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Eine Analyse mit Warnungen. Verfassungsschutzchef Sinan Selen und die neue Generation deutsch-türkischer Verantwortungsträger

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Birol Kilic, Analyse und Beobachtungen aus Wien, 15.09.2025

Die Ernennung von Sinan Selen zum Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz ist kein Zufall – sie ist das Ergebnis jahrzehntelanger Integrität, Fachkompetenz und loyalen Dienstes am deutschen Staat und an der deutschen Gesellschaft. Selen, Sohn türkischer Eltern, ist ein Produkt des deutschen Bildungssystems – geprägt von juristischer Exzellenz, Führungskompetenz und einer Spezialisierung auf internationale Terrorismusbekämpfung. In Europa gilt er als einer der führenden Experten auf diesem Gebiet.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) bildet das Rückgrat der deutschen und europäischen Demokratie. Es schützt die freiheitlich-demokratische Grundordnung, überwacht extremistische Bestrebungen, ausländische Spionageaktivitäten und sicherheitsrelevante Bedrohungen. In Zeiten wachsender Polarisierung und globaler Unsicherheit ist das BfV nicht nur ein Sicherheitsorgan, sondern ein demokratischer Schutzschild. Dass mit Sinan Selen ein deutsch-türkischer Jurist an der Spitze steht, sendet ein starkes Signal für die Offenheit und Leistungsorientierung des deutschen Rechtsstaats.

Wir gratulieren der rechtsstaatlichen Republik Deutschland. Hochachtung!

Deutsch-türkische Präsenz: Kein Randphänomen, sondern Rückgrat

Was einst als Gastarbeitergeschichte begann, ist heute eine Erfolgserzählung mit hunderten Kapiteln – geschrieben von Menschen mit türkischen Wurzeln, die Deutschlands Institutionen, Wirtschaft und Kultur mitgestalten. Nicht als Ausnahme, sondern als Teil des demokratischen Gefüges.

Ein paar Beispiele aus Tausenden.

Politik und Verwaltung

Macit Karaahmetoğlu – Vorsitzender des Verfassungsausschusses im Bundestag  

Berivan Aymaz – Kandidatin für das Amt der Oberbürgermeisterin in Köln  

Sinan Selen – Vizepräsident des Bundesamts für Verfassungsschutz  

Cem Özdemir – Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft  

Muhterem Aras – Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg  

Gülistan Yüksel – SPD-Bundestagsabgeordnete, engagiert in Integrationsfragen  

Metin Hakverdi – Jurist und Bundestagsabgeordneter mit transatlantischem Profil

Wissenschaft und Medizin

Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu – Bildungsforscherin, Stimme für chancengerechte Bildung  

Dr. Dilek Gürsoy – Herzchirurgin, erste Frau in Europa, die ein Kunstherz implantierte  

Prof. Dr. Ahmet Gül – Nanotechnologe mit internationaler Reputation  

Prof. Dr. Hacı Halil Uslucan – Psychologe und Integrationsforscher  

Dr. Caner Aver – Politikwissenschaftler, Mitautor der Springer-Studie zur türkischen Bildungselite in Deutschland  

Necla Kelek – Sozialwissenschaftlerin und Publizistin, bekannt für ihre kritischen Analysen zu Integration und Parallelgesellschaften

Wirtschaft und Innovation

Kaan Terzioğlu – Ehemaliger CEO von Vodafone Deutschland  

Serhat Yılmaz – Strategiechef bei Delivery Hero  

Eren Ünlü – Bauunternehmer mit Projekten in mehreren Bundesländern  

Melih Yalçın – Gründer von Start-ups im Bereich Künstliche Intelligenz  

Ayşe Öztürk – Geschäftsführerin eines erfolgreichen Logistikunternehmens in NRW  

Tülin Akın – Agrarinnovatorin, ausgezeichnet für digitale Lösungen im ländlichen Raum

Kunst, Medien und Kultur

Fatih Akin – Regisseur, dessen Filme deutsche Realität neu definieren  

Emine Sevgi Özdamar – Schriftstellerin, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung  

Kaya Yanar – Komiker, der mit Ethno-Humor Brücken baut  

Bülend Ürük – Kommunikationschef der Funke Mediengruppe  

Ayşe Erkmen – Bildende Künstlerin mit Ausstellungen in Berlin, Venedig und New York  

Meral Zeller – Schauspielerin und Theaterpädagogin mit migrantischer Perspektive

Gastronomie und Öffentlichkeit

Ali Güngörmüs – Sternekoch und TV-Persönlichkeit  

Sibel Özilgen – Unternehmerin im Bereich nachhaltiger Ernährung und Eventkultur  

Mehmet Yalçınkaya – Koch und Juror bei deutschen Kochshows mit türkischem Akzent

Die Biontech-Revolution: Deutsch-Türkische Wurzeln, globale Wirkung aus Deutschland

Die Corona-Pandemie brachte viele Herausforderungen – aber auch Hoffnung. Und diese Hoffnung trug zwei türkischstämmige Namen: Uğur Şahin und Özlem Türeci. Das Ehepaar, Gründer des Mainzer Unternehmens BioNTech, entwickelte den ersten weltweit zugelassenen mRNA-Impfstoff gegen COVID-19.

Beide stammen aus Familien türkischer Herkunft. Şahin wurde in İskenderun geboren, Türecis Vater war Chirurg aus Istanbul. Ihre wissenschaftliche Laufbahn begann in der Krebsforschung – ihre Vision: Krankheiten mit Präzision bekämpfen. Mit dem Impfstoff BNT162b2 gelang ihnen eine medizinische Sensation, die Millionen Leben rettete.

In Deutschland gefeiert, in der Türkei verehrt – ihr Erfolg ist nicht nur ein Triumph der Wissenschaft, sondern auch ein Symbol für gelungene Integration und globale Verantwortung.

Diese Namen sind keine Ausnahmeerscheinungen – sie sind Teil einer neuen deutschen Realität. Nicht am Rand, sondern mittendrin. Nicht geduldet, sondern gebraucht. Die Republik ist vielfältiger, als ihre Archive es je erfassen konnten.

Kaum bekannt: Ein Deutscher gründete den türkischen Geheimdienst-Oberst Walter Nicolai

Nach der Gründung der Republik Türkei im Oktober 1923 begann der Aufbau staatlicher Institutionen – darunter auch ein moderner Nachrichtendienst.  

Was viele nicht wissen: Die Grundstruktur dieses Dienstes wurde maßgeblich von einem Deutschen entworfen. Sein Name: Oberst Walter Nicolai.

Als ehemaliger Chef der deutschen Spionage im Ersten Weltkrieg wurde er 1925 auf Empfehlung des deutschen Botschafters nach Ankara entsandt – offiziell als Mitarbeiter der Firma Junkers, inoffiziell als strategischer Berater.  

Mit seiner Hilfe entstand 1926 die „Milli Emniyet Hizmeti“ (MAH und heute MIT), das Rückgrat der türkischen Sicherheitsarchitektur.

Aus Wiener Perspektive

Aus Wiener Perspektive ist es erfreulich zu sehen, dass Menschen mit türkischen Wurzeln nicht nur integriert sind, sondern aktiv zum Funktionieren und zur Weiterentwicklung demokratischer Institutionen beitragen. Die zweite Generation von Migrant:innen aus der Türkei – sowie jene, die in Deutschland studiert und sich beruflich etabliert haben – sind heute zehntausende in Wissenschaft, Kunst, Medien, Sicherheit und Politik präsent. Sie sind keine Fremdkörper, sondern Teil des demokratischen Gefüges. Das ist der Erfolg der Deutschen Republik! Eine freiheitliche, demokratische, vielfältige und rechtsstaatliche Republik, der wir aus Wien als wehrhafte Demokraten salutieren.

Die Loyalität dieser deutsch-türkischen Bürger:innen gegenüber dem deutschen Staat sollte nicht misstrauisch beäugt, sondern als Bereicherung verstanden werden. Die Geschichte zeigt: Türkische Gemeinschaften haben in den letzten zwei Jahrtausenden nicht nur eigene Staaten gegründet, sondern auch in fremden Ländern mit Hingabe und Disziplin gedient. Heute gibt es zahlreiche deutsch-türkische Unternehmer:innen, die Milliardenumsätze erzielen und Arbeitsplätze schaffen – ein Beweis für die Kraft der pluralistischen, rechtsstaatlichen Nachkriegsgesellschaft Deutschlands.

Diese Menschen sollten nicht behindert, sondern neutral und konstruktiv begleitet werden. Ihre Zweisprachigkeit und kulturelle Vielfalt sind kein Widerspruch zur deutschen Identität, sondern ein Teil davon. Sie stärken die pluralistische, freiheitliche und säkulare Struktur der Bundesrepublik – und tun dies oft aus tiefer Verfassungstreue.

Was für Deutschland gilt, gilt in Teilen auch für Österreich – vielleicht sogar noch dringlicher. Auch hier leben hunderttausende Menschen mit Migrationshintergrund, deren Beitrag zur Gesellschaft nicht unterschätzt werden darf. Und was die Millionen Geflüchteten in der Türkei betrifft: Die Erwartung ist nicht, dass sie das Land destabilisieren.

Doch bei aller Anerkennung für gelungene Integration darf man die geopolitische Verantwortung nicht vergessen. Deutschland darf als NATO-Mitglied nicht länger unter dem Deckmantel der Freundschaft Instabilität in die Türkei exportieren – etwa durch die indirekte Unterstützung von Akteuren, die der säkularen Republik feindlich gegenüberstehen. Seit den 1970er Jahren wurde die Türkei oft als geopolitisches Hinterland behandelt, was langfristig Schaden angerichtet hat. Heute sehen wir, wie Instabilität aus der Türkei nach Europa zurückkehrt – in Form von Radikalisierung, Polarisierung und gesellschaftlicher Spannung. Menschen wie Sinan Selen stehen für das Gegenteil: für Stabilität, Verfassungstreue und demokratische Verantwortung.

Flüchtlingslager Türkei gegen Geld

Auch die Europäische Union muss sich ihrer Rolle bewusst werden. Die Türkei wurde über Jahre hinweg als „Flüchtlingslager Türkei gegen Geld“ instrumentalisiert – oft unter intransparenten Bedingungen. Diese Politik hat nicht nur Millionen türkischer Bürger:innen enttäuscht, sondern auch der demokratischen Entwicklung des Landes geschadet. Man vergisst: Die Türkei ist mit über 85 Millionen Einwohner:innen direkter Nachbar der EU. Wenn sie in einen Sumpf aus Bürgerkrieg und autoritärer Zersetzung abrutscht, wird auch Europa hineingezogen. Seit Jahren warnen wir: Stabilität in der Türkei ist keine nationale, sondern eine europäische Frage.

Europa braucht Haltung – nicht nur Verträge 

Die Europäische Union darf die türkische Politik und Bürokratie nicht durch finanzielle Mittel korrumpieren. Irreguläre Flüchtlinge, die sich ohne rechtliche Grundlage in der EU aufhalten, sollten direkt in ihre Herkunftsländer wie Syrien, Afghanistan oder andere zurückgeführt werden – nicht über diplomatischen Druck, intransparente Zahlungen oder politische Erpressung in die Türkei abgeschoben werden.

Ein humanitärer Appell aus Wien: Bitte nicht böse sein.  

Ein besonders erschütternder Fall wurde kürzlich auf der Seite der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich dokumentiert. Eine 85-jährige türkische Staatsbürgerin mit gültigem EU-Daueraufenthaltstitel, vollständig sehbehindert und gehbehindert, wurde am Flughafen Wien von der Grenzpolizei festgehalten und nach Istanbul zurückgeschickt – mit der Begründung, sie habe sich drei Monate zu lange in der Türkei aufgehalten. Trotz Aufenthaltserlaubnis bis 2029 und über 50 in Wien lebenden österreichischen Verwandten wurde ihr weder ein Stuhl noch ein Glas Wasser angeboten.

Dieser Vorfall ist kein Einzelfall, sondern ein Symbol für strukturelle Missstände im Umgang mit türkischen Staatsbürger:innen, die alle Hürden und Bedingungen der EU erfüllt haben. Solche Maßnahmen sind nicht nur unmenschlich, sondern auch politisch gefährlich.

Wir müssen warnen  

Die Türkei ist kein Hinterhof Europas, sondern ein souveräner Nachbarstaat mit mehr als 85 Millionen Einwohner:innen. Wer Stabilität in der Region will, muss die Würde und die Rechte der türkischen Bürgerinnen und Bürger gesetzlich fair behandeln.

Eine instabile, undemokratische und rechtsstaatlich erodierte Türkei, die wirtschaftlich, demokratisch und rechtlich zusammenbricht, wird die nächsten hundert Jahre ein Sumpf vor der eigenen EU-Tür sein. Wir müssen warnen! Die große Milliarden-EU-Mauer gegen die Türkei in Bulgarien und Griechenland wird die EU nicht schützen können. Wir müssen warnen! Denn Österreich wird das erste EU-Land sein, das den Schaden ausbaden muss. Auch die ganz Rechten, sogar populistische oder konservative Kräfte, können hier nichts machen. Gar nichts!

Bis heute – seit über 60 Jahren – wurden auf Seiten der EU, besonders von Deutschland und Österreich, Fehler gemacht, die gegen ihre eigenen Werte und Interessen verstoßen. Unterstützt wurden diese Fehler von der NATO (USA). Schrecklich, was Sie in Europa nach 1960 gemacht haben… Vor diesen Fehlern warnen diese Zeilenschreiber seit 35 Jahren – und sie werden nicht müde.

