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TKG setzt sich für die Würde der Schwächsten ein!

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Die Türkische KULTURGEMEINDE in Österreich(TKG Think Tank) erhebt in ihrer heutigen Presseaussendung „EINSPRUCH“ im Fall des 12-jährigen minderjährigen Mädchens in Favoriten.

Hier die gesamte Pressemitteilung:

Wir erheben hiermit im Namen der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich ( TKG ) Einspruch gegen den sexuellen Missbrauch des 12-jährigen minderjährigen Mädchens in Favoriten.

Das 12-jährige Mädchen wurde wie eine Sklavin behandelt.

Die bestialischen Taten an einem 12-jährigen Mädchen, die wir hier nicht wiederholen, die aber in allen Zeitungen leicht nachzulesen sind, sind kein Kavaliersdelikt, keine Jugendsünde, sondern ein schweres Verbrechen mit „erwachsenen männlichen Geschlechtsorganen“ an einem weiblichen Körper im Kindesalter ( 12-jähriges Mädchen). Wenn man liest, wie die Taten begangen wurden, kann man leicht nachvollziehen, dass die Täter das minderjährige 12-jährige Mädchen quasi als „Eigentumssklavin“ betrachteten, mit der man wie mit „Eigentum oder Ware“ machen konnte, was man wollte. Zum Beispiel mit anderen teilen, filmen, verschenken und sich skrupellos mit der Ware vergnügen.

Diese Handlungen darf man weder mit den Worten „Das sind Kinder. Jugendsünde.“ noch verharmlosen, vernebeln, verdunkeln, verwässern oder bagatellisieren.

Diese 17 Männer haben Mütter, Schwestern, Nichten, Tanten und viele Mädchen und Frauen in ihrer nächsten Umgebung. Wir könnten die Familien der 17 Männer und die Gesellschaft nach diesen Schandtaten zur Tagesordnung übergehen lassen. Wir könnten ParlamentarierInnen der Republik Österreich, MinisterInnen oder die Stadt Wien zur Tagesordnung übergehen lassen. Wie viele minderjährige Mädchen oder Kinder in der Stadt Wien sexuell missbraucht werden, wissen wir nicht.

Die Gesellschaft will nicht mit diesen 17 Männern leben, ohne zu wissen, wer sie sind, wo sie sich aufhalten, in der Schule, am Arbeitsplatz, auf der Straße oder im Park, und ob vielleicht ein anderes minderjähriges Kind die gleichen bestialischen sexuellen Handlungen begeht unter dem Vorwand: „Ich habe nur gebettelt, um mit der 12-Jährigen Sex zu haben, oder ich dachte, sie sei 14“.

Der Tatort ist der Wiener Bezirk Favoriten, das Stiegenhaus, Wohnungen, Parks, Garagen und sogar ein Hotel ( wie können diese Hotelbesitzer das in Wien zulassen) Eine Schande für alle Verantwortlichen von oben bis unten in diesem Bezirk.

Wie konnte das alles nicht von Anfang an gestoppt werden, wo doch so viel über Tiktok und andere soziale Medien mit Missbrauchsvideos verbreitet, weitergeleitet und geteilt wurde?  Und das in der seit Jahren sichersten und lebenswertesten Stadt der Welt. Wo sind die verantwortlichen PolitikerInnen, Jugendanwälte und Integrationsvereine? Unser Gewissen, das Gewissen unserer Gemeinde und der ganzen Gesellschaft ist zutiefst verletzt.

Therapie auf Kosten der Eltern!

Die 17 Jugendlichen, alle in voller sexueller Reife, sind nach diesen schändlichen Taten eine Gefahr für die Gesellschaft und müssen nicht nur vom Rechtsstaat in aller Härte öffentlich belehrt, sondern auch von professionellen Stellen auf Kosten der Eltern langwierig therapiert werden.

Die Würde des schwächsten Gliedes der Gesellschaft des 12-jährigen Mädchens!

Die Gesellschaft will die härteste Strafe für die 13-18 jährigen (egal welcher Herkunft und welchen Glaubens) und die Anklage kann nicht nur sexueller Missbrauch eines 12 jährigen Mädchens sein, sondern auch die Verletzung der Würde und der Menschenrechte durch Skalvenbehandlung und unverschämten bestialischen sexuellen Missbrauch (sogar Grubenvergewaltigung in einer Hoten mit Kamera) eines 12 jährigen Mädchens, eines unmündigen Kindes, das leider mit Sicherheit in Zukunft kein normales Leben führen kann.

.Die Würde des Menschen ist in der Verfassung der Republik Österreich verankert!

Wir, alle Mitglieder und Freunde der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich, haben unseren Eid auf die Republik Österreich geleistet und sehen diesen Gesellschaftsvertrag für die freiheitlich demokratische rechtsstaatliche Grundordnung von höchster Bedeutung, der uns zutiefst verbunden ist, der uns schützt, der aber auch die Spielregeln und Rahmenbedingungen für das Zusammenleben für uns und alle schwarz auf weiß widerspiegelt.

Grundrechtecharta Art. 1

„Alle Menschen sind mit gleichen, angeborenen und unveräußerlichen Rechten ausgestattet. Sie zu achten, zu gewährleisten und zu schützen ist eine vornehme Aufgabe des Staates. Die Würde des Menschen ist unantastbar.  Sie ist zu achten und zu schützen.Alle Menschen haben die gleiche Würde. Die Würde des Menschen ist unabhängig von Geschlecht, Alter, Bildung, Religion, Herkunft oder Aussehen. Diskriminierung und Rassismus haben in Österreich keinen Platz. Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Ihre Stimme zählt gleich viel, vor allem vor Gericht und bei demokratischen Wahlen. Auch Kinder haben Rechte und stehen unter dem besonderen Schutz des Staates. Die Achtung der Menschenwürde erfordert einen gewaltfreien Umgang miteinander, insbesondere in der Familie. Dies gilt nicht nur im Umgang mit unseren Mitmenschen, sondern auch der Staat muss die Menschenwürde und die daraus folgende Gleichbehandlung aller Bürgerinnen und Bürger hochhalten.“

So wie das Prinzip der Menschenwürde die Grundlage unserer Verfassungsordnung ist, so ist es auch die Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Hervorheben möchten wir an dieser Stelle den Artikel 1 der Charta der Grundrechte für die schwächsten Glieder der Gesellschaft: „Auch Kinder haben Rechte und genießen den besonderen Schutz des Staates“.

Auch Kinder haben Rechte und stehen unter dem besonderen Schutz des Staates. Die Achtung der Menschenwürde erfordert einen gewaltfreien Umgang miteinander, insbesondere in der Familie. Dies gilt nicht nur für den Umgang mit unseren Mitmenschen, sondern auch der Staat hat die Menschenwürde und die daraus folgende Gleichbehandlung aller Bürgerinnen und Bürger zu achten“.

So wie das Prinzip der Menschenwürde die Grundlage unserer Verfassungsordnung ist, so ist es auch die Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Wir wiederholen: Gerechtigkeit für das 12-jährige Mädchen von heute, das von der Staatsanwaltschaft angeklagt wurde, ist für uns sehr wichtig für das Zusammenleben in Wien ohne Vorurteile und Hass von morgen.

Das 12-jährige Mädchen könnte Ihre Tochter sein.

Wir kennen Sie nicht. Aber wir fühlen mit Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Angehörigen, in allen Höhen und Tiefen.

Das Mädchen ist unsere Tochter.

Wir klagen für unsere Tochter und wir fordern Gerechtigkeit und die härteste Strafe für unsere Tochter von den Vertretern des Rechtsstaates, beginnend mit den StaatsanwältInnen, RichterInnen und Gesetzesmachern.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich ( TKG)

Türkei-AKP Regierung Entscheidung der Social Media Plattform X

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WIEN.  Die Abteilung für internationale Regierungsbeziehungen der Social-Media-Plattform X hat eine Stellungnahme zum Zensurantrag der AKP Regierung  in der Türkei veröffentlicht.

Die vom US-Milliardär Elon Musk übernommene Social-Media-Plattform, deren Name von Twitter in X geändert wurde, hat als Reaktion auf den Zensurantrag der Türkei eine Stellungnahme veröffentlicht.

Die Abteilung für internationale Regierungsbeziehungen der Social-Media-Plattform X hat eine Stellungnahme zum Zensurversuch der AKP-Regierung in der Türkei veröffentlicht.

Die Abteilung für internationale Regierungsbeziehungen von X erklärte, dass 45 kritische Beiträge gegen die AKP-Regierung auf X, die von der AKP-Regierung im Zusammenhang mit der Umweltzerstörung durch das von einem kanadischen Unternehmen verursachte Grubenunglücks  in der Stadt Erzincan/Ilic im Februar 2024 veröffentlicht wurden, als "freie Meinungsäußerung" eingestuft wurden und daher von X nicht gelöscht werden.

In den kritischen X Beiträgen wird behauptet, dass der derzeitige AKP-Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters von Istanbul, Murat Kurum, als AKP-Umweltminister auf dubiose und korrupte Weise Aufträge an das kanadische Unternehmen vergeben haben soll. Hinter der kanadischen Firma steht ein russischer Oligarch.

Die AKP hat X mit schweren Strafen in der Türkei gedroht, falls X die 45 Beiträge löscht, in denen die AKP-Regierung wegen Korruption und Umweltzerstörung kritisiert wird, die mindestens 9 Menschen das Leben gekostet hat. Die Untersuchung des Grubenunglücks im Bezirk İliç dauert an. Am 13. Februar 2024 wurden im Rahmen der Ermittlungen zum Erdrutsch zwei Ingenieure verhaftet.

 

Elon Musk X, der die Meinungsfreiheit auf der Plattform erhöhen und die Zensur minimieren will, hat die Entscheidung des 8. Strafgerichts von Ankara auf der Plattform veröffentlicht.

„WIR HABEN EINE WICHTIGE ENTSCHEIDUNG GETROFFEN“

Die Abteilung für internationale Regierungsbeziehungen von X kommentierte die Entscheidung des Gerichts zum Thema „Meinungsfreiheit“ wie folgt:

„X führt regelmäßig Rechtsstreitigkeiten auf der ganzen Welt, um unsere Nutzer vor staatlicher Zensur zu schützen. Diese Woche haben wir ein wichtiges Urteil in der Türkei erhalten, das die Bedeutung dieser Kämpfe bestätigt. Die türkische Regierung hatte die Löschung von etwa 45 Beiträgen gefordert, darunter drei von einem Oppositionsführer, die die Rolle der Regierung bei einem tragischen Erdrutsch kritisierten. Die Regierung hatte X mit einer hohen Geldstrafe gedroht, sollte er der Aufforderung zur Löschung der Inhalte nicht nachkommen. X legte Berufung ein, und diese Woche wies das Gericht die Forderungen der Regierung zurück und erkannte an, dass die fraglichen Beiträge durch das Recht auf freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit geschützt sind. Dieses Ergebnis bekräftigt das Engagement von X für den Schutz der freien Meinungsäußerung seiner Nutzer weltweit, und wir werden weiterhin alle verfügbaren Rechtsmittel nutzen, um die freie Meinungsäußerung unserer Nutzer zu verteidigen“.

Zu Kirchen umgewidmete türkische Baudenkmäler: 3 Bände sogar als PDF!

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The Turkish Monuments Converdet into Churches:
3 volumes even available as PDF!

von Andreas Günes

ANKARA/ WIEN- Das insgesamt dreibändige, 1425 Seiten umfassende Werk „The Turkish Monuments Converted into Churches“ untersucht architektonische Strukturen in 19 Ländern und kann auch als PDF gelesen werden. ( Siehe unten)

Das von YTB Publications herausgegebene Werk „The Turkish Monuments Converdet into Churches“ wurde in seiner zweiten, erweiterten Auflage der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Studie, die das Ergebnis von 13 Jahren persönlicher Forschung des Meisterarchitekten Dr. Mehmet Emin Yılmaz.

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Sie konzentriert sich auf die Gebäude, die nach der Auflösung des Osmanischen Reiches in Kirchen umgewandelt wurden.

In drei Bänden und auf insgesamt 1425 Seiten analysiert „The Turkish Monuments Converdet  into Churches“ architektonische Strukturen in 19 Ländern.

-Der erste Band umfasst Albanien, Aserbaidschan, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Algerien, Armenien, Südzypern, Georgien, Kroatien, Montenegro, Kosovo und Nordmazedonien.
-Der zweite Band behandelt Ungarn, Moldawien, Rumänien, Serbien, die Türkei und die Ukraine.
-Der dritte Band der Studie konzentriert sich ausschließlich auf Gebäude in Griechenland.

Unter den untersuchten Bauwerken befinden sich sowohl solche, die noch als Kirchen genutzt werden, als auch solche, die in der Vergangenheit zu Kirchen umgebaut wurden, heute aber anderen Zwecken dienen.

