mit Sicherheit nicht freundschaftlich.

In freundschaftlichen Beziehungen, die auch nach 100 Jahren noch bestehen, ist es möglich, sich gegenseitig Feedback zu geben und auch schwierige Themen anzusprechen, ohne dass sich der andere angegriffen oder verletzt fühlt.

Die Regierung in Ankara hat die moderne türkische Republik in den letzten 20 Jahren in einen Zustand der Komo gebracht und de facto zerstört, sei es sozial, moralisch, kulturell und wirtschaftlich. Und trotzdem versucht die EU die illegalen Flüchtlinge aus Afrika, Afghanistan und anderen Teilen der Welt mit unmoralischen Angeboten bis hin zu Pro-Kopf-Zahlungen wie Tiere in die Türkei zu treiben. Sie schicken es auch und die BürgerInnen in der Türkei erleben durch die EU und sowieso von Fehler der Regierung in Ankara einen Wahnsinn.

Es ist der 100. Jahrestag des Freundschaftsvertrages zwischen der Türkischen Republik und der Republik Österreich, der am 28. Januar 1924 von den Gründern der modernen säkularen Türkei unterzeichnet wurde. Statt scheinheiliger Feierlichkeiten hat die Türkische Kulturgemeinde in Österreich die tatsächliche Situation der Republik Österreich und der Republik Türkei im Jahr 2024 in den Bereichen Demokratie, Menschenrechte, Pressefreiheit, Wirtschaft, freiheitlich-demokratische Grundordnung, die unbedingt auf Gewaltenteilung beruht, verglichen und Fragen gestellt.

Zwei Fragen wurden von hunderten Österreichern türkischer Abstammung beantwortet.

1. Wie war die Situation in der Türkei 1924, als Atatürk die moderne türkische Republik gründete, und wie sieht sie nach 100 Jahren im Jahr 2024, also heute, aus?

2. Wie war die Situation in der Republik Österreich 1924 und wie nach 100 Jahren im Jahr 2024, also heute?

Die Antworten waren schmerzlich, erschütternd, beängstigend, nicht für die BürgerInnen in der Türkei, sondern für die EU. Die Türkei hat sich nach 22 Jahren Erdogan AKP Regierung in einen de facto „Failed State“ verwandelt und dies durch Zerschlagung und Zerstörung mühsam aufgebauter Werte und Investitionen der von Atatürk gegründeten Türkei.

Die Ankara Regierung hat am 30.01.2024 die türkische Verfassung im türkischen Parlament TBMM mit Füßen getreten. Die Regierung in Ankara hat die, halbwegs funktionierende und verbesserungsbedürftige, Demokratie, die mit der Gründung der modernen Türkei am 29.10.1923 entstanden ist, in den 22 Jahren ihrer Herrschaft, gestern in eine „Kakokrasi“ verwandelt.

„Kakokrasi“ bedeutet die Degeneration der Demokratie und der Verfassung, in der die Regierungen in allen Bereichen des Regierens kläglich versagt haben, aber so tun, als hätten sie ihre Arbeit wie erfordert erledigt um damit ihr eigenes Überleben zu sichern.

Dem inhaftierten türkischen Menschenrechtsanwalt Can Atalay wurde gestern im türkischen Parlament von der AKP und der Koalitionsmehrheit das Abgeordnetenmandat entzogen, obwohl die türkische Republik in einem Verfassungsbeschluss die sofortige Freilassung des Inhaftierten gefordert hatte. In der Türkei wird die Krise von der Regierung in Ankara als Kompetenzkonflikt zwischen zwei hohen Gerichten dargestellt.

Rıza Türmen (*1941 in Istanbul), türkischer Diplomat und ehemaliger Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, schreibt in T24: “Ich schäme mich, diesen Artikel schreiben zu müssen. Der Punkt, an dem wir in der Gesetzlosigkeit angekommen sind, löst Scham und Trauer aus. Aber es macht mir auch Angst. In einem Land, in dem eine solche Gesetzlosigkeit herrscht, kann alles passieren. Wenn man diesen Zustand mit dem Ein-Mann-Regime in der Türkei kombiniert, wird die Tatsache noch deutlicher, dass das Recht in diesem Regime das Urteil eines Mannes ist. Die Verfassung der Türkischen Republik ist in Bezug auf die Kompetenzverteilung zwischen den beiden obersten Gerichten sehr klar. Die gestrige Krise ist ein wichtiger Schritt zur Neuverteilung der politischen Macht im Prozess der Entdemokratisierung der Türkei. Artikel 153 der türkischen Verfassung ist eindeutig. Danach sind die Entscheidungen des Verfassungsgerichts für die Organe der Legislative, Exekutive und Judikative bindend und müssen umgesetzt werden. Diese Bestimmung gilt für alle Entscheidungen des Verfassungsgerichts der Republik Türkei.“

Demokratie jetzt de jure Kakokrasi

Aus der Demokratie ist seit dem 30.01.2024 in der Türkei ein de jure Kakokrasi geworden und die EU behandelt die AKP-Regierung mit einer Appeasement-Politik bzw. Beschwichtigungspolitik, damit die illegalen Flüchtlinge in der EU, sowie in Österreich, durch unmenschliche „Pro-Kopf-Zählungen“ in die Türkei verschoben werden. Der albanische Verfassungsgerichtshof hat den Vorschlag des italienischen Ministeriums, die illegalen Flüchtlinge aus Afrika nach Albanien durch Zahlen zu verschieben, gestoppt. Die türkische Verfassung hat das gleiche getan, aber jetzt ist die türkische Verfassung ab 30.01.2024 nicht mehr bindend und die EU bzw. USA kann alles über die Ein-Mann-Regierung erledigen. Obwohl die Türkei, durch die Ankara Regierung, weltweit die meisten Flüchtlinge sowie die meisten illegalen Wirtschaftsflüchtlinge aufnahm,  mit einer Zahl über 13 Millionen Menschen.

Aus dieser Politik und diesen Entwicklungen, sehen wir, dass die EU und die USA keine stabile demokratische Türkei erwünschen, sondern eine Ein-Mann-Regierung, mit der sie alles, gegen die Interessen der BürgerInnen der Türkei, durch Geld, Erpressung oder Gegengeschäfte erledigen können. Nach dem „Failed Staat“ können nur Bürgerkrieg ähnliche Zustände folgen, die für die EU enorme Schäden bringen . Die türkischen BürgerInnen in der Türkei erleben, durch die Mafiasierung der Politiker, Bürokratie, Geschäftsmänner, Medien, sowie durch Drogen- und Flüchtlingsproblemen, einen Wahnsinn.  Das alles wird nicht in der Türkei bleiben. Die EU darf hier nicht egoistisch, sondern mit der wirklicher demokratischer Opposition gegenüber der Türkei die Zustände handeln. Es gibt nichts zu feiern oder zu beschwören, es ist eine Gefahr für die EU. Uns liegt eine tickende Bombe vor der Tür.

Vor 100 Jahren, im Jahr 1924, war die Türkei in den Bereichen Demokratie, Arbeit und Wirtschaft noch bessergestellt als die Republik Österreich nach dem Ersten Weltkrieg.  Tausende ÖsterreicherInnen, WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen aus Österreich, Ungarn und sogar Deutschland gingen für den Aufbau der modernen Türkei in die Türkei. Atatürk hieß sie willkommen.

Heute, 100 Jahre später, haben die imperialistischen Islamisten und Allianzen über die Regierung in Ankara, mit reaktionären Bündnissen, die türkische Republik und die halbwegs funktionierende Demokratie de facto zerstört. Millionen junger, ausgebildeter Menschen fliehen in die EU, die USA oder in andere Teile der Welt.

Wir erleben die Zerstörung einer halbwegs funktionierenden, säkularen Republik, mit vielen Allianzen, auch mit westlichen Ländern, durch eine reaktionäre Regierung in Ankara, die nur ein Ziel hat: Die Zerstörung der modernen türkischen Republik vor dem EU-Türken. Das einzige Land unter 57 Ländern der Welt, das mehrheitlich muslimisch ist und eine halbwegs funktionierende säkulare Republik mit demokratischer Grundordnung hat.

Und das mit großen Folgen.  Alle, vor allem die unmittelbaren Nachbarn im Balkan und der EU, werden großen Schaden nehmen.

Die Türkei erlebt durch die AKP-Regierung und durch, die mit ihr verbündeten, Parteien eine Filmszene aus “Es war einmal Amerika”, jetzt aber “Es war einmal Türkei”, wo die halbwegs funktionierende freiheitlich-demokratische säkulare Grundordnung von Grund auf zerstört wird. Eine Situation, die auch die EU und insbesondere die USA herbeigeführt haben, ein Land in dem jetzt eine „Afghanisierung“ und „Syrienisierung“ , und damit ein großer Sumpf entsteht. Es wird ein EU-Sumpf sein.

Dieser Sumpf wird, trotz dieser Sicherheitsmaßnahmen und Grenzsicherung zwischen Griechenland und Bulgarien mit Milliarden an EU-Subventionen, auch die EU in sich hineinziehen. Die Türkei wird das Pakistan der EU auf dem Weg zu einer De-facto-„Afghanisierung“ oder „Syrienisierung“.

Stoppen wir Sie. Stoppen wir Sie. Schluss mit der heuchlerischen Beschwichtigungspolitik des Opportunismus!

Wir sitzen alle im selben Boot…

Regierung in Ankara tritt türkische Verfassung im türkischen Parlament TBMM bedrohlich mit Füßen

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Zum Fremdschämen 

Die Regierung in Ankara tritt im türkischen Parlament TBMM die türkische Verfassung mit Füßen. Aus der Demokratie ist seit dem 30. Januar 2024 eine echte „Kakokrasi“ geworden.


von Birol Kilic, 31.01.2024, Analyse aus Wien

Warum zum Fremdschämen! Dem inhaftierten türkischen Menschenrechtsanwalt Can Atalay wurde am 30.Janaur.2024  im türkischen Parlament von der AKP und der Koalitionsmehrheit das Abgeordnetenmandat entzogen, obwohl die türkische Republik in einem Verfassungsbeschluss die sofortige Freilassung des Inhaftierten gefordert hatte. Atalay, bisher Abgeordneter der Provinz Hatay, verlor sein Mandat am Dienstag aufgrund eines rechtskräftigen Urteils, das in Abwesenheit Atalays im Parlament in Ankara verlesen wurde. Oppositionsabgeordnete unterbrachen gestern die Verlesung des Urteils immer wieder mit Buhrufen und hielten Plakate mit der Aufschrift „Freiheit für Can Atalay“ hoch. Laut Experten wird die erstmalige Nichtumsetzung der Urteile des Verfassungsgerichtshofes der Republik Türkei, durch eine Entscheidung des Kassationsgerichtes, kann dazu führen, dass das Verfassungsgericht vom EGMR nicht mehr als wirksamer, innerstaatlicher Rechtsbehelf angesehen wird.

Aus der Demokratie ist seit gestern eine Kakokrasi geworden.

Die Regierung in Ankara hat die halbwegs funktionierende und verbesserungsbedürftige Demokratie, die mit der Gründung der modernen Türkei am 29.10.1923 entstanden ist, in den 22 Jahren ihrer Herrschaft seit gestern in eine Kakokrasi verwandelt. Kakokrasi bedeutet die Degeneration der Demokratie und der Verfassung, in der die Regierungen in allen Bereichen des Regierens kläglich versagt haben, aber so tun, als hätten sie es sehr gut gemacht und damit ihr eigenes Überleben gesichert.

(c) VOA

Atalay sitzt seit April 2022 in Haft, obwohl das Verfassungsgericht seine Freilassung angeordnet hatte. Die AKP und ihre Verbündeten im türkischen Parlament haben damit einen Verfassungsputsch provoziert, der auch ihre Existenzberechtigung in Frage stellt. Diejenigen, die diese Resolution verfasst, verlesen und unterstützt haben, sind Verfassungsputschisten, die die türkische Verfassung mit Füßen getreten haben.

Das türkische Verfassungsgericht hatte im Oktober die Freilassung Atalays angeordnet, ein untergeordnetes Gericht, das Kassationsgericht, entschied jedoch, diese Anordnung nicht umzusetzen. Das Urteil gegen Atalay im sogenannten Gezi-Prozess ist inzwischen rechtskräftig. Es gilt als politisch motiviert und wurde vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte für rechtswidrig erklärt.

Nach Artikel 153 der Verfassung der Republik Türkei sind die Entscheidungen des Verfassungsgerichts endgültig. Die Entscheidungen des Verfassungsgerichts, des höchsten Gerichts der türkischen Rechtsordnung, sind für die gesetzgebende, die vollziehende und die rechtsprechende Gewalt des Staates bindend.

In der Türkei wird die Krise von der Regierung in Ankara als Kompetenzkonflikt zwischen zwei hohen Gerichten dargestellt. Rıza Türmen (*1941 in Istanbul), türkischer Diplomat und ehemaliger Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, schreibt in T24 folgendes: „Ich schäme mich, diesen Artikel schreiben zu müssen. Der Punkt, an dem wir in der Gesetzlosigkeit angelangt sind, löst Scham und Trauer aus. Aber es macht mir auch Angst. In einem Land, in dem eine solche Gesetzlosigkeit herrscht, kann alles passieren. Wenn man diesen Zustand mit dem Ein-Mann-Regime in der Türkei kombiniert, wird die Tatsache, dass das Recht in diesem Regime das Urteil eines Mannes ist, noch deutlicher.Es gibt jedoch keinen Kompetenzkonflikt. Die Verfassung der Türkischen Republik ist sehr klar, was die Kompetenzverteilung zwischen den beiden obersten Gerichten angeht. Die gestrige Krise ist ein wichtiger Schritt zur Neuverteilung der politischen Macht im Prozess der Entdemokratisierung der Türkei. Artikel 153 der türkischen Verfassung ist eindeutig. Danach sind die Entscheidungen des Verfassungsgerichts für die Organe der Legislative, Exekutive und Judikative bindend und müssen umgesetzt werden. Diese Vorschrift gilt für alle Entscheidungen des Verfassungsgerichts der Republik Türkei.

Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen

Eine weitere Konsequenz der Nichtumsetzung des Urteils des Verfassungsgerichts findet sich in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Die Präambel der Erklärung lautet:    “Um zu verhindern, dass Menschen als letztes Mittel gegen Herrschaft und Unterdrückung zur Rebellion greifen, ist es wichtig, dass die Menschenrechte durch Rechtsstaatlichkeit geschützt werden. ”  Mit anderen Worten: Wenn die Menschenrechte nicht durch den Rechtsstaat geschützt werden, ist es legitim, dass sich Menschen gegen Herrschaft und Unterdrückung auflehnen. Dieser Widerstand ist berechtigt. Denn mit dem Verschwinden des Rechtsstaates, werden die Grund- und Freiheitsrechte des Einzelnen ihrer rechtlichen Garantie beraubt. Mit der Willkür des Souveräns, kann die Polizei in der Türkei morgens an der Tür jedes Andersdenkenden klopfen. Wer dazu schweigt, akzeptiert Unterdrückung und Herrschaft. Es ist eine moralische Verpflichtung, sich gegen Unterdrückung, Herrschaft und Willkür zu wehren. Wenn keine Stimme gegen Rechtlosigkeit erhoben wird, wird Rechtlosigkeit grenzenlos. Wo sie beginnt und wo sie endet, bleibt dem Willen des Souveräns überlassen. Wenn der Einspruch gegen die Rechtlosigkeit zur gesellschaftlichen Opposition wird, dann werden zumindest die Grenzen der Rechtlosigkeit klar und berechenbar.

Die Regierung in Ankara tritt die türkische Verfassung im türkischen Parlament in bedrohlicher Weise mit Füßen. Mit der Ein-Mann-Regierung in Ankara und den reaktionären fundamentalistischen Bündnisparteien hat die Türkei einen sehr gefährlichen Weg eingeschlagen und spielt mit dem Feuer!