Ein Denkmal für den Wiener Gelehrten Andreas Tietze in Wien und Ankara.

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Am 7. Juli 2025 erschien auf der Prominenten-Seite der seriösen und investigativen türkischen Tageszeitung Cumhuriyet (Die Republik) der Artikel „Andreas Tietze, Gelehrter aus Wien: Ein Leben für die türkische Sprache“. Geschrieben wurde er von Birol Kılıç, dem Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG), aus Wien.

Cumhuriyet,  von Birol Kilic, Wien, 07.09.2025

Ein Wiener Gelehrter – ein Leben für die türkische Sprache

Die Sprache eines Landes ist weit mehr als ein bloßes Kommunikationsmittel.  Sie ist Trägerin der kollektiven Seele, nährt Zusammengehörigkeit und Solidarität und bildet die tiefste Schicht des gemeinsamen Daseins.   Gerade für junge Republiken, die aus den Überresten von Vielvölkerreichen und Imperien hervorgegangen sind—wie die Republik Türkei und die Republik Österreich—ist der achtsame Umgang mit der Landessprache heute von existenzieller Bedeutung.   Denn Sprache ist nicht nur Ausdruck, sondern Haltung.   Nicht nur Werkzeug, sondern Heimat. Wir wissen das in Österreich zu schätzen. 

Andreas Tietze: Ein Leben für Türkisch

Ein Beispiel für unermüdliche Hingabe ist der Turkologe Prof. Dr. Andreas Tietze (1914–2003). Als Wiener Gelehrter widmete er siebzig Jahre seines Lebens der Erforschung und Bewahrung der türkischen Sprache. 1938 floh er vor dem Hitler-Faschismus aus Wien in die Türkei, fand an der Universität Istanbul eine neue akademische Heimat und erkannte bald, dass Türkisch kein Abstellgleis westlicher Orientalistik ist. Es sind die Dialekte der einfachen Menschen, das gesprochene Wort auf dem Land, die tiefe Philosophie der Sprache, Redewendungen und Sprachvarianten, die verschiedenen Ausdrucksweisen—sie bilden das lebendige Herz einer Sprache.

TETTL – Ein Epos in zehn Bänden

Sein Hauptwerk, an dem er 70 Jahre gearbeitet hat, das „Historisch-etymologische Wörterbuch des Türkischen in der Türkei“ (TETTL), erhebt sich weit über den Status eines Lexikons hinaus. Es ist ein zehnbändiges Epos, das die Entwicklung der türkischen Sprache von den Anfängen im 14. Jahrhundert bis zum Ende des 20. Jahrhunderts nachzeichnet. Von Oghusisch über Altanatolisch und Rumelitürkisch bis zum modernen Standardtürkisch – ein Vermächtnis aus allen Regionen Anatoliens.

Historisch-etymologische Wörterbuch des Türkischen in der Türkei“ (TETTL)
Familientradition und Wiener Wurzeln

Tietze war nicht nur ein Gelehrter, er war zugleich Sohn zweier großer Persönlichkeiten der Wiener Kunst- und Wissenschaftswelt. Sein Vater, Hans Tietze, zählte zu den führenden Kunsthistorikern Österreichs. Als Professor an der Universität Wien und hoher Beamter im Bildungsministerium prägte er die Museen und Denkmäler des Landes; eine Wiener Straße trägt bis heute seinen Namen: die Tietzestrasse. Seine Mutter, Erica Conrat, forschte mit besonderer Leidenschaft zur Kunst der Renaissance und des Barock. Eine Abteilung der Universität Wien bewahrt ihren Namen und ihr wissenschaftliches Erbe.

Ein Vater wurde zur Straße, eine Mutter zur Institution, und ihr Sohn zum Wort. Gemeinsam haben sie Wien und darüber hinaus geprägt – in Kunst, Sprache und Wissenschaft.

Vollendung des Werkes und Ehrung

Nach Tietzes Tod im Jahr 2003 setzten sich Sprachwissenschaftler dafür ein, das unvollendete TETTL in seiner Gesamtheit zugänglich zu machen. Die Türkische Akademie der Wissenschaften (TÜBA) übernahm die Rechte, und unter der Leitung von Emine Yılmaz und Nurettin Demir entstand bis 2012 die endgültige zehnbändige Fassung. Ihr Verdienst findet in Wien einen Ehrenplatz und in der Türkengemeinschaft tiefe Dankbarkeit.

Ein weiteres eindrucksvolles Zeugnis seiner Wirkung ist das im Jahr 2022 erschienene Werk Andreas Tietze und die österreichische Turkologie: Eine legendäre Bereicherung für die türkische Sprache, herausgegeben von Emine Yılmaz und Nurettin Demir. Diese Publikation ist weit mehr als eine wissenschaftliche Würdigung—sie ist eine lebendige Fortsetzung seines Lebenswerks, ein intellektuelles Denkmal, das bis in unsere Gegenwart hineinstrahlt. Es erfüllt uns mit besonderer Ehre, dieses Werk in Wien im Namen des Neuen Welt Verlags herausgeben zu dürfen.

Ein Denkmal als Zeichen der Dankbarkeit für Andreas Thietze

In Wien sollte ein Denkmal entstehen, still und tief getragen von Hand und Herz, um Andreas Tietze die Ehre zu erweisen, die seinem Lebenswerk gebührt. Und auch in der Türkei möge sein Bildnis als Mahnmal der Dankbarkeit stehen. Denn wahre Arbeit verdient wahre Erinnerung.  Vor diesem Andenken verneigen wir uns mit Liebe und Respekt. (Cumhuriyet,  von Birol Kilic, Wien, 07.09.2025)

Genocidal Massacres Against Syrian-Arab Alevites in Focus: Sheikh Narlı Arrested in Turkey

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BERLIN — The Chairman of the Federation of Arab Alevites in Europe is calling for the immediate release of Sheikh Selim Narlı, who was detained in Turkey after publicly denouncing the genocidal massacres of Syrian-Arab Alevites by the HTS-Golani government in Latakia and its surroundings since March 2025, and urging international assistance, including from Turkey. Sheikh Selim Narlı, the spiritual leader of the Alevite community, was arrested on September 4, 2025, at Hatay Airport. Authorities also conducted a search of his home. The Turkish government has not yet issued an official statement, but Narlı’s lawyers have been instructed to follow the proceedings closely. ⁠“The arrest of an upright Alevite cleric is an assault on religious freedom, freedom of expression, and our collective memory,” the Federation’s chairman said in a press release immediately after Narlı’s detention.

Press release (English): Federation of Arab Alevites in Europe

 

Germany, Neuss, 5 September 2025

It is with great sorrow and deep concern that we, the Arab Alevite community living in Europe, have learned of the arrest of our respected opinion leader, Sheikh Selim Narlı, at Hatay Airport on 4 September 2025.

Sheikh Selim Narlı is an unwavering defender of our faith, culture and historical existence. He has made it his mission to be the voice of his people, to express his views freely and to promote peace. His only weapons are words, and his only strength is his faith in the truth.

Detaining an opinion leader solely for voicing his views clearly violates

• the freedom of expression and religion guaranteed by the Constitution of the Republic of Turkey;

• the European Convention on Human Rights, to which Turkey is a party;

• the Universal Declaration of Human Rights,

and democratic values.

As the Federation of Arab Alevites in Europe, we strongly condemn the detention of our opinion leader. We demand the immediate cessation of this unjust and unacceptable measure, and the prompt and unconditional release of Sheikh Selim Narlı.

We once again call on the Turkish public and the international community: silencing opinion leaders means depriving an entire people of their voice. Such repression undermines social peace and shatters individuals‘ hopes. We will not be silenced, and we will not remain silent.

International Appeal

We urge the United Nations, the Council of Europe, the European Parliament and all other relevant international organisations to take a stand against these unjust detentions. We appeal to all institutions and organisations that defend democratic values and fundamental rights: stand with justice, freedom and human dignity.

Remember that the injustice done to Sheikh Selim Narlı today threatens the entire community tomorrow. As believers in peace, justice and a culture of coexistence, we proudly declare our solidarity with our leader of opinion.

Freedom for our opinion leader!

Justice for our community!

Respect for our faith!

Federation of Arab Alevites in Europe
Germany, Neuss, 5 September 2025

„Genozidale Massaker an syrisch-arabischen Aleviten im Fokus: Scheich Narlı in der Türkei verhaftet“

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BERLIN. Der Vorsitzende der Föderation der Arabischen Aleviten in Europa fordert die sofortige Freilassung von Scheich Selim Narlı. Er war im März 2025 öffentlich gegen die genozidalen Massaker an syrisch-arabischen Aleviten durch die HTS-Golani-Regierung in Latakia und Umgebung aufgetreten und hatte dabei internationale Hilfe – auch aus der Türkei – angemahnt.

Scheich Selim Narlı, geistliches Oberhaupt der alevitischen Gemeinschaft, wurde am 4. September 2025 am Flughafen Hatay in Syrien festgenommen. Bei ihm und in seinem Wohnhaus fanden Durchsuchungen statt. Eine offizielle Stellungnahme der türkischen Behörden steht noch aus, während seine Anwälte aufgefordert wurden, den Prozess genau zu beobachten.

„Die Festnahme eines aufrechten alevitischen Geistlichen ist ein Angriff auf Glaubensfreiheit, Meinungsfreiheit und das kollektive Gedächtnis“, erklärte der Vorsitzende der Föderation der Arabischen Aleviten in Europa unmittelbar nach Narlıs Verhaftung.

Pressemitteilung (/aus dem Türkischen übersetzt))

Föderation der Arabischen Aleviten in Europa

Neuss, 05.09.2025

Als in Europa lebende arabisch-alevitische Gemeinschaft haben wir mit großer Bestürzung und tiefer Besorgnis erfahren, dass unser hochgeschätzter Meinungsführer Scheich Selim Narlı am 4. September 2025 am Flughafen Hatay in Gewahrsam genommen wurde.

Scheich Selim Narlı ist ein unbeirrbarer Verteidiger unseres Glaubens, unserer Kultur und unserer historischen Existenz. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Stimme seines Volkes zu sein, seine Ansichten frei zu äußern und den Frieden zu verteidigen. Seine einzige Waffe sind Worte, seine einzige Stärke der Glaube an die Wahrheit.

Die Inhaftierung eines Meinungsführers allein wegen der Äußerung seiner Ansichten verstößt klar gegen

– die Meinungs- und Glaubensfreiheit, die in der Verfassung der Republik Türkei garantiert ist,

– die Europäische Menschenrechtskonvention, der die Türkei angehört,

– die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und demokratische Werte.

Wir, die Föderation der Arabischen Aleviten in Europa, verurteilen die Festnahme unseres Meinungsführers auf das Schärfste. Wir fordern das sofortige Ende dieser ungerechten und inakzeptablen Maßnahme sowie die unverzügliche und bedingungslose Freilassung von Scheich Selim Narlı.

Hiermit appellieren wir erneut an die türkische Öffentlichkeit und die internationale Gemeinschaft: Wer Meinungsführer zum Schweigen bringt, raubt einem ganzen Volk seine Stimme. Solche Repressionen untergraben den gesellschaftlichen Frieden und zerstören die Hoffnungen der Menschen. Wir lassen uns nicht mundtot machen und werden nicht schweigen.

Internationaler Appell

Wir fordern die Vereinten Nationen, den Europarat, das Europäische Parlament und alle internationalen Menschenrechtsorganisationen dazu auf, Stellung gegen diese ungerechte Inhaftierung zu beziehen. Wir rufen alle Institutionen und Organisationen, die sich für demokratische Werte und Grundrechte einsetzen, dazu auf, sich für Gerechtigkeit, Freiheit und Menschenwürde starkzumachen.

Es darf nicht vergessen werden, dass das Unrecht, das Scheich Selim Narlı heute widerfährt, morgen eine Bedrohung für uns alle darstellt. Wir, die wir an Frieden, Gerechtigkeit und die Kultur des Zusammenlebens glauben, erklären hiermit unsere Solidarität mit unserem Meinungsführer.

Freiheit für unseren Meinungsführer!

Gerechtigkeit für unsere Gemeinschaft!

Respekt für unseren Glauben!

Föderation der Arabischen Aleviten in Europa

Quellen:
https://www.instagram.com/aaaf.ev/

https://www.facebook.com/p/Avrupa-Arap-Alevi-Federasyonu-100064383651879/

499. Jahrestag der Schlacht von Mohács – Erinnerung, Diplomatie und Brüderlichkeit

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Wussten Sie, dass sich im Jahr 1926 ein bedeutendes Ereignis zwischen Ungarn und der Türkei zutrug – ein Moment, den wir am 29. August 2025 als historisches Dokument neu beleuchten wollen?   Vierhundert Jahre nach der Schlacht von Mohács wurde nicht nur der Verlust eines Königs betrauert, sondern auch eine neue Brücke zwischen zwei alten Völkern geschlagen. Die Teilnahme der Türkei an der Gedenkfeier von 1926 verlieh dem Ereignis eine unerwartete diplomatische Tiefe – ein Zeichen dafür, dass Geschichte nicht nur trennt, sondern auch verbinden kann.

Von Birol Kilic, Analysen und Beobachtungen aus Wien, den 29.08.2025


BUDAPEST.
Am 29. August 1926, exakt vier Jahrhunderte nach der folgenschweren Schlacht von Mohács, versammelten sich in Ungarn zahlreiche Würdenträger und Bürger zu einer eindrucksvollen Gedenkveranstaltung. Diese Zeremonie war weit mehr als ein historisches Ritual – sie markierte einen bedeutenden Moment der diplomatischen Annäherung zwischen der Türkei und Ungarn im frühen 20. Jahrhundert.

