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TKG: Stop the genocide in Syria!

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The translation of the German press release that the Turkish Culture Society of Austria (TKG) sent to the Austrian Press Agency (APA) today.

TKG: Stop the genocide in Syria!

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20241230_OTS0057/tkg-stoppt-den-voelkermord-in-syrien

A genocide against Syrian Arab Alawites and Christians is taking place before the eyes of the world.

Vienna. The Turkish Cultural Community in Austria (TKG) warns of the increasing violence against minorities such as Arab Alawites and Christians in Syria.

This is despite euphemistic false reports, especially from England under the guise of the news HTS Coloni PR, which are all too often cited as credible sources in Austria and Germany.

TKG also has members among the Arab Alawites and Christians in Austria, and the information, pictures and videos have been pointing to an organized genocide for days and are not fake.

The UN and the EU must react as soon as possible. Before it is too late.
A human tragedy is unfolding that could drag the EU and Syria’s neighbors into a quagmire.

The following information, released to the media on 31 May 2027, is taken from a US government publication on the Foreign Terrorist Organization.
Change in terrorist designation of Al-Nusra Front, codenamed HTS – Hay’at Tahrir al-Sham

The US State Department has changed the designation of Al-Nusra Front – an al-Qaeda affiliate in Syria – by adding Hay’at Tahrir al-Sham (HTS) and other code names.

These aliases were added to the Al-Nusra Front’s designation as a Foreign Terrorist Organization (FTO) under Section 219 of the Immigration and Nationality Act and as a Specially Designated Global Terrorist (SDGT) under Executive Order 13224.

In January 2017, Al-Nusra Front established HTS to strengthen its position in the Syrian insurgency and to further its own goals as an al-Qaeda affiliate. Since January 2017, the group has pursued these objectives through HTS.

Ambassador Nathan A. Sales, the Coordinator for Counterterrorism, said: ‘Today’s designation shows that the United States will not be fooled by this al-Qaida affiliate’s attempt to rebrand itself. Whatever name the Nusra Front chooses, we will continue to deny it the resources it needs to pursue its violent cause.’

Today’s actions inform the American public and the international community that HTS is a front for al-Nusra Front. Terrorist designation exposes and isolates organizations and individuals by denying them access to the US financial system. In addition, the designation may facilitate prosecution by the U.S. and other governments. (Source: Changes to the terrorist designation of al-Nusrah Front MEDIA RELEASE FROM THE PRESS 31 MAY 2018)

TKG questions

TKG asks about the US State Department’s information of 31 May 2018. What has changed and has the US suspended the bounty on HTS leaders who are actually Al Nusra?

Can HTS, with this CV and its history with many terrorist organizations in Iraq, Turkey, Syria and the EU, which was carried out with like-minded people, also bring Islam, peace, democracy and a multi-denominational democratic constitution to Syria, the cradle of Christianity?

Can a democratic state be built with HTS?

Unfortunately, what we see in Syria is a lot of window dressing, lies and a lot of genocide.

Please help to stop the genocide in Syria and do not finance this system in Syria (especially not the EU) with beautiful PR reports that do not correspond to the truth.

Source./USA> https://2017-2021.state.gov/amendments-to-the-terrorist-designations-of-al-nusrah-front/index.html

https://x.com/klcMesutklc/status/1873793319031234813

https://www.fr.de/politik/sorge-vor-verfolgung-aleviten-in-syrien-aufgrund-von-heiligtum-in-aufruhr-zr-93486522.html

„Die genozidalen Massaker in Syrien müssen gestoppt werden“

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TKG: „Die genozidalen Massaker in Syrien müssen gestoppt werden“

Die Presseaussendung der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG)  fordert in ihrer heutigen Aussendung gegen Völkermord an Minderheiten Andersgläubiger auf, aufzuhören und nicht wegzusehen.

Die Pressemitteilung lautet wie folgt

TKG: Die genozidalen Massaker in Syrien müssen gestoppt werden

Vor den Augen der Weltöffentlichkeit findet ein Völkermord an syrischen arabischen Alawiten und Christen statt.

Wien Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) warnt vor einer in Syrien stattfindenden und zunehmenden Gewalt gegen Minderheiten wie arabische Alawiten und Christen in Syrien. Trotz beschönigender Falschmeldungen vor allem aus England unter dem Deckmantel der Nachrichtenagentur HTS Coloni PR-Berichte, die auch in Österreich und Deutschland allzu oft als glaubwürdige Quellen zitiert werden.

TKG hat auch in Österreich Mitglieder unter den arabischen Alawiten und Christen und die Informationen, Bilder und Videos deuten seit Tagen auf einen organisierten Völkermord hin und es ist kein Fake. Die UNO und die EU müssen so schnell wie möglich reagieren. Bevor es zu spät ist.Es beginnt eine menschliche Tragödie, die die EU und Syriens Nachbarn in einen Sumpf ziehen könnte. Unter US-Regierungsveröffentlichung über die ausländische Terrororganisation steht folgende Information, die am 31.Mai.2027 für die Medien freigegeben wurde: Änderung der terroristischen Einstufung der Al-Nusra-Front unter dem Codenamen HTS – Hay’at Tahrir al-Sham

Das US-Außenministerium hat die Bezeichnung der Al-Nusra-Front – einer Al-Qaida-Tochterorganisation in Syrien – geändert und Hay’at Tahrir al-Sham (HTS) sowie weitere Codenamen hinzugefügt. Diese Decknamen wurden der Einstufung der Al-Nusra-Front als Foreign Terrorist Organization (FTO) gemäß Section 219 des Immigration and Nationality Act und als Specially Designated Global Terrorist (SDGT) gemäß Executive Order 13224 hinzugefügt. Im Januar 2017 gründete die Al-Nusra-Front die HTS, um ihre Position im syrischen Aufstand zu stärken und ihre eigenen Ziele als Al-Qaida-Mitglied zu fördern. Seit Januar 2017 verfolgt die Gruppe diese Ziele über die HTS.