Die EU und die demokratischen Kräfte in Österreich dürfen dem nicht tatenlos wie bis jetzt zusehen. Rechtsstaatlichkeit, Volkswille und Verfassung dürfen von der Regierung in Ankara im türkischen Parlament nicht ignoriert werden .Die Situation in der instabilen Türkei steuert auf eine „wahnsinnige Krise“ zu, die mit dem verlängerten Arm oder der fünften Kolonne der Regierung in Ankara in der EU zu importierten demokratiepolitischen Problemen auch in Österreich führen kann und wird.

Das dürfen wir nicht mehr zulassen

Die Türkei erlebt durch die Regierung in Ankara und die mit ihr verbündeten Parteien eine Filmszene aus „Es war einmal Amerika“, jetzt aber „Es war einmal Türkei“, wo die halbwegs funktionierende freiheitlich-demokratische säkulare Grundordnung von Grund auf zerstört wird, wo auch die Verantwortungslosigkeit und der Opportunismus der EU und insbesondere der USA diesen Zustand herbeigeführt haben und wo jetzt eine Afhganisierung und Syrienisierung der Türkei und damit ein großer Sumpf entsteht. Es wird ein EU-Sumpf sein. Das dürfen wir nicht mehr zulassen.

Die EU muss sich ab jetzt großer Sorgen machen. Die Versumpfung der modernen Türkei vor den Toren der Europäischen Union ist zum Teil auch das Ergebnis der Verantwortungslosigkeit und des Opportunismus der EU gegenüber der Türkei in den letzten 50 Jahren.

Die Türkei erlebt durch die AKP-Regierung und die mit ihr verbündeten Parteien eine Filmszene aus „Es war einmal Amerika“, jetzt aber „Es war einmal Türkei“, wo die halbwegs funktionierende freiheitlich-demokratische säkulare Grundordnung von Grund auf zerstört wird, wo auch die EU und insbesondere die USA diesen Zustand herbeigeführt haben und wo jetzt eine Afhganisierung und Syrienisierung der Türkei und damit ein großer Sumpf entsteht. Es wird ein EU-Sumpf sein.

Dieser Sumpf wird trotz dieser Sicherheitsmaßnahmen und Grenzsicherung zwischen Griechenland und Bulgarien mit Milliarden an EU-Subventionen auch die EU in sich hineinziehen. Die Türkei wird das Pakistan der EU auf dem Weg zur  de facto eine Afhganisierung.

Es wurden sehr viele Fehler gemacht, damit die AKP an der Regierung bleibt und am Ende ohne demokratische Prozesse in der Türkei alles macht, was die EU-Mitglieder oder die EU angeblich wollen. Das war heuchlerisch.

Auch jetzt versucht die EU, vor allem Italien, die illegalen Afrikaner über die undemokratische ehemalige AKP-Regierung mit Geld in die Türkei zu schleusen. Die albanische Verfassung erlaubte das nicht, aber jetzt kann die EU froh sein, dass die Verfassung in der Türkei von der AKP mit Füßen getreten wird. Jetzt kann die EU unverschämterweise die illegalen Flüchtlinge mit Pro-Kopf-Zahlungen wie Tiere in die Türkei schicken, wo die türkischen BürgerInnen leiden und Wahnsinn erleben und dadurch Wut und Hass entwickeln.

Die rechte italienische Premierministerin Meloni war in der Türkei und hat mit dem korrupten AKP-Vorsitzenden und Präsidenten Erdogan darüber (durch korrupte Milliarden) gesprochen und jeder spricht und schreibt über die Hinterhältigkeit der illegalen Flüchtlingspolitik Italiens, Englands und der EU gegenüber der Türkei.

Nach meiner schrecklichen, aber durch Fakten untermauerten Analyse kann man nicht die ungeschickte und zusammenfassende Schlussfolgerung ziehen: „Die Türkei muss raus aus der NATO und der EU, das war’s“.

Die EU und die USA wollten auch eine diktatorische Regierung in der Türkei, um sich demokratische Prozesse und Diskussionen zu ersparen und die Türkei in einen Mülleimer zu verwandeln.  Die Frage, warum kein Protest aus der EU kommt, ist damit beantwortet. Zum Fremdschämen. Wir warnen als wehrhafte Demokraten: Das kann nicht gut gehen.
( Birol Kilic, Türkische Allgemeine, 31.01.2024, Wien, Analyse)

 

 

 

Grenzen der Gesetzlosigkeit in der Türkei

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Rıza Türmen (*1941 in Istanbul) ist ein türkischer Diplomat und ehemaliger Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Wegen der Nichtanerkennung der letzten demokratischen, türkischen Gerichtsinstanzen (Verfassungsgericht), durch das „Kassationsgericht-Yargitay“, betreffend der letzten Entscheidungen des „Verfassungsgerichts der Republik Türkei“, schrieb Türmen in der bekannten türkischen Internetzeitung T24 eine mahnende Analyse, mit folgenden Worten:
       „Ich schäme mich, diesen Artikel schreiben zu müssen. Der Punkt, an dem wir in der Gesetzlosigkeit angelangt sind, löst Scham und Trauer aus. Aber es macht mir auch Angst. In einem Land, in dem eine solche Gesetzlosigkeit herrscht, kann alles passieren. Wenn man diesen Zustand mit dem Ein-Mann-Regime in der Türkei kombiniert, wird die Tatsache, dass das Recht in diesem Regime das Urteil eines Mannes ist, noch deutlicher.“

Die TÜRKISCHE ALLGEMEINE hat diese Analyse mit dem Titel „Grenzen der Gesetzlosigkeit“ aus der Internetzeitung T24 vom 8. Januar 2024 kommentarlos und ohne inhaltlichen Verlust sinngemäß ins Deutsche übersetzt.

Grenzen der Gesetzlosigkeit

Riza Türmen, T24, 08.01.2024, Istanbul

Ich schäme mich, diesen Artikel schreiben zu müssen. Der Punkt, an dem wir in der Gesetzlosigkeit angelangt sind, löst Scham und Trauer aus. Aber es macht mir auch Angst. In einem Land, in dem eine solche Gesetzlosigkeit herrscht, kann alles passieren. Wenn man die diesen Zustand mit dem Ein-Mann-Regime in der Türkei kombiniert, wird die Tatsache, dass das Recht in diesem Regime das Urteil eines Mannes ist, noch deutlicher.

Die gegenwärtige Krise ist ein wichtiger Schritt zu der Umverteilung der politischen Macht, im Prozess der Entdemokratisierung der Türkei. Die Krise wird von der Ankara Regierung in der Türkei als Kompetenzkonflikt zwischen zwei hohen Gerichten dargestellt. Es gibt aber keinen Kompetenzstreit. Die Verfassung der Türkischen Republik drückt sich sehr klar aus, was die Kompetenzverteilung der beiden Obersten Gerichte angeht.

Das Problem entsteht dadurch, dass das Urteil des Verfassungsgerichtshofs der Republik Türkei (kurz AYM) an das 13. Istanbuler Schwurgericht zurückgeschickt wurde. Daraufhin hat es die 3. Strafkammer des Kassationsgerichts um eine neue Rechtseinschätzung gebeten. Allerdings ist nicht das Kassationsgericht zur Durchführung eines Wiederaufnahmeverfahrens befugt, sondern nach Strafverfahrensregel, das 13. Schwurgericht.

Artikel 153 der türkischen Verfassung ist sehr deutlich. Demnach sind die Entscheidungen des Verfassungsgerichtshof für die Organe der Legislative, der Exekutive und der Judikative bindend und müssen umgesetzt werden. Diese Bestimmung gilt für alle Entscheidungen des Verfassungsgerichts der Republik Türkei.

Das Kassationsgericht beharrt darauf, die Urteile des Verfassungsgerichts trotz dieser Verfassungsbestimmung nicht umzusetzen und stützt sich dafür auf zwei Argumente. Erstens erklärt das Kassationsgericht, dass es „kein Urteil gibt, das im Rahmen des Artikels 153 umgesetzt werden muss“.  Zur Begründung führt es an, dass das Verfassungsgericht die Grenzen seiner Zuständigkeit überschritten habe. Diese werden somit von der 3. Strafkammer des Kassationsgerichtes gezogen. Gemäß Artikel 158 der Verfassung hat jedoch bei Kompetenzkonflikten zwischen dem Verfassungsgericht und anderen Gerichten die Entscheidung des Verfassungsgerichts Vorrang. Außerdem ist nur das Verfassungsgericht zur Auslegung der Verfassung befugt.

Das zweite Argument findet man im Artikel 154 der türkischen Verfassung. Nach diesem Artikel ist das Kassationsgericht „die letzte Instanz für die Überprüfung der, von den Gerichten gefällten, Urteile und Entscheidungen, die nicht durch Gesetz einer anderen Gerichtsbehörde vorbehalten sind.“  Nach diesem Artikel ist das Kassationsgericht die letzte Instanz für die Überprüfung der von den Gerichten gefällten Urteile.

Das Verfassungsgericht der Türkischen Republik ist jedoch kein einfaches Gericht. Darüber hinaus gibt es keine gesetzliche Bestimmung, wonach das Kassationsgericht unmittelbar für die Durchführung von Wiederaufnahmeverfahren zuständig ist, die nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichtes wegen Rechtsverletzung eingeleitet werden. Aus diesen Gründen ist das Kassationsgericht nicht befugt, die Entscheidungen des Verfassungsgerichts der Republik Türkei zu überprüfen.

Die Überprüfung durch das Verfassungsgericht und die Überprüfung durch das Kassationsgericht finden auch in unterschiedlichen Bereichen statt. Die meisten der 46 Mitgliedstaaten des Europarates erkennen das Recht auf Individualbeschwerde vor den Verfassungsgerichten an. Entgegen der Behauptung des Kassationsgerichts der Türkei, greift das Individualbeschwerderecht nicht in die Urteilsfindung ein.

Es überprüft nicht die Rechtmäßigkeit des Urteils. Das Verfassungsgericht prüft, ob das Urteil gegen die, in der Verfassung der Türkischen Republik und in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankerten, Grundrechte und Grundfreiheiten verstößt. Die Aufgaben und Befugnisse des Kassationsgerichts und des Verfassungsgerichts sind also unterschiedlich. Zwischen ihnen besteht kein hierarchisches Verhältnis. Das Verfassungsgericht der Türkei kann zu dem Schluss kommen, dass ein Grundrecht oder eine Grundfreiheit in Bezug auf ein Urteil verletzt wurde, welches das Kassationsgericht für rechtmäßig befunden und bestätigt hat. Die Tatsache, dass die Urteile der beiden höheren Gerichte nicht immer übereinstimmen, kann nicht als Rechtfertigung dafür dienen, dass die Urteile des Verfassungsgerichts nicht umgesetzt werden.

Die gleiche Problematik gilt für Urteile des EGMR (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte). In der Gezi-Affäre um Osman Kavala, kam der EGMR zu dem Schluss, dass die als Indizien angeführten Tatsachen nicht einmal den begründeten Verdacht einer Straftat beweisen könnten, weshalb alle Verurteilungen im Zusammenhang mit der Gezi-Affäre null und nichtig seien und Kavala unverzüglich freigelassen werden müsse. Das Kassationsgericht wandte dieses Urteil des EGMR nicht an und bestätigte Kavalas Verurteilung.

Es scheint so, als wäre das Kassationsgericht entschlossen, kein Gerichtsurteil zu den Gezi-Ereignissen anzuerkennen, welches von seinen eigenen Vorurteilen abweicht. Sei es ein Urteil des EGMR oder eine Entscheidung des Verfassungsgerichts der Republik Türkei.

Die Beurteilung des Individualbeschwerderechts durch die 3. Strafkammer des Kassationsgerichtes ist sehr kritikwürdig. Es verwendet in ihrem Urteil folgende Formulierungen zur Verbindlichkeit der Urteile des Verfassungsgerichtes: „… da das erstinstanzliche Gericht oder das Berufungsgericht, das verpflichtet ist, die Verletzung zu beheben, in der Regel einen Ermessensspielraum nach den Merkmalen des konkreten Falles hat, kann es im Ergebnis der Wiederaufnahme des Verfahrens ein gleiches oder ähnliches Urteil wie das erste Urteil fällen, oder es kann ein, dem ersten Urteil entgegenstehendes, Urteil fällen“.  Oder wie folgt: „Bemerkenswert ist auch, dass das Verfassungsgericht entgegen Artikel 138/2 unserer Verfassung, weit über die Anweisungen des erstinstanzlichen Gerichts hinaus entschieden hat, als ob es dem erstinstanzlichen Gericht Befehle und Anweisungen erteilen würde, als ob es sagen würde: ‚Führt ein Wiederaufnahmeverfahren durch, entscheidet über eine Aussetzung und entlasst den betreffenden Verurteilten'“. 

Ähnliche Ansichten wurden auch vorgebracht, um die Nichtumsetzung von Urteilen des EGMR (Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte) zu rechtfertigen.

Diese Stellungnahmen sollten in einigen Punkten korrigiert werden.

  1. Die Urteile des Verfassungsgerichts der Republik Türkei sind, ebenso wie die Urteile des EGMR (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte,) bindend. Sie müssen umgesetzt werden. Artikel 153 der Verfassung der Republik Türkei ist so eindeutig, dass er keinen Interpretationsspielraum lässt.
  2. Der Ermessensspielraum des erstinstanzlichen Gerichts, dass das Urteil des Verfassungsgerichts der Republik Türkei umsetzt, bezieht sich auf die Methode und nicht darauf, ob das Urteil umgesetzt wird oder nicht.  Bei Straftaten, die mit Freiheitsentzug verbunden sind, gibt es jedoch keinen Ermessensspielraum, da die einzige Möglichkeit zur Vollstreckung des Urteils, die Freilassung der Person ist.
  3. Der Zweck der Vollstreckung des Urteils besteht nicht nur darin, die Verletzung zu beenden, d. h. die Freilassung der Angeklagten von Can Atalay anzuordnen. Darüber hinaus muss der Zustand vor der Verletzung wiederhergestellt werden. Mit anderen Worten: Die Rechtsverletzung gegen Can Atalay muss beseitigt werden. Dazu bedarf es einer gerichtlichen Entscheidung. Das Urteil des Verfassungsgerichts der Republik Türkei wird zu diesem Zweck an das Gericht erster Instanz weitergeleitet. Dies ist bereits im Gesetz Nr. 6216 vorgesehen.
  4. Der Zweck der Aussagen im Urteil des Verfassungsgerichts der Republik Türkei besteht nicht darin, dem erstinstanzlichen Gericht Anweisungen zu erteilen, sondern das erstinstanzliche Gericht zu unterstützen, indem es angibt, was zur Umsetzung des Urteils getan werden muss. Der EGMR geht in seinen Urteilen den gleichen Weg.

In seinem letzten Urteil vom 21.12.2023 hat der Verfassungsgerichtshof die Folgen der Nichtumsetzung von Gerichtsentscheidungen sehr gut dargestellt. Es darf aber nicht übersehen werden, dass diese Grundsätze auch für die Umsetzung von Urteilen des EGMR durch den Verfassungsgerichtshof gelten.

Das Recht auf Individualbeschwerde an das Verfassungsgericht der Republik Türkei hat zwei Funktionen:

  1. Schutz der Grundrechte und Grundfreiheiten des Individuums in der Türkei.
  2. Schutz der verfassungsmäßigen Ordnung in der Türkei. Die Nichtumsetzung von Urteilen des Verfassungsgerichtshofes verhindert jedoch die Verwirklichung dieser beiden Funktionen und führt dazu, dass das Recht auf Individualbeschwerde auf dem Papier bleibt.

Die Umsetzung der Urteile von Gerichten wie dem Verfassungsgerichtshof ist eines der wichtigsten Elemente, auf denen der Rechtsstaat beruht. Gerichtsentscheidungen, die nicht umgesetzt werden, sind bedeutungslos. In einem System, in dem Gerichtsentscheidungen nicht umgesetzt werden, haben weder das Recht noch der Rechtsstaat eine Bedeutung. An die Stelle des Legalitätsprinzips tritt das Willkürprinzip.