Auch Gebäude, die nach teilweisem oder vollständigem Abriss als Ruine stehen geblieben sind, die zu Kirchen umgebaut wurden oder auf denen eine neue, von der alten Bausubstanz völlig unabhängige Kirche errichtet wurde, sind in die Untersuchung einbezogen.

Waren es in der ersten Auflage des Buches noch 334 Bauwerke im Jahr 2020, so ist die Zahl im zweiten Band aufgrund neuer Erkenntnisse auf 451 im Jahr 2024 angestiegen, Tendenz steigend. Zu den untersuchten Gebäudetypen gehören Moscheen, Brunnen, Zisternen, Logen, Grabmäler, Uhrtürme, Minarette, Türme, Burgen, Schlösser, Madrasas, Schulen, Gebetshallen, Imaret, Bäder und Karawansereien.

Einer der einleitenden Artikel des in türkischer und englischer Sprache erschienenen Buches stammt von dem bekannten Kunsthistoriker Prof. Dr. Semavi Eyice. Eyice schreibt: „Dieses Buch kann nicht als vollständige Auflistung und Beschreibung des architektonischen Erbes dieses alten Landes betrachtet werden, aber es kann nicht geleugnet werden, dass es als Quelle für das Studium der türkischen Gebäude, die in Kirchen umgewandelt wurden, nützlich ist. “

Der türkische Minister für Kultur und Tourismus, Mehmet Nuri Ersoy, schrieb in seinem einleitenden Grußwort: „Diese Werke, von denen ein großer Teil aus verschiedenen Gründen ungenutzt blieb, in Kirchen umgewandelt wurde und bis heute nicht erhalten ist, zu identifizieren, sie in unser architektonisches Inventar aufzunehmen und diesen Reichtum als Kultur  an künftige Generationen weiterzugeben“.

Es wird erwartet, dass die zweite Ausgabe von „The Turkish Monuments Converdet  into Churches“ einen Beitrag zur türkischen und internationalen Forschung leisten wird. ( Türkische Allgemeine, Ankara/ Wien, 01.03.2023)

1. Band in PDF

2. Band PDF 

3. Band  PDF 

Es gibt im Koran kein Verbot der Homosexualität!

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Es gibt im Koran kein „Verbot“ der Homosexualität!

von Birol Kilic, Analyse, 29.02.2024

Da uns immer wieder Fragen zum Thema Homosexualität im Koran erreichen, möchten ich einen kurzen Überblick zu diesem Thema aus unserer Sicht und Interpretation des Korans geben.

Frage: Was sagt der Koran zur Homosexualität?
Ausgehend von den eindeutigen („muhkem“) Gebots- und Verbotsversen des einzig verbindlichen, göttlichen Offenbarungsbuches des Islam, nämlich des Koran, lässt sich unseren Erachtens eines feststellen, was wir wie folgt detailliert erklären.

Unterdrückung, Tyrannei, Ausbeutung, Raubbau
Es gibt im Koran kein Verbot der Homosexualität, sondern ein generelles Verbot in allen Lebensbereichen, mit den Normen gegen Unterdrückung, Tyrannei, Ausbeutung, Raubbau am Menschen, an allen Lebewesen und insbesondere an der Natur. Der Koran, der auch den Namen „Furkan“, „Buch der Normen zur Unterscheidung von Erwünschtem und Unerwünschtem“ trägt, legt diese Normen als Gebote und Verbote fest.

„Partner“, nicht „Gattin“ bzw. „Gattinnen“
Im Koran heißt es in Sure 30 (Römer-Kapitel), Vers 21 ganz genau: „Es ist eines der Zeichen Seiner Existenz, dass Er unter euch „PARTNER“ geschaffen hat, mit denen ihr in Frieden leben sollt, und dass Er zwischen euch Zuneigung und Barmherzigkeit geschaffen hat.“. Das sind Lehren für ein nachdenkliches Volk. Hier sehen wir, wie Liebe und Partnerschaft im Koran aussehen. In Sure 30, ar-Rûm, Vers 21 heißt es, dass Gott für den Menschen Partner oder Gefährten (arabisch nicht Ehefrau, sondern Partner, Gefährte) geschaffen hat, bei denen er Ruhe, Liebe und Barmherzigkeit finden soll. Der Partner kann dabei männlich oder weiblich sein.

Lügen und Verleumdung als Religion sind nicht erlaubt

Aus mündlich überlieferten und außerhalb des Koran niedergeschriebenen Büchern (Hadith) , meist aus dem Alten Testament oder Derivaten wie dem Talmud, werden dem islamischen Propheten Aussagen in den Mund gelegt, die der Prophet weder gesagt noch gelebt hat, die auch von dem Koran nicht erwünscht sind. Der Prophet Mohammed ist laut dem Koran ein normaler Mensch, und erbringt als solcher keine Wunder, läuft nicht über Wasser, kann nicht mit seinem Stab Meere trennen, oder Blinde mit einer Berührung heilen. Das einzige Wunder welches er erlebt hat, ist die göttliche Offenbarung durch Erzengel Gabriel, nämlich ein Buch namens Koran. Der Koran warnt Propheten Mohammed sogar in mehreren Versen, dass er als Mensch aufpassen sollte um nicht seine eigenen Gelüste und Wünsche als Gottes Wort darzustellen. So offen sind die Verse des Korans. Somit ist klar, Mohammed soll Freund aller Menschen sein, sowie neutral und moralisch handeln. Andere Religionen müssen respektiert werden, aber Copy-Paste im falschen Zusammenhang, oder alte Traditionen hier als Gottesoffenbarung darzustellen, ist Vielgötterei bzw. Ausbeutung der Muslime, und demnach nicht zu tolerieren. Es sind Lügen und Verleumdungen gegen den Propheten, gegen Frauen, bis hin zur Homosexuellen. Die Verfolgung und Tyrannei an Homosexuellen muss aufhören. Im Koran steht die Würde des Menschen im Vordergrund, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung, solange er nicht unterdrückt, tyrannisiert, ausbeutet oder anderweitig andere Menschen verletzt, und/oder die Natur oder die Tierwelt zerstört. Lügen und Verleumdungen als Religion dürfen heute nicht erlaubt sein.

Aber natürlich wollen wir die Geschichte von Lot nicht unter den Teppich kehren. Denn die kommt gleich mit dem Koran.

Lot: Die Geschichte aus der Genesis im Koran versus ersten Buch Mose und in der Genesis.

Wir wissen, dass es im Koran nur eine einzige Geschichte gibt, die einigen Versen ähnelt, nämlich die Geschichte von Lot (Lut) und seinem Stamm, die ihren Ursprung in etwa in der biblischen Sodom-Geschichte im ersten Buch Mose und in der Genesis hat. Nicht mehr und nicht weniger.

Aus all dem folgt nicht, dass der Koran homosexuelle Beziehungen gutheißt oder verbietet, solange sie anderen nicht aufgezwungen werden.

Faktum: Es ist klar, dass der Koran von seinen Gläubigen keine homosexuellen Beziehungen verlangt, sondern heterosexuelle. Aber er verbietet sie nicht. Solange sie nicht gegen den Willen des Menschen geschehen. Und umgekehrt. Was der Koran verbietet, ist Unterdrückung und Tyrannei, was er will, ist die Beziehung zwischen den Geschlechtern.

Faktum: Lot ist, wie Sie wissen und in den offenen Quellen nachlesen können, eine jüdische und christlich-biblische Gestalt, die auch im Koran erwähnt wird, und zwar an der einzigen Stelle im Koran, an der von homosexuellen Beziehungen die Rede ist, die eigentlich noch weicher ist, als in der Bibel.Das Wort Homosexualität kommt im Koran nicht vor. Man kann in das Wort Gottes, etwas was nicht ausschließlich vorkommt, nicht einfach hineininterpretieren. Sowas ist Halbwissen, Frechheit, vor allem aber Götzendienst. ( Arabisch: Schirk)

Nach dem Buch Genesis (Gen 11,27-31 EU) war Lot der Sohn Harans und damit ein Neffe Abrahams, mit dem er, mit Familie und Herden, aus Mesopotamien nach Kanaan einwanderte und sich dort niederließ: Abraham als Hirtenpatriarch, Lot als Städter in Sodom am heutigen Toten Meer (Gen 13,12 EU). Nach dem Bericht des Lukasevangeliums bezog sich Jesus auf die Ereignisse um Lot und Sodom: „Und es wird sein wie zu Lots Zeiten: Sie aßen und tranken, sie kauften und verkauften, sie pflanzten und bauten. Aber an dem Tag, an dem Lot von Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel, und alle kamen um. So wird es auch an dem Tag sein, an dem der Menschensohn geoffenbart wird“ (Lk 17,28-30 EU). In Lk 17,32 EU erinnert Jesus in diesem Zusammenhang besonders an das Schicksal der ungehorsamen Frau Lots: „Denkt an die Frau des Lot!“

Der Koran (Quellen: 1. Koran, Kapitel Hud, Verse: 78-82, 2. Koran, Kapitel Hijr, Verse: 31-77, 3. Koran, Kapitel Anbiya, Vers 78, 4. Koran, Kapitel Ankebut, Verse: 28-35, 5.) sieht die in der Bibel vorkommenden Propheten Lot, Abraham, Moses, Israel, Joseph, Jesus, David, Salomo (ca. 27 Propheten werden im Koran erwähnt) als muslimische Propheten und erzählt de facto die selben Gleichnisse mit einigen wichtigen Unterschieden und quasi Korrekturen einiger Stellen. Hauptthema des Lot-Gleichnisses im Koran: Es geht um Tyrannei, Ausbeutung, Gewalt und Unterdrückung und nicht um exklusiv um Homosexualität.

Es heißt nämlich: „Sie waren sehr grausame Unterdrücker“

Unterdrückung bedeutet Entrechtung. Damit an einem Ort Unterdrückung herrscht, muss es Zwang, Verbote, Behinderungen, Straßensperren, Hausdurchsuchungen, Erschießungen, Mord, Diebstahl usw. geben.

Die Führer des Volkes von Lot taten all diese Dinge. Dies wird im Koran beschrieben. Sodomie war nur eines der Dinge, die die Führer des Stammes Lot taten. Es geht um Gewalt und Ausbeutung. Der Grund für ihre Zerstörung war, dass sie dies durchsetzten und versuchten, jeden zu zwingen, das Objekt ihrer eigenen Wünsche und Launen zu werden, einschließlich Homosexualität. Wenn man die oben zitierten Koranverse liest, kann man zusammenfassend sagen, dass das Hauptthema des Gleichnisses von Lot Tyrannei und Unterdrückung ist.

Unwissenheit bzw. Halbwissenheit mit viel Unachtsamkeit
Hier nehmen die traditionellen Anhänger des Islam, die außerhalb des Korans niedergeschriebenen Lügen und Verleumdungen gegen den Propheten als Verbot und Gebot war.  Siehe dafür einige afrikanische Staaten und weitere, muslimisch geprägte Länder. Diese Unwissenheit bzw. Halbwissenheit mit viel Unachtsamkeit zu dem Fakt, dass nur der Koran als einzig verbindliche Norm und Richtschnur zu gelten hat bzw. im Falle eines Falles als verbindliche Norm heranzuziehen ist, wird gerne unter den Teppich gekehrt.

Himmel und Hölle

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„Der Titel „Kulturhauptstadt Europas“ wird seit 1985 an Städte und Regionen in Europa verliehen. Erstmals in der Geschichte findet dies 2024 in einer inneralpinen, ländlich geprägten Region statt. Die Bannerstadt Bad Ischl plus 22 weitere Gemeinden in Oberösterreich und der Steiermark entwickeln eine Kulturregion, die sich durch das Zusammenwirken von Kunst, Kultur, Wirtschaft und Tourismus neu erfindet.“, so die förmliche Erklärung aus dem Salzkammergut.

Das offizielle Buch zur Europäischen Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 „Salz Seen Land“ mit 60 Textbeiträgen namhafter Autoren ist eine lohnende Lektüre.  Herausgeberinnen sind Elisabeth Schweeger (Intendantin des Kulturhauptstadtjahres) und Julia Kospach.  Einen Beitrag zum Buch „Salz Seen Land“ hat der Ehrenpräsident der Europäischen Journalisten und Autor Otmar Lahodynsky verfasst, den wir unter dem Titel Himmel und Hölle“ gerne veröffentlichen.

 


Von Otmar Lahodynsky, Linz, 21.02.2024

Im Salzkammergut kam es zu mehreren, meist erzwungenen Auswanderungswellen. Zunächst wurden Protestanten nach Siebenbürgen deportiert, später wanderten arbeitslose Holzknechte und Salinenarbeiter in die Waldkarpaten Galiziens und in die USA aus. In der NS-Zeit wurden die Juden zunächst in die Emigration getrieben und später im Holocaust ermordet. 