Der Koordinator für Terrorismusbekämpfung, Botschafter Nathan A. Sales, erklärte: „Die heutige Einstufung zeigt, dass die Vereinigten Staaten sich von dem Versuch dieses Al-Qaida-Ablegers, sich umzubenennen, nicht täuschen lassen. Welchen Namen Nusra auch immer wählt, wir werden ihr weiterhin die Ressourcen verweigern, die sie für ihre gewalttätige Sache benötigt.“

Die heutigen Maßnahmen informieren die amerikanische Öffentlichkeit und die internationale Gemeinschaft darüber, dass HTS ein Deckname der Al-Nusra-Front ist. Die Einstufung als terroristische Organisation entlarvt und isoliert Organisationen und Einzelpersonen und verwehrt ihnen den Zugang zum US-Finanzsystem. Darüber hinaus kann die Einstufung die Strafverfolgung durch die US-Behörden und andere Regierungen erleichtern. (Quelle: Änderungen der terroristischen Einstufung der al-Nusrah Front MEDIA NOTICE OF THE SPOKESPERSON MAY 31, 2018)

TKG Fragen

TKG fragt nach dem diese USA Außenministerium Informationen vom 31.Mai.2018 was hat sich hier geändert und USA hat das Kopfgeld gegen HTS Führer die eigentlich Al Nusra ist ausgesetzt?

Kann die HTS wie diese CV und Vergangenheit mit vielen Terrororganisationen im Irak, in der Türkei, in Syrien und in der EU, die mit Gleichgesinnten ausgeübt wurde, nach Syrien die Wiege des Christentums auch Islam, Frieden, Demokratie und vielfältige sektiererische demokratische Grundordnung bringen?

Kann man mit HTS einen demokratischen Staat aufbauen?

Was wir in Syrien sehen, ist leider viel Augenwischerei, Lüge und viel Völkermord.

Bitte helfen Sie, den Völkermord in Syrien zu stoppen und finanzieren Sie dieses System in Syrien nicht (vor allem nicht die EU) mit schönen PR-Berichten, die nicht der Wahrheit entsprechen.

Quellen:

https://x.com/klcMesutklc/status/1873793319031234813

https://www.fr.de/politik/sorge-vor-verfolgung-aleviten-in-syrien-aufgrund-von-heiligtum-in-aufruhr-zr-93486522.html

 

https://x.com/klcMesutklc/status/1873718715877150983

https://x.com/klcMesutklc/status/1873515034891911500

https://x.com/sosyalist_ruh/status/1873612228068556953

Historisches Treffen in Assads Palast: Außenminister Fidan traf Colani

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Der Außenminister der Republik Türkei, Hakan Fidan, ist in der syrischen Hauptstadt Damaskus mit dem Chef der neuen syrischen Regierung, Ahmed al-Shera (Abu Muhammad al-Jolani), zusammengetroffen. Nach Informationen aus diplomatischen Kreisen traf Fidan Shera im Rahmen seines Besuchs in Damaskus. Colani erschien erstmals in Anzug und Krawatte.

DAMASKUS. Außenminister Hakan Fidan ist im Palast des gestürzten syrischen Staatschefs Baschar al-Assad in Damaskus mit Ahmed al-Shera (Abu Muhammad al-Jolani), dem Chef der neuen Regierung in Syrien, zusammengetroffen.

An dem Treffen nahmen auch der stellvertretende Außenminister Nuh Yılmaz, der vorübergehende Geschäftsträger der türkischen Botschaft in Damaskus, Burhan Köroğlu, und der zum Außenminister der syrischen Übergangsregierung ernannte Esaad Hasan Şeyban teil.

Der neue syrische Außenminister Sheiban hat in der Türkei einen Magister- und einen Doktortitel erworben.

Sheibanis Lehrer Hasan Aksakal erfuhr erst später, dass sein Schüler Außenminister geworden war. Er schrieb auf Whatsapp, dass er eine Weile nicht in Istanbul sein würde„, sagt Aksakal. Er hatte Recht“, sagte er. Während des Treffens erregte der Anzug von Colani, der auch Anführer der HTS ist, Aufmerksamkeit.

GEMEINSAME PRESSE-ERKLÄRUNG

Nach dem bilateralen Treffen wandten sich beide Seiten in einer gemeinsamen Pressekonferenz an die Öffentlichkeit.

FIDAN: DUNKLE TAGE IN SYRIEN LIEGEN HINTER UNS
Fidan erklärte, dass die schwierigsten und dunkelsten Zeiten in Syrien vorbei seien und bessere Tage bevorstünden. Alle ethnischen, religiösen und konfessionellen Gruppen in Syrien würden glücklicher und friedlicher sein und die Syrer würden die Zukunft des Landes bestimmen.

„WIR LASSEN EUCH NICHT ALLEIN“
Fidan betonte, dass die Umwandlung Syriens in ein sicheres, freies und wohlhabendes Land dank des syrischen Volkes möglich sei und sagte: „Ich bin heute in Damaskus, weil wir euch heute nicht allein lassen werden, wie wir es in euren dunkelsten Tagen getan haben. Das türkische Volk, der türkische Staat und unser Präsident Erdogan werden immer an eurer Seite stehen“.