Die Nichtumsetzung von Urteilen führt auch dazu, dass das Recht auf Zugang zu den Gerichten bedeutungslos wird. Die Vollstreckung von Urteilen ist auch Teil des Rechts auf ein faires Verfahren. Die Nichtumsetzung von Urteilen führt daher zu einer Verletzung dieses Rechts. Darüber hinaus führt die Nichtumsetzung des Urteils zu einer Fortsetzung der Verletzung. Sie schafft de facto eine rechtswidrige Situation.

Die Nichtumsetzung von Urteilen des Verfassungsgerichts stellt auch den EGMR (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte) vor Probleme.

Im Fall Şahin Alpay, einem weiteren Fall, in dem das Urteil des Verfassungsgerichts von dem erstinstanzlichen Gericht nicht umgesetzt wurde, stellte der EGMR fest:  „Es ist mit den Grundsätzen der Rechtsstaatlichkeit und der Garantie der Rechtsstaatlichkeit unvereinbar, wenn ein anderes Gericht die Zuständigkeit des Verfassungsgerichts für endgültige und bindende Entscheidungen über individuelle Anträge in Frage stellt. Diese Grundsätze bilden die Eckpfeiler des Schutzes vor Willkür. Die fortdauernde Inhaftierung des Beschwerdeführers, nach den Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes, lässt ernsthafte Zweifel an der Wirksamkeit der Individualbeschwerde an den Verfassungsgerichtshof aufkommen“.

Die erstmalige Nichtumsetzung der Urteile des Verfassungsgerichtshofes der Republik Türkei, durch eine Entscheidung des Kassationsgerichtes, kann dazu führen, dass das Verfassungsgericht vom EGMR nicht mehr als wirksamer, innerstaatlicher Rechtsbehelf angesehen wird.

Bei der Entscheidung der 3. Strafkammer des Kassationsgerichtes in Istanbul, geht es nicht mehr um Can Atalay, oder die Immunität von Abgeordneten, sondern um die Wirksamkeit des Individualbeschwerderechts. In der Türkei lebende Menschen haben damit keinen wirksamen Rechtsbehelf mehr, mit dem sie gegen die Verletzung ihrer Grundrechte und Grundfreiheiten vorgehen können, um die Verletzung zu beenden und den erlittenen Schaden wiedergutzumachen. Die Weigerung der Berufungsgerichte und des Kassationsgerichts, die Urteile des Verfassungsgerichtshofes umzusetzen, hat dazu geführt, dass 85 Millionen BürgerInnen der Republik Türkei keinen Schutz vor Verletzungen ihrer Rechte durch den Staat haben. Dies ist die schwerwiegendste Folge der Weigerung der 3. Strafkammer des Kassationsgerichts, die Urteile des Verfassungsgerichtshofes nicht anzuerkennen.

Eine weitere Konsequenz der Nichtumsetzung des Urteils des Verfassungsgerichts findet sich in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Die Präambel der Erklärung lautet:    „Um zu verhindern, dass Menschen als letztes Mittel gegen Herrschaft und Unterdrückung zur Rebellion greifen, ist es wichtig, dass die Menschenrechte durch Rechtsstaatlichkeit geschützt werden.“  Mit anderen Worten: Wenn die Menschenrechte nicht durch den Rechtsstaat geschützt werden, ist es legitim, dass sich Menschen gegen Herrschaft und Unterdrückung auflehnen. Dieser Widerstand ist berechtigt. Denn mit dem Verschwinden des Rechtsstaates, werden die Grund- und Freiheitsrechte des Einzelnen ihrer rechtlichen Garantie beraubt. Mit der Willkür des Souveräns, kann die Polizei in der Türkei morgens an der Tür jedes Andersdenkenden klopfen. Wer dazu schweigt, akzeptiert Unterdrückung und Herrschaft.

Es ist eine moralische Verpflichtung, sich gegen Unterdrückung, Herrschaft und Willkür zu wehren.

Wenn keine Stimme gegen Rechtlosigkeit erhoben wird, wird Rechtlosigkeit grenzenlos. Wo sie beginnt und wo sie endet, bleibt dem Willen des Souveräns überlassen. Wenn der Einspruch gegen die Rechtlosigkeit zur gesellschaftlichen Opposition wird, dann werden zumindest die Grenzen der Rechtlosigkeit klar und berechenbar. (Riza Türmen, T24, 08.01.2024)

Wer ist Rıza Türmen?

Rıza Türmen, geboren 1941 in Istanbul, ist ein türkischer Diplomat und ehemaliger Richter am Europäischen Menschenrechtsgerichtshof (EGMR). Als einer der führenden türkischen Menschenrechtsanwälte und Diplomaten, studierte Türmen an der juristischen Fakultät der Universität Istanbul.

Er erwarb einen Master-Abschluss in Rechtswissenschaften an der McGill University in Montreal, Kanada, und promovierte in Politikwissenschaften an der Fakultät für Politikwissenschaften der Universität Ankara.

Nach Abschluss seines Referendariats, trat er 1966 in den Auswärtigen Dienst ein. Er bekleidete verschiedene Ämter im Außenministerium.

1985 wurde er zum ersten Botschafter der Türkei in Singapur ernannt.

1993 leitete er die türkische Delegation bei der UN-Weltkonferenz über Menschenrechte und den OSZE-Treffen zur menschlichen Dimension.

1994 wurde er zum Botschafter in der Schweiz ernannt.

1996 wurde er zum Ständigen Vertreter der Türkei im Europarat ernannt.

1998 wählte ihn die Parlamentarische Versammlung des Europarats zum Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Dieses Amt übte er bis 2008 aus.

Nach seiner Rückkehr in die Türkei im Jahr 2008 schrieb er zehn Jahre lang Kolumnen für die Zeitung Milliyet.

Bei den Wahlen 2011 wurde er als Abgeordneter der CHP Izmir ins Parlament gewählt. Er war Mitglied des TBMM-Justizausschusses und des Ausschusses für Verfassungsversöhnung.

Im Jahr 2009 wurde Rıza Türmen von der Union der Türkischen Anwaltskammern mit dem Preis Anwalt des Jahres, von der Türkischen Journalistenvereinigung mit dem Preis für Pressefreiheit, von der Technischen Universität des Nahen Ostens mit dem Preis für herausragende Leistungen und von der Vereinigung zur Förderung des zeitgenössischen Lebens 2010 mit dem Preis der Republik ausgezeichnet.

Er hat zahlreiche Artikel und Buchkapitel zu den Themen Menschenrechte und Recht verfasst, die in nationalen und internationalen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Des Weiteren, hat er zwei Bücher veröffentlicht: „Die Macht der Machtlosen – Menschenrechte in der Türkei“ und „Die Suche nach Demokratie in der Türkei“.

Rıza Türmen arbeitet weiterhin in Nichtregierungsorganisationen, die sich für Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit einsetzen und ist Co-Sprecher des Menschenrechtszentrums der Union der Türkischen Anwaltskammern.

Rıza Türmen, der sich sehr für Kunst interessiert und seit fast 40 Jahren Cello spielt, schreibt seit 2013 Artikel für T24, vor allem über Grundrechte, Menschenrechte, Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, allgemeines Recht und Politik.

Quellen: 

Hukuksuzluğun sınırları ( Grenzen der Gesetzlosigkeit)
https://t24.com.tr/yazarlar/riza-turmen/hukuksuzlugun-sinirlari,43016

APA OTS

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20240109_OTS0051/grenzen-der-gesetzlosigkeit-in-der-tuerkei

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte

https://www.coe.int/de/web/portal/gerichtshof-fur-menschenrechte

Verfassungsgerichtshof der Republik Türkei
https://www.anayasa.gov.tr/tr/anasayfa/

Austria-Ausseerland:

Paradais’den gördüklerim…

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Ausseerland-Salzkammergut, Birol Kılıç , Analyse, 17.06.2021

Avusturya’nın ve Avrupa´nın iddia edebilirim ki en güzel doğa harikası Salzkammergut üçgeninde Steiermak´da kalan Ausseeland´da, 10-12 Haziran tarihleri ​​arasında iş dünyası, toplum, başta Avusturya Yeşiller Partisi Başkanı ve Başbakan Yardımcısı Werner Kogler olmak üzere çeşitli siyaset, uluslararası medya temsilcileri ve yerli medya temsilcileri ve turizmden uluslararası liderler ve uzmanlar korona krizinde çıkarılacak çözümleri ve kendi tecrübelerini , “Kültür, turizm, gazetecilik ve siyasetteki değişimler 7. Medya merkezi Ausseerland’da“ tartıştılar.

Organizasyonun sponsorlarından biri de yönetiminde olduğum Foreign Press Association in Vienna (Verband der Auslandspresse in Wien). İçerikteki uzman ve katılımcıların memnuniyet ve kişisel değişimlerinin açıkça fark edildiğini belirten Organizatörler ve tartışma platformunu yürüten Heidi Glück (GF spirit&support), Pamela Binder (GF TVB Ausseerland-Salzkammergut), Ivo Mijnssen (Präsident der Auslandspresse in Wien) ve Stefan Kröll’in (GF ProMedia Kommunikation) 2022’deki 8. etkinliği dört gözle beklediklerini dile getirmesine hak veriyorum.

Avusturya’nın turizm cenneti Ausseerland´da kültür, turizm, gazetecilik ve siyasetteki değişimler tartışılırken Türkçe, Türkler ve göçmenler nasıl konu oldu?

Sabırlı olursanız ve haberi sonuna kadar bir zahmet okursanız nasıl olduğunu müsadenizle anlatmak isterim. Analiz haberin başlığını boşuna ,
„Aus dem Paradies:  Cennet Avusturya köşesinden gördüklerim ve duyduklarım“ değil.

Bir Türk atasözü , „yedikleriniz içtikleriniz senin olsun, bana gördüklerini ve duyduklarını anlat“ der.

Ne güzel demişler….

Sağ tarafımda kısa adı DPA olan Alman Basın Ajansı Avusturya temsilcisi Matthias, Birol Kılıç, Neue Zürcher Zeitung Avusturya, Macaristan, Polanya ve Slovakya temsilcisi Ivo Mijnssen, Romanya basınından Alex Todericiu ve Avusturya Ekonomi PR Ajansı’ndan arkadaş ile sohbet ederken.

Ana „menüye“(!) gelmeden isterseniz kısaca Avusturya’nin bu cennet köşesi Ausseerland’da panellerde gördüklerimi ve duyduklarımı değerli okuyucularımızla „aperatifler“(!) şeklinde paylaşmak isterim. Bu iki günlük toplantıda, bir yandan korona sonrası ilk mini tatilimi yaparken öte yandan Avusturya´da siyaset, ekonomi ve medya dünyasının önemli temsilcilerinden korona sonrası neler yaptıklarını, kar zarar analizlerini, geleceğe bakışlarını ve koronanın bir kriz değil bir değişime yani transformasyona neden olduğunu dinledim ve  önemli notlar aldım.

Harika diyebileceğim Avusturyalı, Alman, İtalyan, Roman, İngiliz, Fransız ve diğer ülkelerden insanlarla tanıştım, ülkenin en önemli gazetelerinin ve medyasının zaten kibarca, mesafeli ilişkilerimin olduğu Genel Yayın Yönetmenleri olan temsilcileriyle, aynı masalarda buraya gelerek istifade etmenizi tavsiye ettiğim bölgenin haklı gururu olan mutfağından tatma olanağı buldum. Ausseeerland´ın güler yüzlü ve yöresel folklorik giysileriyle görev yaptığını sorarak öğrendim. Güleryüzlü Belediye Başkanı ile fotoğraf çektirdim. Bu giysi olun günlük yaşam ve Belediye Başkanı olarak giydiği giysisi. 

„Avusturya’nın yeşil kalbi olmak istiyoruz“

Ekonomi, Turizm, Bölgeler, Bilim ve Araştırma alanında Steiermark Eyalet Konseyi Üyesi Barbara Eibinger-Miedl, Medien. Mittelpunkt Ausseerland’ın (Medya Merkezi Ausseerland) ikinci gününü „Avusturya’nın yeşil kalbi olmak istiyoruz“ sözleriyle açtı ve bölgedeki turizmin nihayet zor olan ama normal hayata dönmesinden oldukça memnun olduklarını vurguladı.

İkinci gün, AB Komiseri Johannes Hahn da Steiermark Eyalet Meclisi Üyesi Barbara Eibinger-Miedl, AB Milletvekili Hannes Heide ve de Turizm Uzmanı Petra Stolba gibi Medya Merkezi Ausseerland’ın 7. etkinliğine konuk oldu. Son olarak cumartesi günü, Avusturya’nın Macaristan’dan göç etmiş Musevi asıllı Avusturyalı Prof. Paul Lendvai Avrupa, Macaristan ve medyanın çalışmaları hakkında ilginç bakış açıları sundu.

Hahn: “Biz Avrupalılar kendi kendimizi küçük görmeye meyilliyiz”

AB’nin Avusturya asıllı  Bütçe Komiseri Johannes Hahn, eski Handelsblatt Güney Doğu Temsilcisi Hans-Peter Siebenhaar ile dünya çapında zihinsel bir yolculuğa çıktı. Avrupa Birliği’nin kendisini gerçekte olduğundan daha küçük görmesini eleştiren Hahn, „Biz Avrupalılar kendi kendimizi küçük görmeye meyilliyiz, ancak kesinlikle ABD ve Çin ile eşit durumdayız. AB Komisyonu için Çin bir ortak ve sistemik rakiptir.“ dedi.

Geçmişte, Çin’in sadece işle ilgilenme hikayesine kendilerini fazla kaptırdıklarını itiraf eden Hahn, ayrıca Batı Balkanlar’ın AB’ye katılması lehinde konuştu ve Afrika’nın demografik gelişimini gelecek için bir meydan okuma olarak gördüğünü ifade etti. Türkiye konusuna hiç girmedi.

Avusturya kostümünün en ünlü modelleri ve unsurları

Ulusal Avusturya kostümünün birçok modeli ve hatta bireysel unsurları Avrupa çapında iyi bilinmektedir.

  • Tracht (tracht): Ana detayı kruvaze ceketinin gri-yeşil, mavi veya kahverengi renkte olduğu geleneksel erkek kıyafeti. Başlangıçta avcı ve çoban giysileri vardı. XX yüzyılın başında, ustaca bir isim aldı – Alpine smokin.
  • Lederhose ( Deri kısa ve uzun pantolon)  – şortlar, çoğunlukla deri . Pantolon askısı giyilir ve farklı uzunluklarda olabilir. Biradan çıkan kıyafetleri kullanıyorlardı, çünkü biradaki izleri deriden silmek kolaydı. Şimdi keten, yoğun pamuktan yapılmış.
  • Steuermarkt,Salzburg, Oberösterreich ve Tirol (avcı şapkası) – bir erkek elbisesinin zorunlu bir niteliğidir. Yüksek bir tül, küçük kenar boşlukları vardır, yan taraflarında bir tüy ile süslüdür, tülün tabanı bükülmüş bir kordon ile kaplanmıştır. Tarihsel olarak yeşil bir renge sahipti, şimdi gri, kahverengi, mavi olabilir.
  • Dirndl (Dirndl) – günlük ev işleri için geleneksel bir bayan kıyafeti. Takılmış kollu bir bluz, geniş bir etek ve bir önlükten oluşur. Modern Avusturya dirndl, bir kural olarak, parlak bir etek, açık bir bluz ve cilveli bir ceketi koruyor.
  • Geleneksel bir kadın kostümü unsuru olan Leibkittel (leykkittel), geniş bir eteğin dikildiği kayışların üstündeki dar bir ceketten oluşur. Onun için, parlak ve doygun renklerdeki kumaşları seçin – kırmızı, yeşil, safir. Bazen bağcık ya da nakışla süslenir.(2)

 

Harika bir Avusturyalı kadın yönetici olan Petra Stolbe’nin sunumu: “Turizm için kriz fırsata dönebilir”

Öğleden sonra, HBLFA Raumberg-Gumpenstein öğrencileri Erich Deu, Johann Hörzer ve Manuel Schrempf, “Kriz- Geleceği Öğrenmek“ konulu açıklamalarıyla ve salgının gençleri nasıl etkilediğine dair performanslarıyla izleyenleri etkiledi. Hayatın devam ettiğine dair parıldayan iyimserlikleri ile büyük alkış toplayan gençler, geleceğe dair umut aşıladı.