Die Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs und die territorialen Verluste durch den Vertrag von Trianon hatten Ungarn schwer getroffen. In diesem Kontext wurde die Gedenkfeier in Mohács zu einem Ausdruck kollektiver Selbstbesinnung und nationaler Würde. Besonders hervorzuheben ist die Anwesenheit des türkischen Botschafters Hüsrev Gerede, der – neben dem britischen Gesandten – als einziger ausländischer Diplomat offiziell eingeladen war und damit eine besondere symbolische Rolle einnahm.

Der damalige Reichsverweser Miklós Horthy hielt eine Rede, in der er die Türkei ausdrücklich würdigte. Er sagte: „Vor vierhundert Jahren kämpften wir gegen unsere Verwandten. Und heute, an diesem traurigen Tag, ist der Vertreter eines Bruderlandes hier, um unseren Schmerz zu teilen – während jene, die damals mit uns kämpften, heute gegen uns stehen.“

Die Rede enthielt nicht nur Worte des Gedenkens, sondern offenbarte eine tiefgreifende historische Neubewertung. Sie trug dazu bei, das Bild der Türkei nicht länger als einstigen Gegner, sondern als respektierten Partner und kulturell verwandtes Volk zu verankern.

Miklós Horthy, der zentrale Akteur der Gedenkfeier von 1926, war eine prägende Figur der ungarischen Geschichte im 20. Jahrhundert. Geboren am 18. Juni 1868 in Kenderes (damals Österreich-Ungarn), diente er zunächst als Admiral in der k.u.k. Marine. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm er als Reichsverweser die faktische Staatsführung des Königreichs Ungarn und blieb von 1920 bis 1944 im Amt.

Sein offizieller Titel lautete vitéz nagybányai Horthy Miklós, und er galt als Symbol für nationale Stabilität in einer Zeit tiefgreifender politischer Umbrüche. Auch seine Teilnahme an der Gedenkfeier zum 400. Jahrestag der Schlacht von Mohács unterstrich seine Rolle als Vermittler zwischen Vergangenheit und Gegenwart – und zwischen Ungarn und der Türkei.

Auf türkischer Seite wurde die Einladung mit besonderer diplomatischer Sensibilität behandelt. Die Regierung in Ankara instruierte Botschafter Hüsrev Gerede ausdrücklich, nur dann an der Veranstaltung teilzunehmen, wenn sichergestellt sei, dass keine Aussagen fallen würden, die die nationalen Empfindungen der Türkei verletzen könnten. Nachdem diese Bedingung erfüllt war, nahm Hüsrev Bey an der Gedenkfeier teil und wurde mit sichtbarer Wertschätzung empfangen

 

Diplomatisches Dokument aus dem Jahr 1926 – Osmanisch-Türkische Rede von Hüsrev Gerede in Mohács

Im Rahmen der Gedenkfeier zum 400. Jahrestag der Schlacht von Mohács hielt der türkische Botschafter Hüsrev Gerede eine bemerkenswerte Rede, deren Originaltext in osmanischer Schrift überliefert ist. Das Dokument, das auf Seite 205 der diplomatischen Archivsammlung erscheint, ist Teil des Werkes:

 

 

📘 A magyar–török politikai kapcsolatok alakulása a diplomáciai levéltári források alapján (1922–1933)  

📍 Herausgegeben vom Außenministerium der Republik Türkei, Diplomatisches Archiv, Ankara, 2024  

📄 Seite: 205  

🔗 WorldCat-Eintrag zum Werk

In dieser Rede betont Hüsrev Bey die historische Brüderlichkeit zwischen Türken und Ungarn und beginnt mit den Worten:

„Kardeşlerim – Meine Brüder,  

Während ich heute vor den heiligen Gräbern unserer heldenhaften Vorfahren spreche, beginne ich nicht mit diplomatischen Floskeln, sondern mit dem Ruf unserer gemeinsamen Herkunft: Brüder.“

Er hebt hervor, dass die Osmanen bei ihren militärischen Unternehmungen in Europa nie aus religiösem Fanatismus handelten, sondern stets politische Ziele verfolgten. Die Konfrontationen mit Ungarn seien nicht ideologisch motiviert gewesen, sondern Teil der strategischen Umfassung von Byzanz. Werke wie Takáts’ „Budiner Paschas auf Ungarisch“ belegen die Toleranz der Osmanen gegenüber lokalen Kulturen.

Zum Abschluss seiner Rede ehrt Hüsrev Bey die gefallenen Helden und gedenkt des ungarischen Freiheitskämpfers Ferenc Rákóczi mit tiefem Respekt. Die Teilnahme der Türkei an dieser Gedenkfeier wurde von der ungarischen Seite als ein Akt der Versöhnung und Brüderlichkeit gewürdigt.

 

 

Aus dem ungarischen Quellen

Szenzációt keltett Horthy Miklós mohácson elmondott beszéde a csata négyszázadik évfordulóján  

Veröffentlicht auf Bama.hu – Baranya Megyei Hírportál

Horthy Miklós’ Rede in Mohács sorgte für Aufsehen – Gedenkfeier zum 400. Jahrestag der Schlacht von Mohács

Laut einem Artikel der ungarischen Regionalzeitung Bama.hu vom August 2022 sorgte die Rede von Reichsverweser Miklós Horthy bei der Gedenkfeier zum 400. Jahrestag der Schlacht von Mohács im Jahr 1926 für diplomatisches und öffentliches Aufsehen. Die Veranstaltung fand am 29. August 1926 in Mohács statt und wurde als nationaler Trauertag begangen.

Horthy reiste mit dem Dampfer „Zsófia“ der MFTR-Flussschifffahrtsgesellschaft an und wurde am Hafen von einer großen Menschenmenge empfangen. Die Delegation wurde von Levente-Jugendlichen und Pfadfindern zum Szent-György-Platz begleitet, wo ein Feldaltar errichtet und das Gelände der geplanten Gedächtniskirche mit Fahnen geschmückt war.

Erzbischof Gyula Zichy zelebrierte die Messe und segnete den Grundstein der Kirche, in dessen Fundament Erde aus 3600 Siedlungen der historischen 64 Komitate Ungarns eingebracht wurde – ein symbolischer Akt nationaler Einheit.

Nach der Messe fuhr die Delegation zur Mündung des Csele-Bachs, wo ein Denkmal zu Ehren von König Ludwig II. errichtet worden war. Horthy legte dort den ersten Kranz nieder und hielt eine Rede, in der er betonte, dass mit dem Tod des Königs auch das „Herz Ungarns“ verloren gegangen sei – in einer Zeit, in der die Verteidigung der westlichen Kultur oberste Priorität hatte.

Besonders bemerkenswert war Horthys Aussage, dass aus dem einstigen Feind, den Türken, inzwischen ein verständnisvoller Freund geworden sei, während sich Ungarn von seinem damaligen Verbündeten Serbien entfremdet habe – selbst wenn dieser heute unter dem Namen Jugoslawien auftrete. Diese Worte galten als diplomatisch heikel, insbesondere im Kontext der Nachwirkungen des Vertrags von Trianon.

Ein Missverständnis entstand, als einige Medien berichteten, Jugoslawien sei durch seine Botschaft vertreten gewesen. Dies wurde später offiziell dementiert. Auch Sportler des Ruderverbands, die aus Budapest, Győr und der Tschechoslowakei angereist waren, durften nicht an der offiziellen Zeremonie teilnehmen, da die Grenzpolizei ihre Ankunft nicht registriert hatte.

Die Veranstaltung wurde filmisch dokumentiert und bleibt ein bedeutendes Kapitel der ungarischen Erinnerungskultur.

Quellen:

  Kerepeszki Róbert: Horthy Miklós mohácsi beszéde, 1926. Emlékezethely a politikai gondolkodásban és a nemzetközi kapcsolatok történetében. PDF auf Academia.edu A

  Huszadik Század Archiv: Horthy Miklós beszéde a mohácsi síkon a magyar-szerb orientáció mellett (1926). Zeitungsartikel B

  T.C. Außenministerium, Diplomatisches Archiv: Türkiye-Macaristan Siyasi İlişkileri, 1922–1933. Herausgegeben von Mehmet Erdoğan, Emre Saral, Kövecsi-Oláh Péter. Ankara, 2024.

  Takáts Sándor: Budin Paşalarının Macarca Muhâberâtı – Historische Quelle zur osmanischen Verwaltung und Toleranzpolitik in Ungarn.

Tepki var! Viyana Eyalet Mahkemesi Şeriat tahkim mahkemesini resmen kabul etti!

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VİYANA. Die Presse adlı gazetenin Viyana’da yerel bir mahkemenin tahmini Somali veya Suriye’den olan iki insan arasında hem 320.000 (üç yüz yirmi bin) avro gibi bir anlaşmayı „Ehli Sünnet Cemaati“ Şeriat kanunlarına göre şahitler ile imzaladıktan sonra tahkim mahkemesinden sonra anlaşmazlık çıkınca ortalık karışmış ve kendi kafalarına göre Viyana’da kurdukları Şeriat Mahkemesi tahkim Viyana mahkemesine iletilmiş.  Viyana Eyalet mahkemesi bu şeriat anlaşması hakkında kelime kelimesine şu kararı verdi: „Bu iki Müslüman arasında Ehli Sünnet Cemaati İslami Şeria Tahkim mahkemesinin kararı Avusturya’nın temel değerlerine aykırı değildir, detaylarına bakamayız ama bizim için Avusturya’nın temel değerlerine ters değildir ve önemli olan sadece budur.“

Bu duruma tepkiler tüm Avusturya’da başladı.

 

Die Presse

Die Presse’nin 18 Ağustos 2025 tarihli „Avusturya’da şeriat hukuku geçerlidir. Viyana Eyalet Mahkemesi’ne göre İslam hukuku geçerli olarak kabul edilebilir“ başlıklı haberin Türkçe tercümesi şöyle:

“Ehli Sünnet Cemaati Tahkim mahkemesi, İslam hukuk kurallarına („Ehli Sünnet Cemaati“) göre, konuyla ilgili bilgisi ve vicdanı doğrultusunda adil bir karar verir.” Viyana’da iki erkek, İslami Sünnet Şeriat sözleşme uyuşmazlıkları için bu şekilde anlaşmışlardır. Tahkim mahkemesi bir adam aleyhine karar verdikten ve bu karar uyarınca adamın 320.000 avro ödemesi gerektiğinden, mağdur kararın hukuka uygunluğundan şüphe duydu. Şeriat tahkim mahkemesini kabul etmeyen kişi, Şeriat hukukunun uygulanmasının keyfi olduğunu, şeriatın alimler tarafından farklı şekilde yorumlandığını ileri sürdü. Ayrıca davalı yaptığı anlaşmayı eleştirerek şeriata atıfta bulunmanın Avusturya hukukunun temel değerlerine aykırı olduğunu iddia etti. Ancak buna rağmen Viyana Eyalet Hukuk Mahkemesi (LG), İslami Şeriat tahkim mahkemesinin kararının geçerli olduğunu açıkça belirtti. Viyana Eyalet Mahkemesi, burada hangi İslam hukuk kurallarının uygulandığının veya uygulanmadığının kontrol edilemeyeceğini belirtti. Viyana Eyalet Mahkemesi LG (Karar numarası: LG 47 R65/25v) kararında İslami Şeria Tahkim mahkemesinin kararı Avusturya’nın temel değerlerine aykırı değildir ve önemli olan sadece budur. Eyalet Mahkemesi, İslam hukuk kurallarının “tahkim anlaşmasında etkili bir şekilde kararlaştırılabileceğini” vurguladı. (DIE PRESSE, 18.08.2025)

 

TKG : Bu karar resmen AB hukukuna ters bir karar

Bu konuda uzman bilirkişilerden oluşan TKG anında bir basın bildirisiyle Viyana mahkemesinin verdiği kararın AB hukukuna, temel değerlerine bu bağda Avusturya anayasası içinde AB anayasası insan hakları konuları öncelikli olması nedeniyle ters olduğunu örnekler ile açıkladı.

Kısa adı TKG Think Tank olan Avusturya Türkiye Kültür Cemiyeti’nin APA OTS üzerinden Almanca yaptığı basın bildirisi Avusturya basınında, TV’lerinde ve radyolarında yer aldı.

TKG’nın 18 Ağustos 2025’de haber üzerine yayınladığı Melisa Günes imzalı bir  basın APA OTS Almanca basın bildirisinin Türkçe tercümesi şöyle:

TKG, Viyana Eyalet Mahkemesi’nin şeriatı fiilen yasa olarak kabul etme kararına karşı protesto eder.

TKG olarak “Şeriat hukuku”nun, hangi biçimde olursa olsun, ve Avrupa’da iki farklı hukuk sisteminin getirilmesinin yasak olduğunu belirtmek isteriz.

VİYANA (OTS) — Avusturya’ya Türkiye’de son elli yılda göç etmiş ve tüm baskı, ayrımcılıklar, iftira ve saldırılara rağmen seküler bir bakış açısına sahip, kararlı demokratlar ve özgür, çoğulcu ve seküler bir demokratik düzeni seven insanlar olarak, İslam dahil tüm dinlere saygı duyuyoruz.