SANKTIONEN GEGEN SYRIEN
Fidan wies darauf hin, dass die neue Regierung in Syrien Chancen und Möglichkeiten brauche, um ihre Versprechen umzusetzen: „Die Aufhebung der Sanktionen gegen Syrien ist für die Normalisierung Syriens und die Gewährleistung der Sicherheit im Land äußerst wichtig“.

Fidan betonte, dass die notwendigen Vorbereitungen für den Wiederaufbau Syriens so schnell wie möglich in Angriff genommen werden müssten: „Nur so wird es möglich sein, ein Umfeld zu schaffen, das die freiwillige und sichere Rückkehr unserer syrischen Brüder und Schwestern in ihre Heimat ermöglicht. In dieser Hinsicht muss die internationale Gemeinschaft die neue Regierung nachdrücklich unterstützen.

„DIESE ORGANISATION PLÜNDERT DIE NATÜRLICHEN RESSOURCEN DES SYRISCHEN VOLKES“
Fidan äußerte die Hoffnung, dass der heutige Besuch hochrangige Kontakte mit anderen Ländern anregen werde: „Die gesamte internationale Gemeinschaft, insbesondere die arabischen Länder, sollten mit der neuen Regierung in Syrien zusammenarbeiten. Jetzt ist nicht die Zeit abzuwarten. Wir müssen so schnell wie möglich handeln. Für die territoriale Integrität und Einheit Syriens kann und darf es kein Zögern geben. Ich möchte bei dieser Gelegenheit noch einmal betonen, dass es in Syrien absolut keinen Platz für die PKK/YPG gibt. Diese Terrororganisation besetzt das Land des syrischen Volkes und plündert seine Bodenschätze. Bei unserem heutigen Treffen habe ich einmal mehr gesehen, wie entschlossen das syrische Volk ist, die PKK/YPG zu bekämpfen. Die PKK/YPG muss sich so schnell wie möglich auflösen.

FIDAN AN ISRAEL
Zur Besetzung syrischen Territoriums durch Israel sagte Fidan: „Israels Usurpation syrischen Territoriums unter Ausnutzung der gegenwärtigen Situation kann nicht toleriert werden. Israel sollte die Souveränität und territoriale Integrität Syriens respektieren und die regionale Sicherheit nicht weiter gefährden. Die internationale Gemeinschaft muss eine konkrete Antwort auf das rechtswidrige Vorgehen Israels geben“.

COLANI: WIR KÖNNEN DAS NICHT AKZEPTIEREN

Colani, der Chef der neuen Regierung in Syrien, sagte, dass sie Minister Fidan zu Beginn einer neuen Ära in Syrien in seiner ersten gemeinsamen Pressekonferenz mit einem ausländischen Staatsmann begrüßen.

Colani hob die strategischen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervor und erklärte, dass sie auch darüber gesprochen hätten, wie sich die strategischen Beziehungen zwischen der Türkei und Syrien in den kommenden Tagen entwickeln würden.

Außenminister Fidan erklärte, dass die Türkei bereit sei, Syrien in seiner Entwicklung zu unterstützen und fügte hinzu: „Die Türkei, ein befreundetes Land, hat dem syrischen Volk seit Beginn der Revolution zur Seite gestanden. Syrien wird dies nicht vergessen und es werden strategische Beziehungen zwischen den beiden Ländern aufgebaut.

Colani, der Chef der neuen Regierung in Syrien, sagte: „Wir können nicht akzeptieren, dass Waffen in den Händen irgendeiner Gruppe sind, sei es in den von uns kontrollierten Gebieten oder unter der Kontrolle der PKK/YPG. Es ist wichtig, dass sich die großen Länder in Syrien auf allgemeine Prinzipien einigen. Diese Prinzipien sind die Unabhängigkeit Syriens, die territoriale Integrität und die Stabilität der Sicherheit. Danach sollten die wirtschaftlichen und sozialen Probleme gelöst werden, damit sich Syrien wieder entwickeln kann.“

Außenminister Hakan Fidan und der Vorsitzende der Neuen Syrischen Verwaltung, Ahmet al-Sheraa, blickten vom Berg Kasyun auf Damaskus.

 

„SANKTIONEN SOLLTEN AUFGEHOBEN WERDEN“
Ahmed al-Shera (Abu Muhammad al-Jolani) forderte die Aufhebung der Sanktionen, die die internationale Gemeinschaft nach dem Sturz des Regimes von Baschar al-Assad gegen Syrien verhängt hatte: „Die Wirtschaftssanktionen wurden gegen Syrien verhängt, weil das Regime sein eigenes Volk massakriert hat. Heute ist der Henker geflohen und das syrische Volk, das den Preis dafür bezahlt hat, ist das Opfer. Deshalb sollten die Sanktionen nicht die Opfer treffen.

Shera wies darauf hin, dass seit 1979 zahlreiche Sanktionen gegen das Regime verhängt worden seien, das Syrien mehr als 50 Jahre lang regiert habe, und dass es einen schnellen Mechanismus für ihre Aufhebung geben müsse.

„STAATLICHES DENKEN WIRD SICH VOM REVOLUTIONÄREN DENKEN UNTERSCHEIDEN

Shera erklärte, dass sich vor den jüngsten Zusammenstößen viele Gruppen in Syrien darauf geeinigt hätten, das Verteidigungsministerium zu gründen und nach dem Ende der Militäroperationen gegen das Regime unter eine einzige Verwaltung zu stellen: „Bevor die Kämpfe begannen, waren sich die meisten Gruppen in dieser Frage einig. Dann haben wir mit anderen Gruppen Kontakt aufgenommen, und alle haben sich bereit erklärt, mitzumachen. Der Staat wird anders denken als die Revolution; während der Revolution kann es verschiedene Gruppen geben, aber das kann im Staat nicht passieren. In den nächsten Tagen wird das Verteidigungsministerium verkündet und ein Komitee aus hochrangigen Militärs gebildet, das die zukünftige syrische Armee bilden wird. Die Gruppen werden sich dann selbst auflösen.