Ardından Harika bir Avusturyalı kadın yönetici olan Avusturya Cumhuriyeti’ni son yirmi yılda dünyaya tanıtan Österreich Werbung’un CEO’su ve Turizm uzmanı bayan Petra Stolbe’nin  “Turizmin geleceği” hakkında müthiş bir giriş sunum ile korona öncesi ve sonrası Avusturya’nın Turizm durumuna dair dünyadan örneklerle  bilgi verici “ sayısal ve grafik slaytler’i“  ile dinlerken  sarsılırdik ama neler yapılması konusunda ön bilgi sahibi olduk.

Österreich Werbung’un eski Genel Müdürü sayın Stolba, geleceğe hazır olabilmek için turizmin hangi dönüşüm süreçlerinden geçmesi gerektigini „Birçoğu eski normale nasıl dönüleceğini soruyor? Yeni normale girmek transformasyan yani dönüşüm girmek görevimiz olacak!” sözleriyle açıkladı.

Stolba gerçekten harika bir insan ve Avusturya’yı yıllarca dünyaya tanıtan bir insan olarak çok tecrübeli, ayrıca üç dört cümle Türkçe biliyor ve İstanbul’da geçirdiği güzel anılarını severek herkese benim yanımda anlattı. Elma çayına kadar.  Avusturya’nın kaliteli, kendilerine özgüveni olan ve oturmuş insanları -kadın veya erkek olsun- gerçekten müthiş. Onlardan son 30 yılda çok şeyler öğrendim.

Winkler: „Şehir oteli işinde Korona zamanı müşteri sayısında eksi %95 düşüş vardı“

Giriş konuşmasını (Keynot) yapan Stolba, Avusturya’nın ünlü Sacher Otel Grubu’nun CEO’su Matthias Winkler ve Lech’ten Otel ve Restoran İşletmecisi Johannes Pfefferkorn ile turizmde gerekli dönüşümler hakkında tartıştı.

Winkler ve Pfefferkorn için geçen yıl çalkantıdan daha fazlasıydı. Winkler, „Şehir oteli işinde Korona zamanı müşteri sayısında eksi %95 düşüş vardı“ sözleriyle üzüntüsünü dile getirirken, Pfefferkorn içinse kış sezonunun aniden sona ermesi faciaydı ve durumu “Gerçekten sessiz bir dönemdi. Fazla sakin. Göçmenlere ihtiyacımız var. Çalışanlarımızın çoğu yabancı ve göçmenler „ diyerek özetledi.

Bu kötü zamanları yeni şeyler denemek için kullanan ikili, iyimserliklerini kaybetmeden „Eğer işimize dönersek, o zaman kriz bir fırsat olacak“ konusunda hemfikir olduklarını vurguladı. Diğer katılımcıların da koronanın turizm için büyük bir fırsat olduğu konusunda hemfikir olduğu gözlendi.

Paul Lendvai’nin dünyasına heyecan verici bakış

 

Paul Lendvai ve Martina Salomon ( Kurier Gazetesi Genel Yayın Yönetmeni)-(c) medienmittelpunktblog

7. Medien.Mittelpunkt Ausseerland, Altausseer See’deki pastoral göl çayırında sona erdi.

Avusturya’nın önemli günlük gazetesi ve önceki akşam yemekte aynı masayı paylaştığım Kurier Genel Yayın Yönetmeni Dr. Martina Salomon, Prof. Paul Lendvai ile Rusya ve Çin ve Avrupa Birliği’nin zorlukları hakkında ilginç ve eğlenceli bir sohbet gerçekleştirdi. Macaristan Başbakanı Oran’ı, gerek kitapları ile gerekse Avusturya ORF’deki yorumları ile eleştiren Lendvai, Rusya’da dış politikanın ülkedeki ekonomik ve sosyal sorunlar için bir oyalama manevrası işlevi gördüğünü söyledi. Kısa bir Türkiye’nin dikatorya gidişinen bahsetti ama daha çok AB’nin desteklenmeye değer bir proje olduğunu ve Rusya’nın baş düşman olduğunu tatlı sert anlattı.

“Elbette Rusya ile iş yapmalıyız. Ama ne pahasına olursa olsun değil!“ diyen doksan yaşının üzerinde hala yazan, çizen Macar Yahudisi Avusturya vatandaşı ünlü gazeteci Paul Lendvai’nin, Kurier´in başarılı ve ünlü Genel Yayın Yönetmeni Martina Salomon ile yaptığı panelde, kırmızı çizgileri tanımlayan ve yalnızca ekonomik kaygılara dayanmayan, değer temelli bir Avrupa dış politikasını savunması dikkat çekti. Lendvai, “’Değişimle ticaret“ ilkesinin yanlış olduğunu ve bu yanlışın kanıtlandığını ifade ettikten sonra Rusya’ya nasıl davranılması konusunda şu açık ve net görüşü savundu: „Rusya´ya yönelik ancak ekonomik yaptırımlar ve kredilerin dondurulması ile Rusya’nın dış politikası üzerinde belirleyici bir etkiye sahip olunabilir.“

Lendvai : „Rusya AB için Çin’den daha tehlikeli ve acil bir sorundur“

Lendvai bir gün önce aynı yerde konuşan AB’nin en güçlü adamlarından Bütçe Komiseri Johannes Hahn’ın aksine, demokratik olarak yönetilen Avrupa Birliği ile otoriter Rusya arasındaki sistematik rekabetin, kültürel yakınlık nedeniyle Çin ile olan çatışmadan daha acil olduğunu düşünüyor. Ekonomik başarısı nedeniyle Çin´in, artık otoriter ve diktatör yöneticiler için daha iyi bir şablon sunduğunu iddia ederek alaycı bir üslup ile “Rusya’daki sistem, ekonomik ve sosyal bir iflas ilanıdır. Diktatörlük özlemi çeken herkes Çin’e bakmalıdır” diyor.

 

Paul Lendvai / (c) medienmittelpunktblog

Macaristan – (henüz) tam teşekküllü bir diktatörlük değil

Macaristan’ı “makyajlı bir diktatörlük” olarak tanımlayan  Lendvai, „Macaristan iktidarında  demokrasi makyajlı bir ekip iş başında. Hükümetin seçimlerle görevden alınabildiği ve hareket ve gösteri özgürlüğü verildiği sürece, tam teşekküllü bir diktatörlükten Macaristan’da söz edilemez.  Ama Başbakan Orban, tüm gücü elinde olursa ve iktidarın elinden gideceğine inanırsa bu güç ile  yumuşak beyaz  eldivenlerini kesinlikle çıkarabilir“ dedi. Macaristan’daki medya özgürlüğünü, özellikle tarihsel karşılaştırmada olumsuz olarak değerlendiren Lendvai’nin şu sözleriyse oldukça dikkat çekti: “Macaristan´da bir bakıma, 1980’lerde diktatörlüğün son evresindeki sosyal atmosfer, bugünkü Macaristan’dan daha iyiydi. Televizyonda ve gazetelerde daha açık tartışmalar vardı. Bugün  Macaristan’da gazeteler ya durduruluyor ya da Orban’a yakın tuhaf iş adamları tarafından çeşitli oyunlar ile satın alınıyor. Artık genç gazetecilerin Macaristan’da  özgürce yazmaları pek mümkün değil. Bugün Macaristan’da kimseye bu işi yapmasını tavsiye etmem.“

Demokrasinin koşulu olarak bağımsız gazetecilik

Lendvai, Avusturya’da gazetecilik konusunda ise  iyimser. Lendvai 47 yaşında kurduğu ve parasızlıktan bu yıl kapatılan  “Europäische Rundschau”nun kurucusu olarak deneyimlerinden yola çıkarak şunları söylüyor: “Yazmaya ve aşağılanmaya devam edeceğiz. Ancak liberal demokrasi, sorumlu gazetecilik olmadan var olamaz. Bağımsızlık, gazeteciliğin merkezindedir. Her halükarda, Avusturya’daki medya ortamını baskı altında ve tehdit altında görmüyorum. Avusturya’da hala huzur içinde uyuyabilirim.“Kriz medyayı nasıl değiştirdi paneli!

 

Avusturyalı Die Presse  temsilcisi hanım bir soru karşısında sinirlenip sahneden azarlamaya kalkıyor:
„Die Presse gazetesi Türkçe haber yayınlayacak değil.“

Medya alanında da koronanın etkileri oldukça büyüktü; geçtiğimiz birkaç ayda medya sadece kriz hakkında haber yapmak zorunda kalmadı, aynı zamanda kendisi de krizden büyük ölçüde etkilendi.

Daha sonra vuku bulan panel tartışmasında Anna Maria Wallner, APA’nın Genel Yayın Yönetmeni Johannes Bruckenberger, “Standard” Genel Yayın Yönetmeni Yardımcısı Petra Stuiber, Datum Yazı İşleri Müdürü Elisalex Henckel Donnersmarck ve ARD Viyana Güney Avrupa Bürosu’nun Müdürü Clemens Verenkotte ile evden çalışma, gazetecilikte kısa çalışma modelleri ve aynı zamanda salgının getirdiği fırsatlar hakkında tartıştı. Paneli Gazeteci ve Yazar Helmut Spudich yönetti.

„Die Presse“ önemli Editörü Anna-Maria Wallner, günün programının son bölümünde bunun sık sık gerçekleşmediğini açıkladı ve medya endüstrisinde yedi değişim tezini kendisine Die Presse Sponsor olduğu için açılış konuşmasını 7 Tez için toplayarak sunmaya çalıştı.

Bunlardan biri göçmenlerle ilgiliydi. Not aldım.

Çünkü bu tez değil tez adı altında göçmenleri Avusturya’da  tam bir „şeytanlaştırma girişimi idi. Şaşırdım. Daha sonra vuku bulan panel tartışmasında Anna Maria Wallner, APA’nın Genel Yayın Yönetmeni Johannes Bruckenberger, “Standard” Genel Yayın Yönetmeni Yardımcısı Petra Stuiber, Datum Yazı İşleri Müdürü Elisalex Henckel Donnersmarck ve ARD Viyana Güney Avrupa Bürosu’nun Müdürü Clemens Verenkotte ile evden çalışma, gazetecilikte kısa çalışma modelleri ve aynı zamanda salgının getirdiği fırsatlar hakkında tartıştı. Paneli Gazeteci ve Yazar Helmut Spudich yönetti. Detaylarına girmek isterim. Ekonomi, siyaset, kültür ve medyanın önemli temsilcilerinin sahneye gelerek korona krizi zamanını -ki bu süreç hala devam ediyor- ve kurumlarında yaşadıkları zorlu tecrübeleri ve de kendi kurumlarındaki değişimleri ve dönüşümleri ( Transormasyon) konuştular. Güzel.

Sizi ve beni ilgilendiren nokta bu 7 büyük (!) tezi sunan die Presse Gazetesi´nin temsilcisi ve önemli ismin 6.maddesinde saklı. Niye?

Sayın hanımefendi die Presse yönetiminden izinli metnin 6. maddesinde işi gücü bırakmış, bu maddeyi sadece göçmenlere ayırmış.

 

 

Bu da güzel.

Ama güzel olmayan şuydu; Kaş ile göz arasında sahnede Avusturya’nın APA, der Standard, Datum  gibi ciddi kurum temsilcilerinin olduğu bu ortamda Anna Maria Wallner, mealen tüm göçmenleri -Türkler, Araplar, Sırplar, Romenler veya Hırvatları- Avusturya toplumunun paraziti yaptı dersem inanır mısınız?

Tekrar ediyorum. Hanımefendi „Keynot“ yani açılış konuşmasını yapıyor. Çünkü Die Presse sponsorlardan bir tanesi. Die Presse’nin temsilcisi hanımefendinin açılış konuşmasının teması “Medya branşı üzerinde değişimler ile ilgili 7 Tez“. Bu 7 tezi okuyan Sayın Anne-Maria Wallner’in 6. maddesinde, ipe sapa gelmez ifadelerle ama daha çok kışkırtıcı ve „medya değişiyor ve başımızın belası göçmenlerle başımız fena belada“ mealinde açıklamasız kısa bir bir tez sunduğunu fark edince tekrar ediyorum şaşırdım. Hanımefendinin ifadeleri mealen şöyle: “Göçmenler konusunun bu korona salgını döneminde ne kadar önemli olduğunu tekrar gördük. Avusturya´da yaşıyorlar ama gazetelerimizi okumuyorlar, oy kullanmıyorlar, siyasi sürecin içinde yer almıyorlar ve Korona krizinde en fazla korona olan göçmenler.”

Sordum! Sormaz olaydım. Çıbanı patlattık

Sahnede bağıran Die Presse Gazetesi’nin Avusturya asıllı gazetecisi, göçmenlere yönelik toptan saldırısında, „Avusturya’da korona krizi zamanında şunu gördük; göçmenler Avusturya’da sorunlu grup ve korona’ya en fazla yakalanan insanlar artı demokratik „prozes“ içinde değiller ve oy kullanmıyorlar“ mealinde bir tez ortaya atınca toplantıyı izleyen bir Türk asıllı yayıncı olarak sordum. „Efendim! 9 milyonluk Avusturya’da 2 Milyon göçmen yaşıyor; bunları okuyucu olarak kazanmak ve bu sayede Koronayı engellemek veya oy kulllanmasına vesile olmak için gazeteniz neler yapmayı düşünüyor?“ Hanımefendi soruma oldukça kızıp,  „Zamanımız yok ama kesinlikle Die Presse Türkçe dilinde haber yapmayacak. Bizim için göçmenler 1 milyon bile olsa önemli bir okuyucu kitlesi değil.“ dedi. Şaka yapmıyorum!

 

 

Düşünebiliyor musunuz?

Bu genelleyici, toptan şeytanlaştırıcı ve oldukça ayrımcı ve kendini sanki üstün bir kültürün veya üst bir „şeylerin“ temsilcisi gibi gören bir kişinin ağzından çıkacağını sanacağınız sözler aşırı sağcı ve ırkçı bir kişiden mi çıktı? Hayır efendim. Bu sözler Avusturya’nın önemli muhafazakâr Hristiyan kaliteli gazetesi diye geçinen Die Presse´nin temsilcisi hanım olan Sayın Anna Maria Wallner´in ağzından çıkıyor…

Kimseden tık çıkmamasına ve bu açılış konuşmasının 6. Tez maddesindeki bu ifadelerin daha sonra tartışmalarda açılmamasına, pro ve contro şeklinde ele alınmamasına ayrıca şaşırdım. Toplantının sonunda soru haklarının verildiği bir ortamda, en son soru soran kişi olarak söz aldım ve o konuyu açmasını talep eden bir kaç soruyu karşı tezlerimle sordum.

Her şeyi bilirim edasıyla adeta bir sirkte elinde kırbaçla die Presse Gazetesi adına göçmenleri evcilleştirmeye çalışan sirk terbiyecisi gibi büyük bilgiçlik taslayan sayın hanımefendinin, göçmenler hakkında genelleyici ve damgalayıcı artı şeytanlaştırıcı bu tuhaf tezlerini ve aşağılayan teşhislerini, tek bir soru ile bozduğum için çok çok üzgünüm. Ama sormasam olmazdı.

Peki sayın Wallner, die Presse Temsilcisi olarak açılış konuşmasında yer alan 6. tezi diyalektik tartışma kültürü içinde belgeler ile savunmanızı rica etsem. Mesela Avusturya’da göçmenler daha fazla Korona’ya yakalandı tezini.