 

İtiraz: Viyana Mahkemesi karar LG (47 R65/25v)

Avusturya basından öğrendiğimize göre, Viyana Eyalet Mahkemesi’nin LG (47 R65/25v) numaralı kararına göre Şeriat hukuku şu şekilde geçerli olarak kabul edilebilir: “Burada hangi İslam hukuku kurallarının uygulandığı veya uygulanmadığı kontrol edilemez” (LG (47 R65/25v)). Tahkim mahkemesinin kararı, Avusturya’nın temel değerlerine aykırı değildir ve önemli olan da budur. Viyana Eyalet Mahkemesi, İslam hukuk kurallarının mülkiyet hakları ile ilgili talepler için “tahkim anlaşmasında geçerli olarak kabul edilebileceğini” vurgulamıştır. Avusturya basınında yayınlanan kararın can alıcı kısmı budur.

TKG: „Avrupa’da iki farklı hukuk sisteminin uygulanması yasaktır.“

Avusturya Türk Kültür Cemiyeti TKG olarak altını çizmek istediğimiz en önemli konu Avrupa İnsan Hakları Mahkemesi, 13 Şubat 2003 tarihli kararında, “şeriat hukuku” ve bunun sonucunda ortaya çıkan ayrımcılığın yanı sıra Avrupa’da iki farklı hukuk sisteminin uygulanmasının yasak olduğunu teyit edilmiş olmasıdır.

TKG olarak uyarıyoruz: Viyana Eyalet Mahkemesi’nin resmen Şeriat hukukunu kabul etmesiyle, 30 Mart 2010 tarihinden itibaren geçerli olan “Avrupa Birliği’nin İşleyişi Hakkında Antlaşma”nın konsolide versiyonunun toplam 96 maddesi (Avrupa Birliği Resmi Gazetesi C 83/47), “Avrupa Birliği Antlaşması”nın 15 maddesi (C 83/13) ve “Avrupa Birliği Temel Haklar Şartı”nın (C 83/02) 16 maddesi ihlal edilmiştir.

TKG olarak altını çiziyoruz: Avrupa İnsan Hakları Mahkemesi, 13 Şubat 2003 tarihli kararında, şeriat hukuku ve bunun sonucunda ortaya çıkan ayrımcılığın yanı sıra, Viyana Eyalet Mahkemesi’nin şu anda aşmaya çalıştığı gibi, Avrupa’da iki farklı hukuk sisteminin getirilmesinin yasak olduğunu tespit ve kabul etmiştir.

TKG olarak dikkat çekiyoruz: Farklı hukuk sistemlerinin getirilmesi, Avrupa İnsan Hakları Sözleşmesi (AİHS) ile bağdaşamaz. Ayrıca, AİHS’nin 14. maddesinde yer alan ayrımcılık yasağına da aykırıdır. Şeriat, Sözleşme’de yer alan temel demokrasi ilkeleriyle bağdaşmaz. Din özgürlüğü, her şeyden önce her bireyin vicdan meselesidir. Bireysel vicdan alanı, toplumun bir bütün olarak örgütlenmesi ve işleyişiyle ilgili olan özel hukuk alanından temelden farklıdır. (Kaynak: AİHM kararı, 13.02.2003, Bsw 41340/98, Bsw 41342/98, Bsw 41343/98, Bsw 41344/98).

AB’nin kilise (din) ve devletin ayrılığı ilkesinin çiğnenmemesi için, TKG (Avusturya’daki Türk Kültür Topluluğu) adına, ulusal ve uluslararası çeşitli norm oluşturma süreçlerinde bu konunun (Şeriat mahkemesi vs.) hiçbir alanda gündeme getirilmemesini talep ediyoruz ve bunun seküler Avusturya Cumhuriyeti’nin AB içinde değerlerini çiğnediği verdiğimiz AİHM kararlarıyla belgeliyoruz.

Avusturya’nın bakış açısından, Viyana Eyalet Mahkemesi’nin bu kararı hiçbir şekilde onaylanamaz, çünkü bu karar bugün seküler ekonomiye, mülkiyetleri yarın ise üretim, hizmet, satış ve servis kurallarına ciddi bir müdahale anlamına gelmektedir.

320.000 avro gibi yüksek bir meblağ söz konusu iken neden bir avukat veya noter çağırılmamıştır?

TKG olarak, insanlık olarak barış içinde bir arada yaşamamız gerektiği konusunda farkındalık yaratmak istiyoruz. Çünkü mensubu olduğumuz “İslam” kelimesinin Kuran’daki kökleri “selam” ve “silm”dir ve bunların anlamları “barış”, “mutluluk”, “refah”, “aydınlanma” ve “güven”dir.

Bu nedenle, Avusturya’daki ve dünyadaki tüm Müslümanların, eylem ve davranışlarıyla “selam” kelimesini kendileri ve çevrelerindeki insanlar için yaşamakla yükümlü olduklarına inanıyoruz: Barış, mutluluk, refah, güven ve aydınlanma!

Türk kökenli Avusturyalılar olarak bizler bunu yapıyoruz ve bu konuyu barışçıl bir şekilde açıklığa ve „aydınlığa“ kavuşturuyoruz!

AB’de ve yeni vatanımız Avusturya’da Müslümanlar olarak, anayasa ve yasalara saygı duymakla kalmamalı, 320.000 avroluk bir anlaşmada bir avukat ve noter çağırmalıyız.

Geri kalanı son derece şüpheli ve fiilen Maliye Bakanlığı ve vergi dairesini atlatmak anlamına geliyor. Avusturya’daki Türk Kültür Topluluğu (TKG)

Avusturya’da Şeriat Tahkim Kararları Hakkında Güncel Tartışmalara İlişkin Ek Açıklama

Hukuk adına Şeriat’ın meşrulaştırılması ve kabul edilebilir hale getirilmesi mümkün değildir – Avusturya’daki Türk Toplumu (TKG), hukukun üstünlüğünün zedelenmesi konusunda uyarıda bulunuyor.

Viyana (OTS) – Avusturya’daki Türk Cemaati, Adalet Bakanlığı’nın şeriat mahkemelerinin kararlarına ilişkin aceleci kararlar alınmaması konusunda uyarıda bulunan son açıklamasını memnuniyetle karşılamaktadır. Bu ihtiyatlı yaklaşım, Avusturya hukuk düzeninin temel değerlerinin korunması ve paralel yargı sistemlerinin önlenmesi gerektiğini vurgulamaktadır.

Ancak, bu tür davaların değerlendirilmesinde en üst düzeyde hukuki titizlik, sorumluluk, saygı ve duyarlılık gösterilmesini bir kez daha talep ediyoruz – ancak bu, Avusturya Cumhuriyeti’nin özgürlükçü, çoğulcu ve laik hukuk düzeninin temel ilkeleri ve değerleri pahasına olmamalıdır.

Biz, Viyana Eyalet Hukuk Mahkemesi’nin 2 Mayıs 2025 tarihli kararıyla şeriat ilkelerine dayanan bir tahkim kararını onaylamasının, anayasal açıdan ciddi endişeler doğurduğu görüşündeyiz.

Viyana Eyalet Mahkemesi’nin şeriata dayalı bir tahkim kararını onaylaması ve meşrulaştırması, din ve devletin ayrılığı ilkesini ihlal etmekle kalmaz, aynı zamanda tek tip, laik bir hukuk sistemine olan güveni de sarsar.

Biz, Viyana Eyalet Mahkemesi’nin 320.000 avroluk bir şeriat kararını onaylama kararının, Avusturya’da fiilen “icra edilebilir bir şeriat anlaşması”nı meşrulaştırdığına ve ne yazık ki Cumhuriyet adına anlaşıldığına inanıyoruz.

Lütfen dikkat

Dini tahkimle ilgili tartışma sadece bir inanç topluluğunu değil, Avusturya’nın tüm hukuk devletini ilgilendirir. Transandantal bir Tanrı’ya dayanan ve dolayısıyla bizim dünyamızın ve düşüncemizin dışında kalan dini motivasyonlu tahkim kararlarının seküler hukuk sistemine girmesi, uzun vadede Avusturya Anayasasında yer alan devlet ve dinin ayrılığı ilkesinin aşınmasına yol açabilir.

AİHM: “Avusturya hukuk düzeninin temel değerleri” nedir?

Avusturya Cumhuriyeti Adalet Bakanlığı şu uyarıda bulunmaktadır: “Temel olarak, Avusturya mahkemelerinin yalnızca değerlerimizle uyumlu kuralları uyguladığı belirtilmelidir.” Yabancı hukuk kurallarının, Avusturya hukuk düzeninin temel değerlerine aykırı olması halinde uygulanamayacağını belirten “ordre public” (kamu düzeni) maddesi geçerlidir.

TKG şu soruyu soruyor: “Avusturya hukuk düzeninin temel değerleri” nedir ve ne zaman ihlal edilir? AİHM (Avrupa İnsan Hakları Mahkemesi) Avusturya hukuk düzeninin temel değerlerinin bir parçası değil mi? Evet, öyle. Hatta anayasal düzeyde.

Avusturya, AİHM’nin bir kararını uygulamaz veya görmezden gelirse, bu, anayasal statüye sahip olan AİHS’ye aykırı olabilir – yani anayasaya aykırı olur. Böyle bir ihlal, hukukun üstünlüğünü ve insan haklarının korunmasına olan güveni tehlikeye atabilir, bu da kamu düzenine aykırı olabilir.

Avrupa İnsan Hakları Mahkemesi (AİHM), 2003 yılında Refah Partisi ve diğerleri ile Türkiye arasındaki davada, paralel dini hukuk sistemlerinin, özellikle şeriatın, Avrupa İnsan Hakları Sözleşmesi ile bağdaşmadığını açıkça belirtmiştir. Devletin bu tür sistemleri doğrudan veya dolaylı olarak dini tahkim kararlarını onaylayarak tanıması, devlet hukukunun genel geçerliliğine olan güveni tehlikeye atmaktadır.

Avusturya anayasa hukuku, bireysel inanç özgürlüğünü korur, ancak dini normların devlet hukukunun üstünde olmasını veya onu ortadan kaldırmasını izin vermez. Dini-dogmatik bir bağlamdan kaynaklanan ve Avusturya hukuk düzeniyle uyumlu olmayan tahkim kararları, kamu düzenini ihlal etmeden tanınamaz. Din özgürlüğü değerli bir hak olmakla birlikte, hukukun üstünlüğü ilkelerini aşmak için bahane olarak kullanılamaz.

Bu nedenle, tüm saygı ve nezaketle şunları talep ediyoruz:

  • ⁠Eşitlik ilkesi ve Avrupa İnsan Hakları Sözleşmesi (AİHS) dikkate alınarak bu tür tahkim kararlarının anayasal olarak yeniden değerlendirilmesi.
  • Avusturya’da dini tahkim işlemlerinin sınırlarını açıkça tanımlayan net bir yasal kılavuz.
  • ⁠Dinlerden bağımsız olarak, ortak temel değerlerimizin dini istismardan korunması konusunda tüm toplumu kapsayan açık bir diyalog.

Avusturya’daki Türk Topluluğu (TKG), “savunmacı demokratları” ile özgürlükçü, demokratik, çoğulcu ve laik bir temel düzeni, hukukun üstünlüğünü ve barış içinde bir arada yaşamayı savunmaktadır. Amacımız dini reddetmek değil, 1000 yıllık acı, keder, gözyaşı ve mutlulukla, insan onurunun her şeyden önce savunulduğu bugünkü Avusturya Cumhuriyeti Anayasası’nda taş üstüne taş inşa edilmiş ortak hukuki değerleri korumaktır.

ZPO § 611 uyarınca iptal talebi! Tarihsel kayıt amacıyla

Viyana Bölge Mahkemesi’nin şeriat tahkim kararı Avusturya Anayasası’na aykırıdır!

 

Viyana (OTS) –TKG’nin § 611 Abs. 2 Z 8 ZPO uyarınca talebi, şeriatın uygulanmasıyla “ordre public” ilkesinin ihlal edilmesi nedeniyle tahkim kararının (47 R 65/25v, 47 R 66/25s) iptal edilmesidir.

Avusturya’daki Türk Kültür Topluluğu (TKG Think Tank) ne yazık ki davaya üçüncü taraf olarak katılamamaktadır. İki gün önce yayınlanan 18.08.2025 tarihli APA-OTS haberinde “TKG, Viyana Eyalet Mahkemesi’nin şeriatı fiilen yasa olarak kabul etme kararına itiraz ediyor”başlığıyla yayınlanan haberimizde, bugün son halini verdiğimiz itiraz gerekçelerimizi belirtmiştik.

 

Tarihsel kayıt amacıyla

Öncelikle tarihsel kayıt amacıyla, § 611 Abs. 2 Z 8 ZPO uyarınca, Şeriatın uygulanmasıyla “ordre public” ilkesinin ihlal edildiği gerekçesiyle tahkim kararının (47 R 65/25v, 47 R 66/25s) iptalini talep ettiğimizi belirtmek istiyoruz.

TKG’nin taleplerinin gerekçesi

1. Kamu düzenine aykırılık (§ 611 Abs. 2 Z 8 ZPO). § 611 ZPO ile uyumsuzluk.

Yalnızca şeriat ilkelerine dayanan bir tahkim kararının tanınması – Avusturya hukuk düzeninin dışında yer alan dini temelli bir norm sistemi – Avusturya kamu düzenine ciddi bir ihlal teşkil etmektedir.

ZPO’nun 611. maddesinin şeriat tahkim kararlarına uygulanması, fiilen paralel bir hukuk sisteminin tanınması anlamına geldiğinden, hukuki tutarsızlığa yol açmaktadır. Bu, ne Avusturya Anayasası ne de AİHS ile uyumludur. Kamu düzeninin korunması (ordre public), ZPO’nun 611. maddesinin 2. fıkrasının 8. bendi uyarınca, bu tür tahkim kararlarının tanınmasını yasaklamaktadır.