Der neue Glaube war stärker als die Liebe zur alten Heimat. 620 Protestanten wurden zwischen 1734 und 1737 aus dem Salzkammergut nach Siebenbürgen zwangsdeportiert. Einer von ihnen schrieb sein Schicksal an ein Haus in Großau bei Hermannstadt (Sibiu): „Ich bin ein armer Exulant … Man hat mich aus dem Vaterland vertrieben um des Wortes Gottes willen“.

Nach der Reformation durch Martin Luther waren viele Bauern, aber auch Handwerker und Adelige zum evangelischen Glauben übergetreten. Die Gegenreformation erreichte auch entlegene Dörfer des inneren Salzkammergutes, wo die Mehrheit der Bevölkerung dem neuen Glauben treu blieb. Im Raum Bad Goisern feierten die Protestanten weiterhin in Höhlen Messen in deutscher Sprache.

So kam es unter Kaiser Karl VI. 1734 zu den ersten Deportationen. 47 Familien mit 259 Personen aus Hallstatt, Goisern und Ischl waren die ersten, die nach Siebenbürgen zwangsumgesiedelt wurden. Ihr Besitz sollte verkauft und der Erlös in die neue Heimat geschickt werden, was aber in vielen Fällen nicht geschah.
Da die erhoffte abschreckende Wirkung der Deportationen auf die Evangelischen im Salzkammergut weitgehend ausblieb, wurden bis 1737 weitere Deportationen durchgeführt, sodass insgesamt 624 Personen nach Siebenbürgen umgesiedelt wurden.

Die meisten „Umsiedler“, wie sie von den Behörden genannt wurden, begannen ihr neues Leben in Neppendorf und Großau, zwei Dörfern in der Nähe von Hermannstadt (heute Sibiu) in Rumänien. Sie mussten sich mit den bereits ansässigen Siebenbürger Sachsen aus dem Rheinland arrangieren. Unter Kaiserin Maria Theresia folgten von 1752 bis 1757 weitere Deportationen von unbeugsamen Protestanten – den so genannten Landlern – nach Siebenbürgen, insgesamt 2052 Personen. Versprechungen von Ackerland und Steuerfreiheit wurden oft nicht eingehalten.

 

Das Zusammenleben mit den Sachsen war nicht frei von Konflikten. So saßen Landler und Sachsen in den evangelischen Kirchen getrennt. Lange Zeit gab es auch getrennte Schulen, da sich die beiden Gruppen auch in der Sprache unterschieden. Erst langsam wuchsen die beiden Volksgruppen zusammen, auch durch Mischehen.
Ab 1775 kam es zu einer neuen Auswanderungswelle aus dem Salzkammergut, diesmal jedoch auf freiwilliger Basis. 224 Auswanderer – die meisten aus Bad Ischl, Ebensee und Bad Goisern – meldeten sich freiwillig, um als Holzknechte und Arbeiter im Salzbergbau in den Waldkarpaten Galiziens (heute Ukraine und Rumänien) ein neues Leben zu beginnen. Als Gegenleistung durften sie einen Priester und einen Lehrer mitnehmen. Außerdem erhielten sie ein Grundstück für den Hausbau und je zwei Stück Vieh. Die Dörfer erhielten Namen wie Deutsch-Mokra, Königsfeld oder Franzdorf. „Von den vertraglichen Versprechungen wurde aber nur wenig eingehalten“, sagt Franz Gillesberger, Leiter des „Museum.Ebensee“. Dort ist noch immer die Ausstellung „Himmel und Hölle“ über die Auswanderer aus dem Salzkammergut zu sehen, die Teil der Landesausstellung 2008 war.

(c) Otmar Lahodynsky -Die Kirchenburg in Grossau, wo die Familien (Siebenbürger Sachsen und Landler aus dem Salzkammergut) bei Angriffen der Mongolen, Awaren etc. Zuflucht fanden.

Anfangs lebten die „Landler“ in Hütten und wären – wie Briefe in die alte Heimat zeigen – am liebsten gleich wieder nach Hause gefahren. Doch mit Fleiß und Geschick brachten sie es zu bescheidenem Wohlstand. Brauchtum, Tracht, Musik und Dialekt aus dem 1100 Kilometer entfernten Salzkammergut wurden von den Landlern in den Karpaten wie in Siebenbürgen weiter gepflegt.

Aus Rumänien wanderten unter dem Regime von Nicolae Ceausescu und nach der Wende 1989 viele Landler nach Deutschland aus, wo sie finanziell unterstützt wurden und auch Pensionen erhielten. Eine solche Starthilfe gab es in Österreich nicht, weshalb nur wenige Landler in ihre alte Heimat zurückkehrten. Das Land Oberösterreich organisiert regelmäßig Hilfslieferungen und Weihnachtsgeschenke.
In den Dörfern der heutigen Ukraine leben heute nur mehr wenige Menschen mit Wurzeln im Salzkammergut. Diesen „letzten Österreichern“ hat der Südtiroler Regisseur Lukas Pitscheider im Jahr 2020 einen Dokumentarfilm gewidmet, in dem die Herkunft der Auswanderer freilich unerwähnt bleibt.

(c) Otmar Lahodynsky- Ein Haus eines Landlers in Grossau bei Hermannstadt (rumänisch Sibiu)

Im 19. Jahrhundert kam es zu weiteren Auswanderungswellen aus dem Salzkammergut, diesmal in die Vereinigten Staaten von Amerika. Gründe dafür waren Hungersnöte oder fehlende Erwerbsmöglichkeiten außerhalb des Salz- und Holzsektors. Gleichzeitig machten Produktionsumstellungen in den Salinen viele Beschäftigte arbeitslos. Der Historiker Michael Kurz aus Bad Goisern hat die Spuren der neuen Migranten in den USA erforscht: „Mit dem Konkordat von 1855 wurden Teile des Toleranzpatents aufgehoben, was den Protestanten die Ausübung ihres Glaubens wieder erschwerte. Viele Auswanderer ließen sich in den landwirtschaftlich geprägten Staaten Wisconsin und Missouri nieder“. Nach der US-Gesetzgebung von 1862 erhielt jeder Einwanderer ein Grundstück von 60 acres (entspricht ca. 24 Hektar). Im Telefonbuch von Jackson/Missouri finden sich viele typische Salzkammergut-Namen wie Reisenbichler, Loidl oder Putz.

Der aus Ebensee stammende Priester Friedrich Xaver Katzer brachte es in den USA 1890 sogar zum Erzbischof von Milwaukee. Auch die berühmte amerikanische Dichterin Sylvia Plath (1932-1963) hatte familiäre Wurzeln im Ausseerland.

Mit dem Aufstieg Adolf Hitlers in Deutschland begann auch im Salzkammergut die Verfolgung der Juden. Bereits Anfang der dreißiger Jahre kam es in Bad Ischl zu Protestmärschen gegen jüdische Geschäftsleute. Bald nach Hitlers Einmarsch in Österreich, im März 1938, wurden ihre Geschäfte und Häuser arisiert. In Ischl betraf dies 60 Objekte, in Gmunden und Aussee ebenso viele. Das Schicksal des jüdischen Ebenseer Apothekers Sigmund Berger ist im Museum.Ebensee akribisch dokumentiert. Ihm gelang 1939 zunächst die Flucht nach Großbritannien, doch nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde er mit vielen anderen Österreichern und Deutschen nach Australien abgeschoben. Erst 1943 durfte er in die USA auswandern. Doch das Schiff mit den Emigranten sank und Berger ertrank.

Mehr Glück hatte der Komponist Erich Wolfgang Korngold (Oper „Die tote Stadt“), der Anfang 1938 von Hollywood den Auftrag für eine Filmmusik erhielt und mit seiner Familie rechtzeitig die Heimat verlassen konnte. In seinem Haus in Kalifornien stand auf dem Schreibtisch ein Foto, das den Blick von seinem geliebten Landgut bei Gmunden auf den Traunstein zeigte.

Der Operettenlibrettist Fritz Löhner-Beda, der viele Texte für Franz Lehár schrieb, konnte nicht mehr ausreisen. Er und seine gesamte Familie wurden in den Lagern der Nationalsozialisten ermordet. Über das Schicksal der Juden im Salzkammergut arbeitet das Zeitgeschichte-Museum Ebensee derzeit an dem Buch „Jüdische Familien im Salzkammergut“, für das bereits 160 Einzelschicksale recherchiert wurden.

Das Salzkammergut wurde in drei Jahrhunderten von verschiedenen Auswanderungswellen geprägt: Zuerst die Zwangsdeportation der Protestanten, dann die Arbeits- und Wirtschaftsmigration in die Waldkarpaten und in die USA und in der NS-Zeit die Enteignung und erzwungene Auswanderung oder Ermordung der Juden. Sie alle haben Spuren hinterlassen. ( Otmar Lahodynsky, Türkische Allgemeine, 21.02.2024)

https://www.salzkammergut.at/

https://www.salzkammergut-2024.at/

Türkei: Säkulare Frauenrechtsanwältin Feyza Altun wegen Scharia-Twitter(X) verhaftet

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Türkische Allgemeine, Murat Bozkir, Istanbul, 20.02.2024


ISTANBUL.
Feyza Altun, eine bekannte Anwältin, Menschenrechtsaktivistin und Fernsehmoderatorin in der Türkei, wurde wegen ihrer Kommentare auf der Social-Media-Plattform X  verhaftet. Der AKP-Vorsitzende und Präsident Erdogan sagte am 1. Februar: „Feindschaft gegen die Scharia ist Feindschaft gegen die Religion selbst“.

Altun hatte am Vortag auf ihrem X-Account ein persisches Gedicht gepostet. Ein anderer Social-Media-Nutzer veröffentlichte unter Altuns Beitrag einen sarkastischen Kommentar mit den Worten „Feyza erlebt einen Scharia-Angriff“.

Auf diesen Kommentar antwortete Altun mit „Şeriate sokayım“, einer vulgären Ausdrucksweise, die in etwa mit „Scheiß Scharia“ übersetzt werden kann.

Als Reaktion auf die Äußerungen über sie sagte Feyza Altun später: „Die Republik Türkei ist säkular und wird säkular bleiben.

Die Staatsanwaltschaft von Beykoz leitete von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren gegen die Rechtsanwältin Feyza Altun wegen ihrer Äußerungen in den sozialen Medien ein und berief sich dabei auf Artikel 216/1 des türkischen Strafgesetzbuches, in dem es heißt:

„Wer offen zur Feindschaft zwischen verschiedenen Teilen der Öffentlichkeit aufgrund von sozialer Klasse, Rasse, Religion, Sekte oder Region aufruft, wird mit einer Freiheitsstrafe von einem bis zu drei Jahren bestraft, wenn eine unmittelbare und eindeutige Gefahr für die öffentliche Sicherheit besteht.“

Nach heftigen Protesten der säkularen NGOs in der Türkei wurde Altun am nächsten Tag mit einem Ausreiseverbot und der Auflage, sich zwei Tage pro Woche auf der Polizeistation zu melden, freigelassen. Es wird erwartet, dass gegen Altun bald Anklage erhoben wird, damit die säkularen BürgerInnen in der Türkei nicht ihre Ruhe bekommen.

Was war zuvor geschehen?

Erdogan: „Feindschaft gegen die Scharia ist Feindschaft gegen die Religion selbst“.

Am 1. Februar 2024 verteidigte Staatspräsident und AKP-Vorsitzender Recep Tayyip Erdoğan in seiner Rede anlässlich der Abschlussfeier der Religionsoffiziersanwärter des ersten Semesters der Dyanet-Akademie, die der DITIP in Deutschland und der ATIB in Österreich angeschlossen ist. Die Gruppen, die auf den Fluren der Gerichtsgebäude Scharia-Parolen skandieren und bei Demonstrationen die Kalifatsflagge hissen.

Erdoğan verteidigte die Sekten und Gemeinschaften, die ein Scharia-Kalifat fordern, und nahm die säkulare Republik wie folgt ins Visier. „Feindschaft gegen die Scharia, die die Gesamtheit der Lebensregeln des Islam darstellt, ist Feindschaft gegen die Religion selbst“, sagte Erdoğan. Erdoğan wandte sich auch gegen die Anwaltskammern, die Strafanzeige wegen der Tawheed-Fahne gestellt hatten.

Der CHP-Abgeordnete Gani Aşık sagte: „Scharia ist nicht gleich Islam. Es ist am besten, diejenigen, deren Wissen über die Religion oberflächlich ist, und diejenigen, die es sich zur Gewohnheit gemacht haben, die Religion in Wahlkampfzeiten auszunutzen, dem Urteil der Wähler zu überlassen“.