Tez diyor ama belge sunmuyor.  Karşı tez ve sentez nasıl yapılacak.

Ondan önce Turizm konusunda uzman ve Avusturya Cumhuriyeti’ni dünyaya tanıtan Ajans’ın Müdürü Petra Stolba sahnede tüm söylediklerini ve tezlerini bilgisayarından duvara yansıyan grafikler ile inandırıcı bir şekilde sundu. Giyimi, oturuşu ve sahnede vücut dili ile tam bir Avusturya hanımefendisi olan Petra Stolba’dan hepimiz bir şeyler öğrendik ama Die Presse’nin Temsilcisi sayın Anne Maria Wallner’den hiç bir şey öğrenmediğimiz gibi bir de çirkin bir şekilde karalamalarını dinlemek zorunda kaldıktan sonra üstüne soru sorduğumuz için de neredeyse azarlanmaya maruz kaldık. Kendisinin düştüğü gülünç durumun farkında olmasa gerek daha sonra en azından toplantı, yemek ve yürüyüşlerde suratıma bakıp samimi bir merhaba veya isterseniz tezimi kısa anlatabilirim deme yerine suratını buruşturduğunu fark ettim. Önemli ben iyi bir gözlemciyimdir…

Ama çok tartışmalı ve  Die Presse gibi gazetenin temsilcisinden gelen tezden çok her şeyi andıran bu ifadelere hızlı bir şekilde kamuoyunu ilgilendirdiği için vermek isterim.

Hedefimiz sentez; tez, antitez ve sentez diye bir kavramın var olduğunu anlatmak. Hanımefendinin Die Presse adına  benim de ait olduğum ve emeği bu ülkeye geçen ve geçecek göçmenleri genelleyici ifadeleri içeren tezlerinize karşı tezler şimdi ve anında söylenmez ise Avusturya için bence bir kayıptır.

Sayın Wallner, 6. maddeniz tez değil, bir  haksız bir toptan suçlama ve toptan iftiradır. Tez diye niye kendi tek taraflı ve kesinlikle bilimsel olarak revize edilmeyecek ancak bir bira masasında konuşulabilecek düzeyde olan düşüncelerinizi, kalkıp da Avusturya’nın kaliteli gazetesi adına, burada insanların beyinlerine önyargı olarak işlemeye çalışıyorsunuz?

Sizin çözüm önerileriniz nedir? Koskoca  Presse olarak çözüm önerileriniz nedir?

Üzgünüm ama sayın WWallner Avusturya´da tüm göçmenleri Medya´da değişimler ve tezlerimiz diye  “Schmarotzen der Nation( Tüm göçmenleri Avusturya Milleti´nin paraziti)“  yaptınız.

Koskoca die Presse 9 Milyonluk küçük Avusturya´da 2 milyondan fazla göçmeni nereye koymayı düşünüyor? Die Presse bir siyasi parti mi yoksa Vatikan´ın Avusturya´da temsilcisi olan Katolik Kilisesi´nin sadece Katolikleri temsil eden bir Vakfı mı? Kaldı ki Die Presse ne kadar bağımsızız, çok sesliyiz  vs dese de sahibi dikkatli bir şekilde incelendiğinde Avusturya’da Vatikan’a yakın Katolik bir Vakıƒ. 

Sorun yok ama bizim bildiğimiz Katolik kilisesi göçmenlere bu kadar şaşı bakmıyor. Tam tersine düzgün aklı başında ama laiklik karşıtı bakışına şahidiz.

Bu manada aslında okuyucu sayısı az olan Die Presse okuyucu kazanmak isteyen kaliteli bir gazete olmayı, olaylara bağımsız, kompleksiz ve ülkesinde yaşayan değişik kültürlerden gelen insanları birbirine karşı kışkırtmadan ve diğerini ona buna daha değerli kılmadan gazetecilik mi yapmak istiyor, yoksa ülkede yaşayan farklı kültürlerden gelen göçmenleri saklı ve gizli kaliteli gazetecilik adı altında kalitesiz bir şekilde şeytanlaştırmak mı istiyor? En üst düzeyinde gazetecilik yapan Die Presse Gazetesi’nin temsilcisi böyle bakıyorsa göçmenlere, hele ki Türklere bu denli üstten aşağılayıcı bir tavır takınıyorsa, bu en başta kendisinin kompleksi,  sorunu ve dünyadan habersizliğidir. Kusura bakmasın.

Sayın hanımefendi!

Ağzınıza aldığınız, Migrant yani göçmen kelimesini yanlış anlamlara gelecek şekilde ifade ediyorsunuz, bu değerlendirmeleri koskoca die Presse Gazetesi´nin temsilcisi olarak yapıyorsunuz, farkında değil misiniz?

Avusturya´da 20 bin Türkiye göçmeni esnaf ve işadamı ve 400 binden fazla Türkiye göçmeni var ve içlerinde 250 bine yaklaşan Avusturya vatandaşı insanı, siz hala göçmen mi görüyorsunuz? 250 bin Boşnak Müslüman, 90 bin Arnavut veya 150 bin Arap Müslümanı, sizler niye okuyucu olarak kazanmak için kafa yormuyorsunuz da hiç olumlu bir söz kullanmadan, „Göçmenler parazitlerimiz“ mealinde bir tez ile bu yüksek düzeyde toplantıda Yabancı Basın Cemiyeti´nin olduğu ortamda, ön yargı oluşturabilecek değerlendirmeler yapıyorsunuz.

Bu göçmen insanlar arasında çok iyi Almanca bilen insanlar da var ve bunlar arasında, die Presse Gazetesi´nin okuyucu kitlesi olabilecek olanlar da vardır.

Bu Göçmenlerin içinde Almanca diline benim gibi vakıf on binlerce insan var. Sizin de kendine „Kaliteli“ Gazete diyen die Presse olarak okuyucuya ihtiyacı var. Size reklam veren Viyana Belediyesi başta olmak üzere tüm diğer 8 eyalet, bu çoğu Avusturya vatandaşı veya yabancı ülke vatandaşına ulaşmak istiyor. Aynısı REWE, Spar, Hofer veya bankalar ve sigorta şirketleri için de geçerli. Bu kurum ve şirketler bu Migrant yani göçmenlere müşteri olarak ulaşmak veya kampanyalarını duyurmak istiyor. Die Presse ayrıca milyonlarca Euro Presseförderung´u ( Basın destek) Migranten yani göçmenlerin de ödediği vergilerden alıyor. Hatta 2019’da Die Presse, tüm günlük gazeteler arasında, Avusturya Devleti’nde Avusturyalılar gibi tüm göçmenlerin de ödediği vergilerden gelen en fazla karşılıksız basın desteğini 1, 2 Milyon Euro yüksekliğinde almıştır. Bu miktar içinden 1 Milyon Euro çok sesliliği desteklemek amaçlı. Nerede çok seslilik Hanımefendi?

Göçmenler -ister Avusturya ister Türk vatandaşı olsun insanlarımızdan biliyorum- korona döneminde kendilerine çok dikkat ettiler. Bu insanlar hem Türkiye´de yakınlarını hem de Avusturya´da dostlarını akrabalarını kaybettiler. Viyana sokaklarında Avusturya Sağlık Bakanlığı tavsiye ettiği halde Nisan 2020´den sonra hiç kimse maske takmazken, Türk basınının da etkisiyle, başörtülü veya örtüsüz kadınların ve beylerin sokaklarda maske taktıklarını gördüm. Yanlarına gidip, selamünaleyküm diyerek sohbet ettim, “Niye maske takıyorsunuz. Kimse takmıyor?“  diye tatlı provoke eden sorular sordum. Hepsi, “Sağlığımıza dikkat etmek zorundayız“ dediler. Bu kanunlara riayet eden Türkiye göçmenlerine genelleştirici şekilde haksızlık edilmesine müsaade edemem.

Peki die Presse Gazetesi Temsilcisi Wallner ne cevap verdi?

Evet, tezine karşı hem soru hem de karşı tezimi mecburen ayağa kalkıp, kibarca dile getirince hanımefendi sinirlendi, kendini ve kurumunu küçük düşürmeye devam etti. Bana küstahça, “Die Presse Gazetesi´ne Türkçe veya Sırpça veya Arapça dilinde haberler yaparak okuyucu kazanmak istemiyoruz. Beş on yıl evvel, göçmenleri ilgilendiren Almanca sayısı göçmenler tarafından tutulmadı. Sadece akademik göçmenler kazandık.“ dedi ve konunun bu olmadığını, ayrıca 1 milyon göçmeni, die Presse Gazetesi için okuyucu olarak kazanma derdinin de olmadığını söyledi. Tabii sinirlenmiş bir şekilde ve bağırarak cevap verdi.

Bünyesinde bir Türkçe ve Almanca aylık gazetenin günlük yayınları olduğu Viyana merkezli küçük ama ciddi, güvenilir ve etkili yayınevi sahibi olarak, Die Presse´de tartışma sayfalarının müdürü Sayın Anna Maria Wallner´e şunu söylemeden geçemeyeceğim. Sayın Wallner´in bu cevabı aslında evlere şenliktir ve Avusturya´da nelere kaliteli gazete dendiğini göstermesi açısından tarihe not düşülmesi gereken bir anıdır.

Hanımefendi unutmuş olabilir ama göçmenler ile ilgili sayfa, haftada bir olarak o zamanın Genel Yayın Yönetmeni Michael Fleischecker tarafından kurulmuş ve izin verilirken bir yandan da Türkleri kafaya takmış ve aşağılayan haberler manşetten veriliyordu. Bunlardan bir tanesinde, 16, Brunnnengasse´de hizmet veren Ankara Market isimli pırıl pırıl bir Türk kasabının iki sahibinin manşetten at hırsızı gibi resmini vermiş ve bunların elli yıldır Avusturya´da yaşadığını ve hala entegre olmadığını die Presse´nin muhabirlerine yazdırarak, bu biri Türk Boşnak olan diğeri Ankara Haymana´dan Kürt Türkiye göçmenini Ekim 2011 tarihinde die Presse manşetten resimleri ile rezil edercesine şeytanlaştırmıştı.

Die Presse Gazetesi, bu iki kasabın resminin üstüne “Türk Paralel Dünyası” diye yazdıktan sonra altına da yarım sayfa manşetten tam bir karalama yazısını “Teslim olmayacağız!” ( Wir kapitulieren nicht) başlığı ile haber yapmıştı.

Bir yandan haftada bir göçmen sayfası hazırlarken, öte yandan böylesine bir şeytanlaştırmanın aslında bir oyun olduğunu ve bunun adeta stratejik olarak nefret ettikleri göçmenleri yanlarına alıp, daha rahat küfür edip, üstüne de bol bol karalama yapmak olduğunu Almanca EINSPRUCH dergisinde ( Yeni Vatan Gazetesi-Neue Heimat Zeitung eki) yazdığımı Sayın die Presse Gazetesi temsilcisi Wallner bilmiyor…

Die Presse Gazetesi muhabirleri, bu iki Türkiye göçmeni insanın yanına gelip yiyip, içip normal mülakat yapmışlar. Mülakatta, bu iki insan her sabah üçte kalkıp, nasıl hale gidip taze et aldıklarını ve müşterilerinin Viyana asıllı, Türk ve diğer etnik kökenlerden olduğunu, müşterilerine hizmette kusur etmediklerini anlattıklarını söylediler. Fakat ertesi gün bu iki örnek pırıl pırıl kasap, die Presse Gazetesi’nde  “Türk Paralel Dünyası,” başlığı ile fotoğraflarıyla olumsuz haber verildiğini gördüklerini bizzat bana ağlayarak anlatmışlardı.

Başlık, Yeni Vatan Gazetesi aynı yayınevinden yayımlanan Almanca Einspruch dergisinde, die Presse Gazetesi Genel Yayın Yönetmeni ve die Presse Gazetesi´ni eleştiren haber analiz şeklinde , “Sind wir im Krieg Herr General“ ( Savaşta mıyız sayın General.)

 

Aynı hafta EINSPRUCH´un inanılmaz sert eleştirisinden sonra die Presse Gazetesi Genel Yayın Yönetmeni Christian Fleischeckker, bu iki Türkiye göçmeni kasaptan özür diledi. Biraz kendimizi övmek olacak, özünde “Sözleri güçlü adam” mealinde bir yazı yazmış… Avusturya basın tarihinde görülmemiş bir olay! Türkleri değil ezilmiş insanları korumak veya sesi olmak “ Sözleri güçlü adam“ olmaksa, başımız gözümüz üstüne.

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https://www.diepresse.com/518639/blattlinie-haben-wir-das-verdient

General: „Wir kapitulieren nicht“ Sind wir im Krieg Herr General?

 

 

Bunun dışında tekrar olacak ama harika diyebileceğim Avusturyalı, Alman, İtalyan, Roman, İngiliz, Fransız ve diğer ülkelerden insanlarla tanıştım, ülkenin en önemli gazetelerinin ve medyasının zaten kibarca, mesafeli ilişkilerimin olduğu Genel Yayın Yönetmenleri olan temsilcileriyle, aynı masalarda buraya gelerek istifade etmenizi tavsiye ettiğim bölgenin haklı gururu olan mutfağından tatma olanağı buldum. Ausseeerland´ın güler yüzlü ve yöresel folklorik giysileriyle görev yaptığını sorarak öğrendim. Belediye Başkanı ile fotoğraf çektirdim.

Ausseelan’da ki Avusturyalılar’ın misafirperviliğinden dolayı çok teşekkür ederim.

Herkesi bu cennet köşeşinde tatil yapmaya davet etmek isterim.

 

Mutlaka ziyaret edin https://ausseerland.salzkammergut.at/

(2)  https://kemerovo-svadba.ru/tr/ochischenie/nacionalnyi-kostyum-avstrii-muzhskoi-i-zhenskii-nacionalnyi-kostyum.html

 

“An Image Study” on Atatürk’s Image!

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A Critical Reading on Stefan Ihrig’s Book „Atatürk in the Nazi Imagination“

Book Review

 

H. Seçkin ÇELİK

Dr., Atatürk Institute, Hacettepe University

ORCID No: 0000-0001-9260-3754

Geliş Tarihi: 23.10.2017 Kabul Tarihi: 24.11.2017

In 2014, the book Atatürk in the Nazi Imagination, which is the doctorate study of Stefan Ihrig, was published by Harvard University Press.2 This book, which sparked a debate due to its topic, was quickly translated into Turkish in 2015.3 The book is of 311 pages and six chapters including the index. The first chapter discusses the lessons which Nazis took from the Turkish War of Independence; the second chapter analyzes how the New Turkey under Mustafa Kemal’s rule is perceived as a preliminary role model for the Nazis, claiming that Hitler was inspired in his coup attempt by Mustafa Kemal rather than Mussolini, contrary to what is generally thought by historians. In the third chapter, the author studies Hitler’s and the Nazis’ admiration of Turkey. In the fourth chapter, praise for Atatürk and the defense of his politics he represents are examined. In the fifth chapter, it is argued that the model of Turkey as a modern “völkisch”4 state and how the foreign policy of Turkey, considered as a “revisionist” country, is taken as a role model again. The sixth and last chapter evaluates Turkey’s foreign policy during the Second World War, which is argued to be pro-Axis neutral like Spain. After summarizing the chapters of the book, we can examine the content of the book. But at first I will evaluate the methodology of the book.