„SYRIEN IST DIE HEIMAT ALLER“

Shera erklärte, dass sie von allen Teilen des syrischen Volkes willkommen geheißen werden und dass sie sich für die Gleichberechtigung aller Teile des syrischen Volkes einsetzen werden, um keine Spannungen unter dem syrischen Volk zu verursachen oder von ausländischen Zentren ausgenutzt zu werden.

Shera betonte, dass sie enge Beziehungen zu allen Teilen des syrischen Volkes aufgebaut hätten: „Syrien ist die Heimat aller und wir können alle zusammen leben. Alle Teile des syrischen Volkes haben uns willkommen geheißen. Wir versuchen, die Religionen und Minderheiten zu schützen“.

Die Alawiten in Latakza in Syrien beklagen seit Tagen, dass die von der HTS geführten Gruppen still und heimlich Massaker verüben, und die Christen im Land leben in Angst und beklagen, dass die internationale Presse nicht darüber berichtet. Sie  blicken sorgenvoll auf die Zukunft unter den neuen Machthabern – ob Schiiten, Alawiten oder Christen .

Nachfolgend eine X-Message aus der Region, die von Türkische Allgemeine ins Deutsche übersetzt wurde.

"Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, die Worte bleiben einem im Halse stecken. Aber es tut mir sehr leid, eine sehr schmerzliche Nachricht überbringen zu müssen. Heute geschah und geschieht etwas, das uns alle zutiefst erschüttert. Die Nachrichten aus Talkalakh in Syrien sind eine Schande für die Menschheit.
Gestern blockierten militante HTS-Terroristen alle Straßen in die Stadt und belagerten die Bewohner des Dorfes, zunächst aus Sicherheitsgründen. Seit Tagen werden in der Stadt sektiererische Parolen skandiert und auf dem Land Morde verübt. Die Berichte über das brutale Abschlachten unschuldiger Menschen häuften sich von Tag zu Tag. Als ich sah, dass die Tonaufnahmen, die zu Massakern und zum Dschihad aufriefen, zwei Tage lang im Internet kursierten, dachte ich, dass sie als Provokation verbreitet wurden, um Chaos zu stiften. Deshalb habe ich auf Anraten eines Lehrers, der Syrien gut kennt, diese Bilder nicht veröffentlicht. Leider haben wir uns geirrt. Die Aufnahme war echt.
Die Nachrichten sagen, dass bei dem brutalen Massaker, das die HTS-Terroristen an den meisten Alawiten und Christen verübt haben, Männer, die sich gewehrt haben, getötet wurden, andere geschlagen und zurückgelassen wurden, einige Frauen entführt und Häuser geplündert wurden. Was jetzt geschieht, ist der Beweis für eine Gräueltat, die die Menschheit beschämt. Jede Sekunde dieser Massaker schmerzt uns zutiefst und zeigt uns, wie groß die Gefahr ist, der wir ausgesetzt sind. Wer schweigt, macht sich mitschuldig an dieser Grausamkeit. Es ist unmöglich, eine solche Grausamkeit zu akzeptieren. Dieses Ereignis zeigt einmal mehr, dass wir im Namen der Menschlichkeit die Wahrheit herausschreien müssen.Dieses Video enthält die Geständnisse der HTS-Mitglieder selbst. Das Video zeigt deutlich, wie sie sagen, dass sie viele Menschen enthauptet haben und dass sie diese Person, Ali, in dem Video, das sie in der Hand halten, enthaupten werden. Die jetzige syrische Regierung veröffentlicht ein Video, in dem ein Gefangener enthauptet wird. Das ist nicht Assad, das ist Golani „Jolani. Al-Jolani-Terroristen stürmen Häuser von Alawiten und Christen und entführen Frauen. Al-Jolani-Terroristen stürmen die Häuser von Alawiten und Christen im Dorf Safsafiyah in Syrien, stehlen ihr Geld und entführen christliche und alawitische Frauen aus ihren Häusern."

https://x.com/Partisangirl/status/1870402222431076461

Inzwischen haben Hunderte syrischer Frauen gegen die Behauptung des HTS-Sprechers protestiert, Frauen seien „biologisch unfähig“, Führungsrollen zu übernehmen. Sie fordern Säkularismus, Demokratie und Gleichberechtigung.
( Türkische Allgemeine, 22.12.2024)

 

Die Chiffren der Musk-Unterstützung – Was hat das mit dem Attentäter von Magdeburg zu tun?

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„Der Post von Elon Musk „Nur die AfD kann Deutschland retten“ verwirrt. Musks Haltung bei den US-Wahlen und seine Sendepolitik in X waren zuvor als Einmischung in die Wahlen interpretiert worden. Dass dies kurz darauf geschah, empörte die Politik in Deutschland“, schreibt Gözde Sula in Odatv und analysiert unter dem Titel „Die Chiffren der Musk-Unterstützung – Was hat das mit dem Attentäter von Magdeburg zu tun?“

Die Türkische Allgemeine hat es für Sie ins Deutsche übersetzt

Elon Musk, der Besitzer von Tesla und X, der den Titel des reichsten Unternehmers der Welt trägt, zieht mit seinen Posts in den sozialen Medien immer wieder Kritik auf sich. Während sein Einfluss auf die Wahlen in den USA noch diskutiert wird, haben seine Äußerungen zu Deutschland, wo die vorgezogenen Neuwahlen entschieden wurden, viele Menschen, vor allem die deutsche Linke, auf den Plan gerufen. Warum?