ZPO’nun 611. maddesinin 2. fıkrasının 8. bendi uyarınca, bir tahkim kararı, tanınması kamu düzenine (“ordre public”) aykırı ise tanınamaz. Şeriat tahkim kararının tanınması, Avusturya’daki kamu düzenini ihlal eder, Avusturya Anayasasının seküler temellerini ve güçler ayrılığı ile hukukun üstünlüğü ilkelerini zedeler.

Devlet mahkemesi tarafından böyle bir tahkim kararının onaylanması, AİHS, Avusturya Anayasası ve din ile devletin ayrılığı ilkesine aykırı olan paralel bir hukuk sistemini meşrulaştırır ve kabul edilebilir hale getirir.

2. § 611 ZPO’nun devlet hukuk sistemi dışındaki anlaşmalara uygulanmaması

ZPO’nun 611. maddesi, devlet hukuk düzeni çerçevesinde tahkim kararlarının tanınması ve tenfizi ile ilgilidir. Katolik Kilisesi’nde Vatikan’ın tüm Katolikler için de jure bağlayıcı olan papalık egemenliği gibi, İslam şeriat anlaşmaları için de devlet hukuk düzeni var mıdır? Hayır! İslam’da din adamları yoktur ve bunların kurulması kesinlikle yasaktır. Yalnızca İslam şeriatı gibi çok farklı ve öznel bir şekilde yorumlanan dini bir hukuk sistemine dayanan ve Avusturya veya benzeri bir devlet hukuk sistemine dayanmayan bir tahkim kararı, ZPO’nun koruması kapsamına girmez. Bu paragrafın, ekonomik değeri yaklaşık 320.000 avro olan dini temelli anlaşmalara uygulanması, paralel bir yargı sisteminin kurulmasına kapı açar.

3. Uluslararası hukuk durumu – AİHM kararı ölçüt olarak

Yukarıda alıntılanan 13 Şubat 2003 tarihli AİHM kararı, Avrupa ülkelerinde dini hukuk sistemlerinin getirilmesinin AİHS’ye aykırı olduğunu açıkça belirtmiştir. Şeriata dayalı bir tahkim kararının tanınması tehlikeli bir emsal teşkil edecek ve hem Avusturya anayasa hukukuna hem de Avrupa Birliği Temel Haklar Şartı’na aykırı olacaktır.(AİHM, 13 Şubat 2003 tarihli kararında ( Bsw 41340/98, 41342/98, 41343/98, 41344/98) şu hususu açıkça belirtmiştir:

⁠“Farklı hukuk sistemlerinin getirilmesi, Avrupa İnsan Hakları Sözleşmesi ile bağdaşır olarak kabul edilemez. Ayrıca, bu durum AİHS’nin 14. maddesinde yer alan ayrımcılık yasağına da aykırıdır. Şeriat, Sözleşme’de yer alan temel demokrasi ilkeleriyle bağdaşmaz. Din özgürlüğü, öncelikle her bireyin vicdan meselesidir. Bireysel vicdan alanı, toplumun bir bütün olarak örgütlenmesi ve işleyişiyle ilgili olan özel hukuk alanından temelden farklıdır.“

4. Avusturya Anayasa hukukuna aykırılık

Devlet hukuk sisteminde dini bir hukuk sisteminin uygulanması, Avusturya Anayasa hukukunda yer alan devlet ve dinin ayrılığı ilkesine aykırıdır. Dolayısıyla, tahkim kararının tanınması anayasal düzene aykırı olacaktır. Oysa Avusturya Federal Anayasası, devlet ve dinin ayrılığını ve demokratik ve hukukun üstünlüğüne dayalı düzeni güvence altına almaktadır. Viyana Eyalet Mahkemesi’nin şeriata dayalı bir tahkim kararını tanımak, bu temel ilkeyi ihlal etmekte ve devlet hukuk sistemine olan güveni sarsan, yasadışı bir paralel yargı sisteminin oluşmasına yol açmaktadır.

Bu durum, Avusturya’da ve dolayısıyla AB’de tehlikeli bir emsal teşkil edebilir ve paralel bir yargı sisteminin kurulmasını teşvik edebilir.

TKG’nin sonucu: Yukarıda belirtilen nedenlerden dolayı, mevcut tahkim kararının tanınması Avusturya hukuk düzeniyle bağdaşmamakta ve temel anayasal ve insan hakları ilkelerini ihlal etmektedir. Bu nedenle, ZPO’nun 611. maddesinin 2. fıkrasının 8. bendi uyarınca tahkim kararının iptalini talep ediyoruz.

TKG’nin talebi: İşbu belge ile, 2 Mayıs 2025 tarihli (Az. 47 R 65/25v, 47 R 66/25s) tahkim kararının § 611 Abs. 2 Z 8 ZPO uyarınca iptal edilmesini ve tanınmamasını talep ederiz.

 

Kaynaklar>

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250818_OTS0098/der-tkg-protestiert-gegen-die-entscheidung-des-wiener-landesgerichts-die-scharia-de-facto-als-gesetz-anzuerkennen

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250820_OTS0071/wunsch-auf-aufhebung-gemaess-611-zpo-zum-zweck-der-historischen-aufzeichnung

 

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250821_OTS0076/ergaenzende-stellungnahme-zur-aktuellen-debatte-ueber-scharia-schiedssprueche-in-oesterreich

 

https://www.turkischegemeinde.at/der-tkg-protestiert-gegen-die-entscheidung-des-wiener-landesgerichts-die-scharia-de-facto-als-gesetz-anzuerkennen/

 

https://www.diepresse.com/19997734/schiedsspruch-nach-scharia-in-oesterreich-gueltig

 

https://www.heute.at/s/absoluter-wahnsinn-proteste-nach-scharia-urteil-120125407

https://exxpress.at/politik/tuerkische-kulturgemeinde-protestiert-gegen-wiener-scharia-urteil

https://kurier.at/chronik/wien/scharia-islamisches-recht-wien-oesterreich-urteil/403074950

Protest gegen die Entscheidung des Wiener Landesgerichts gemäß Scharia

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„Wir möchten darauf hinweisen, dass das ‚Scharia-Recht‘, egal in welcher Form, sowie die Einführung zweier verschiedener Rechtssysteme in Europa verboten sind.“ So beginnt die APA-OTS-Pressemitteilung der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG).

 

Hier die gesamte Pressemitteilung der TKG.

Als überzeugte Muslime mit säkularer Einstellung, als wehrhafte Demokraten und als Menschen, die einen freiheitlichen, vielfältigen und säkularen demokratischen Grundordnung lieben, respektieren wir alle Religionen, inklusive des Islam.
Einspruch: LG (47 R65/25v)

Aus der österreichischen Presse haben wir erfahren, dass das islamische Recht laut Landesgericht Wien wie folgt gültig vereinbart werden kann: „Ob oder welche islamischen Rechtsregeln hier angewandt wurden, habe man nicht nachzuprüfen“, so das LG (47 R65/25v). Das Ergebnis des Schiedsgerichts widerspreche nicht den österreichischen Grundwertungen – und darauf komme es an. Islamische Rechtsvorschriften könnten demnach für vermögensrechtliche Ansprüche „in einer Schiedsvereinbarung wirksam vereinbart werden“, betonte das Landesgericht Wien.

Einführung zweier verschiedener Rechtssysteme in Europa ist verboten

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat in seiner Entscheidung vom 13. Februar 2003 bestätigt, dass das „Scharia-Recht“ und die daraus resultierende Diskriminierung sowie die Einführung zweier verschiedener Rechtssysteme in Europa verboten sind. Durch die Zulassung des islamischen Rechts durch das Landesgericht Wien werden insgesamt 96 Artikel der konsolidierten Fassung des „Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union“, gültig ab dem 30.03.2010 (Amtsblatt der Europäischen Union C 83/47), 15 Artikel des „Vertrags über die Europäische Union“ (C 83/13) sowie 16 Artikel der „Charta der Grundrechte der Europäischen Union“ (C 83/02) verletzt.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat in seiner Entscheidung vom 13.02.2003 etabliert und anerkannt, dass das Scharia-Recht und die daraus resultierende Diskriminierung sowie die Einführung zweier verschiedener Rechtssysteme in Europa, wie es das Landesgericht Wien jetzt zu umgehen versucht, verboten sind. „Die Einführung verschiedener Rechtssysteme kann nicht als vereinbar mit der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) betrachtet werden. Überdies würde es dem Diskriminierungsverbot des Art. 14 EMRK widersprechen. Die Scharia ist unvereinbar mit den grundlegenden Prinzipien der Demokratie, die in der Konvention festgeschrieben sind. Die Freiheit der Religionsausübung ist in erster Linie eine Angelegenheit des Gewissens jedes Einzelnen. Die Sphäre des individuellen Gewissens ist grundlegend verschieden von der des Privatrechts, welche die Organisation und das Funktionieren der Gesellschaft als Ganzes betrifft.“(Quelle: EGMR-Entscheidung vom 13.02.2003, Bsw 41340/98, Bsw 41342/98, Bsw 41343/98, Bsw 41344/98).

Um dem EU-Staatsgrundsatz der Trennung von Kirche und Staat keine Umgehungsmöglichkeit zu schaffen, fordern wir im Namen der TKG (Türkische Kulturgemeinde in Österreich) in diversen Normen-Entstehungsprozessen – national wie international – eine Unterbindung der Thematisierung in allen Bereichen!

Aus österreichischer Sicht kann diese Entscheidung des Landesgerichts Wien keinesfalls gutgeheißen werden, da sie einen starken Eingriff in die heute säkulare Wirtschaft, morgen dann in die Erzeugungs-, Bedienungs-, Verkaufs- und Servicevorschriften darstellt.

Warum nimmt man bei einer so hohen Summe von 320.000
Euro keinen Anwalt bzw. Notar hinzu?

Wir von der TKG wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass wir als Menschheit friedlich zusammenleben müssen. Denn das Wort „Islam“ hat im Koran die Wurzeln „selam“ und „silm“ und diese bedeuten „Friede“, „Glück“, „Wohlbefinden“, „Aufklärung“ und „Vertrauen“. Infolgedessen sind unserer Meinung nach alle Muslime in Österreich und weltweit verpflichtet, durch ihre Taten und Handlungen das Wort „Selam“ auch zu leben – für sich und gegenüber ihren Mitmenschen: Friede, Glück, Wohlbefinden, Vertrauen und Aufklärung! Das tun wir, die aus der Türkei stammenden Österreicherinnen und Österreicher, jetzt und klären die Sache friedlich auf! Als Muslime in der EU bzw. in unserem neuen Heimatland Österreich müssen wir die Verfassung und Gesetze nicht nur respektieren, sondern bei einer solchen Vereinbarung in Höhe von 320.000 Euro lieber einen Anwalt und Notar hinzuziehen.

Der Rest ist äußerst bedenklich und stellt de facto auch eine Umgehung des Finanzministeriums und der Steuerabgabe dar.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

 

Quellen:

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250818_OTS0098/der-tkg-protestiert-gegen-die-entscheidung-des-wiener-landesgerichts-die-scharia-de-facto-als-gesetz-anzuerkennen

https://www.turkischegemeinde.at/der-tkg-protestiert-gegen-die-entscheidung-des-wiener-landesgerichts-die-scharia-de-facto-als-gesetz-anzuerkennen/

https://www.diepresse.com/19997734/schiedsspruch-nach-scharia-in-oesterreich-gueltig

Starke Diplomatie versus Machtdiplomatie

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Die Aufteilung Europas über die Ukraine wird auf der Tagesordnung des Alaska-Gipfels stehen. Es wird der erste amerikanisch-russische Gipfel seit dem Kalten Krieg sein, bei dem die Souveränitätsansprüche eines europäischen Landes auf dem Territorium eines Nachbarlandes verhandelt werden

Ahmet Özay, Köln, 15.08.2025

Die Beendigung des Krieges in der Ukraine ist für den Westen von höchster Priorität. Trump und Putin treffen sich auf amerikanischem Boden in Anchorage, der größten Stadt Alaskas. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat einen Haftbefehl gegen den russischen Präsidenten erlassen, doch Trump bietet ihm eine Rückkehr auf die diplomatische Bühne. Russland will die ukrainischen Gebiete annektieren. Mit Russland an einen Tisch zu sitzen, wird jedoch als Verstoß gegen die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffene Weltordnung interpretiert. Der „Alaska-Gipfel” wird zweifellos auch eine Plattform sein, auf der die von Israel in Gaza fortgesetzte Zerstörung und der „Völkermord“  thematisiert werden. Die am 7. Oktober 2023, Putins 71. Geburtstag, begonnene Besetzung Gazas geht nun in ihr zweites Jahr.

Ehemaliges russisches Territorium

Die Russen betraten Alaska erstmals im Jahr 1741 mit Vitus Bering. Im Jahr 1784 gründeten sie ihre ersten Siedlungen. Die russische Präsenz in Alaska fällt zeitlich mit der Abspaltung der Krim vom Osmanischen Reich durch Russland zusammen. 1799 gründete Zar Pawel die Russisch-Amerikanische Kompanie und übertrug ihr die Verwaltung Alaskas. Die russische Bevölkerung in Alaska umfasste jedoch nie mehr als einige Hundert Menschen. In den 1850er Jahren verloren die Russen das Interesse an Alaska. Angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Großbritannien während des Krimkriegs verkaufte Russland Alaska für 7,2 Millionen Dollar an die Vereinigten Staaten von Amerika. 1867 wurde Alaska amerikanisches Territorium und 1959 schließlich der 49. Bundesstaat der USA. Somit wurde de facto  das Schicksal der Ukraine und der Krim bereits 1852, nach dem Krimkrieg, besiegelt, als Russland die Region an die USA abtrat.