At the beginning of the study; it is mentioned that an elderly woman in Munich in 2007 pointed to the city’s social-democratic mayor, shouting “Hitler was a friend of the Turks and so is Ude” and from this view, it is indicated that the literature on Turkey and Hitler is inadequate to understand their connections. After that, Kemalism is defined as “this ambiguous creature, this cross between authoritarian dictatorship, Bolshevism, Western democracy, and the French revolutionary tradition”; however it is said that only the perceptions of the Nazis about Turkey will be addressed in this study, and the question of whether or not the Nazis are right about their view of Kemalists is not examined.5 The author indicates that he has left that subject to others and referred to a very inadequate “literature”6 on the topic. First of all, this has to be mentioned for such study: Nazis and Hitler, especially after the Second World War and the Holocaust, had rightfully negative connotations in the world and in Europe. After stating that Nazis inspired by a person or an ideology and that the person or the ideology is the source of their actions and their ideology; the methodological preference which indicates only transmitting Nazi’s perceptions in the work does not make the study comprehensible which is the basic function of science. If the perception is distorted, on the contrary, it makes it harder to understand the subject. Therefore, it is not justified for the writer to not consider the effect of such a study on the perception of the investigated person or ideology. Moreover, he did not keep his promise about this topic, he intervened in Nazi perceptions related to Kemalism and Atatürk at his will and he became silent where he did not want to. That is, in case, is a wrong methodological choice for the impression that Nazis distorted the subject where the author intervened and where he did not, Nazis would have made an accurate definition that would leave no room for correction. There are no criteria for the author’s interventions.

One of the probable causes of this topic is that the author has little knowledge about Atatürk and Turkey. Even though such a study is being carried out, the author’s limited understanding of Atatürk and Turkish politics during the interwar period calls into question the quality and the reliability of analyzes included in the study. Although it does not have a direct relation with the Nazi’s “Atatürk image”, a whole chapter devoted to Turkish foreign policy during World War II in the book. In the book, Ihrig; while there is an effort to link the Armenian problem to the Holocaust (as the author has a book about this topic7), it is difficult to explain why the vital examination for such a study, the examination of Atatürk and Turkish politics8 during his period, is highly neglected. For instance, the author is unaware of the study by Orhan Koloğlu who already analyzed how the German press covered Atatürk and his rule.9 Moreover, there is no conceptual framework that the author uses to examine the subject. That hinders the analytical part of the work more.

In this criticism, we will focus on the book’s three main claims. The first claim is that Kemalism and Atatürk -either perceived true of false- have been a source of Nazi ideology and have consequently adopted it as a role model. The second claim is that Armenian Deportation -the author refers to this as Armenian Genocide- is the intellectual source of the Holocaust. The third claim is that Turkey’s foreign policy during the Second World War can be viewed as “pro-Axis” Neutrality.10 Given that the author makes little mention of whether or not the Nazis were justified in making these connections, the reader is left with the perception that almost all political sins of Nazi Germany were inspired from Modern Turkey (post 1908 Turkey). We cannot say that the author does not mention some Nazi distortions, and the author probably knows that this will make the text entirely controversial. Only a few of these distortions have been corrected, no criteria were put forward for these corrections11 and a chapter which is about a period that not directly related to Atatürk’s image was For example, while inadequate information is given about some important points regarding Atatürk and Turkish politics, it is pointed out that Nazis turned a blind eye to some points of Atatürk’s private life: “Furthermore, and also in line with Hitler’s self- portrayal, Atatürk was often described as leading a very frugal life: ‘As a real and true son of his nation, Kemal never led a luxurious but always a simple life.’ Not surprisingly, the “other Atatürk,” the heavy drinker and womanizer, was not present in these texts.” Ibid, p. 158.  added to the book. Therefore, it is difficult for readers to get a balanced view on Atatürk and realize that Nazis perceive it in their own way and that they use it in their political/ideological struggle. We will enlarge upon the problems in Ihrig’s analyzes within the framework of three claims we stated in the rest of the article.

Firstly, I will analyze Turkish War of Independence about Turkey being a role-model. In the first part of his book, Ihrig writes that the Turkish War of Independence is an extremely inspiring source for German nationalists, and he indicates that they are more influential than Italian nationalists in this matter. The author astonishedly states that due to the “aversion” to the Versailles Treaty after the war; central, liberal and social democratic publications have developed a common discourse on Turkey with the nationalists. According to the leftist- liberal media press in which author also agreed with , Turkey became “dangerously” important in Germany.12 Turkey was seen as a role model in the 1920s primarily because, unlike Italy, Turkey stood out with its successful rejection of the post-WWI treaty (Sevres Treaty) imposed by the Entente Powers. Similarly, Turkish War of Independence also created excitement in many countries that did not yet gain their independence. The reaction given to the Versailles Treaty was so negative in Germany that ultra-nationalist publications even exemplified Gandhi’s pacifist resistance.13 From Ihrig’s writings, it is understood that German ultranationalist press made a lot of fake news about Turkey. For example, it was stated in a newspaper that Mustafa Kemal had 300,000 men in 1919!14 While the date January 1921 was given for the adoption of the Nation’s Oath (Misak-ı Milli) -the author did not correct that with any additional information15 -, Turkey’s attempt to save the occupied Izmir was called “Turkish Irredentism”. After Turkish victory against the Greek forces in 1922, the ultranationalist German press, erroneously used the image of Mustafa Kemal to defend the charismatic leadership against democracy and presented the Turkish Independence as the birth of warlike politics, which is contrary to Mustafa Kemal’s peaceful policies in the interwar era.16

In short, Turkish War of Independence,17 which created positive reactions in many parts of the world and not just Nazi Germany, was distorted by German ultra-nationalists to serve their own political goals. The second issue within this context is the claim that Kemalist Turkey -either perceived right or wrong- is an ideological source for Nazi Germany. First of all, I would like to mention how Koloğlu, who has made a balanced analysis on this issue, assesses how the pro-Nazi press conveyed Turkey to its readers:

“All of the reasons that have been put forward to glorify Atatürk are the topics that Hitler government set to gain justice for themselves and to show these reasons for their behaviors. This tendency was so powerful in Nazi Press that they claimed that Hitler was sent by a divine power to direct the fate of the nation. They also claimed that Atatürk was also a key man (superior than anyone else) who appeared at the nation’s moment of truth. Moreover, in order to support Hitler’s consolidation of the party and to the theme which is the presidency under one roof, it had been claimed that Atatürk stated that he was in the same style and regarded it as ‘honorable’.”18

Ihrig’s finding of Hitler’s huge interest on Atatürk is rightly a contribution to the literature. However, the attitude of Hitler and the Nazis regarding Atatürk seems to be following an ideological strategy rather than regarding him as an ideological guide. Analytically, this distinction is very important, since Atatürk and his views were systematically distorted by Nazis. Ihrig, as we mentioned above, remains silent from time to time about these distortions. The topics he fails to mention are quite important. Moreover, readers are left in the dark about Atatürk and his ideas. For example, Atatürk held democracy superior to other regimes in the civics textbook that was prepared in line with his directives.19 In the high school Turkish history textbooks which were reflecting his views, it was stated that races did not have a social value.20 In other words, the Kemalist regime was defending the democracy as a mission to be achieved. 21 As Ihrig also acknowledges, Atatürk did not pursue irredentist or imperialist policies. 22 Atatürk contributed to regional peace through various alliance treaties. Despite its attitude against Turkey on Mosul question, leaving this problem behind, Turkey has been a loyal member of League of Nations – Contrary to Hitler’s Germany-. As a diplomatic gesture, Atatürk was even nominated for the Nobel Peace Prize in 1934 by his former foe, the Greek Prime Minister Eleftherios Venizelos.23 Following his death in 1938, League of Nations memorialized him as “a genius international peacemaker”.24 Whereas Turkey’s foreign policy was “peace”, Hitler’s was “war”. While Atatürk defended an education system which would eliminate prejudices among all nations and which would be suitable to his humanitarian ideals25; Hitler’s Germany set up a racist regime and political agenda. While Jewish professors, who were the values of Germany, were dismissed from the German universities under Hitler’s rule, Atatürk’s Turkey invited them to Turkish universities.26 Whereas Hitler supported Franco in the Spanish Civil War, Turkey continued to recognize the Republican government for years.

Within this framework, we need to mention the other problematic points in the book. According to Ihrig, Atatürk came chronologically before Mussolini about being a role model. German extreme right-winger press was propagandizing that Germany needed a “German Kemal Pasha” and an “Ankara Government”. In Hitler’s coup attempt in 1923, foreign sources of inspiration

Sherrill, Üç Adam: Kemal Atatürk, Roosevelt-Mussolini, trs. Cemal Büyükerman, Cumhuriyet Matbaası, İstanbul, 1937. Another example was the work of Count Carlo Sforza -who had known Mustafa Kemal since the Turkish War of Independence. Although he viewed Mustafa Kemal as one of the European dictators, Count Sforza underlined the differences of the Turkish case and wrote that “ The Turks feel, with instinct which rarely fails the Orientals, that Kemal’s is an involuntary dictatorship – a dictatorhisp (I shoul dare to say) aiming at making autocrats and dictators impossible in the self- government of a renovated free nation.” See Count Carlo Sforza, European Dictatorhips, George Allen&Unwin Ltd, London, 1932, pp. 195-208. Yet, Count Sforza wasn’t exempt from critics despite his moderate approach, since Turkish intellectuals as well as Turkish leaders were sensitive to the use of the word “dictatorship” to define the Turkish regime. E.g. see Mahmut Esat Bozkurt, “Yeni Türk Rejimi ve Diktatörlük”, Tan (29 May 1935).

22 In the changes that took place after the Lausanne (Straits Question and Hatay), Turkey preferred diplomatic ways and these changes were non-revisionist revisions that did not come as a part of a revisionist policy.
23 Richard Clogg, A Concise History of Greece, Cambridge University Press, Cambridge, 1997, p. 109. 24 Joan Bird, “Atatürk”, in New Makers of Modern Culture, Vol. 1, Ed. Justin Wintle, Routledge, New York, 2007, p. 59.

25 İlhan Başgöz-Howard E. Wilson, Türkiye Cumhuriyetinde Eğitim ve Atatürk, Dost Yayınları, Ankara, 1968, p. 241.
26 Arnold Reisman, Turkey’s Modernization: Refugees From Nazism and Ataturk’s Vision, New Academia Publishing, Washington, 2006; Emre Dölen, Türkiye Üniversite Tarihi 3: Darülfünun’dan Üniversiteye Geçiş-Tasfiye ve Yeni Kadrolar, İstanbul Bilgi Üniversitesi Yayınları, İstanbul, 2010. were rarely mentioned, but “Mustafa Kemal example” was influential rather than the “Roman March”. Drawing a parallelism between the revolution that Atatürk made for the salvation of the nation, Hitler sometimes thought responding to the ones who called his actions “traitorism” which he made for the salvation of the nation at his trials.27 Due to the lack of information given by the author about the topic, the writings at this part are not enlightening enough. In Germany, extreme right-wing organizations were organized for the purpose of the coup in the immediate aftermath of the First World War. For example, in 1920-1921, Bavaria became a shelter for nearly 15 “right-wing juntas” due to Bavarian Prime Minister Gustav von Kahr’s tolerant policies. In March 1920, the failed coup attempt led by Wolfgang Kapp is also well-known.28 Thus, Hitler did not need a foreign source of inspiration for his actions. Hitler’s interpretation and reflection of Atatürk’s success and prestige was a significant distortion and reflected an effort to establish a parallelism with an example that can be regarded well by public. Despite the claims of Atatürk’s influence on Hitler, the author is surprised that there was no mention of Atatürk in Hitler’s book, Mein Kampf. In the book, Mein Kampf; Mussolini who was regarded as one of “the world’s great men”29 was mentioned briefly, and according to the author that is enough to show that this situation has a little importance.

Another point is that the author has never mentioned the problem in the information given by German press which defined Turkey as a dictatorship from almost the beginning of the National Struggle. As the 1921 and 1924 Constitutions did not contain a dictatorship and during the Independence war, exceptional powers were temporarily given to Chief Commander Mustafa Kemal by the Assembly. During the War of Independence, there was no single party rule in Ankara. It is well understood that the author does not talk much about these information because he has this weird comment about Turkey and Atatürk: “It’s no surprise that the Nazis made full use of Atatürk’s story. After all, as one author stressed, with the New Turkey Atatürk had become ‘the pioneer and the one who paved the way forth he kind of authoritarian regime that came to be more and more commonplace in Europe’.”30 It is quite hard to understand this comment. Until October 1923, when the government regime of Turkey was not determined and one single party government was not set, Mussolini had already came to power and General Primo de Rivera had already staged his coup in 1923. More important than these, Atatürk’s enlightened authoritarian administration has considerable differences than these governments and their goals.31 In 1923, there was a political revolution which the Republic were established in Turkey, not a coup. Atatürk was elected as President by the vote of the deputies. The problem of being an example to Europe poses a quite different problem; because in 1929 Turkey was still trying to be accepted as a part of Europe and was rejecting letters written “Asia Minor” on it, as stated by Turkish Minister of Education, Mr. Taray.32 The relatively acceptable view of the author regarding Atatürk as a role model is that; the praises to Atatürk did not threaten Hitler cult33, because Turkey was not among Hitler’s Germany’s possible competitors in European and world politics. In fact, this is in contradiction with the great importance attributed by Ihrig to “Turkey as a role model”.

Secondly; we will refer to the views of Ihrig about the Armenian issue and to the minority policies in Turkey that Nazis assumed to be effective in the image of Atatürk and Turkey. In fact, the attitude of the author on the “Armenian Genocide” is a micro example of the whole book’s approach. First, the author states as if he acknowledges the “Armenian Genocide” by saying “by the beginning of the Third Reich the ‘minority question’ in Turkey had been mainly ‘resolved.’ Most of the Armenians of Anatolia had either perished in Armenian Genocide or subsequently left the country.”34 However, only one page later he also states that “there is no point debating here whether an Armenian Genocide actually took place”.35 Then, the author continues to call it Armenian Genocide without using any quotation marks. According to the author, modern anti-Semitism in the 19th century and German anti-Armenianism shared the same roots. The Armenians were seen as “the Jews of the Orient”. Secondly, the author states that the Nazis grew up with the Armenian Genocide as well as the Turkish War of Independence. Within this context, it is stated that the Nazis were inspired by

31 As Stephen Lee put it: “Others have found similarities with Mussolini’s Italy, especially in the role of nationalism, of the legitimacy of a one-party system, of the personality cult and of a populist type of corporativism. There were, however, more differences than similarities between Kemalism and Fascism. The latter was a popular movement, orchestrated by Mussolini; Kemal, by contrast, introduced his changes on a largely indifferent population. Nor did Kemal have any expansionist programme; if anything his whole rationale was an acceptance of the collapse of a past empire rather than on an attempt to create a future one. With that in mind, together with Kemal’s affinity with western ideas, it would clearly be wrong to consider Turkey to be in any way fascist. The Armenian Genocide, and that one of the lessons that Nazis got from the Kemalist victories was the “ethnic cleansing” of the country.36 First of all, according to the scholarship, there is no evidence that Atatürk had any role in Armenian Deportation. Although Ihrig does not seem to agree with the validity of the “modern völkisch state” qualification that the Nazis use for New Turkey, he suggests substituting it with Europeanization.37 At this point, there was no information about the important differences in Atatürk’s understanding of nationalism. Acceptance of Jewish scholars who were forced to leave Germany briefly mentioned elsewhere, but there is no mention of selection of the four Armenian, Greek, Jewish origin deputies in the 1935 General Elections.38 Moreover, there is no mention of adoption of civil law and of the equal rights given regardless of the religion. The author says that the Nazis grew up with “Armenian Genocide”; however, the information about Hitler shows that he was an anti-Semitist and racist before Armenian incidents. He expressed this in his book, Mein Kampf. As writer was, in fact, aware that Hitler’s racist feelings developed against Vienna’s cosmopolitanism.39 So, under the influence of racist feelings in Europe, Hitler was already “grown up” with reaction to Vienna cosmopolitanism.40 It should also be noted that in the texts reflecting Nazi view, it was tried to draw a parallelism between Atatürk’s reaction to the cosmopolitanism of Istanbul and Hitler’s reaction to the cosmopolitanism of Vienna but the author did not need to correct this. However, Atatürk did not, the Nazis “grew up” with Namibia Genocide: “When Göring was asked to speak briefly about his life before 1914 he outlined, what he called ‘a few points which are significant with relation to my later development. He told the court [in Nuremberg] of this father who had been the ‘first Governor of South-West Africa’, pointing out that in that capacity the elder Göring had had ‘connections at that time with two British statesmen, Cecil Rhodes and the elder Chamberlain. (…) Eighteen years after the Herero-Nama Genocide, Hitler bacame closely associated with a veteran of the conflict. In 1922 he was recruited into an ultra-right-wing militia in Munich that was indirectly under the command of the charismatic General Franz Von Epp, who had been a lieutenant during Germany’s wars against the Herero and Nama.” Olusoga and Erichsen also suggest to examine Nazi ideology and practices as a part of a “longer trend” within European history :“(…) the comforting fantasy that the Nazis were a new order of monsters and that their crimes were without precursor or precedent. They were not. Much of Nazi ideology and many of the crimes committed in its name were part of a longer trend within European history. Nazism was both a culmination and a distortion of decades of German and European history and philosophy. It was, in part, the final homecoming of theories and practices that Europeans had developed and perfected in far-flung corners of the world during the last phase of imperial conquest.” See David Olusoga- Casper W

develop Hitler-like views under the influence of cosmopolitanism in Istanbul, and that is undoubtedly a matter that has much more importance than corrections about Atatürk’s personal life.