Nach dem Scheitern der Mitte-Links-Koalition von Olaf Scholz im vergangenen Monat werden in Deutschland voraussichtlich am 23. Februar.2025 de facto in zwei Monaten Wahlen stattfinden. In den Meinungsumfragen liegt die AfD an zweiter Stelle.

Teile der Partei AfD werden vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft, während die etablierten Parteien den Begriff „rassistisch-nationalistisch“ verwenden. Die Äußerung des AfD-Vorsitzenden Chrupalla im vergangenen Monat, „Türken gehören zu Deutschland“, widerspricht diesem bewussten gemeinsamen Diskurs.

In einem Interview mit der Welt sagte Chrupalla im vergangenen Monat: „Europa ist gezwungen worden, die Interessen Amerikas umzusetzen. Das lehnen wir ab“, so Chrupalla.

KRAH UND POST MIT HYMNE DER „OSMANISCHEN MEHTER“

Maximilian Krah, der über die Liste der AfD ins Europaparlament gewählt wurde und auch bei der Bundestagswahl kandidierte, postete vor drei Wochen ein Video auf seinem offiziellen Instagram-Account. Während der „Mehter-Marsch“ in dem Video von Krah, der sich bei einem türkischen Friseur rasiert, nicht unbemerkt blieb, erhielt es in kurzer Zeit Millionen Aufrufe.

Es gibt Behauptungen, der Täter des Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg sei ein AfD-Anhänger. Diese Behauptungen werden vor allem in den deutschen Mainstream-Medien häufig in den Vordergrund gerückt und in schwarze Propaganda gegen die Partei transformiert.

Es gibt Behauptungen, dass der Täter des Terroranschlags auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg ein AfD-Anhänger war. Diese Behauptungen werden vor allem in den deutschen Mainstream-Medien häufig aufgegriffen und in schwarze Propaganda gegen die Partei umgemünzt

 

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Vor diesem Hintergrund hat Elon Musk angekündigt, die Alternative für Deutschland (AfD) zu unterstützen.

 

MUSK ÜBER SCHOLZ: INKOMPETENTER DUMMKOPF

Nachdem bei einem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Magdeburg mindestens zwei Menschen getötet und viele verletzt wurden, twitterte Musk: „Scholz muss sofort zurücktreten. Inkompetenter Idiot“ und betonte seine Unterstützung für die AfD.

VIDEO-ANTWORT VON PARTEICHEFIN WEIDEL

Alice Weidel, Vorsitzende der AfD und Kanzlerkandidatin, zitierte Musks Kommentar: „Ja! Du hast absolut Recht @elonmusk!“ und wünschte Musk und Trump frohe Weihnachten und ‚alles Gute für seine kommende Amtszeit‘.
Die deutsche Regierung reagierte nur oberflächlich auf Musks Beitrag und erklärte, sie habe ihn zur Kenntnis genommen.

Olaf Scholz reagierte indirekt auf den Beitrag mit den Worten: „Wir haben hier Meinungsfreiheit. Die gilt auch für Multimillionäre. Meinungsfreiheit heißt aber auch, dass man Dinge sagen darf, die nicht der Wahrheit entsprechen und keine guten politischen Ratschläge sind.“

Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach nannte die Einmischung des US-Milliardärs wenige Wochen vor der Wahl „ehrenrührig“ und „hochproblematisch“. Lauterbach warf Musk vor, sich in den Wahlkampf einzumischen und forderte die Behörden auf, „genau zu beobachten, was in X passiert“. Der ehemalige Europaabgeordnete Elmar Brok bezeichnete Musks Äußerungen als „Weltherrschaftsphantasien der amerikanischen Technologiekönige“.

UNTERSTÜTZUNG DER FREIEN DEMOKRATEN

Musks Tweet kam von Christian Lindner, dem Vorsitzenden der Freien Demokraten (FDP), der von Scholz als Finanzminister wegen tiefgreifender Meinungsverschiedenheiten über die Haushaltsführung entlassen wurde. Lindner schrieb auf X: „Elon, inspiriert von Deinen und Mileis Ideen habe ich eine politische Debatte angestoßen. Während Migrationskontrolle für Deutschland lebenswichtig ist, ist die AfD gegen Freiheit, Wirtschaft und eine rechtsextreme Partei. Ziehen Sie keine voreiligen Schlüsse aus der Ferne. Kommen Sie zu mir und ich zeige Ihnen, wofür die FDP steht.

Warum AfD?

Musk hat in der Vergangenheit seine Unterstützung für andere einwanderungsfeindliche Kräfte in Europa zum Ausdruck gebracht, darunter die britische Reformpartei und die italienische Premierministerin Giorgia Meloni.
Er hat auch Milei unterstützt, der in seinem ersten Jahr als argentinischer Präsident die öffentlichen Ausgaben gekürzt hat.

Die Verhaftung eines saudi-arabischen Staatsbürgers im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Deutschland hat die Bedeutung der Politik der Partei unterstrichen.

DIE AKTUELLE LAGE IN DEUTSCHLAND

Unmittelbar nach den Ereignissen wurde die jüngste Situation in Deutschland zu einer Frage der Neugier. Nach den letzten Informationen, die Odatv von Quellen in Deutschland erhalten hat, stellt sich die Situation wie folgt dar:

– Nach den letzten Umfragen liegt die Union mit einem Stimmenanteil zwischen 18 und 20 Prozent vor der SPD, der Partei von Ministerpräsident Scholz, die an zweiter Stelle liegt.