 

Treffen in London

Der ukrainische Präsident Selenskyj wird bei den Gesprächen in Alaska nicht anwesend sein. Zur Vorbereitung des Gipfels trafen sich der stellvertretende US-Präsident J. D. Vance und ukrainische Delegationen in der britischen Hauptstadt London. Für die Ukraine nahmen der Leiter des Präsidialamtes, Andriy Yermak, und der Staatssekretär im Nationalen Sicherheitsrat, Rüstem Umerov, an dem Treffen teil.

Yermak betonte die Position der Ukraine und traf sich mit dem Außenminister und dem Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten.

In einer schriftlichen Erklärung zu dem Treffen sagte Staatssekretär Umerov: „Wir haben Schritte erörtert, die uns einem gerechten und dauerhaften Frieden näherbringen. Unsere Position ist klar. Ein dauerhafter Frieden ist nur möglich, wenn die Souveränität der Ukraine uneingeschränkt respektiert wird, die Besetzung anerkannt wird und die Aggression bedingungslos beendet wird.“

Wer sitzt am Verhandlungstisch?

Der „Alaska-Gipfel“, bei dem Europa außen vor gelassen wurde, hat in den europäischen Hauptstädten für Unruhe gesorgt. Auf Initiative Deutschlands haben die europäischen Länder nacheinander Gespräche geführt und ihre Bemühungen fortgesetzt, Einfluss auf die „in Alaska geschaffene Verhandlungsplattform“ zu nehmen. Die EU-Mitglieder haben eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht und eine Videokonferenz mit Präsident Trump abgehalten.

Trump bezeichnet diesen Gipfel als „Kennenlernrunde“ und sagt, er könne „in den ersten Minuten Putins Absichten spüren“.

Laut Trump soll das Treffen mit Putin in Alaska dazu dienen, den Krieg in der Ukraine „schnell zu beenden“. Diplomatische Quellen sind jedoch der Meinung, dass Trumps Plan noch nicht klar ist. Die Kreml-Seite betont hingegen, dass es sich um ein „bilaterales Treffen zwischen den USA und Russland“ handeln werde. Selenskyj ist nicht dabei.

In Alaska geht es darum, dass die USA ihre angeschlagene Führungsposition verteidigen, Russland Zeit gewinnt, die kriegsmüde Ukraine verschnaufen kann und Europa irgendwie mit am Tisch sitzt.

Die Sorge Europas

In einer Erklärung im Namen der 26 Mitgliedstaaten  der EU wurden „die Beendigung des russischen Angriffs auf die Ukraine und die Bemühungen um einen gerechten Frieden und Sicherheit für die Ukraine“ begrüßt. Nur Ungarn schloss sich dieser Erklärung nicht an.

Die Besorgnis Europas über den „Alaska-Prozess” kam in dem Satz „Internationale Grenzen können nicht mit Gewalt verändert werden” zum Ausdruck. Es wurde betont, dass „der Weg zum Frieden nicht ohne die Ukraine festgelegt werden kann“. Die auffälligste Formulierung bezog sich auf die Forderung, dass „eine diplomatische Lösung die lebenswichtigen Sicherheitsinteressen der Ukraine und Europas schützen muss“. Mit dieser Formulierung sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass eine diplomatische Lösung nicht dazu führen darf, dass Russland belohnt wird, während Europa bzw. die EU im Stich gelassen wird.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz lud Selenskyj nach Berlin ein. Unter deutscher Federführung fand eine Videokonferenz mit US-Präsident Trump statt. Neben dem deutschen Bundeskanzler nahmen auch die Staats- und Regierungschefs Finnlands, Frankreichs, Italiens und Polens sowie Vertreter der EU und der NATO teil.

Vor seiner Ankunft in Berlin hatte der ukrainische Präsident ein Telefongespräch mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan geführt. Er erklärte, dass „ohne die Ukraine keine Entscheidung getroffen werden kann”.

Was steht auf dem Spiel?

Auch wenn der „Alaska-Gipfel“ als Suche nach Frieden bezeichnet wird, wird er mit Sicherheit Auswirkungen über die Ukraine hinaus haben.

Um einen dauerhaften Frieden zu erreichen, herrscht die Meinung vor, dass fünf Regionen als Zwischenlösung an Russland abgetreten werden sollen. Diese Zwischenlösung entspricht jedoch nicht den endgültigen Zielen Russlands. Tatsächlich hat der Kreml vor dem Gipfel behauptet, dass die fünf von Russland besetzten Regionen gemäß der russischen Verfassung russisches Hoheitsgebiet seien. Allerdings hat Russland bis auf eine Ausnahme in keinem dieser fünf Verwaltungsgebiete die militärische Kontrolle erlangt. Die Frage ist, wie und durch wen Russland diese Gebiete erhalten wird.

Dieses Ziel können die USA und Russland nur erreichen, wenn sie die Ukraine überzeugen. Wenn dies nicht möglich ist, werden die beiden Großmächte dann gemeinsam über den Sturz der legitimen Regierung der Ukraine beraten?

Russland zieht diese Methode derzeit nicht vor. Ein solcher Schritt würde nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Russland zu einem Bürgerkrieg und zur Spaltung des Landes führen.

Ein weiterer Punkt ist die Zukunft der israelischen Besetzung des Gazastreifens, die mit „Völkermord“ und „ethnischen Säuberungen“ einhergeht. Die Angriffspolitik Israels bindet dem Westen in Bezug auf Finanzierung und Waffenlieferungen die Hände. Russland ist sich dessen bewusst. Es ist jedoch unrealistisch, dass die israelischen Angriffe in naher Zukunft enden werden, denn das wäre ganz und gar nicht im Interesse Russlands.

Sonderoperation

Ein weiterer Punkt ist das zwischen den USA, Armenien und Aserbaidschan geschlossene Abkommen über Zengezur. Wird die verstärkte Präsenz amerikanischer und israelischer Truppen in Aserbaidschan zu einem neuen Krieg führen? Mitglieder des russischen Parlaments haben bereits geäußert, dass die Eröffnung von NATO-Stützpunkten in Aserbaidschan Russland zu einer neuen „Sonderoperation” veranlassen könnte.

 

Die Russen sind ein kriegerisches Volk

In diesen Tagen, in denen die Karten neu gemischt werden, findet jedes Wort des amerikanischen Präsidenten Trump in Europa große Resonanz. Trump sagte: „Die Russen sind ein kriegerisches Volk. Sie haben Hitler besiegt, sie haben Napoleon besiegt. Ich habe Viktor Orbán gefragt: ‚Kann Russland von der Ukraine besiegt werden?‘ Er hat mich angesehen, als hätte ich eine dumme Frage gestellt.“  Diese Worte bringen uns auf die türkische Redewendung „Bozacının şahidi, şıracı“ in Rage. Es handelt sich um eine Redewendung auf Türkisch, die sinngemäß übersetzt „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.“ bzw. „Die einen decken sich gegenseitig.“ bedeutet.

Hinter Trumps freundlicher Haltung gegenüber Russland steht zunächst die Suche nach einer Lösung im Ukraine-Konflikt. Danach sollen milliardenschwere Verträge mit Russland in der Arktis abgeschlossen werden. Andernfalls droht den USA, die russisches Öl nutzen – wie beispielsweise Indien –, eine Erhöhung der Zölle um 50 %. Mit dieser Einschätzung geht der amerikanische Präsident in die Verhandlungen mit Russland.

Laut der britischen Zeitung Telegraph hat die Ukraine einem Waffenstillstand unter der Bedingung zugestimmt, dass sie „einen Teil ihres besetzten Territoriums” an Russland abtritt.

Die „Times“ spricht von einem 4-Stufen-Plan. Der erste Schritt ist die Einfrierung der Frontlinien, der zweite die Übergabe des gesamten Donbass an die Russische Föderation. Im dritten Schritt fordert Russland die Regionen Cherson, Saporischschja, Donezk und Luhansk vollständig. Russland fordert, dass diese Regionen die Grenze der Ukraine bilden. Die Krim ist in diesen Verhandlungen kein Thema, da die russische Besetzung als gegeben hingenommen wird.

Diplomaten-Gipfel in Kiew

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew fand ein Gipfel der Diplomaten statt. Das Institut für Außenpolitik versammelte unter dem Motto „Von der starken Diplomatie zur Machtdiplomatie” Dutzende Botschafter und Generalkonsuln der Ukraine aus aller Welt. Gastgeber war ein in der Türkei wohlbekannter Name: der ehemalige ukrainische Botschafter in Ankara und Außenminister Andrij Sybiha.

Die Diplomaten wurden über den Kriegsverlauf und die Friedensgespräche informiert. An dem Treffen nahmen auch der ukrainische Botschafter in Ankara, Narman Celal, und der Honorarkonsul in Bursa, Görkem Şehsuvar, teil. Es wurden die Beiträge der Türkei in der neuen Phase, die auf die Ukraine zukommt, erörtert.

Der ukrainische Honorarkonsul in Bursa wies darauf hin, dass die Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland unter der Schirmherrschaft der Türkei fortgesetzt werden sollen. Während seines dreitägigen Aufenthalts in Kiew betonte er, dass er den Wunsch hege, die Ukraine wieder in ihrer alten Pracht zu sehen. „Die Ukraine sieht die endgültigen Ziele Russlands”, sagte Şehsuvar. Unter dieser Prämisse wurden drei Tage lang die Thesen der Ukraine dargelegt. Unabhängig davon, wie die Entscheidungen im Westen ausfallen werden, ist die Ukraine entschlossen, ihre territoriale Integrität entweder am Verhandlungstisch oder an der Front zu verteidigen. Entsprechend dieser Entschlossenheit wurde die Überschrift der Sitzung gewählt. In Kiew gehen die Menschen nicht einmal mehr in Schutzräume. Ich habe diese Entschlossenheit gesehen. Es ist offensichtlich, dass die Ukraine Unterstützung benötigt, um die Rechtmäßigkeit ihrer nationalen Verteidigung zu erklären.

Unabhängig vom Ergebnis des Gipfeltreffens in Alaska werden die Verhandlungen zwischen den Delegationen der Ukraine und Russlands in Istanbul fortgesetzt. Denn die Ukraine, mit der wir unsere größte Seegrenze teilen, betrachtet die Position der Türkei in ihrer Außenpolitik als unverzichtbare Priorität.

Der Prozess von Teheran, Jalta und Potsdam, in dem das europäische Territorium aufgeteilt wurde, wird nun in Alaska fortgesetzt. (Ahmet Özay, Köln, 15.08.2025, Türkische Allgemeine)

Die Vereinten Nationen (UN) erklären, dass gegen die alevitische Minderheit in Syrien „Kriegsverbrechen“ begangen wurden.

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Die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen erklärte, dass nach der Machtübernahme der HTŞ in Syrien Gewaltakte gegen alevitische Gemeinschaften weit verbreitet und systematisch sind und „wahrscheinlich Kriegsverbrechen darstellen“.

Genf/New York/Wien. Die Vereinten Nationen (UN) haben erklärt, dass die Massaker an Aleviten in den Küstenstädten Syriens nach dem Sturz von Präsident Assad und der Machtübernahme durch die HTŞ „mögliche Kriegsverbrechen“ darstellen.

In einer Erklärung der UNO heißt es:

„In einem neuen Bericht der Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zu Syrien wird festgestellt, dass es im März in den Küstenregionen Syriens zu weit verbreiteten und systematischen Gewalttaten gekommen ist, die sich insbesondere gegen die alevitische Gemeinschaft richteten und wahrscheinlich Kriegsverbrechen darstellen.“

„FOLTER UND UNMENSCHLICHE BEHANDLUNG DER TOTEN“ DOKUMENTIERT

Die Kommission erklärte, dass in Syrien „Morde, Folter, unmenschliche Behandlung von Toten und die weit verbreitete Plünderung und Brandstiftung von Häusern, die zur Vertreibung der Zivilbevölkerung führten“, gegen Aleviten dokumentiert worden seien. Diese Handlungen stellten möglicherweise Kriegsverbrechen dar.

„Die Verstöße umfassen Handlungen, die wahrscheinlich als Kriegsverbrechen einzustufen sind.“

Schreckliche Taten wurden gefilmt und in den sozialen Medien verbreitet.

In der Ankündigung des 66-seitigen Gewaltberichts der Vereinten Nationen heißt es:

„Die Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für Syrien hat heute einen Bericht über die Welle der Gewalt veröffentlicht, die seit Januar die Küsten- und westlichen Zentralregionen Syriens heimgesucht hat, und festgestellt, dass Handlungen begangen wurden, die Kriegsverbrechen darstellen könnten.

Zu den Gewalttaten, die sich gegen die alawitische Gemeinschaft richteten und Anfang März ihren Höhepunkt in Massakern fanden, gehörten Morde, Folter und unmenschliche Handlungen an den Toten sowie weit verbreitete Plünderungen und Brandstiftung. Diese Ereignisse führten zur Vertreibung von Zehntausenden Zivilisten. Einige dieser schrecklichen Taten wurden gefilmt und zusammen mit Bildern von Misshandlungen und Erniedrigungen von Zivilisten in den sozialen Medien verbreitet.