Finally, we will mention the author’s claims about Turkey’s foreign policy during Second World War. According to the author, Turkey was close to Nazi Germany, even if not as much as Italy was to Germany. The ideological similarity that Germans saw in Turkey was not still fully reflected in their foreign policies. After a little hesitation at the beginning of the war, Turkey was supposed to join the war against Germany as a consequence of the treaty of alliance she signed with Britain and France. However, Turkey became closer to Germany, she wanted to Germany to win the war, so she used her control over Straits in favor of Germany. Turanist organizations41 repressed during Atatürk period were re-emerged again. Apparently, everyone in the state, except Ismet Inonü, was pro-German. Although Ihrig says “unfortunately this is not the place to deal with this topic extensively”; he follows a revisionist course with limited resources. Since Turkey is a pro-status quo country and thus perceived the revisionist powers, Germany and Italy, as a threat, Turkey developed its relations with Britain from the second half of the 1930s. The rapprochement initiated by Atatürk culminated with an alliance treaty signed with Britain and France in 1939. Contrary to what the author assumes, this treaty did not require Turkey to enter the war automatically when the war reached the Mediterranean. Turkey put forward three strong conditions in this regard. The treaty of Alliance was made with three countries; but France was out of war with a ceasefire. Secondly, according to the sixth article of the “Accord Special” signed with France and England, Turkey could enter the war only after the war equipment promised by France and England came. However, there was not enough equipment aid.42 Thirdly, Turkey made a reservation to the treaty. According to “the Protocol No.2”, the obligations undertaken by Turkey could not have caused this country to be dragged into armed conflict with the Soviets. However, Germany and the Soviet Union signed a pact of non-aggression and shared out Poland. If Turkey entered the war, she would have faced the same end with Poland. But these following facts put an end the possibility of reconciliation; the signing of German- Soviet Non-Aggression Treaty in August 1939, the request for the common defense of the Straits for the treaty that Turkey wanted to sign with the Soviet Union and the Soviets requested to make a reservation to the treaty in order to refrain from a possible armed conflict with Germany.43 The fact that the Soviet Union demanded the Straits from Germans in the wake of the war deepened the skepticism of Turkey against the Soviets. Within this context, Turkey’s aim was to be able to stay out of the war in every possible way. Thus, an expert on this topic, Selim Deringil uses the following expressions in his important study of Turkish foreign policy in the Second World War:

“Turkish foreign policy during the period under review remains one of the major diplomatic feats of diplomatic tightrope walking in the annals of recent international relations. (…) The country seen on the map of 1941 forms, ‘a great oblong pad of poorly developed territory’, jutting out into Nazi-dominated Europe, entirely surrounded by Axis or pro-Axis forces. Encircled and enticed as she was, Turkey was able to achieve her primary aim of staying out of the universe of devastation which surrounded her.”44

In this this part, the author talks about neither the Nazi-Soviet treaty, nor the Soviet’s division of Poland with Germany, nor Soviet’s attack on Finland and nor making nearly impossible for Turkey to form an alliance with the Soviet Union with unacceptable demands. Moreover, Turkey was constantly declaring her alliance with England. Ulus newspaper, the semi-official publication of CHP (Republican People’s Party) criticized imperialist policies of Hitler and Mussolini and sided with the occupied countries.45 The signing of the non-aggression treaty with Germany was closely related to the protection from the German army, which was at the border of Turkey. And İnönü criticized allusively the policy of Hitler in the letters between him and Hitler as that; in case of attacking Turkey, İnönü made the determination of the country clear to Hitler.46 Shortly before the signing of the treaty, Ribbentrop wrote to Papen that he understood the main purpose of Turkey and stated: “Turkey would indeed like to conclude a treaty with Germany in order to guarantee herself aganist German attack, but would a the same time like to remain allied to England and apparently to preserve the possibility of cooperating with her politically and militarily in case of neccessity, at least indirectly.”47 While there was more than 2.5 years before the war was over, the Ulus newspaper editorial mentioned in his column about the new world order, would appear in the frame predicted by the Atlantic Pact.48 But one of the main concerns of Turkey was that Europe would be sovietized after the war and that Turkey would be put under pressure about the Straits. The European concern of Sovietization was also shared by W. Churchill. For this reason, even though Churchill was unable to persuade İnönü to enter the war, Britain continued to make weapon aids to Turkey.49 Moreover, at the Tehran Conference,50 Roosevelt said that “if he were in Turkish President’s place he would demand such a price in planes, tanks and equipment that to grant the request would indefinitely postpone Overlord.”51

There were those in Turkey who were more sympathetic to Germans against Soviets, either for the thought of “my enemy’s enemy” or for ideological reasons. As the author stated, there was a revival between 1941 and 1944 in the Turanist publications; however, the views expressed in these publications were constantly criticized by Ulus newspaper’s editorial and did not reflect the official view. Furthermore, Hasan Âli Yücel, known for his humanist views, became Minister of Education (1939-1946) and implemented a curriculum in which humanist texts were taught. These politics were criticized

46 See Zeki Kuneralp, İkinci Dünya Harbinde Türk Dış Siyaset: Dışişleri Bakanlığı’nın Onbir Telgrafı, İstanbul Matbaası, İstanbul, 1998, pp. 51-64.
47 See Ministry of Foreign Affaris of The USSR Archives Division: German Foreign Office Documents: German Policy in Turkey, 1941-1943, Foreign Languages Publishing House, Moscow, 1948, pp. 25- 26. In his telegram to German Foreign Office in 1942, Papen expressed his views on “the Turkish opinion” about the “Anglo-American bloc”: “In the Turkish opinion, of the partners of Anglo-American bloc, America ise invincible. Consequently, the Axis Powers could secure a decision in their favour only by smashing the British world empire.

About the Straits, though the Allies had critics from time to time, these criticisms did not claim that Turkey was following a pro-German policy. It is well known that Turkey had so much pressure from all sides that were at war, because of the strategic importance of the Straits. Whereas the Soviets were worried that the German warships would pass through the Straits, and that the Germans were worried that Allies would send aid to the Soviets through the Straits. It can be said that Turkey, which had not a strong navy at the time, faced very difficult situations against these pressures.53 For the Allies, the problem was related to Turkey’s restrictive interpretation of tonnage of ships going through the Straits. In the note Turkey gave to Soviet, it was stated that a few problems arouse, because Germany tried to pass some articles of the treaty which were about the tonnages and types of vessels with trick and once this was understood, precautions were taken.54 There are many more examples of this subject; but I hope I have shown that Ihrig has very inaccurate information and very wrong results with giving selective information.

Ihrig points out the problems related to Nazis’ perceptions about Atatürk and Turkey at the conclusion part. For example, he writes in a part as this: “This vision was highly selective and accentuated only what the authors and the Third Reich want to see; it was also extremely settled and rigid, and by 1933 it had turned to stone. Neither Turkish “reality” since 1919 nor any developments in contemporary Turkey were to change this petrified simulacrum of Turkey.”55 According to the author, the policy of Turkey during the Second World War played a role on the continuing of this image. As the foreign policy of Turkey during Second World War has been adequately explained, I want to concentrate on the other points in the conclusion.

First of all, the Nazi image related to Turkey and Atatürk is selective and based on distortions from beginning to end, so it would not be correct to argue that one-time judgments remain same despite changing Turkey. Secondly, from the beginning of the book, the author gave very limited information about the political regime established in Turkey, the objectives of Turkey, the vision of Atatürk, and he has a vague approach about whether the perceptions of the Nazis were real or not. In short, the author did not exactly show distortions nor refrain from giving his own knowledge and interpretations of Kemalism. The author objected to the ones claiming Kemalism is not fascism; but it is “an educational dictatorship”.56 However, he stated in his study that he would not examine whether Kemalism was fascism or not, and here he states his own comments about the relationship between Kemalism and fascism. This contradictory attitude of him is a good example of that neither he avoids of using his own comments and knowledge about Kemalism nor he exactly shows the distortions. As a result, it is a fact that Nazis distorted Atatürk and Kemalism in terms of their own interest, but the author presents this information as well as including the Armenian Question/ “the Armenian Genocide” and the claims that are Turkey’s foreign policy being pro-German. While doing this, he both relies on the insufficient literature review on the true nature of Kemalism and he has an ambiguous attitude according to the distortions of Nazis about Atatürk and Kemalism. And this is a preference that makes it more difficult for readers to understand the subject properly. At this point, the study is not persuasive in terms of the necessary objectivity in scientific work as it also carries serious methodological and analytical problems.

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Frechheit! Waren Odin (Woden) und seine Kameraden Türken?

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von Birol Kilic

Unglaublich!

Der Vater der schwedischen Geschichtsschreibung bzw. Historiker Professor Sven Lagerbring ( 1707-1787) schreibt über die türkische Herkunft der Skandinavier und Germanen folgendes:
      „Unsere Vorfahren sind Türken, welche Kameraden von Odin waren. Es gibt Leute, die dich dazu bringen wollen, zu denken, sie seien Geto oder Tracian. Es ist mir egal, ob es für mich diskreditiert wird oder nicht. Odin und seine Kameraden waren Türken. Wir germanischen Menschen sind im Ursprung Türken, wir haben uns nicht für diese Tatsache zu schämen. Die Türken sind ein sehr ehrenwertes und stolzes Volk. Odin’s Vater war geboren als Bur, Sohn von Buri/Börü; das bedeutet auf türkisch Wolf.“

Abdullah Gürgün schreibt seine Erlebnisse  in Schweden nieder!

Das Buch heißt: „Schwedisch und die Ähnlichkeiten mit dem  Türkisch“  von Prof. Sven Lagerbring

„Der Name Wotan entwickelte sich wie folgt: Odin- Uodan- Wodan- Wotan.
Prof. Sven Lagerbring ein schwedischer Geschichtsprofessor sagte, dass Odin ein Türke war und aus Türkheim stammte. Er brachte den Germanen das Schreiben bei. Sein echter Name war Öden/Ödin und heißt absteigendes Feuer auf Alttürkisch. Die germanische Runenschrift ist fast identisch mit der Orhon Runenschrift der Türken. Auch Thor war ein Türke und sein Name war Tur wie Turan und Turhan.“

 

Stammen überhaupt die Indoeuropäische Sprachen s aus der Stepp: Zentralasien?

Die Ergebnisse erscheinen in der Zeitschrift „Science“ im  Jahre 2019 : “ Bevölkerungsgeschichte Süd- und Zentralasiens der letzten Jahrtausende in neuem Licht.In Europa haben aDNA-Studien deutlich gemacht, dass die Landwirtschaft zusammen mit einem Zustrom von Menschen mit Abstammung aus Anatolien ankam. Bevölkerungsgeschichte Süd- und Zentralasiens der letzten Jahrtausende in neuem Licht.In Europa haben aDNA-Studien deutlich gemacht, dass die Landwirtschaft zusammen mit einem Zustrom von Menschen mit Abstammung aus Anatolien ankam. Die größte jemals durchgeführte Studie alter menschlicher DNA wirft ein neues Licht auf die Herkunft von zentral- und südasiatischen Bevölkerungen. Im Fokus der Studie, an der Ron Pinhasi vom Department für Evolutionäre Anthropologie der Universität Wien als Haupt-Senior-Autor beteiligt waren, steht der Ursprung der Landwirtschaft und der indogermanischen Sprachen. DNA-Studie zu den Wurzeln der Wikinger: Weder blond noch skandinavisch. 442 Skelette offenbaren: Die Wikinger waren ein bunter Haufen ohne einheitliche Ethnie oder Nation. Ihr Zusammenhalt musste sich daher aus anderen Faktoren speisen.“

 

Wie geht das?

Die Thesen von anderen sind wie folgt:

-Das Futhark Alphabet wurde von der Nordeuropäischen germanischen Bevölkerung (aus Schweden, Norwegen und Dänemark) zwischen dem 3. und 17. Jh. n. Chr. verwendet.

-In ungefähr 3500 Steinmonumenten in Europa, hauptsächlich in Schweden und Norwegen, war diese Schrift angeblich eingraviert.

-Das Futhark Alphabet, welches auch als gemeingermanische Runenreihe bekannt ist, hat den gleichen Ursprung wie die alten türkischen Inschriften mit dem Gokturk Alphabet.

-Zum „primitiven Futhark“ bekannten Alphabet, welches man in einen Stein gemeißelt in Kylver auf der Gotland Insel in Schweden gefunden hat, gibt es zusätzlich zu den anderen zwei Steinmonumenten, noch den Mojbro Stein in Uppland, und den Istaby Stein in Blekinge. Mit den Fotografien, die zur Verfügung stehen, kann man die Buchstaben, die man zu der Gruppe der ältesten runischen Inschriften zählt, mit denen der Gokturk-Inschriften abgleichen und sie somit auf Türkisch entschlüsseln.

-Könnten  die Alphabete dieser Denkmäler, die sowohl in Europa als auch in Zentralasien zu finden sind, aus einer weit zurückliegenden gemeinsamen Vergangenheit stammen?   Kann man mit Hilfe des Gokturk-Alphabets die Monumente aus dem Futhark-Alphabet oder die älteste Runenschrift   aus einer weit zurückliegenden gemeinsamen Urpsrung beweisen?

 Das Geheimnis der alttürkischen Runen

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hoch-schule/das-geheimnis-germanischer-und-alttuerkischer-runen-lueften-16322542.html

Wissenschaftliche Arbeit zu Runologie

https://kups.ub.uni-koeln.de/9453/1/Runologie.pdf

 

 

Warum ist der Begriff „Politischer Islam“  statt „Islam-istisch“ korrekt

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von Birol Kilic

Die Analyse von Rosenberger und Bauböck mit dem Titel „Gegen den überreizten Islamdiskurs“  in der Zeitung der Standart (vom 28.11.2020) ist meiner Meinung nach sicher kein Plädoyer sondern ein Versuch der Beschwichtigung, Verharmlosung und ein Verschweigen des eigentlichen Problems  bzw.  vergleich Äpfel  mit Birnen.

 

Die Meinung, „Strömungen und Netzwerke, die die liberale Demokratie und ihre rechtsstaatlichen Kontrollen nicht akzeptieren und Religion bedingungslos über demokratische Politik stellen, sind nicht „politischer Islam“, sondern islamistisch“  zu haben, zeigt vor allem eines: Die Vernebelung des Problems und die Unwissenheit über den Islam, außer im Urlaub verführt mit exotischen Gewürzen,  Kamelen, Adlern , nachtlosen Wüsten, Elefanten, Löwen und Märchen aus 1001 Nacht.

 

Den Begriff “ Politischer Islam“ verwende ich seit 30 Jahren.