ISLAM HÖRT AUF, RELIGION ZU SEIN

Der Theologe und Philosoph Prof. Dr. Filiz erklärte, die Scharia sei nicht dasselbe wie der Islam: „Der Islam hat Glauben, Moral, Gottesdienst und die Scharia. Die Scharia ist kein Glaubenssystem. Die Scharia ist nur eine Sammlung von Gesetzen für das Familienrecht, das Strafrecht und das öffentliche Recht. Auch diese Regeln ändern sich ständig. Im Koran heißt es: „Wir haben jedem Volk eine Scharia gegeben. Es gibt keine einheitliche Scharia, es gibt nur einen Islam. Die sich ständig wandelnde Scharia kann nicht mit dem Islam gleichgesetzt werden. Wenn der Islam etwas geopfert werden soll, das sich ständig ändert, dann hört der Islam auf, eine Religion zu sein“.
„Es gibt keine Flagge namens Kelimei tevhit“, sagte Filiz, „diese Flagge ist eine Nationalflagge, die den Saudis gehört. Diese Flagge enthält nichts Heiliges. Die Republik und Atatürk anzugreifen, indem man diese Fahne entrollt, ist eine Art, die Menschen mit Gott zu betrügen.

MITTELALTERLICHE SEHNSUCHT

Der theologische Schriftsteller Cemil Kılıç sagte: „Man kann nicht gleichzeitig Scharia-Anhänger und Muslim sein. Die Scharia ist eine parallele Religion, eine Alternative zum Islam. Wir sind keine Anhänger der Scharia, wir sind Muslime. Die Verteidigung der Scharia ist in Wirklichkeit eine Feindschaft gegen den Islam.

Hüsnü Bozkurt, Vorsitzender der Atatürkistischen Denkervereinigung, betonte, dass die Annahme der Religionsakademie und ihre Verabschiedung durch das Parlament gegen das Tawhid-i Tedrisat-Gesetz und Artikel 174 der Verfassung verstoße.

Die Anwältin Şükran Eroğlu sagte: „Zu sagen, dass die Scharia eine Vorschrift der Religion ist, ist nicht unvereinbar mit den Regeln der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit“.

Der pensionierte Mufti, eine Art religiöse Autorität in den Moscheen, Gani Aşık, sagte: „Wer sich nach der Scharia sehnt, sehnt sich nach dem Mittelalter. Scharia ist nicht gleich Islam. Am besten ist es, wenn die Wählerinnen und Wähler zwischen denen wählen, deren Wissen über die Religion oberflächlich ist, und denen, die es sich zur Gewohnheit machen, die Religion in Wahlkampfzeiten politisch zu instrumentalisieren, wie es jetzt der Fall ist.

Die Vorsitzende des Frauenverbandes, Şenal Sarıhan, sagte am 29. Oktober: „Das System wird in eine Zeit getragen, in der antisäkulare Praktiken vorherrschen. Diejenigen ins Visier zu nehmen, die zum Laizismus aufrufen bedeutet die Gesellschaft ins Visier zu nehmen. Diejenigen, die gestern die verfassungsmäßigen Rechte mit Füßen getreten und verletzt haben, verteidigen heute die Scharia“.

Nazan Moroğlu, Koordinatorin der Istanbuler Frauenorganisation Union, fragte: „Wird die Türkei um 100 Jahre zurückgeworfen?“( Türkische Allgemeine, Murat Bozkir, Istanbul, 20.02.2024)

OSZE im Abseits: Quo vadis, OSZE?

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Leitartikel, Türkische Allgemeine, Wien, 20.02.2024


Ende dieser Woche, am 22. und 23. Februar, tagt in Wien die Parlamentarische Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Es werden 238 Parlamentarier aus 55 Staaten erwartet: Russland hat sich entschieden nicht mehr an der Versammlung teilzunehmen. Es wird erwartet, dass die Duma ihre Mitgliedschaft kündigt. Weißrussland könnte folgen. 

Die Zusammenarbeit der Regierungen in der OSZE mit Sitz in Wien manifestiert sich jeden Donnerstag in der Vollversammlung der 57 Botschafter einschließlich Russlands. Gemeinsame Beschlüsse gibt es seit Beginn des Krieges in der Ukraine, am 24. Februar, kaum mehr. Es gilt das Einstimmigkeitsprinzip, das auch bei der Aufnahme neuer OSZE-Mitglieder große Probleme bereitet. Einen gemeinsamen OSZE-Haushalt gibt es  im dritten Jahr nicht.

Mühsam einigte man sich auf Malta als das jährlich wechselndes Vorsitzland für 2024.

Die deutsche OSZE-Generalsekretärin Helga Schmid, der Leiter des Warschauer Büros für Wahlbeobachtung und Menschenrechte, der Italiener Matteo Mecacci, der Hohe Kommissar für Minderheiten, der Kasache Kairat Abdrachmanow, und die Beauftragte für Medienfreiheit, die Portugiesin Teresa Ribeiro, wurden mit Mühe in ihren Amtszeiten um neun Monate, bis September dieses Jahres, verlängert.

Normal wären drei Jahre, aber darauf wollten sich die Russen nicht einlassen. Sie sind noch nicht ganz draußen. Allerdings spielen sie in der Rüstungskontrollpolitik schon seit 2008 nicht mehr voll mit. Inzwischen haben sie und die USA diverse Abkommen, wie „Open Skies“ zur Überwachung von Militärmanövern, im gegenseitigen Einvernehmen gekündigt. Zwar tagt noch jeden Mittwoch ein OSZE-Sicherheitsforum, das aber seit 2009 keine konkreten Ergebnisse mehr erzielt.

Eigentlich will Finnland im kommenden Jahr eine Geburtstagsfeier zum 50. Jahrestag der OSZE organisieren, die damals mit dem Namen „Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit“ (KSZE) in Helsinki gegründet wurde. Es ist mehr als zweifelhaft, ob dies noch möglich sein wird.

12 Büros in Ländern wie Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Serbien und anderswo sollen seit dem Ende der jeweiligen Kriege der Demokratie Auftrieb geben und die Menschenrechte verankern. In Bosnien hat die OSZE kein Rezept gefunden, die Serben von ihrer Obstruktionspolitik gegenüber der Zentralregierung in Sarajevo abzubringen. Im Norden des Kosovo müssen NATO-Soldaten der KFOR für Ruhe sorgen. Die OSZE hat es seit 1999 leider nicht geschafft, Serben und Kosovo-Albaner zu einem gedeihlichen Zusammenleben zu bewegen.

Mit der russischen Invasion der gesamten Ukraine vor zwei Jahren brach die OSZE-Beobachtermission in der Ukraine zusammen. Sie war nach der Annexion der Krim, des Donbass und von Luhansk eingerichtet worden, um den angeblichen Waffenstillstand zu überwachen, mit Zustimmung der Russen. Drei lokale Mitarbeiter, die zu Beginn des Krieges 2022 in der Ostukraine waren, befinden sich noch immer in russischer Gefangenschaft.

In einer Koalition der Freiwilligen geben nun vor allem westliche Staaten Geld für Projekte wie Minenräumung, Cyberabwehr und ähnliches in der Ukraine aus. 75 lokale Kräfte sind mit Hilfe der OSZE in der Restukraine aktiv.

Bei der Parlamentarischen Versammlung Ende der Woche wird es auch darum gehen, so die österreichische Abgeordnete Gudrun Kugler, Österreichische Volkspartei (ÖVP), „Lösungsansätze zu finden, wie man wieder an die Idee der KSZE-Gründer anknüpfen kann“. Damals sei es um Menschenrechte, Anerkennung von Grenzen und wirtschaftliche Zusammenarbeit gegangen. Gerade heute bräuchten die geopolitischen Veränderungen eine Organisation wie die OSZE und ihre Parlamentarische Versammlung umso mehr.

Die Organisation OSZE selbst nimmt für sich in Anspruch, auch im Zentralkaukasus etwas bewegen zu können. Im vergangenen Jahr brachte Generalsekretärin Helga Schmid, die Umwelt- und Außenminister der Region, mit ihren westlichen Kollegen in Wien zusammen. Auf deutschen Vorschlag hin wurde ein Klimafonds eingerichtet. Deutschland ist mit 2,5 Millionen Euro bisher der einzige Einzahler. Warum beteiligen sich die anderen Länder nicht?

Das österreichische Außenministerium bezeichnet die Ankündigung Russlands nicht mehr in der Parlamentarischen Versammlung mitzuarbeiten als das Einreißen einer weiteren Brücke in einer Zeit, in der Brücken gebaut werden müssen. Wieder einmal dramatische Nachrichten aus der OSZE, wo man heute von einem bereits stattfindenden hybriden Dritten Weltkrieg spricht und den Ausbruch eines konventionellen Dritten Weltkrieges befürchtet.

Die Türkei und die OSZE

Die laizistische Republik Türkei wird von einer Regierung in Ankara geführt, welche die antidemokratischen Scharia-Gesetze befürwortet und die Demokratie in allen Lebensbereichen, vom Bildungsministerium in den Schulen bis zu den Urteilen des Verfassungsgerichts, mit Füßen tritt und den Rechtsstaat de facto zerstört. Die Regierung hat die Korruption zum Lebensstil erhoben und hat eine 524 km lange Grenze mit dem Iran, eine 378 km lange Grenze mit dem Irak und eine 877 km lange Grenze mit Syrien. All diese Grenzen sind für die Regierung in Ankara seit Jahren zu einem Sicherheitsrisiko geworden, an dem die moderne einheimische Bevölkerung mit den einheimischen und kommenden reaktionären Sekten in Angst und Schrecken versetzt wird und der kommende Tag X erwartet wird. Der Tag X, an dem die Demokratie und die laizistische Republik in der Türkei nicht nur de facto, wie jetzt, sondern auch de jure abgeschafft werden!

Ob es uns gefällt oder nicht, das Migrationsproblem kann nach Meinung von Experten nicht nur als humanitäres Problem behandelt werden. Vielmehr werden Migration und Einwanderung heute als Waffe in den internationalen Beziehungen eingesetzt. Das Konzept der „Massenmigrationswaffen“ hat längst Eingang in die wissenschaftliche Weltliteratur gefunden. Migration dient nicht in erster Linie dazu, Menschen in Not zu helfen. Im Rahmen bestimmter geopolitischer Projekte werden weltweit Massen von Migranten als Waffen eingesetzt und systematisch in andere Länder geschickt. Darüber hinaus erpressen Regierungen Migranten, um politische Macht und Geld zu erlangen. Laut Kelly Greenhill, einem der bekanntesten Experten auf diesem Gebiet, ist die Migrationswaffe in der jüngeren Geschichte keine Ausnahme: Zwischen 1951 und 2021 wurde sie mindestens 81-mal eingesetzt.

Das dürfen wir nicht vergessen. Die insgesamt 1.779 km lange Grenze ist im Wesentlichen ebenso wie die griechische und die bulgarische Grenze auch als EU-Grenze, an von der sehr viele irreguläre oder illegale Migranten gezielt in die Türkei gelenkt werden.

Die Türkei steckt in einem großen Sumpf, der dringend trockengelegt werden muss. Die Regierung in Ankara reagiert weiterhin mit Versprechungen, das 21. Jahrhundert werde das Jahrhundert der Türkei sein, was die Türkei im World Organised Crime Index 2023 auf Platz 1 in Europa und Platz 14 in der Welt bringt. Wir sehen heute, dass Migration und Einwanderung keine unschuldigen Themen sind. Die Anstiftung zur Massenmigration zielt entweder darauf ab, Geld zu erpressen, politische Vorteile zu erlangen, die demographische Struktur eines Landes zu verändern oder die Sicherheit des Landes zu gefährden. Westliche Regierungen wissen viel über diese Themen, auch wenn sie es nicht offen zugeben wollen, und in den OSZE-Berichten sieht man hier wenig, wenn es das größte Problem des 21. Jahrhunderts ist und bleiben wird.

Das sind erhebliche Sicherheitsrisiken für die Türkei und für die EU. Was tut die OSZE hier? In Bezug auf Iran, Syrien und Irak kann sie nichts tun, weil diese nicht Mitglied sind. Ex-Präsident Trump hat das Iran-Abkommen, das die EU unterstützt hat, aufgekündigt.

Zypern und die OSZE

Da ist die OSZE leider außen vor, genauso wie beim Zypernkonflikt, wo die OSZE nur sagen kann, wir können uns nur an den Konsens halten, den wir vor 50 Jahren vereinbart haben, mehr nicht.

Kosovo, Serbien und die OSZE

Ebenso im Kosovo-Serbien-Konflikt. Nicht nur die OSZE ist im Kosova in der Polizeiausbildung und Korruptionsprävention in den Seminaren aktiv. Das machen auch die EU und die Regierung in Kosova. Die Russen haben enormen Einfluss in Serbien und sehen Serbien als Selbstbedienungsladen, wo die serbische Regierung das sehr gut gegen die EU und die USA ausnutzt oder ausnutzen muss. Da braucht man die OSZE, aber die ist de facto außen vor.

Wer ist die OSZE? Selbstdefinition

„Mit ihren 57 Teilnehmerstaaten in Nordamerika, Europa und Asien ist die OSZE
die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa – die größte regionale Sicherheitsorganisation der Welt. Durch politischen Dialog und praktische Arbeit setzt sich die OSZE für dauerhafte Stabilität, Frieden und Demokratie für mehr als eine Milliarde Menschen ein.