‚HTŞ-Militanten waren auch dabei‘.“

Diese Handlungen wurden von Mitgliedern der provisorischen Regierung, mit ihnen zusammen oder in ihrer Nähe agierenden Privatpersonen sowie ehemaligen regierungstreuen Kämpfern oder sogenannten ‚Überresten‘ begangen. Die Verstöße umfassten auch Handlungen, die Kriegsverbrechen darstellen könnten.

Als Alawiten identifizierte Personen wurden hingerichtet.

In einem an vielen Orten dokumentierten beunruhigenden Mordmuster wurden Männer, nachdem sie als Aleviten identifiziert worden waren, von Frauen und Kindern getrennt, nach draußen gebracht und hingerichtet.

Die Leichen blieben tagelang auf den Straßen liegen. Familien wurde es untersagt, ihre Angehörigen nach religiösen Riten zu bestatten. Andere wurden ohne entsprechende Dokumente in Massengräbern verscharrt. Die Leichen stapelten sich, und die Krankenhäuser waren überlastet. Bereits in der vorangegangenen Phase der Gewalt hatten die medizinischen Einrichtungen in Tartus und Latakia durch Angriffe ehemaliger regierungstreuer Kämpfer ihre Kapazitätsgrenzen erreicht.

„Regierungsnahe Gruppen haben gesetzlose Hinrichtungen vorgenommen.“

Die Kommission stellte auch fest, dass die Kräfte der Übergangsregierung in einigen Fällen versuchten, die Verstöße zu stoppen, Zivilisten zu evakuieren und zu schützen. Gleichzeitig begingen jedoch Mitglieder einiger Gruppen, die kürzlich in die Sicherheitskräfte der Übergangsregierung integriert worden waren, in vielen mehrheitlich von Aleviten bewohnten Dörfern und Stadtvierteln weit verbreitete und systematische außergerichtliche Hinrichtungen, Folter und Misshandlungen an Zivilisten. Die Kommission dokumentierte an vielen Orten Muster von Gewalt gegen die Zivilbevölkerung. Dazu gehörten gezielte Angriffe aufgrund der religiösen Zugehörigkeit, des Alters und des Geschlechts sowie Massenhinrichtungen.

Die Ergebnisse der Kommission basieren auf umfassenden Untersuchungen, darunter mehr als 200 Befragungen von Opfern und Zeugen. Die Kommission ist dankbar, dass die Übergangsbehörden ihr im Juni 2025 uneingeschränkten Zugang zu den betroffenen Gebieten in Latakia und Tartus, zu verschiedenen Behörden und zu drei Massengräbern gewährten.

„Verletzungen halten an“

Beunruhigenderweise erhält die Kommission jedoch weiterhin Berichte über anhaltende Verstöße in vielen betroffenen Gebieten. Dazu zählen Entführungen von Frauen, willkürliche Verhaftungen und Verschleppungen sowie Plünderungen und die Besetzung von Eigentum.

Die extreme Gewalt hat die bestehenden Spaltungen zwischen den Gemeinschaften vertieft und zu einem Klima der Angst und Unsicherheit unter vielen Syrerinnen und Syrern im ganzen Land beigetragen.

Mehr als 1.400 Zivilisten getötet

Bei den Massakern wurden Berichten zufolge etwa 1.400 Menschen getötet, darunter überwiegend Zivilisten. Die meisten Opfer waren erwachsene Männer, unter den Toten befanden sich aber auch etwa 100 Frauen, ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und Kinder.

Die UN-Kommission begrüßt die Entschlossenheit der syrischen Übergangsbehörden, die Verantwortlichen für die Ereignisse im März zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen. Die am 9. März vom Interimspräsidenten eingesetzte Nationale Untersuchungskommission teilte am 22. Juli mit, dass sie im Rahmen ihrer Voruntersuchungen 298 Verdächtige aus militärischen Gruppen und 265 Verdächtige aus bewaffneten Gruppen mit Verbindungen zur früheren Regierung identifiziert habe und ihre Namen an den Generalstaatsanwalt weitergeleitet habe.

AUFRUF ZUR ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE

Die Kommission bekräftigt ihre Forderungen nach Deeskalation der Spannungen, nach Dialog und nach Achtung der Menschenrechte für alle Menschen ohne jegliche Diskriminierung sowie nach Rechenschaftspflicht für die Urheber von Verstößen und Missbräuchen. Ferner bekräftigt sie ihre Forderung nach Einhaltung des humanitären Völkerrechts, insbesondere nach einer raschen und ungehinderten Bereitstellung humanitärer Hilfe für bedürftige Zivilisten sowie nach Schutz aller Zivilisten.

كيف ينبغي النظر إلى الرسائل المهمة التي وجهها فيدان إلى الحكومة السورية بشأن الأليويين؟

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تحدث وزير الخارجية التركي هاكان فيدان، خلال مؤتمر صحفي مع وزير الخارجية السوري حسن شيباني، عن الأليويين في سوريا، واصفاً إياهم بـ”إخواننا“. وأدلى وزير الخارجية هاكان فيضان لأول مرة بتصريحات مهمة تحذر بشأن الأليويين الذين لا يزالون يتعرضون للقتل والاغتصاب والتجويع والتجريد من الماء في سوريا.

هذا التحليل الأصلي باللغة التركية. تمت ترجمته إلى اللغة العربية بواسطة KI. نعتذر مقدماً عن أي أخطاء أو اختلافات في المعنى. مع تحياتنا

Turkische Allgemeine Zeitung

 

بيرول كيليتش، 13.08.2025، ملاحظات وتحليلات من فيينا

اليوم (13.08.2025) من خلال متابعتي المباشرة للقاء الصحفي الذي عقده وزير خارجية جمهورية تركيا السيد هاكان فيضان مع وزير خارجية سوريا حسن شباني في أنقرة، لا بد من تسجيل هذه التصريحات القوية التي أعتبرها صادقة والتي تهم بشكل مباشر أمن الطائفة العربية العلوية في سوريا، والتي يمكن تفسيرها على أنها نصيحة عاجلة لحكومة هيئة تحرير الشام.

قال السيد فيدان، في المؤتمر الصحفي، إلى جانب وزير الخارجية السوري حسن شيباني، أمام الصحافة: ”لا ينبغي إلقاء المسؤولية على العلويين عما حدث في الماضي في عهد الأسد، ولا ينبغي القيام بأعمال انتقامية. الأولوية القصوى هي ضمان سلامة أرواح الناس، وعدم وجود أي مشكلة تتعلق بالأمن“. هذا الرسالة واضحة وصريحة.

إنها تحذير أخوي لحكومة HTŞ. إن تغاضي تركيا عن مذابح HTŞ وحلفائها ضد العرب العلويين، بل ومشاركتها فيها، يعرض الوحدة الوطنية والوئام للخطر. وفي هذا السياق، فإن تصريحات السيد فيدان هي في الواقع خطوة جادة نحو تحقيق الوحدة الوطنية والوئام في تركيا، ويجب اتخاذ خطوات أخرى دون تأخير. لقد تأخرنا كثيراً.

إنها كلمة متأخرة وتوصية أمام الرأي العام. على الرغم من ذلك، يجب تقديرها ودعم السيد فيضان. دعونا نقرأ تصريحات السيد فيضان في الجزء ذي الصلة من مؤتمره الصحفي الذي استمر حوالي 26 دقيقة. ثم نعبّر عن مطلبنا.

تصريح وزير الخارجية لصالح الأقلية العلوية والكردية والدرزية والمسيحية في سوريا

خاطب وزير خارجية الجمهورية التركية السيد فيدان الرئيس المؤقت لسوريا أحمد الشيرا وحكومة HTŞ بعبارة ”إخواننا“، ووجه انتقادات شديدة لإسرائيل، وحملها مسؤولية الاضطرابات وعدم الاستقرار في جنوب سوريا في سويدا والمنطقة الساحلية في اللاذقية. بعد ذلك، أشار لأول مرة إلى مسألة سلامة الأرواح للأعوليين، وأدلى بتصريحات مهمة تبدو وكأنها نصيحة أو درس موجه إلى حكومة هيئة تحرير الشام:

„إخواننا (يقصد الحكومة المؤقتة السورية) لا يقاتلون من أجل سوريا يعيش فيها العرب (يقصد السنة) فقط على قدم المساواة، بل من أجل سوريا يعيش فيها الجميع على قدم المساواة. إن إخواننا، تماشياً مع نصيحة المجتمع الدولي، وبما يتماشى مع فهمهم وموقفهم، لديهم رؤية لإقامة سوريا لا يشعر فيها العرب (يقصد السنة) وحدهم بالمساواة، بل تشعر فيها جميع الطوائف والمعتقدات والأقليات بالمساواة. كما قلت، هذا عملية ستستغرق بعض الوقت. لكن على الجميع دعم هذه العملية. يجب على الجميع أن يتكاتفوا ويبذلوا قصارى جهدهم. يجب حماية حقوق الدروز وهويتهم وأرواحهم وممتلكاتهم. لا ينبغي إلقاء اللوم على العلويين على ما حدث في الماضي في عهد الأسد، ولا ينبغي الانخراط في أعمال انتقامية. يجب احترام الهوية والثقافة الكردية التي طالما حُرمت من الاعتراف التاريخي، ولا ينبغي أن يكون هناك أي اضطهاد ضدهم. يجب أن تكون سوريا الجديدة دولة تضم جميع الشعوب والمعتقدات والثقافات التي تشكل سوريا، وتتمتع بالوحدة والسلام والعيش المشترك. نحن في تركيا نقدم توصياتنا ونصائحنا في هذا الاتجاه، ونعمل مع أصدقائنا (يشير إلى وزير الخارجية السوري حسن شباني) في هذا الاتجاه. نرى بارتياح أن رأي وموقف أشقائنا في هذا الاتجاه، ولكن كما قلت، قد تكون هناك بعض الصعوبات في الواقع. وقد يستغرق تحقيق ذلك بعض الوقت. لذلك من المفيد إعطاء الأولوية لأهداف محددة. أولوية الأولويات هي ضمان سلامة أرواح الناس، وعدم وجود أي مشكلة تتعلق بالأمن. ألا تكون وحدة أراضي البلاد في خطر. ألا تكون سيادة البلاد في خطر، ثم يجب أن تقف المؤسسات السياسية على قدميها، وبالتوازي مع ذلك، يجب أن يقف على قدميه العاملون في المؤسسات التي تخدم الشعب، لا سيما القوات المسلحة وقوات الأمن، والعاملون في البنية التحتية والبنية الفوقية.

يجب على حكومة HTŞ أن تأخذ نصائح فيدان على محمل الجد

في جزء مهم من المؤتمر الصحفي، أوصى فيدان حكومة HTŞ بشأن المواطنين السوريين من الطوائف الدرزية والكردية وغيرها (المسيحيين) في سوريا، ولا سيما في اللاذقية وجميع أنحاء سوريا، بما في ذلك التعرض لمذابح شبه إبادة جماعية منذ ديسمبر 2024بالإضافة إلى تعرضهم لمذابح شبه إبادة جماعية، فضلاً عن حالات اغتصاب النساء المتزوجات والفتيات الصغيرات واختطافهن وتزويجهن قسراً من قبل السنة، والتي انعكست في الصحافة العالمية.

في الوقت الحالي، يحمل جميع العلويون، سواء في تركيا أو في جميع أنحاء العالم، حكومة HTŞ أحمد الشيرازية المسؤولية عن المذابح التي يتعرض لها العلويون في سوريا، ويذهبون إلى أبعد من ذلك فيعتقدون أن وراء ذلك تقف حكومة AKP-MHP. إن وضع حد لهذا الأمر يقع في المقام الأول على عاتق حكومة AKP-MHP التي ترغب في فتح باب جديد مع العلويين. في هذا السياق، فإن تصريحات السيد فيدان، إلى جانب أهميتها الكبيرة للوحدة والاتحاد الوطني في تركيا، هي الأفضل لحكومة حزب العدالة والتنمية وحزب الحركة القومية، من منطلق أن كل خير يأتي من الخير، ويجب دعمها دون تمييز بين الأحزاب.

يجب فتح معبر يالداغي الحدودي على الفور لتقديم المساعدات الإنسانية: الماء والخبز

هل ستفيد رسائل فيدان في مؤتمره الصحفي، خاصة بعد كل ما حدث من مذابح وإهانات واعتداءات على شرفهم في اللاذقية ومناطق أخرى في سوريا، وخصوصاً في شهر أغسطس 2025 الذي نعيشه، الأقلية العربية العلوية في سوريا التي تتعرض للتجويع والتجريد من الماء؟ لا أعلم. الأقلية العلوية في سوريا تتعرض للتجويع والتجريد من الماء وتحتاج إلى الدقيق والماء. إنها حالة مخزية. حكومة HTŞ لا تسمح بتوصيل المواد الغذائية الأساسية للحياة مثل الدقيق والماء من تركيا. يُزعم أن تركيا سلمت جميع المعابر الحدودية مع سوريا، ولا سيما معبر يالاداغ، إلى حكومة HTŞ. المذابح والظلم مستمرة. يجب وقف هذه الوحشية على وجه السرعة.