Mit Verlaub: Mich stört aber als Österreicher mit türkischen Wurzeln und vor allem als säkularer Moslem der vorgeschlagene Begriff „Islam-istisch“ mehr als der Begriff „Politischer Islam“.  Warum?

„Politischer Islam“ = „Siyasi Islam“

These:  Der Begriff „Politischer Islam“  ist in der Türkei und auch im arabischen Raum unter dem folgenden Titel bzw. Begriff bekannt: „Siyasi Islam“. Infolgedessen ist der Begriff „Politischer Islam“  korrekt. Es existiert  darüber zigtausende wissenschaftlicher Literatur. „Im weltweiten Bibliotheks-Verbundkatalog OCLC Worldcat sind 2923 Studien verzeichnet“  ( Prof. Dr. Arno Tausch)

Aber was bedeutet der Begriff „Islam-istisch“ eigentlich für MuslimInnen?

Kennen sie das Wort „Christ-tialistisch“ oder
„Juda-ialistisch“?

Aber den Begriff „Politisches Christentum“ bzw. „Politischer Katholizismus“ kennen wir aus der Erfahrung und Literatur. In Österreich vor allem aufgrund der Dollfuß-Regierung, die man auch Austrofaschismus-Zeit nennt, wo durch Klerikalfaschismus mit einem politisierten Christentum das Land de facto für den Abgrund und die Hände der Nazis vorbereitet wurde.

Der Begriff „Islam-istisch“, die Stigmatisierung der MuslimInnen und die gesamte Religion in den Dreck zu ziehen, ist noch schlimmer als „Politischer Islam“. Damit wird der Islam als Religion mit Terroristen total in einen Topf geworfen. Islam als Religion, führt nicht zu Terrorismus. Wir  dürfen mit  dem Wort  „Islamistisch“ Argumentation die Moslems zur Solidarisierung mit moslemischen  Terroristen  nicht näherrücken. Deswegen ist der Vorschlag von Rosenberger und Bauböck entweder Unwissenheit, wenn nicht sogar ein Versuch der Beschwichtigung, Verharmlosung bzw. ein Verschweigen des Problems, unter dem Vorwand „Brückenbauer“ mit einem Plädoyer. Man sollte schon ein Plädoyer schreiben, aber nicht unter dem Deckmantel „Feuerlöscher“ hier als Brandbeschleuniger mit Vorschlag den Begriff „islamistisch“ zu verwenden, zu agieren.

Islam und Islam-istisch?

Das Wort „Islam“ ist im Koran von Gott als Religionsname „Islam“ festgeschrieben und besteht aus den Wörtern „selam“ und „silm“.

Das Wort „selam“, das auch in der jüdischen Sprache als „schalom“ verwendet wird und welches Jesus Christus immer zur Begrüßung verwendet hat, bedeutet Friede, Glück, Wohlbefinden und Vertrauen.

„Silm“ bedeutet Frieden, Vertrauen und Ergebung unter/in einen einzigen Gott (Einheitsprinzip/Tevhid). Das kann auch kurz in Sure 10, Vers 25 im Koran nachgelesen werden: „Gott ruft zur Wohnstätte des Friedens.“

Islam = Selam + Silm = „Friede, Glück, Wohlbefinden und Vertrauen“+ „„Frieden, Vertrauen und Ergebung unter/in einen einzigen Gott (Einheitsprinzip/Tevhid)“

Was bedeutet Islam-istisch jetzt, vor allem nach dieser Definition?

Wie kann man das Wort Islam-istisch hier statt „Politischer Islam“ unter dem Vorwand Plädoyer empfehlen.

Was ist der „Politische Islam“?

Wir kennen die Definitionen aus der Türkei:

„In den islamistischen Ländern wird der Mensch traditionellen und religiösen Bräuchen geopfert, die Tradition zu einem unantastbaren Tabu gemacht haben, denn in diesen Ländern hat man das koranische Prinzip „Die Religion ist für den Menschen geschaffen“ ins Gegenteil verkehrt. Es wurde daraus: „Der Mensch ist für die Religion geschaffen.“ Die politische Instrumentalisierung ist eine Erscheinung – genauer, eines der Grundübel – nicht nur des Islams, sondern auch anderer Religionen. Politisierung heißt, die Religion zum Mittel politischer Erfolge und dynastischer oder despotischer Interessen zu machen: Politik- und Sultanatsfrömmelei könnte man es auch nennen. Dass die Religion zu politischen Zwecken missbraucht wurde, gehört zu den grausamsten Kapiteln der Geschichte. Nicht nur, dass unfassbare Grausamkeiten gegen die Vielzahl von Menschen begangen wurden, dies hat auch dazu beigetragen, dass zahlreiche achtbare Menschen sich von ihrer Religion abgewandt und gegen Gott und die Religion aufgelehnt haben. Denn sie mussten angesichts derartiger Widersprüchlichkeiten und Frevel zwangsläufig zu dem Schluss gelangen „wenn dies Religion sein soll, dann will ich damit nichts zu tun haben“.

Wo liegt das Hauptproblem? Das Hauptproblem liegt in der korrumpierten, manipulierten und mutierten Islam-Theologie, die sich auf verfälschte Quellen und traditionelle Islam-Interpretationen stützt. Ihre Wurzeln finden sich in der umayyadischen Kalifen-Dynastie (Höhepunkt im 7. Jahrhundert).

Aufklärung tut Not! Besonders bei den Regierungsparteien

Eine echte Aufklärung findet nicht statt und bei der geringsten Kritik spielt man die beleidigte Leberwurst und attackiert den Gesprächspartner. Zudem wird mit dubiosen Gruppen kooperiert, um die kritischen säkularen Moslems als „keine echten Moslems” darzustellen.

Die Regierungsparteien der westlichen Länder haben leider genau jene Personen und Gruppen („politischer Islam“) salonfähig gemacht, die ihre Kultur und Ideologie eben aus diesem „verfälschten Islam“ beziehen. Es wird medial alles verdunkelt und vernebelt, damit niemand mehr die Unterschiede zwischen „Glauben“ und „politischem Glauben“ erkennen kann und alles „Islamistisch“ absichtlich oder nicht absichtlich stigmatisiert.

Es wird pauschal gegen einen „Glauben“ geschimpft und die Retter sind dann die Brandstifter, die sich bis jetzt schön verpackt als Feuerlöscher verkauft haben. Überall sieht man sie als „Retter“ oder „Brückenbauer“. Das Fernsehen und die Zeitungen sind voll von „Islam- und Terrorexperten“ oder „Gewalt-Experten“ und niemand kritisiert diese Leute und fragt sie, wie sie es schaffen, Islam und Terror gleichsetzen zu können! Weil sich die JournalistInnen und PolitikerInnen auch nicht mehr auskennen. Wie auch, bei der Flut von Falschinformationen, die den Medienmarkt überschwemmen! Um sich zu informieren, braucht man vor allem Zeit und einen breiten Horizont. Beides ist Mangelware in einer linksliberalen Medienbranche.

So wird es gemacht und diese Funktionäre klären nicht auf, sondern leben davon und das in einer unheiligen „Win-Win-Situation“. Um was für ein Dilemma handelt es sich bei eben diesen teuflischen Pseudo-Brückenbauern, die eigentlich seit Jahren alle Brücken in Österreich zerschlagen haben? Es ist eine teuflische, unheilige Allianz…

Der koranische Islam und die mohammedanische Lehre verlangen zuallererst die Nutzung des Verstandes und fordern zum Lesen („ikra“) auf.

Genauso fordert der koranische Islam, dass man sich an die jeweilige Zeit und den Ort der Zivilisation und den menschlichen Errungenschaften anpassen muss. Es ist also geboten, dass MuslimInnen sich an die Rahmenbedingungen eines Staates oder einer Gesellschaft anpassen sollen.

Das gilt auch in Österreich bzw. in der EU. Das heißt nicht, dass man sich assimilieren soll oder sein religiöses Bekenntnis verbergen muss. Als verbindlich sind die regionalen Gesetze, die Verfassung, die Kultur und die jeweiligen Gegebenheiten zu sehen, die sich im Laufe der Jahrhunderte dort etabliert haben. Hier in Österreich:  Die Österreichische Bundesverfassung und freiheitlich demokratische Grundordnung und die allgemein gültigen Menschenrechte (AEMR). Die Verfassung eines Staates ist als Grundlage des gesamten Rechts und Rahmen seiner Politik von höchster symbolischer, sowie praktischer Bedeutung.

Offene Kritik muss möglich sein

Wir haben wirklich ein großes Problem in Österreich.

Nämlich, dass die konservativen bzw. traditionellen MuslimInnen hier einen sehr verantwortungslosen Weg eingeschlagen haben, wenn sie durch Vernebelung, Verdunkelung und durch dauerndes beleidigt sein die Wahrheit nicht sehen wollen und nicht bereit sind, eine offene Kritik über ihre dramatische Lage auszudiskutieren. Eine Lage, die nicht nur für die muslimische Welt ein Problem geworden ist, sondern für die Menschheit insgesamt. Offenbar fühlen sich die konservativen und traditionellen MuslimInnen so sicher, dass sie jede Kritik getrost übergehen können. Bis jetzt…

Wir möchten eines hervorheben: Das Problem ist nicht der Koran und der darin enthaltene Islam oder der wahre Mohammed, sondern diejenigen konservativen und traditionellen MuslimInnen, die diesen Glauben manipuliert und verfälscht inhalieren, wiederholen, weiter indoktrinieren und somit zur Schande der Menschheit geworden sind.

Auch die konservativen und traditionellen MuslimInnen, die gerade als Funktionäre dubioser Vereine quasi alle MuslimInnen in Österreich zu vertreten vorgeben und auf der anderen Seite unter dem Vorwand „Dialog“ das Unwissen und die Vorurteile vieler Medien, Wähler und Politiker ausnützen, mögen sich hier angesprochen fühlen.

Blasphemie: „Das Gespenst“

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VON EINSPRUCH

Der Kollege schreibt:

„In Frankreich ist Blasphemie seit 1881 kein Staftatbestand mehr. Dieses Faktum muss jeder anerkennen, egal, welche seine Religion ist.“

Der andere antwortet:

„Erinnert Ihr euch an die Affäre rund ums Jesus-Buch von Gerhard Haderer? Der wurde 2003 von einem griechischen Gericht wegen Blasphemie zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Durch den europäischen Haftbefehl hätte man ihn in der gesamten EU verhaften und ausliefern können. In 2. Instanz wurde er dann freigesprochen. Und der Achternbusch-Film „Das Gespenst“ (1982) ist bis heute in unseren Kinos verboten!“ (einspruch.at, Wien.23.10.2020)

 

Paris Verbrechen und zwei Meinungen aus der türkischen Community!

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VON EINSPRUCH

In Frankreich wird ein Lehrer enthauptet. Frage: Wie verurteilt oder distanziert sich die muslimische Gemeinde in Österreich von  den kaltblütigen Mord in Paris?

Hakan Gördü, Obmann der SÖZ Partei, schreibt in den Sozialen Medien am 21.Oktober 2020, nach fünf Tagen, folgende Gedanken bezüglich des Paris Verbrechens am 16.Oktober.2020 gegenüber einem französischen Lehrer:  „Ich soll mich von Paris distanzieren, damit man erkennt, dass ich keine Köpfungen von Islamkritikern unterstütze. Solange ich niemanden aufgrund seiner Islamkritik geköpft habe, brauche ich mich auch von Niemandem zu distanzieren. Dieser Generalverdacht führte heute dazu, dass zwei Muslimas unter dem Eifelturm niedergestochen wurden. Jede grausame Tat im Namen des Islams, wird willkürlich den MuslimInnen aufgelastet. Ja, wir könnten uns fünf mal am Tag distanzieren aber ihr hättet dann immer noch nicht begriffen. Daher bitte versteht, dass niemand für die Taten eines anderen verantwortlich ist und fertig.“ 

Auf der anderen Seite verurteilt die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG), ohne Wenn und Aber, gleich am 17. Oktober 2020 den kaltblütigen Mord am 16. Oktober in Paris gegenüber einem Geschichtslehrer, mit einer offiziellen APA OTS und über Soziale Medien, wie folgt auf das Schärfste:

TKG Obmann Birol Kilic: „Die Straftäter, die ihre kaltblütigen Morde mit einer Religion begründen, sind egal aus welchem Motiv, ohne Wenn und Aber genauso Mörder, wie alle anders motivierten Verbrecher. Dies war nicht nur ein Angriff auf das Opfer, sondern auf die Republik und Demokratie, sowie den säkularen Rechtsstaat. Es ist eine abscheuliche Tat und eine Barbarei der Sonderklasse. Unser tiefes Mitgefühl gehört den Familien, Freunden und Kollegen der Opfer in Paris“ und er fügt weiter hinzu,
 „Terror und Gewalttaten im Namen einer Religion, wenn auch im Ergebnis aus Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung, sind absolut nicht hinnehmbar. Es darf nicht zugelassen werden, dass Rechtspopulisten und Rassisten diese Tat instrumentalisieren, um ihre Hetze gegen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Identitäten in Frankreich, aber auch auf der ganzen Welt, zu begründen.“

Wir wollen als EINSPRUCH nicht tief kommentieren, aber erheben Einspruch gegen die lumpenistische Frechheit der Halbwissenden, die sogar seit Jahren in den etablierten Parteien in Österreich fußgefasst haben und salonfähig geworden sind.( einpruch.at, 22.10.2020)

Hofer: TKG bedauert die Entscheidung des Nationalrats !

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Wien – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) bedauert die Entscheidung des Nationalrats von Donnerstag, in der einstimmig gegen die staatsanwaltschaftliche Verfolgung des 3. Nationalratspräsidenten und FPÖ-Chefs Norbert Hofer gestimmt wurde.

TKG im Wortlaut:

„Die Entscheidung des Nationalrats, über die Aussagen des 3. Nationalratspräsidenten und FPÖ-Chefs Norbert Hofer, wurde folgendermaßen begründet: „Die Abgeordneten im Nationalrat verweigerten am Donnerstag jedoch die Aufhebung der Immunität, weil sie einen Zusammenhang zwischen der Äußerung und der politischen Tätigkeit Hofers sahen.“

Das können wir als normale Staatsbürger nicht verstehen. Zwischen Verhetzung und politischer Tätigkeit ist ein großer Unterschied, wegen dem auch die Staatsanwaltschaft hier die Auslieferung gefordert hat.

TKG Obmann Birol Kilic: „Die Republik Österreich ist ein Rechtstaat und hat hier durch Einbezug der Staatsanwaltschaft richtig reagiert, wofür wir dankbar sind. Die Staatsanwaltschaft Wien hatte um die Auslieferung des Dritten Nationalratspräsidenten gebeten, weil sie Anzeigen wegen Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren gegen Hofer nachgehen wollte.Alle BürgerInnen sind vor dem Gesetz gleich zu behandeln. Das sollte auch für alle PolitikerInnen und Abgeordnete gelten. Oder?“

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) ist seit über 30 Jahren ein Aufklärer und Kämpfer (ProponentenInnen) auf der einen Seite und gegen den politischen Glauben auf der muslimische Seite, vor allem wenn der Glaube und die Religion für politische und wirtschaftliche Zwecke missbraucht wird.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) wiederholt in aller Höflichkeit:
Wer in einer der höchsten Funktionen des Staates als 3.Nationalratspräsident der Republik Österreich und unseres Parlaments solche verhetzenden Aussagen wie: „Der Koran ist gefährlicher als das Corona Virus.“ (Tatbestand der Verhetzung – StGB Paragraph 283 und Paragraph 188 Herabwürdigung religiöser Lehren) vertritt, tätigt und nochmals bestätigt (Hofer: „Das ist mir nicht herausgerutscht.“, private TV), sollte umgehend von seiner Funktion als 3. Nationalratspräsident zurücktreten, um Schaden vom Hohen Haus, vom Parlament und den anderen Parlamentariern abzuwenden.“