Die OSZE bietet ein Forum für den politischen Dialog über ein breites Spektrum von Sicherheitsfragen und eine Plattform für gemeinsames Handeln mit dem Ziel
die Lebensbedingungen von Menschen und Gemeinschaften zu verbessern.

Die OSZE trägt dazu bei, Gegensätze innerhalb und zwischen Staaten zu überbrücken und Vertrauen und Zusammenarbeit zu fördern, Vertrauen und Kooperation aufzubauen. Wo Instabilität herrscht, setzt sich die OSZE für Konfliktverhütung, Krisenbewältigung und Konfliktnachsorge ein.

Durch ihre Institutionen, ihre Fachabteilungen und ihr Netz von Feldoperationen befasst sich die OSZE mit Themen, die unsere gemeinsame Sicherheit betreffen, wie Rüstungskontrolle, Terrorismus, gute Regierungsführung, Energiesicherheit, Menschenhandel, Demokratisierung, Medienfreiheit und nationale Minderheiten“.

So die Selbstdefinition der OSZE, die in Wien an den schönsten und teuersten Adressen wie der glamourösen Hofburg und seit 2007 auch im eleganten Palais Pálffy in der Wallnerstraße (Hauptsitz) den Sitz des Generalsekretariats und der wichtigsten Gremien hat.

Qua vadis OSZE?

Wir haben das Gefühl, dass nach diesen Fakten, die wir über die OSZE beschrieben haben, auch nach dieser Selbstdefinition die OSZE überall ein Außenseiter ist.  Quo vadis OSZE?

Wir brauchen die OSZE mehr denn je

Das Bestehen der OSZE ist dringender denn je. Nachdem die Zahl der konventionellen und hybriden Kriege in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen ist und die nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, mit Tränen und viel Arbeit, aufgebauten festen oder halbwegs funktionierenden freiheitlichen, vielfältigen, liberal-demokratischen rechtsstaatlichen Grundstrukturen und ihre Errungenschaften nach so vielen Jahren vor unseren Augen zerstört werden , die EU und die OSZE leider Appeasement-Politik betreiben , brauchen wir die Plattform OSZE dennoch für die Zeit nach den Kriegen.

Sicherheit und Zusammenarbeit

 

Europa ist in vielerlei Hinsicht weder das Zentrum noch das Epizentrum der Welt. Aber es ist zweifellos eines der wichtigsten Museen für Barbarei und Zivilisation in der Geschichte der Menschheit der letzten 2500 Jahre.

Europa ist ein Museumskontinent, der durch Kriege, Massaker, Völkermord, Heuchelei, Machiavellismus, Ausbeutung und Koalitionismus mit viel Blut, Schmerz, Hass, Liebe, Tränen in den Augen, diktatorischem, reaktionärem, religiösem Faschismus, biologischem und kulturellem Rassismus selbst geschaffen und in die Welt exportiert wurde. Dies ist eine sehr traurige Erfahrung, die für die Zukunft der Menschheit und insbesondere für die Menschen, die in der EU leben, von großer Bedeutung ist.

Die „Europäische Union EU“ in Europa ist ein aus diesen Erfahrungen entstandenes Friedensprojekt, das gerade heute mehr denn je auf Sicherheit und Zusammenarbeit angewiesen ist. Daher kommt der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) eine enorme Bedeutung zu. Denn im 21. Jahrhundert verändern sich die Rahmenbedingungen rasant, es ist sehr schwierig, sich darauf einzustellen, und es steht viel auf dem Spiel.

Für den Frieden in Europa brauchen wir aus diesen 2500 Jahren europäischer Geschichte in vielfältigen, freiheitlich-demokratischen, rechtsstaatlichen Grundordnungen großartige, selbstbewusste, wahrhaft patriotische, aber nicht unter dem Vorwand des Patriotismus kulturrassistische, wehrhafte demokratische, visionäre, edle und tugendhafte PolitikerInnen und BürokratInnen und keine korrupten, parteisoldatischen, anstandslosen, makiavalistischen und erpressbaren.

Wir brauchen Frieden! Dazu brauchen wir wehrhafte und tugendhafte DemokratInnen. Wir brauchen Sie mehr denn je, die Sie mit edlem und tugendhaftem Rittergeist als Götzenzerstörer und Götzenbrecher für den Frieden eintreten.

Deshalb! Die drängenden Fragen

Deshalb müssen wir die Frage stellen: Ist die OSZE heute bloss eine   Stelle für selbstverliebte und hoch bezahlte DiplomatInnen und PolitikerInnen, die sich auf Kosten der SteuerzahlerInnen einen ausgedehnten Urlaub oder Wochenendausflug, in die schöne Kaiserstadt und Kulturmetropole Wien gönnen?

Die zweite dringende Frage, die wir uns in der „offenen Stadt Wien“, aus der auch Karl Popper stammt, der allerdings mit 35 Jahren ins Exil gehen musste (1937), in aller Freundschaft stellen müssen, lautet: Was muss getan werden, damit die OSZE nicht zu einer „Außer Spesen nichts gewesen“-Organisation wird? ( Türkische Allgemeine, Leitartikel, 20.02.2024)

Quellen: 

 

2024: AGİT sanki kenara itilmiş durumda! Quasi vadis, AGİT?

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2024: AGİT sanki kenara itilmiş durumda! Quasi vadis, AGİT?

Merkezi Viyana´da olan “Avrupa Güvenlik ve İşbirliği Teşkilatı (AGİT) Parlamenter Asamblesi”, 22 ve 23 Şubat tarihleri arasında en üst düzeyde toplantı için üyeleriyle bir araya geliyor. Otuz yıldır gelişmeleri Viyana’dan  takip eden Birol Kılıç, gözlemleri ve mülakatlarından çıkan okumalarını “AGİT sanki kenara itilmiş durumda! Quasi vadis, AGİT?” başlığıyla şöyle analiz etti.

Birol Kılıç, Viyana’dan analiz ve gözlemler, 19.02.2024

Önümüzdeki hafta sonunda, 22 ve 23 Şubat tarihlerinde, kısa adı AGİT (OSZE) olan „Avrupa Güvenlik ve İşbirliği Teşkilatı (AGİT) Parlamenter Asamblesi“ Viyana’da toplanacak. Viyana merkezli AGİT’te hükümetler arasındaki işbirliği, her Perşembe Rusya’nın da aralarında bulunduğu 57 büyükelçinin katıldığı genel kurul toplantısında kendini gösteriyor.

Toplantıya 55 ülkeden 238 parlamenterin katılması bekleniyor: Rusya artık AGİT toplantılarına katılmama kararı aldı. Rusya Devlet Federasyonu Duması’nın AGİT üyeliğini iptal etmesi bekleniyor. Beyaz Rusya’nın Başkenti Belarus da aynı yolu izleyebilir. Bu gelişmeler, Avrupa Güvenliği ve İşbirliği alanlarını, Rusya’nın Ukrayna sınırlarını işgali ve savaş açmasından sonra hayati derecede ilgilendiriyor ve otuz yıldan fazla merkezi Viyana olan AGİT toplantılarını izlememiz sebebiyle bizlere şu üç soruyu sorma yükümlüğünü tarihe not düşmek adına yüklüyor:

Tamam AGİT Siber saldırılarında bunun bir kaza mı yoksa başka bir ülkeden gelen bir saldırı mı olduğu konusunda diplomatik alanlarda kaynama olmadan iletişim sağlıyor.  AGİT bir AB, Avrupa Konseyi ve UNO değil ve diplomatik konuşma kanallarının açılmasında özellikle soğuk savaş döneminde önemli görevlerde bulundu. Ama bugün?

AGİT bu gelişmeler olurken nerede ?

AGİT kenara itilmiş durumda mı?

Quasi vadis (Nereye gidiyorsun), AGİT ( OSZE)?

Bu soruları sormamızın haklı sebeplerini tek tek hızlı bir şekilde uzmanlarla konuşmalarımızdan, yazılı metinleri dikkatli bir şekilde okuduktan ve tüm yazılı haberleri inceledikten sonra alt alta yazalım:

Ukrayna’da savaşın başladığı 24 Şubat 2022’den bu yana neredeyse hiç ortak karar alınmadı. AGİT’te oybirliği ilkesi geçerli ve bu da yeni üyelerinin başta kabulü konusunda büyük sorunlara neden oluyor. AGİT’in Ukrayna’nın başkenti Kiev’de yetmiş çalışanının 34 ülke tarafından desteklemesi önemli, özellikle mayın temizlenmesi ve Siber saldırılar karşısında.

Üç yıldır AGİT’in ortak bütçesi hala yok.

Zorlukla da olsa, yıllık rotasyonda 2024 yılı için Malta’nın başkan ülke olması konusunda anlaşmaya varılabildi.

Ocak 2021’de üç yıllığına göreve gelen Alman asıllı, AB’nin eski önemli diplomatı AGİT Genel Sekreteri Helga Schmid, Varşova Seçim Gözlem ve İnsan Hakları Ofisi Başkanı İtalyan Matteo Mecacci, Azınlıklar Yüksek Komiseri Kazak Kairat Abdrakhmanov ve Medya Özgürlüğü Temsilcisi Portekizli Teresa Ribeiro’nun görev süreleri zorluklar ve ricalarla 2024 Eylül ayına kadar dokuz ay uzatıldı. Üç yıl normal süresini Ruslar kabul etmedi.

Rusya 2008’den bu yana silahların kontrolü politikasına tam olarak dahil olmadı. Bu arada ABD ile askeri manevraların karşılıklı mutabakatla izlenmesine yönelik “Açık Semalar” gibi çeşitli anlaşmaları Rusya feshetti. AGİT güvenlik forumu hala her Çarşamba toplansa da 2009’dan bu yana somut bir sonuç elde edemedi.

Aslında Finlandiya, “Güvenlik ve İşbirliği Konferansı” adıyla kurulan AGİT’in 50. yıldönümü münasebetiyle önümüzdeki yıl bir doğum günü kutlaması düzenlemeyi planlıyor. Bunun hala mümkün olup olmayacağı şüpheli.

AGİT, Afganistan ve Tacikistan sınırında elinden geleni yapıyor ama yeterli değil. Afganistan’dan silah, uyuşturucu ve insan kaçakçılıkları büyük sorun.  Tacikistan ve Kırgızistan arasında sınırların sağlamlaştırılması olumlu bir adım.

AGİT için bir “ülkenin toprak bütünlüğü” önemli ve bu manada Azerbaycan ve Ermenistan arasında özellikle çok dikkat etmesi bekleniyor. AGİT’in Çin’de bulunan Uygur Türkleri hakkında ne tür adım attığı merak ediliyor.

Bosna-Hersek, Kosova, Sırbistan ve diğer ülkelerdeki AGİT 12 ofisi, ilgili savaşların sona ermesinden bu yana demokrasiyi teşvik etmek ve insan haklarını tesis etmek amacıyla kuruldu. Bosna’da AGİT, Sırpları Saraybosna’daki merkezi hükümete yönelik engelleyici politikalarından vazgeçirmenin bir yolunu bulamadı. Kosova’nın kuzeyinde KFOR’a bağlı NATO askerleri barışı sağlamak zorundayken, AGİT 1999’dan bu yana Sırpları ve Kosovalı Arnavutları birlikte uyum içinde yaşamaya ikna etmeyi ne yazık ki başaramadı. Bu bölge önümüzdeki dönemde Avrupa’nın göbeğinde bir ateş haline gelmeye, dışardan ve içerken kışkırtmalara çok müsait. Rusya’nın Sırbistan’ı özellikle Kosova konusunda resmen arka bahçesi olarak kullandığı haberlerini hem Almanca hem İngilizce yayınlanan açık kaynaklı raporlardan okuyabilirsiniz.

Rusya’nın iki yıl önce Ukrayna’nın tamamını işgal etmesiyle birlikte AGİT’in Ukrayna’daki gözlemci misyonu çöktü. Kırım, Donbass ve Luhansk’ın ilhakından sonra sözde ateşkesi izlemek üzere -Rusların rızasıyla- kurulmuştu. Savaşın başladığı 2022 yılında Ukrayna’nın doğusunda bulunan üç yerel çalışan halen Rusya’nın esareti altında. AGİT nerede duruyor? Kenarda mı duruyor?

Gönüllüler koalisyonunda özellikle Batılı ülkeler Ukrayna’da mayın temizleme, siber savunma ve benzeri projeler için para veriyor. 75 yerel güç AGİT’in yardımıyla Ukrayna’nın geri kalanında faaliyet gösteriyor.

AGİT örgütünün kendisi de Orta Kafkasya’da bir fark yaratabileceğini iddia ediyor. Genel Sekreter Helga Schmid geçen yıl bölgenin çevre ve dışişleri bakanlarını Batılı mevkidaşlarıyla Viyana’da bir araya getirdi. Almanya’nın önerisiyle bir iklim fonu kuruldu. Almanya 2,5 milyon avro ile şu ana kadar fona katkıda bulunan tek ülke. Diğer ülkeler neden maddi olarak bu fona katkıda bulunmuyor ?