– Da keine Partei mit der AfD koalieren will, ist nicht zu erwarten, dass sie nach der Wahl an einer Regierungskoalition beteiligt sein wird. Dennoch kandidiert Alice Weidel, die Co-Vorsitzende der Partei, für das Amt des Ministerpräsidenten ihrer Partei. Dadurch erhofft sich die Partei mehr Aufmerksamkeit im Wahlkampf und in Fernsehsendungen.

– Die Partei, die für ihre einwanderungsfeindliche Haltung in der allgemeinen Politik bekannt ist, bringt diese Haltung bei jeder Gelegenheit zum Ausdruck. In Erklärungen nach dem Anschlag in Magdeburg betonten die Parteiführung und Parteikreise erneut, dass die Lösung in der „Remigration“ liege (Remigration ist ein Begriff aus dem Parteiprogramm, der in einem Buch des österreichischen Rechtsaktivisten Martin Sellner veröffentlicht wurde und Forderungen nach Rückführung von Migranten, die sich nicht an Deutschland anpassen, die Schaffung von Möglichkeiten dazu, Grenzkontrollen zur Verhinderung von Migration und die Versorgung von Flüchtlingen mit Gütern statt Geldleistungen beinhaltet). Die Tatsache, dass der Angreifer von Magdeburg offenbar ein AfD-Anhänger war, hat die Partei jedoch erneut ins Rampenlicht gerückt. Während die deutschen Mainstream-Medien den Antiislamismus des Täters und seine Unterstützung für die AfD betonten, konzentrierten sich AfD-Kreise auf die Möglichkeit, dass der Angreifer ein Spion gewesen sein könnte und dass er nicht der war, der er zu sein schien.

– Zum Wahlprogramm der Partei gehören auch gute Beziehungen zu Russland und die Infragestellung der Mitgliedschaft Deutschlands in der EU und der NATO. In der Sozialpolitik spricht sich die AfD insbesondere gegen die Vermögensteuer aus und befürwortet die Kürzung des Arbeitslosengeldes nach einer bestimmten Zeit. In der Wirtschaftspolitik lehnt die AfD staatliche Eingriffe ab.

WARUM DIE AUSSAGE VON ELON MUSK KRITISCH IST

Musk, der reichste Mann der Welt, ist der engste Berater von Donald J. Trump, der zum zweiten Mal zum US-Präsidenten gewählt wurde… Musks Unterstützung für Deutschlands ultranationalistische Partei ist ein Schritt, der vor dem Hintergrund des globalen Rechtsrucks nicht überraschen sollte. Sein Beitrag wurde auf X innerhalb von 10 Stunden über 25 Millionen Mal angeklickt. Auf der anderen Seite kommt die Unterstützung zu einem Zeitpunkt, an dem sich die deutsche Politik in einem akuten Aufruhr befindet.

Immer wieder: Berichte zur Entmenschlichung von Menschen aus der Türkei in Österreich

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„Solche hetzerischen Berichte führen dazu, dass Menschen aus der Türkei in Österreich schlecht behandelt und diskriminiert werden!“

WIEN. Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) warnt vor einem kriminellen Vorfall in Wien, bei dem eine österreichisch-türkische Staatsbürgerin ihr uneheliches Kind nach der Geburt ermordet hat, um unter dem Deckmantel dieses kriminellen Vorfalls die gesamte türkische Familie, die Frauen und die türkische Gesellschaft dieser Tat als Norm, Kultur, Sitte, Ehrenkodex, Ehrenmord oder Tradition zu überführen und zu entmenschlichen.

Laut TKG brodelt es in Österreich wieder wie folgt: „Das eine Woche alte Baby „Melek“, zu Deutsch „Engel“, soll laut Zeitungsberichten von seiner 30-jährigen, labilen Mutter ermordet im Müllcontainer eines Wiener Krankenhauses gefunden worden sein. Der 28-jährige Vater und seine Familie wollten das unehelich geborene Kind ebenso wenig wie die Familie der Mutter. Es gilt die Unschuldsvermutung. Nach der Verhaftung der Mutter, die ihr Frühgeborenes in einer Klinik in Wien-Favoriten getötet und dies der Polizei gestanden haben soll, sind viele Fragen offen. Als Reaktion darauf wurde der Fall in Teilen der österreichischen Presse als „Ehrenmord“ oder als „kulturelle Norm, Sitte oder Tradition“ bezeichnet, dargestellt oder in Frage gestellt“.