هناك شكاوى موثقة ضد حكومة HTŞ ومحيطها، لا سيما في الأمم المتحدة ومحكمة لاهاي الدولية في هولندا. يمكن قراءة هذه الشكاوى من خلال بحث سريع على الإنترنت. المحكمة الجنائية الدولية (اختصاراً UCM) هي محكمة دولية تأسست بموجب نظام روما الأساسي، وتختص بالنظر في جرائم الحرب والجرائم ضد الإنسانية وجرائم الإبادة الجماعية وجرائم الاعتداء. وقد تم تدوين ذلك في سجلات التاريخ. من أجل وحدة وتماسك تركيا، في سوريا التي تُترك جائعة وعطشى في شهر أغسطس هذا، وتُمنع عن المساعدات، يجب فتح معبر يايلاداغي الحدودي على الفور لتقديم المساعدات العاجلة (الإنسان يخجل من كتابة ذلك. إنها ”ماء وخبز“) للأقلية العلوية في اللاذقية والمناطق الساحلية. الماء والخبز… بعد أن تعرض العرب العلويون في سوريا للقتل والاغتصاب والترحيل ونهب ممتلكاتهم بسبب انتمائهم للطائفة العلوية، أغلقت حكومة هيئة تحرير الشام طرق إيصال ”الماء والخبز“ إليهم. انتبهوا، التاريخ هو أغسطس 2025. في سوريا، هناك أطفال ونساء ورجال وفقراء يعانون من الجوع والعطش.

أي إسلام هذا؟

المساعدات التي يرسلها العلويون في تركيا لا تصل إلى العرب العلويين الذين يتضورون جوعًا. يتم الاستيلاء عليها. يتم إرسالها إلى دمشق. أي وحشية هذه؟ بعد ما تعرضوا له من مذابح واغتصاب وتهجير ومصادرة ممتلكاتهم وجميع أنواع الفظائع، يترك العرب العلويون جوعًا وعطشًا.

أي نوع من القسوة هذه؟ أي نوع من فهم الإسلام هذا؟

بغض النظر عن الماضي، استمعت بعناية إلى المؤتمر الصحفي الذي عقده وزير الخارجية السيد هاكان فيدان، وأعتقد أن الرسائل التي وجهها صادقة، يجب أن يحللها جيداً كل من في سوريا، وخاصة العرب العلويين الذين يشكلون 25٪ من سكان سوريا، وأقاربهم المقربون الذين يعيشون في حضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة وحضرة

العلويون في تركيا يخشون التعرض لمذبحة مثل تلك التي وقعت في سوريا

آمل أن تخف قليلاً الحزن واليأس والاشمئزاز والغضب والكراهية التي يشعر بها ملايين المواطنين العلويين في تركيا بعد المذابح والاغتصابات التي تعرض لها العلويون في سوريا، بعد الخطاب الذي ألقاه السيد فيضان. ويجب أن يشمل ذلك الملايين من العلويين الذين يعيشون في الخارج، لا سيما في الاتحاد الأوروبي والعالم، والذين هاجروا من سوريا وتركيا. بدأت القلوب تتصدع وتتفكك، وتدور في الأذهان أفكار مثل: ”إذا حدث غدًا في تركيا ما حدث في سوريا على يد حكومة أحمد الشرا من هيئة تحرير الشام، كيف سنحمي شرفنا وكرامتنا بالدفاع عن أنفسنا؟“.

أليس هذا مروعاً؟ الأليويون يخشون على أرواحهم وشرفهم وممتلكاتهم من أن يصيبهم نفس الأذى الذي أصابهم في سوريا على يد المحافظين والسنة في الحكومات. لا بد لي من كتابة هذا. وأنا أشعر بالحزن. هناك انقسام كبير في المجتمع الأليوي. قضية الأليويين تختلف عن قضية الأكراد. الزمن لم يعد كما كان. كيف سيكون الحديث عن الوحدة والوفاق في تركيا بعد هذه المذابح التي تعرض لها العلويون؟

أمن الأرواح هو أولوية قصوى في سوريا

لذلك، فإن وزير خارجية جمهورية تركيا، السيد هكان فيضان، قد أبدى في خطابه روحاً سياسية عالية، وحذر حكومة هيئة تحرير الشام بشكل أخوي، وشدد على ضرورة إعطاء الأولوية القصوى لضمان أمن الأرواح، ولا سيما للأليويين والدروز والأكراد وأتباع الديانات الأخرى.

صرخة

أرجوكم اعتبرونا مبعوثين. لا يضيع شأن المبعوث. وبهذه المناسبة، نقدم التماسنا إلى معالي وزير خارجية الجمهورية التركية، السيد هكان فيضان، الذي نعرفه من خلال مهامه في فيينا. نحن لا نقدم هذا الالتماس من أجل أنفسنا، بل من أجل المواطنين العرب العلويين في سوريا، ومن أجل ألا يتعرض الوحدة والوفاق في تركيا لمزيد من الضرر.

بير سلطان أبدال والالتماس

Arzuhal، كلمة أصلها عربية، وتعني ”إبلاغ عن الحالة“، أي الإبلاغ عن الوضع، وتقديم التماس، وقد أصبحت مرادفة لأحد شعراء الأليفيين السبعة، التركماني بير سلطان أبدال. تعبير ”أرضوح بير سلطان أبدال“ له معنى أدبي وتاريخي، وهو صرخة في جوهر الحب والاستسلام والمقاومة في طريق الحق.

يمكن اعتبار قصائد بير سلطان وموقفه ”أرضهال“. تعبر هذه العبارة عن موقفه ضد الظلم والمعاناة وسعيه ليكون صوت الشعب، ويمكننا أن نعبّر عن الظلم في عصرنا من خلال الأبيات التي كتبها ضد القسوة والظلم من أجل شعبه:

كتبت عريضة إلى الله ذي الوجه الجميل

ليأتي ويأخذني، أرجوك

لا تجعلني أتوسل إلى السلطان

ليأتي ويأخذني، أرجوك

لقد قيد أيدينا بالسلاسل أيها الخائن

لن نكون ممتنين لأحد سواك

أوصل عريضتي إلى الله

ليعلم حالتي المزرية، أرجوك

يا بير سلطان أبدال، ما فيني إلا الله

مهما كان ما يحدث، فهو من الله

الخير من الله

أطلقوا سراح حمزة وبطال، أرجوك

نار مصير الأليويين مشتعلة. لا تلقوا الحطب على النار!

يجب أن نتكلم بصراحة.

لا العرب العلويون في سوريا ولا الملايين من العلويين البكتاشيين في تركيا، سواء كانوا أتراك أو أكراد أو زازا أو ألبان، يثقون في حكومة HTŞ في سوريا ومشتقاتها، بل يعتبرونهم مجرمين قتلة للعرب العلويين.

أولئك الذين يفكرون بهذه العقلية يمكنهم أن يأتوا غداً إلى تركيا ويفعلوا الشيء نفسه في إزمير وإسطنبول وتونجلي وكهرمانماراش وسيفاس وتوروس وحاتاي وأنطاليا ودنيزلي وتوكات والبحر الأسود وغيرها من الأماكن. فهم قد نجحوا في سوريا. العروبة العلوية هي أقلية وثقت بحكومة HTŞ وسلمت سلاحها الوحيد، وإذا لم تسلم هذه الأسلحة في ديسمبر 2024، فستتعرض في الأسبوع التالي للمذابح والاغتصاب، وسيستمر هذا الوضع حتى أغسطس 2025. هل يمكن أن تتكرر هذه اللعبة في تركيا بأشكال مختلفة؟ كيف سيحمي الأليويون والبكتاشيون في تركيا أنفسهم وبماذا؟ هذه الأسئلة تشغل بال ملايين الأليويين. من سيقوم بمساعدة الأليويين في تركيا؟ هل سينتظرون حتى يتم المساس بشرفهم وكرامتهم؟ بعد المذابح والاغتصاب وجميع أنواع الأعمال الوحشية التي تعرض لها الأليويون في سوريا، هل يمكن لأحد أن يمنعهم من التفكير بهذه الطريقة؟ خاصة عندما ننظر إلى الداعمين والمشاركين في هذه المذابح.

جميع الأعوليين في سوريا، الذين يحاولون بعد ديسمبر 2024 التلاعب بشرفهم وكرامتهم، قد شكلوا قلبًا واحدًا مع جميع الأعوليين في العالم من أجل مصير مشترك. لا أحد يجب أن يفرح لأننا أعطينا درسًا للأعوليين العرب، سواء كان جيدًا أم سيئًا. لم يتعلم أحد أي درس. التاريخ يثبت أن كلما قُتل الأليويون، كلما أصبحوا أقوى. بعد هذه المذابح، ازداد شعور المجتمع الأليوي بالوحدة في المصير. أن تكون أليوياً في سوريا أو تركيا، يعني أنك تتعرض للمذابح والتمييز.

هذا هو الشعور الذي يشتعل كالنار. كلما قُتل الأليويون، كلما اشتعلت هذه النار. إن حطب نار وحدة القدر هذه، معذرة، هو مئات السنين من المذابح العرقية المتطرفة والثقافية والدينية التي تفوح منها رائحة العنصرية ضد الأليويين. لن يكون هناك أي ارتياح من المذابح ضد الأليويين في سوريا إلا إذا رفعت الجمهورية التركية صوتها بقوة. لأن هناك مزاعم قوية بأن هناك قوى في تركيا تقف وراء هذه الأعمال. هذا ما يعتقده الناس. يجب منع ذلك.

سلم العرب العلويون في سوريا أسلحتهم الأولى إلى حكومة هيئة تحرير الشام. ثم ماذا؟

يجب على معالي وزير الخارجية هاكان فيدان أن يخطو خطوة كبيرة في هذا الاتجاه ويواصل تحذير أولئك الذين يطمعون في أموال العرب العلويين في سوريا وشرفهم وعورتهم ومن حولهم. يجب وضع حد لجميع الأعمال القذرة التي يرتكبها المسلحون ضد العرب العلويين في اللاذقية وسوريا، الذين سلموا أسلحتهم في ديسمبر 2024 إلى حكومة هيئة تحرير الشام، ويجب أن يرى العالم ذلك.

إخطارات الجرائم المقدمة إلى المحكمة الجنائية الدولية (اختصاراً UCM)

توجد بلاغات جنائية موثقة ضد حكومة HTŞ ومحيطها، لا سيما في الأمم المتحدة ومحكمة لاهاي الدولية في هولندا. يمكن قراءة هذه البلاغات من خلال بحث سريع على الإنترنت. المحكمة الجنائية الدولية (UCM) هي محكمة دولية تأسست بموجب نظام روما الأساسي، وتختص بالنظر في جرائم الحرب والجرائم ضد الإنسانية وجرائم الإبادة الجماعية وجرائم الاعتداء. وقد تم تدوين ذلك في سجلات التاريخ. من أجل وحدة وتماسك تركيا، يجب فتح معبر يايلاداغي الحدودي على الفور لتقديم المساعدات العاجلة إلى سوريا، التي تعاني من الجوع والعطش في شهر أغسطس، والتي تم منع وصول المساعدات إليها، ولا سيما إلى العرب العلويين في اللاذقية والمناطق الساحلية.

الحكومات مؤقتة. لا تدعوا أحداً يترك كربلاء وراءه. كل شيء واضح وشفاف ومسجل. جمهورية تركيا عزيزة وكبيرة. ليست بلا أحد. لقد كسب السيد وزير الخارجية فيدان قلوب الناس بالخطاب الذي نقلناه بين علامتي الاقتباس أعلاه، وعليه أن يفتح باب المساعدة عبر يايلاداغي، وأن يقدم المساعدة بنفسه إلى العلويين في سوريا.

أكرر ما قاله السيد فيدان: ”لا ينبغي تحميل الأليويين مسؤولية ما حدث في الماضي في عهد الأسد، ولا ينبغي الانخراط في أعمال انتقامية. الأولوية القصوى هي ضمان سلامة أرواح الناس وخلو البلاد من أي مشاكل أمنية“.

لقد ألحق الأسد الملعون أكبر ضرر بالأليويين العرب في سوريا. تسعون في المائة من وزراء نظام الأسد هم من العرب السنة في سوريا. حتى أن نائب رئيس الدولة في نظام الأسد في سوريا لسنوات هو فاروق شارة، عم أحمد شارة، الرئيس المؤقت للحكومة المؤقتة لحركة أحرار شام. لقد أضر نظام الأسد في سوريا بالجميع، ولا سيما بتجاهله لسنوات نصيحة تركيا بـ ”إجراء انتخابات ديمقراطية“. لذلك، يجب على جمهورية تركيا أن تدافع عن الأليويين في سوريا الذين تعرضوا لأبشع المذابح وجميع أنواع الفظائع، وأن تمنح جميع المواطنين الأليويين في تركيا، ولا سيما الأليويين العرب، الثقة من أجل الوحدة والتضامن. ولا ينبغي لأحد أن يغضب من اصطحاب السيد فيدان وزير الخارجية السوري حسن شباني.

لا أحد يعارض وحدة سوريا وسلامتها. ولكن هذا يجب أن يتم أولاً وفقاً لما قاله السيد فيضان: ”لا يجب تحميل العلويين مسؤولية ما حدث في الماضي في عهد الأسد، ولا يجب الانخراط في أعمال انتقامية. الأولوية القصوى هي ضمان سلامة أرواح الناس وعدم وجود أي مشاكل أمنية.“

المصدر>

 

https://www.youtube.com/live/6w7iZXPYbu0?si=fEwys9c0KcVvEx-Z

https://www.youtube.com/watch?v=6w7iZXPYbu0

Massaker und Angriffe in Syrien werden verzerrt  und verfälscht dargestellt

Vereinte Nationen UNO: „Stoppt sofort die Massaker an der syrischen Küste“

Lemkin Institute: Red Alert for Genocide against Alawites in Syria

HTS Syrische Vergewaltigungen von Minderheiten – eine Analyse

SYRIEN: DAS IST KEINE HOCHZEIT, DAS IST DIE VERGEWALTIGUNG EINER FRAU!

Massaker und Pogrome in Talkalakh gegen die alevitische Minderheit in Syrien