Avusturya Dışişleri Bakanlığı, Rusya’nın Parlamenter Asamble’ye artık katılmayacağını açıklamasını, köprülerin inşa edilmesi gereken bir zamanda bir köprünün daha yıkılması olarak nitelendirdi.

Hibrit bir Üçüncü Dünya Savaşı’ndan söz edilen ve konvansiyonel bir Üçüncü Dünya Savaşı’nın patlak vermesinden korkulan bir ortamda önemli bir kurum olan AGİT’in aktif olarak nerede olduğu sorusu gündemde.

Türkiye ve AGİT

AGİT için Avrupa’nın güvenliğinin aslında Türkiye’den geçtiğini bilmemek için oldukça dar düşünceli ve iyi niyetten yoksun olmak gerek. Her alanda iktidar tarafından bataklığa dönüştürülen Türkiye, başta sınırındaki Avrupa’nın güvenlik alanında hem içinde hem dışında baş belası olacaktır.

Türkiye Ankara’da anti-demokratik şeriat yasalarını savunan ve okullarda Milli Eğitim Bakanlığı’ndan Anayasa Mahkemesi kararlarına kadar hayatın her alanında hukuku çiğneyen, hukukun üstünlüğünü fiilen yok etmiş, yer üstü ve yer altı doğası vahşi bir şekilde -Erzincan İliç’te görüldüğü gibi- son 22 yıldır yok edilen, yolsuzluğu bir yaşam biçimi haline getirmiş bir hükümet tarafından yönetilen laik Türkiye Cumhuriyeti’nin İran ile 524 km, Irak ile 378 km ve Suriye ile 877 km sınırı bulunmaktadır. Ve tüm bu sınırlar yıllardır Türkiye Cumhuriyeti ve seksen milyondan fazla vatandaşı için bir güvenlik riski haline gelmiştir.

Modern Türkiye X gününü mü bekliyor?

Modern Türkiye‘nin yerli nüfusunun, yerel ve bilinçli bir şekilde ülke içine sokulan adı „kaçak veya düzensiz göçmen“ olarak geçiştirilen ama her an yerli halka karşı bir iç savaşta sanki gerilla olarak kullanılacak gerici tarikatlarla dehşete düştüğü görülüyor ve X gününün gelmesi bekleniyor.

Türkiye’de insanların çoğu, sanki demokrasinin ve laik cumhuriyetin şu anda olduğu gibi sadece fiilen değil, hukuken de ortadan kaldırılacağı  X gününü bekliyor!  Bu başta AB ama adı „Avrupa Güvenlik ve İşbirliği Teşkilatı (AGİT) Parlamenter Asamblesi“ için acil sorun değil midir ? Bu Türkiye’ye AB’den daha fazla düzensiz ve kaçak göçmeni Türk halkının aleyhine olacak şekilde para ile yollamak için her türlü cambazlığı yapan Avrupa’nın Appeasement yatıştırıcı “aman bir şey olmaz” günü kurtarma ve kızdırmama siyaseti nereye kadar?

Türkiye’de bu işi bilen uzmanlar dünyaya şu mesajı veriyorlar :
„İster beğenelim ister beğenmeyelim, göç sorununun sadece insani bir mesele olarak ele alınamayacağına inanıyor. Aksine, göç ve göçmenlik artık uluslararası ilişkilerde bir silah olarak kullanılıyor. “Kitlesel göç silahları” kavramı uzun zamandır akademik dünya literatüründe kendine yer bulmuş durumda. Göç, öncelikle ihtiyaç sahibi insanlara yardım etmek için kullanılmıyor. Belirli jeopolitik projelerin bir parçası olarak, göçmen kitleleri dünya çapında silah olarak kullanılıyor ve sistematik olarak başka ülkelere gönderiliyor. Ya da hükümetler siyasi güç ve para kazanmak için göçmenlere şantaj yapıyor. Bu alanda en tanınmış uzmanlardan biri olan Kelly Greenhill’e göre, göç silahı yakın tarihte bir istisna değildir: 1951-2021 yılları arasında en az 81 kez kullanılmıştır. Bugün görüyoruz ki göç ve göçmenlik masum konular değil. Kitlesel göçün kışkırtılması ya para sızdırmak, ya siyasi avantaj elde etmek, ya bir ülkenin demografik yapısını değiştirmek ya da ülkenin güvenliğini tehlikeye atmak amacını taşıyor. Batılı hükümetler, açıkça itiraf etmek istemeseler de bu konular hakkında çok şey biliyor ve AGİT raporları, 21. yüzyılın en büyük sorunu olduğu ve olmaya devam edeceği halde burada çok az şey gösteriyor.“

Yunanistan ve Bulgaristan sınırlarında olduğu gibi, toplam 1.779 kilometre uzunluğundaki İran, Irak ve Suriye sınırı da esasen birçok düzensiz veya yasadışı göçmenin kasıtlı olarak Türkiye’ye yönlendirildiği sınır aslında AB sınırıdır.

Türkiye acilen kurutulması gereken büyük bir bataklığın içinde ve Avrupa’nın da iktidarı destekleyerek neden olduğu sorunlarla bir güvenlik sorunu teşkil etmektedir. Bu arada Ankara’daki hükümetin, 21. yüzyılın Türkiye’nin yüzyılı olacağına dair vaatlerde bulunmaya devam etmesi dikkat çekiyor. 2023 Dünya Organize Suç Endeksi’nde Türkiye Avrupa’da birinci, dünyada ise 14. sırada yer alıyor. 21. yüzyılda iktidar Türkiye’yi adeta Orta Doğu bataklığına sokarak  Irak veya Suriyeleştiriyor sanki.

Bunlar Türkiye ve AB için çok önemli güvenlik riskleri. İran, Suriye ve Irak konusunda bir şey yapamaz çünkü üyesi değil. Eski Başkan Trump, AB’nin desteklediği İran anlaşmasını iptal etti. Orta Doğu kaynıyor ve Türkiye AB’nin sınırındaki ateş içinde. AGİT burada ne yapıyor veya nerede ?

Ne yazık ki AGİT, tıpkı Kıbrıs sorununda olduğu gibi burada da denklemin dışında bırakılmıştır; AGİT sadece 50 yıl önce varılan mutabakata bağlı kalabileceğimizi söyleyebilmektedir, daha fazlası değil. Tıpkı Kosova-Sırbistan çatışmasında olduğu gibi. Kosova’da polis eğitimi ve yolsuzluğu önleme seminerlerinde sadece AGİT aktif. AB ve Kosova’daki hükümet de aynı şeyi yapıyor. Rusların Sırbistan’da muazzam bir etkisi var ve Sırbistan’ı Sırp hükümetinin AB ve ABD’ye karşı çok iyi kullandığı ya da kullanmak zorunda olduğu bir self-servis dükkanı olarak görüyorlar. Kosova mecburen bir Amerikan bağımlısı ülkesi olmuş ve acilen NATO üyesi olmak istiyor. Burada AGİT’e ihtiyaç var ama AGİT fiilen dışarıda.

Peki AGİT  kendini nasıl tanımlıyor ?

“Kuzey Amerika, Avrupa ve Asya’daki 57 katılımcı devletiyle AGİT Avrupa Güvenlik ve İşbirliği Teşkilatı – dünyanın en büyük bölgesel güvenlik örgütüdür. 1975 yılında kurulan AGİT, siyasi diyalog ve pratik çalışmalar yoluyla bir milyardan fazla insan için kalıcı istikrar, barış ve demokrasiyi teşvik etmektedir.

AGİT, çok çeşitli güvenlik konularında siyasi diyalog için bir forum ve aşağıdaki amaçlarla ortak eylem için bir platform sağlar: İnsanların ve toplumların yaşam koşullarını iyileştirmek.

Avrupa Güvenlik ve İşbirliği Konferansı, Soğuk Savaş döneminde bloklar arasında düzenli diyalog zemini tesis etmek suretiyle gerginliği ve anlaşmazlık noktalarını azaltmak ve bu sayede Avrupa’da güvenliğin artırılmasını sağlamak amacıyla bir müzakere forumu ve konferanslar diplomasisi olarak ortaya çıkmış ve bu konuda uzmandır. Söz konusu süreç, 1994 Budapeşte Zirvesi’nde alınan kararla Avrupa Güvenlik ve İşbirliği Teşkilatı’na (AGİT) dönüşmüştür.

AGİT, devletlerin içindeki ve arasındaki bölünmeler arasında köprü kurulmasına ve güven ve işbirliğinin teşvik edilmesine yardımcı olur. İstikrarsızlığın hüküm sürdüğü yerlerde AGİT, çatışmaların önlenmesi, kriz yönetimi ve çatışma sonrası rehabilitasyon konularında kararlıdır.

Kurumları, uzmanlaşmış birimleri ve saha operasyonları ağı aracılığıyla AGİT, silahların kontrolü, terörizm, iyi yönetişim, enerji güvenliği, insan ticareti, demokratikleşme, medya özgürlüğü ve ulusal azınlıklar gibi ortak güvenliğimizi etkileyen konuları ele almaktadır. “.

Qua vadis AGİT?

Genel Sekreterliği ve en önemli organları Viyana’da, göz alıcı Hofburg gibi en güzel ve pahalı adreslerde ve 2007’den bu yana Wallnerstrasse’deki zarif Palais Pálffy’de (genel merkez) bulunan AGİT, heyecan verici sanki karşımızda  „ Süperman”  organizasyon varmış gibi resim çiziyor.

Yukarıda AGİT hakkında kaleme aldığımız güncel gerçekleri AGİT’in kendi tanımıyla karşılaştırdığımızda hayal kırıklığına uğruyoruz.

Kötü niyetli değiliz. Gerçekçi olmalıyız. AGİT’e ve onun gibi organizasyonlara -samimiyse ve hava balonu değilse- her zamankinden daha fazla ihtiyacımız var. Son yıllarda konvansiyonel ve hibrit savaşların sayısının hızla arttığı, Birinci ve İkinci Dünya Savaşlarından sonra gözyaşları ve büyük emeklerle inşa edilen sağlam ya da yarım yamalak işleyen çeşitli liberal-demokratik anayasal yapıların insanlığın onca kazanımından sonra gözlerimizin önünde yok edildiği bir dönemden geçiyoruz. AB ile AGİT’in ne yazık ki bir “Appesament”  yatıştırma politikası izlediği şu günlerde, AGİT’in sesli ve aktif, güven veren, samimi adımlarına gerçekten her zamankinden daha acil ihtiyacımız var.  Şu anda AGİT kenara itilmiş durumda.  Qua Vadis, AGİT ? (Türkische Allgemeine, Birol Kılıç, Viyana’dan analiz ve gözlemler, 19.02.2024)

Wird die Türkei zur „Müllhalde“ für die EU im Besonderen und den Westen im Allgemeinen?

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Wird die Türkei zur „Müllhalde“ für die EU im Besonderen und den Westen im Allgemeinen?

Von Birol Kilic, Analyse aus Wien, 17.02.2023

„Wenn wir nicht verhindern können, dass illegale Migranten Europa erreichen, verlieren wir Europa, und das wollen wir nicht.Deshalb unterstützen wir die Türkei ständig gegen den Druck der illegalen Migration„, sagte der ungarische Außenminister Szijjarto kürzlich bei einem offiziellen Besuch in Ankara.

Sehr nett vom ungarischen Außenminister Szijjarto, aber warum wollen die Ungarn bzw. die EU auf einmal so nett und „gratis“ helfen? In der Türkei haben viele Angst, vor allem nach 22 Jahren AKP-Regierung in Ankara, denn sie wissen genau: „Gratiskäse gibt es nur in der Mausefalle“. Karl Popper hat nicht umsonst gesagt: „Die Hybris, die uns das Himmelreich auf Erden errichten lassen will, verführt uns dazu, unsere gute Erde in eine Hölle zu verwandeln“.

Wenn man in Istanbul geboren ist und seit mehr als einem Vierteljahrhundert seinen Lebensmittelpunkt in Wien hat, dann weiß man in dieser Stadt eines ganz genau: Man muss mit Rittergeist in dieses heuchlerische System hineingehen, man muss unbedingt ein Götzenzerstörer und ein Götzenbrecher sein.

Nicht einfach

Also analysiere ich lieber als Whatschdog auf Deutsch und Türkisch von Wien aus.


Aber manchmal frage ich mich als “Wienertürke”, trotz vieler gefährlicher und unangenehmer Drohgebärden aus bekannten Kreisen, wie ich das alles schaffe, trotz der primitiven Versuche in letzter Zeit durch verhaltensgestörte Gestik, Mimik und intrigantes Gebrüll einiger sich als Dompteure fühlender Österreicher während meiner Arbeit, wo ich eigentlich in der Ausübung meines Berufes de facto gestört werde. Nicht einfach.