In der Pressemitteilung der TKG, deren Vorsitzender Birol Kilic ist, werden folgende Punkte unterstrichen:  „Mit dem Ziel, Menschen aus der Türkei in Österreich mit noch mehr Vorurteilen zu belegen, sie zu demütigen, sie auf dem Arbeitsmarkt bis hin zur Beamtenebene oder in der Gesellschaft schlecht zu behandeln, als dies ohnehin schon der Fall ist. Solche Berichte und Hetze führen dazu bzw. verstärken dies. Solche hetzerischen Berichte führen dazu, dass Menschen aus der Türkei in Österreich schlecht behandelt und diskriminiert werden! Laut TKG handelt es sich dabei um eine altbekannte Methode des „Kulturrassismus“ bzw. „Rassismus ohne Rasse“ (Neorassismus), die man in Österreich aus der Geschichte gelernt haben sollte und nicht wiederholen darf. Vor allem von Parteien, rassistischen Organisationen und manchen Medien, die Inserate aus öffentlichen Geldern oder aus der Wirtschaft erhalten und trotzdem Hass und Hetze und das Zusammenleben in Österreich nicht fördern, sondern in den Dreck ziehen. Das stärkt nur die reaktionären und rassistischen Bewegungen auf türkischer Seite in Österreich. Mit den türkischen kulturellen Werten, Traditionen, Sitten, Normen und dem Verständnis der Menschen aus der Türkei, egal welcher Herkunft, hat so etwas Brutales nichts zu tun. Genauso wenig wie der autochthone Österreicher Fritzl aus Amstetten, der durch die jahrelange Vergewaltigung seiner eigenen Tochter im Keller seines Hauses weltweit Schlagzeilen machte, mit österreichischen kulturellen Werten, Ehrbegriff, Traditionen, Sitten und Normen zu tun hat. Der Großteil der in Österreich lebenden türkischen Migranten lebt friedlich und in allen Bereichen integriert in Österreich. Seien es WissenschaftlerInnen, ÄrztInnen, Fachmänner und Frauen in allen Bereichen, Gastronomie, KünstlerInnen, ArbeiterInnen, gewählte Abgeordnete, Landtagsabgeordnete, Bezirksräte, TaxifahrerInnen, Bedienstete und mehrere Eigentümer der Holdinggesellschaft, Immobilien Tykons. Es gibt unter ihnen sehr gute und sehr schlechte Menschen, genauso wie unter autochthonen ÖsterreicherInnen oder anderen Gruppen von MigrantInnen. Man sollte kriminelle Geschichten nicht auf eine Gemeinde, auf Personen oder Bevölkerungsgruppen verallgemeinern. Wir werden in Österreich täglich auf die Probe gestellt, weil die Bevölkerung, ob wir es wollen oder nicht, immer vielfältiger wird. Wenn die Medien, zu Recht oder zu Unrecht, Probleme mit dem AKP-Regime und seinen Propagandisten bzw. deren verlängertem Arm in Österreich haben, die sie als undemokratisch und verfassungsfeindlich empfinden, dann direkt mit jenen, die sich journalistisch, politisch, aber nicht mit einer vielfältigen Bevölkerung von ca. 400.000 (vierhunderttausend) Menschen aus der Türkei mit anderer Herkunft in einem 9-Millionen-Land wie Österreich beschäftigen“.

Laut TKG handelt es sich dabei um eine altbekannte Methode des „Kulturrassismus“ bzw. „Rassismus ohne Rasse“ (Neorassismus), die man in Österreich aus der Geschichte gelernt haben sollte und nicht wiederholen darf.

Die Presseaussendung der TKG mit dem Titel „Die Tragödie von Baby Melek: “Es geht nicht um Ehre, Sitte, Tradition oder einen archaischen Ehrenkodex“. lautet wie folgt:

In Österreich brodelt es. Das eine Woche alte Baby „Melek“, zu Deutsch „Engel“, soll laut Zeitungsberichten von seiner 30-jährigen, labilen Mutter ermordet im Müllcontainer eines Wiener Krankenhauses gefunden worden sein. Der 28-jährige Vater und seine Familie wollten das unehelich geborene Kind ebenso wenig wie die Familie der Mutter. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Nach der Verhaftung der Mutter, die ihr Frühgeborenes in einer Klinik in Wien-Favoriten getötet und dies der Polizei gestanden haben soll, sind viele Fragen offen. Als Reaktion darauf wurde der Fall in Teilen der österreichischen Presse als „Ehrenmord“ oder als „kulturelle Norm, Sitte oder Tradition“ bezeichnet, dargestellt oder in Frage gestellt.

In den Berichten wird übrigens immer wieder und wiederholt  „auf die türkische Abstammung der Frau von einem unehelichen Mann und auf die Familie hingewiesen“,was wir als Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) für bedenklich halten, was aber leider in der uns bekannten journalistischen Eile unter den Tisch fällt und gewollt oder ungewollt als „kultureller Rassismus“ (Kultururalismus. Rassismus ohne Rasse) gegen die „journalistische Ethik“ und die „Goldenen Regeln“ betrieben wird

Wir müssen einen Eintrag in die Geschichte machen.

Autochthone Österreicher Fritzl aus Amstetten!

Frage: Wie beeinflussen kulturelle Werte, Bräuche, Traditionen und Normen das Ehrverständnis der türkischen Community in Österreich?
TKG: So etwas Brutales hat mit den türkischen kulturellen Werten, Traditionen, Sitten, Normen und dem Verständnis der Menschen aus der Türkei, egal welcher Herkunft, nichts zu tun. Genauso wenig wie der autochthone Österreicher Fritzl aus Amstetten, der durch die jahrelange Vergewaltigung seiner eigenen Tochter im Keller seines Hauses weltweit Schlagzeilen machte, mit österreichischen kulturellen Werten, Ehrbegriff, Traditionen, Sitten und Normen zu tun hat. Der Großteil der in Österreich lebenden türkischen Migranten lebt friedlich und in allen Bereichen integriert in Österreich. Seien es WissenschaftlerInnen, ÄrztInnen, Fachmänner und Frauen in allen Bereichen, Gastronomie, KünstlerInnen, ArbeiterInnen, gewählte Abgeordnete, Landesabgeordnete, Bezirksräte, TaxifahrerInnen, Bedienstete. Es gibt unter ihnen sehr gute und sehr schlechte Menschen, genauso wie unter autochthonen ÖsterreicherInnen oder anderen Gruppen von MigrantInnen. Man sollte kriminelle Geschichten nicht auf eine Gemeinde, auf Personen oder Bevölkerungsgruppen verallgemeinern. Wir werden in Österreich jeden Tag auf die Probe gestellt, weil die Bevölkerung, ob wir es wollen oder nicht, immer vielfältiger wird.