Doch nun zum Inhalt…

In Ankara gab es nach dem Besuch des ungarischen Außenministers Szijjarto viele kritische Stimmen außerhalb der Regierung in Ankara:

„Wir haben die Türkei verloren, welches Europa meint er? Der ungarische Außenminister scheint sich in Brüssel zu wähnen. Vielleicht kann er diese Rede halten, während er damit droht, Europa in Bezug auf Flüchtlinge und illegale oder irreguläre MigrantInnen zu verlieren. In Ankara ist das Gegenteil der Fall. Die EU lässt die Türkei im Stich in Bezug auf illegale Migration oder die Modernisierung des EU-Türkei-Zollabkommens oder das Versprechen, das im Jahr 2016 bezüglich der Visaliberalisierung für türkische BürgerInnen gemacht wurde, wenn wir Migrationsabkommen mit der EU unterschreiben. Was soll also diese Rede in Ankara, der Hauptstadt der Türkei, von einem Vollmitglied der EU, das keine Flüchtlinge oder illegale Migranten in seinem Land aufnimmt, aber immer Geld von der EU kassiert? Ist die Türkei die Müllhalde der EU bzw. Ungarns für illegale und irreguläre Migranten, die durch Druck, Bestechung, Erpressung und mit offiziellen Steuergeldern der EU hierher gebracht wurden und noch mehr aus der EU bringen werden bzw. wollen? “

Fragen an den ungarischen Außenminister Szijjarto bzw. an die EU-Kommission

Der ungarische Außenminister Szijjarto, der das in Ankara gesagt hat, sollte dringend gefragt werden: Was ist das für eine Unterstützung?

Wollen Ungarn und die EU wirklich die 524 Kilometer lange Grenze zwischen dem Iran und der Türkei oder die 378 Kilometer lange Grenze zwischen dem Irak und der Türkei oder die 877 Kilometer lange Grenze zwischen Syrien und der Türkei mit Milliarden Euro, Stacheldraht und Hochsicherheitstechnologie unterstützen, so wie Griechenland und Bulgarien, die Vollmitglieder der EU sind, um illegale Migranten von der Türkei fernzuhalten? Oder illegale Migranten, die über das Meer in die Türkei kommen?

Meloni in der Türkei fleht Erdogan an: „Nehmt unsere illegalen afrikanischen Migrantinnen“.

Der italienische Ministerpräsident war vor einem Monat in der Türkei und hat Erdogan direkt und explizit gefragt: „Wir wollten die illegalen Afrikaner mit unserem Geld pro Kopf nach Albanien schicken. Da das albanische Verfassungsgericht diese Pläne gestoppt hat, können wir euch unsere illegalen Afrikaner aus Afrika, die Meeresnachbarn unseres Heimatlandes Italien sind, in die Türkei schicken und euch dafür Geld pro Kopf illegaler Afrikaner aus den EU-Fonds zahlen?

Die EU und die Gründe der Appeasement-Politik gegenüber der Türkei

Seien wir ehrlich. Die EU weiß, dass Demokratie, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit in der Türkei nicht existieren und von der Regierung zerstört werden. Die Saddamisierung der Türkei zwischen einem Taliban- und einem Iran-Regime ist im Gange. Die EU ist sich bewusst, dass die Türkei zu einem Zentrum der Korruption, des qualifizierten Betrugs und der Mafia geworden ist.

In diesem Umfeld will die EU die illegalen Einwanderer, die zum Schutz des eigenen Landes und der eigenen Bürger in ihr Land kommen, die keine Flüchtlingsrechte haben und meist als Wirtschaftsflüchtlinge illegal kommen, nur stillschweigend „abschieben“, indem sie die hilflose Lage der Türkei quasi mit Schmiergeldern gegen die Interessen des türkischen Volkes ausnutzt.

 Ist die Türkei die Müllhalde der EU für irreguläre Migration oder schickt sie diese als „illegale Migranten“ in die Türkei, indem sie sie pro Kopf mit EU-Geldern oder staatlichen Geldern bezahlt?

Am 20. Dezember 2023 schrieben wir in unserer langen Analyse in türkischer Sprache, die ich hier ins Deutsche übersetze, aber nur den kurzen Anfang:

„Die EU veröffentlicht heute, am 20. Dezember 2023, Abkommen zu Flüchtlingen und illegaler Migration: Schlechte Nachrichten für türkische BürgerInnen in der Türkei. Wir müssen darauf hinweisen, dass das EU-Abkommen zu Flüchtlingen und illegaler Migration sehr negative Folgen für die einheimische Bevölkerung in Ländern wie der Türkei haben wird, die das Land in ein Gefängnis für illegale Migration gegen Geld verwandelt hat. Heute Morgen hat Europa offiziell das EU-Abkommen über Asyl und illegale Einwanderung verkündet. Wie die Ratspräsidentschaft und die Europäische Kommission heute mitteilten, haben sich die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments nach jahrelangen Debatten endgültig auf die entsprechenden Rechtstexte geeinigt. Die EU-Kommission hatte die neuen Regeln erstmals 2016 vorgeschlagen. Dies ist ein Durchbruch nach jahrelangen Verhandlungen. Doch die Verhandlungen waren bis zuletzt zäh. Ländern wie Ungarn waren die Vorschläge nicht streng genug, Hilfsorganisationen und Teile der Linken und Grünen äußerten Bedenken, dass die Menschenrechte im Asylverfahren nicht ausreichend gewahrt würden.“

Ist es eine Lüge, dass die EU durch eine entsprechende Anpassung der EU-Gesetzgebung, zuerst in Luxemburg mit den Innenministern der EU-Länder und dann im Dezember 2023 in Brüssel, die illegalen Migranten, die in die EU gekommen sind, offiziell in die Türkei oder andere Länder abschieben will?

Ungarn wird dabei eine Vorreiterrolle spielen, denn das Land hat zu viel mit der EU gespielt und in allen Bereichen die Geduld verloren, sagen EU-Experten.

Orban versus Erdogan 

„Der ungarische Premier Orban und AKP-Chef und Präsident Erdoğan sollen sich sehr gut verstehen. Und jetzt erwartet die EU von Orban, dass er das auch in bare Münze umsetzt. Nämlich illegale Migranten aus Ungarn erst aus der EU und dann mit EU-Geldern in die Türkei abzuschieben“, so die kritischen Stimmen außerhalb der Regierung in Ankara.

Hat die ungarische Regierung, die wegen Nichteinhaltung der Regeln aus der EU ausgeschlossen werden sollte, den Auftrag erhalten, die Türkei zur Müllhalde der EU zu machen? Was ist das für eine Freundschaft, muss man die ungarische Regierung im Jahr 2024 dringend fragen, und wie?

Bisher hat Ungarn Migranten, die seit 2015 auf seinem Territorium ankamen, unter Verletzung von EU-Recht über die österreichische Grenze nach Österreich und von dort nach Deutschland zurückgeschickt.

Deutschland und Österreich reagierten darauf kritisch. Unterdessen steht Ungarn als Empfängerland von EU-Fördergeldern immer wieder auf der Agenda der EU-Hauptstadt Brüssel, „weil diese Gelder durch Bestechung und qualifizierten Betrug in ungarische Regierungskanäle fließen und trotzdem Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Ungarn mit Füßen getreten werden“. Die ungarische Regierung sollte diese „Heucheleien“ sowohl mit der „Europäischen Union“ unter dem Deckmantel des Christentums als auch mit den „Türkischen Republiken“ unter dem Deckmantel des Türkentums aus eigenen machiavellistischen und opportunistischen Machtinteressen beenden“. So die kritischen Stimmen hinter verschlossenen Türen in Brüssel.

Die TürkenInnen schätzen Ungarn und die ungarische Nation hoch ein! Wenn die ungarische Regierung wirklich ein aufrichtiger Freund der Türken und der Türkischen Republik ist, sollte sie bitte nicht das Spiel des „Scheinheiligen“ mit der Türkei und den türkischen BürgerInnen spielen, egal in welcher Dimension.

Weitere Fragen mit Beispielen

Illegale Migranten, die in ihr erstes EU-Land einreisen, dürfen nicht in ein anderes EU-Binnenland wie Österreich abgeschoben werden.

Ungarn verstößt seit 2015 offiziell gegen dieses Gesetz. Es hat echte Flüchtlinge und illegale Wirtschaftsmigranten nach Österreich und Deutschland umgeleitet. Österreich hat dem zu Recht einen Riegel vorgeschoben, indem es seine Grenzen trotz Schengen-Abkommen ab 2022 oder früher offiziell mit Bundesheer und Polizei schützt.

2023 sank die Zahl der illegalen bzw. irregulären Einwanderer nach Österreich von rund 110.000 auf rund 55.000. A

Mitte 2023 hat die EU beim EU-Innenministertreffen in Luxemburg unter österreichischer Federführung die Gesetze zur illegalen Migration ausgearbeitet und in Brüssel als EU-Recht beschlossen. Das war der Wendepunkt für Ungarn.

Ungarn war das erste Land, das sich diesen Gesetzen in Luxemburg und Brüssel widersetzt hat. Denn Ungarn hat, wie Ministerpräsident Orban es ausgedrückt hat, die illegalen bzw. irregülaren Einwanderer ausgepeitscht, um die illegalen Einwanderer aus Afghanistan, Syrien, Irak, Indien, Afrika und anderen Ländern nicht im eigenen Land zu halten, um sie nicht nach Österreich oder Deutschland weiterziehen zu lassen.

Das mag aus ungarischer Sicht gerechtfertigt und richtig sein, aber in diesem Fall war es ein illegaler Schritt, diese Menschen umzuleiten, weil die österreichischen Grenzen aufgrund des Schengener Abkommens offen waren. Nach dem neuen EU-Recht muss Ungarn nun den ersten Illegalen zurücknehmen, der nach Ungarn einreist, auch wenn er in Deutschland ankommt. Ungarn wird pro Kopf der illegalen Einwanderer bezahlt.

Unter dem Vorwand

Deshalb will Ungarn durch seinen Außenminister die Türkei offiziell auffordern, unter dem Vorwand wir wollen der Türkei helfen, diese illegalen Einwanderer in Ungarn in die Türkei zurückzuschicken, aus EU-Mitteln. Denn er weiß. Die Türkei befindet sich in einer wirtschaftlichen Katastrophe und will diese illegalen Einwanderer dem armen türkischen Volk in den Kopf setzen, indem sie das Geld, das sie von der EU bekommen wird, direkt oder zum größten Teil der Türkei gibt. Das vermuten kritische Beobachterinnen.

Illegale Migranten, die in Länder ohne EU-Außengrenzen (z.B. Österreich, Deutschland etc.) geschickt werden, insbesondere über Ungarn, das Vollmitglied der EU ist, werden für 10.000 Euro und mehr pro Person nach Ungarn zurückgeschickt.

Ungarn will dieses Geld nicht für die irregulären Migranten oder „illegalen Einwanderer“, die es aus dem eigenen Land nach Österreich und Deutschland „peitscht“. Aus den Reden des ungarischen Außenministers in Ankara am vergangenen Tag geht hervor, dass die ungarische Regierung, die das Problem vor den Toren der EU sieht, alles daran setzen wird, diese Migranten offiziell in die Türkei abzuschieben, anstatt sie im eigenen Land zu behalten.

Wir müssen uns  fragen! Ist der ungarische Außenminister Szijjarto in der Türkei, um offiziell „die irregulären oder „illegalen Migranten“, die nach Ungarn kommen, mit dem Geld, das er von der EU bekommen wird, zu verkaufen“, mit den Worten „wir werden Europa verlieren“, was offensichtlich ist, dass der ungarische Außenminister Szijjarto aufgeregt und glamourös ist?

Eine widerstandsfähige und ehrliche Regierung in Ankara kann das nicht akzeptieren.

Hat nicht der italienische Ministerpräsident Meloni letzte Woche Präsident Erdogan de facto angeboten, illegale afrikanische Migranten aus Italien mit Geld in sein Land zu schicken?  Ist die Türkei nicht offiziell zu einem Freiluftgefängnis und einer Müllhalde für irreguläre Migranten oder „illegale Wirtschaftsflüchtlinge“ geworden, die in die EU kommen wollen und dank des Drucks, der Lobbyarbeit und des Geldes der EU bereits wieder in die Türkei „abgeschoben“ werden?

Deshalb sagte der ungarische Außenminister Szijjarto: „Wenn wir nicht verhindern können, dass illegale Migranten nach Europa kommen, werden wir Europa verlieren, und das wollen wir nicht. Deshalb unterstützen wir die Türkei ständig gegen den Druck der illegalen Einwanderung“, und es fällt uns schwer, seine Worte als aufrichtig anzusehen.

Hat sich die Türkei nicht offiziell in einen Sumpf aus Korruption, qualifiziertem Betrug, Sittenlosigkeit und religiöser Lüge verwandelt, indem sie die weltweit größte Zahl an illegalen Einwanderern und „illegalen Wirtschaftsmigranten“ aufgenommen hat?

Wird die Türkei, die überall als sinkendes Schiff gesehen wird, von oben und von unten angegriffen?

Schauen Sie sich die Massaker an Natur und Menschen in İliç, Erzincan, an, die die kanadische Goldexplorationsfirma in Zusammenarbeit mit der Ankara Regierung begangen hat.  Schauen Sie sich die Flüsse, Waldbrände, Seen und Bäche der Türkei an, die alle dieselbe Schande zeigen.  Der  Staat und die Nation werden nicht verwaltet sondern ausgeplündert oder ihr Eigentum wird zerstört.

Ist diese Schamlosigkeit nicht zu viel für die Bürger der Türkischen Republik?

Wenn diese Vorwürfe stimmen, warum lässt die Regierung in Ankara das zu?

In der vergangenen Woche wurden 400 Millionen Euro der 1 Milliarde Euro, die von der EU nach dem Erdbeben, der Katastrophe des Jahrhunderts, versprochen worden waren, unterzeichnet und an die Türkei überwiesen, ohne dass es irgendwelche Fragen gegeben hätte. Dieses Geld sollte eigentlich für die Infrastruktur im Erdbebengebiet, für Häuser und den Schutz kultureller Werte ausgegeben werden, aber die EU lässt sich nicht aufhalten. Die EU überweist das Geld an die Regierung in Ankara und hält sich aus allem heraus. Warum kontrolliert die EU diese Zuschüsse nicht mit den von den BürgerInnen der EU gezahlten Steuern von Anfang an, wo sehr viel Korruptionsberichte aus der Türkei nachweisbar sind.

Die EU hat eine Verordnung erlassen. In 18 Monaten soll dieses Geld in die Projekte im Erdbebengebiet in der Türkei durch die Regierung in Ankara fließen. Nach 6 Monaten muss die Regierung in Ankara der EU über diese Projekte berichten.  Warum kontrolliert die EU dieses Geld nicht von Anfang an für 18 Monate? Nach diesen 18 Monaten gibt die EU weitere 6 Monate. Ist die 1 Milliarde Euro, die die EU unter dem Deckmantel der Erdbebenhilfe an die Türkei gezahlt hat, ein Bestechungsgeld der EU, um illegale Einwanderer in die Türkei zu schicken?

Der erbärmliche Zustand von Hatay ein Jahr später ist offensichtlich. Würden 400 Millionen Euro, die letzten 400 Millionen Euro, aber insgesamt 1 Milliarde Euro, für die Infrastruktur von Hatay und den Schutz seiner kulturellen Werte ausgegeben werden?

Es ist offensichtlich, wem die Wohnungen in den neu errichteten Gebäuden in der Region Debrem gehören. Es ist eine absolute Schande.

Die Türkei wird offiziell wie ein sinkendes Schiff bzw. Failed state  behandelt, im In- und Ausland. Sehr traurig!

Diejenigen, die das sinkende türkische Schiff angreifen und attackieren, indem sie sich als Engel aus der EU verkleiden, spielen offensichtlich ein teuflisches Spiel.

Die Menschen in der Türkei sind verängstigt, verarmt und eingeschüchtert durch die Abschaffung einer halbwegs funktionierenden Demokratie, von Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung, von Meinungs- und Pressefreiheit seit 2002 durch die AKP-Regierung und reaktionäre und faschistische Bündnisse und Sekten. Ein unglaubliches Bild im Jahr 2024…

“Es war einmal Amerika” versus “Es war einmal Türkei”

Die Türkei erlebt durch die Ankara-Regierung und durch, die mit ihr verbündeten, Parteien eine Filmszene aus “Es war einmal Amerika”, jetzt aber “Es war einmal Türkei”, wo die halbwegs funktionierende freiheitlich-demokratische säkulare Grundordnung von Grund auf zerstört wird. Eine Situation, die auch die EU und insbesondere die USA herbeigeführt haben, ein Land in dem jetzt eine „Afghanisierung“ und „Syrienisierung“ , und damit ein großer Sumpf entsteht. Es wird ein EU-Sumpf sein. Dieser Sumpf wird, trotz dieser Sicherheitsmaßnahmen und Grenzsicherung zwischen Griechenland und Bulgarien mit Milliarden an EU-Subventionen, auch die EU in sich hineinziehen.

Stoppen wir Sie. Stoppen wir Sie. Schluss mit der heuchlerischen Beschwichtigungspolitik des Opportunismus!

„Bevor es zu spät ist“: Wir trauern um den vorbildlichen Deutsch-Türken Mehmet Canbolat in Wien!

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„Bevor es zu spät ist“: Wir trauern um den vorbildlichen Deutsch-Türken Mehmet Canbolat in Wien!

von Birol Kilic, Wien, 14.02.2024

In der EU und insbesondere in Deutschland und Österreich leben Millionen Menschen aus der Türkei. Einige von ihnen, wie der Journalist, Publizist und Schriftsteller Mehmet Canbolat, haben durch ihr beispielhaftes Leben, Wirken und Schaffen große Spuren hinterlassen.

Freunde in Deutschland, die ihn kannten, ob Deutschtürken oder Deutsche, trauern um ihn nach seinem plötzlichen Tod am 11. Februar 2024.  Ich erlaube mir, die letzten kurzen türkischen Artikel, die der verstorbene Mehmet Canpolat am 10. Februar, also einen Tag vor seinem Tod am 11. Februar, in der Zeitung Toplum unter dem Titel „Bevor es zu spät ist“ veröffentlicht hat, ins Deutsche zu übersetzen. Es sind starke Worte bzw. ein Weckruf an die gesamte Gesellschaft.

TOPLUM

Bevor es zu spät ist
von Mehmet Canpolat, 10.02.2024,
Das Leben fließt so schnell…
Meistens schneller als das Wasser.
Das Leben und die Zeit sind grausam.
Sie nimmt uns vieles weg, oft ohne dass wir es merken…
Ja, ich glaube, dass das, was die Zeit und das Leben den Menschen antun, auch das Schicksal des sozialen Lebens ist, wenn auch in einer anderen Dimension. Natürlich kann man die meisten Hindernisse überwinden. Aber indem man sich etwas bewusst macht… Denn die Mehrheit der Gesellschaft schläft noch. Aber die Zeit hat so vieles abgeschliffen…
Sie hat so vieles aus dem Gefüge der Gesellschaft getilgt…
Wenn wir zurückblicken, werden wir sehen, dass das meiste schon weit hinter uns liegt.
Ich glaube, es ist fünf vor zwölf. Der Wecker klingelt.
Die Zeit vergeht schnell.
Es ist Zeit aufzuwachen…
Es ist Zeit zu begreifen.
Bevor es zu spät ist…
Bevor wir noch mehr vom Leben verlieren…
Bevor es zu spät ist… ( Mehmet Canpolat, 10.02.2024, Toplum)

Am Sonntag, dem 11. Februar 2024, war Mehmet Canbolat, der an einer Veranstaltung in Frankfurt teilgenommen hatte, auf dem Weg zu einer anderen Sitzung, als er einen Herzinfarkt erlitt und tot am Straßenrand aufgefunden wurde.

Das sind die Worte eines Deutschtürken, der sich um seine geliebte Türkei und sein geliebtes Deutschland sorgt. Es sind die Worte eines streitbaren Demokraten wie Mehmet Canpolat, der sich um die freiheitliche, plurale, demokratische und liberale Grundordnung in der Türkei und in Deutschland sorgt, der nachdenkt und warnt.

Manuel Schubert aus Langen, Deutschland, der in einem Nachrufartikel in der Zeitung op-online.de einen sachlichen Überblick über Canpolats Wirken in Deutschland gibt, macht eines deutlich: Wir haben plötzlich eine wichtige Persönlichkeit in Deutschland verloren, die eigentlich sehr viel Vorbildliches für Deutschland getan hat.

Manuel Schubert
schreibt in seinem Nachruf in einem Artikel von op-online.de aus Langen folgendes:
       “ Mehmet Canbolat, Vorsitzender des Langener Ausländerbeirats, ist überraschend verstorben. Er initiierte die Städtepartnerschaft mit dem türkischen Tarsus und gab die hessisch-türkische Zeitung „Toplum“ heraus. Er war ein echtes Multitalent, ein leidenschaftlicher Kämpfer für Demokratie und Völkerverständigung, ein wichtiges Sprachrohr für die türkische Community im Rhein-Main-Gebiet – und allseits geschätzt für seine offene, hilfsbereite und humorvolle Art. Der Journalist Mehmet Canbolat, Vorsitzender des Langener Ausländerbeirats, ist am Sonntag im Alter von 66 Jahren unerwartet verstorben. Am Tag zuvor hatte er noch an der Demonstration gegen Rechtsextremismus auf dem Europaplatz in Dietzenbach teilgenommen. Der gebürtige Türke und langjährige Wahl-Langener machte sich einen Namen als Brückenbauer zwischen den Kulturen. Dies spiegelt sich in seinem gesamten Lebenslauf wider. Seit 1980 in Deutschland lebend, war es dem Buchautor, Verleger, Fernsehreporter und Moderator stets ein Anliegen, Menschen für das politische Geschehen zu interessieren. So gibt er seit 1993 die von ihm gegründete Zeitung Toplum“ heraus, die in türkischer Sprache über Aktuelles aus Hessen informiert.

Toplum

Bürgermeister Jan Werner: „Guter Freund und engagierter Mitbürger“

Canbolats plötzlicher Tod löste viele Reaktionen aus. „Mehmet war für uns alle ein großes Vorbild, sowohl in seinem Engagement für den Ausländerbeirat wie auch privat als Mensch und Freund. Wir werden ihn sehr vermissen“, schrieb der Langener Ausländerbeirat auf Facebook.

Laut Bürgermeister Jan Werner verliert die Stadt in Canbolat einen guten Freund und engagierten Mitbürger. „Er hat das politische, soziale und kulturelle Leben unserer Stadt mitbestimmt und mitgeprägt. Mit seiner Kompetenz, seiner Gradlinigkeit und seinem Eintreten für Völkerverständigung und Gerechtigkeit erwarb er sich breite Anerkennung und großes Vertrauen über alle gesellschaftlichen Grenzen hinweg“, sagte der Rathauschef. Die Stadt hatte Canbolat bereits 2009 für seinen Beitrag zur Völkerverständigung mit dem Kulturpreis ausgezeichnet. 2016 zog der Kreis nach und überreichte ihm den Deutschen Bürgerpreis für sein Lebenswerk.

Mit „großer Betroffenheit und Fassungslosigkeit“ reagierte der Kreisausländerbeirat auf die Todesnachricht. Der Verstorbene sei ein überzeugter Verfechter von Demokratie und Freiheit gewesen. „Canbolat war ein verlässlicher Partner und wichtiger Brückenbauer zwischen Ausländerbeiräten, Migrantenselbstorganisationen und Medien“, so der Vorsitzende Hüsamettin Eryilmaz.

„Wer in Hessen über Völkerverständigung und Integration redet, kommt an Mehmet Canbolat nicht vorbei. Seine guten Ideen und klugen Worte fanden auch im politischen Wiesbaden Gehör“, schrieb die Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen (AGAH), die auf Canbolats Einladung zuletzt zweimal in Langen getagt hatte. Umtriebigkeit im besten Sinne des Wortes sei ein wesentlicher Charakterzug von ihm gewesen. „Nicht selten fragten wir uns, woher er all die dafür notwendige Zeit und Energie nahm. Ohne ihn wird es eine Leere geben, die vermutlich nie wieder gefüllt werden kann.“

Canbolats Ehefrau Ute schrieb am Dienstag bei Facebook zum Abschied: „Er hatte noch 1 000 Ideen im Kopf…“ Besser kann man seinen Charakter wohl kaum zusammenfassen.“ ( Manuel Schubert, op-onlin.de)

Für die nächste Generation verdient Canbolat ein Denkmal

Der Artikel von Manuel Schubert regt zum Nachdenken darüber an, wie wichtig es ist, vorbildliche Menschen wie Deurtschtürk Mehmet Canbolat in ihrem Leben zu achten und zu unterstützen.

Deutschland, Österreich und andere EU-Länder brauchen Menschen wie Mehmet Canbolat mehr denn je. Canbolat verdient ein Denkmal, in welcher Form auch immer, damit die Gesellschaft ihn und sein konstruktives und menschliches Wirken und Schaffen nie vergisst und als Vorbild in die Zukunft trägt. Besonders  für die nächste Generation verdient Canbolat ein Denkmal. Er ist der Mann der Vergangenheit für die Zukunft. Wir trauern um den vorbildlichen und denkmalwürdigen Menschen aus Deutschland um Mehmet Canbolat in Wien.  (Birol Kilic, Türkische Allgemeine, Wien, 14.02.2024)

Quelle:

Manuel Schubertop-online.de