Faktum ist aber, damit es jeder weiß: Die österreichisch-türkischen Familien hegen und pflegen ihre Kinder und widmen ihnen ihr ganzes Leben. Die Geburt eines Kindes gilt in der österreichisch-türkischen Gesellschaft als „Glücksbringer für die ganze Familie“ und das Kind wird nicht in den nächsten Mülleimer geworfen, wenn es nicht gefällt oder die Ehre verletzt wird. Ein solches Bild mit Vorurteilen möchte man den AustrotürkenInnen in Österreich als unveränderliche Kultur einprägen. Bravo! Nichts aus der Geschichte gelernt. Wir machen trotzdem weiter. Wir geben nicht auf mit der Aufklärung für Österreich, außer unsere Post an die Österreichische Post.

Rassismus ohne Rassen: „Kultureller Rassismus“

Faktum 1-Der Kulturalismus als „kultureller Rassismus“ bezeichnet Konzepte, die mit ihrem Kulturbegriff völkische Lehren fortführen. Er geht von der Existenz eines Rassismus aus, der den Begriff der Rasse nicht verwendet. Neorassisten vertreten also keinen Kulturalismus im philosophischen Sinne, sondern im Gegenteil einen Biologismus, den sie auch auf die Kultur übertragen. Der Kulturbegriff der Neorassisten ist kein kulturalistischer, sondern ein naturalistischer. Die Rhetorik ändert sich, aber das biologistische Denken bleibt. Das Wort „Rasse“ wird hier durch „Kultur“, „Ethnie“, „Volk“, „Nation“, „Tradition“, „Ehrenkodex“ oder andere Begriffe ersetzt. Der Begriff „Rasse“ wird in dieser Form des Rassismus aufgegeben, „ohne dass die Abwertung und Ausgrenzung des ‚Anderen‘ an Schärfe verliert“ (Quelle: Angelika Magiros: Kritik der Identität. „Bio-Macht“ und „Dialektik der Aufklärung“ – Instrumente gegen Fremdenabwehr und Neo-)Rassismus. Münster 2004, Insb. S. 166 ff.)

Faktum 2- „John Solomos und Les Back argumentieren, dass Rasse heute ‚als Kultur codiert‘ wird und dass das zentrale Merkmal dieser Prozesse darin besteht, dass die Eigenschaften sozialer Gruppen fixiert, naturalisiert und in einen pseudobiologisch definierten Kulturalismus eingebettet werden.“
– George M. Fredrickson: Rassismus. Ein historischer Abriß (Quelle: George M. Fredrickson: Rassismus. Ein historischer Abriß. Hamburger Edition, Hamburg 2004 (Einleitung online (Memento vom 23. August 2016 im Internet Archive).

Faktum 3- „Wenn dieses Klassifikationssystem dazu dient, soziale, politische und ökonomische Praktiken zu rechtfertigen, die bestimmte Gruppen vom Zugang zu materiellen oder symbolischen Ressourcen ausschließen, handelt es sich um rassistische Praktiken.“ ( Quelle: Stuart Hall: Rassismus als ideologischer Diskurs( Stuart Hall: Rassismus als ideologischer Diskurs. In: Das Argument. Heft 178, 1989, S. 913)

Frage: Welches öffentliche Interesse besteht daran, die Herkunft des Täters und seiner Familie in der Berichterstattung immer wieder so reißerisch und sensationslüstern mit „Kultur, Ehrenmord, Tradition, Ehrenkodex“ etc. zu erwähnen?

Im Anschluss an diese Berichterstattung in österreichischen Medien finden sich in sozialen Netzwerken folgende hetzerische und kulturrassistische Kommentare: „Im zweiten Fall ging es um den Mord an einem Baby, wobei die Medienmeute und die Psychiaterin R. schon vor dem Obduktionsergebnis genau wussten, dass es sich um eine „Kindbett-Depression“ handelte, was wiederum eine geringe oder gar keine Strafe nach sich zieht. Tatsächlich wurde das Baby von einer Mutter, die sich auf einen archaischen (türkischen) Ehrenkodex beruft, brutal zu Tode geprügelt. Die in solchen Fällen erfahrene „Prominentenanwältin“ durfte ihre einseitige Sicht in allen Medien präsentieren“.

Wie kann man die kriminelle Tat einer kranken Frau und das Fehlverhalten bzw. die Familie einer ganzen Bevölkerungsgruppe, die mit 4000.000 nicht klein aber in der Minderheit ist, als unveränderliche Kultur wie die DNA abstempeln, satanisieren und Vorurteile in die Köpfe der Menschen stempeln.Viele Menschen aus der Türkei werden deshalb schlecht und nicht gleich behandelt, weil die Menschen mit Vorurteilen in den Köpfen wie in Granit einbrennen.

Warum sagte der deutsche Jude Albert Einstein: „Es ist leichter, ein Atom zu zertrümmern, als Vorurteile abzubauen“ (Zitat: Albert Einstein, 1879 – 1955)

Warum musste Albert Einstein Deutschland verlassen? Und welche Menschen (auch Minderheitenangehörige) schreiben bzw. verbreiten heute zum Fremdschämen solche vorurteilsbildenden satanisierenden Berichte über eine Minderheit von AustrotürkenInnen? Die Austrotürken sind keine Engel, aber der Satan per se auch nicht. Das ist falsch und entspricht nicht der Wahrheit.

„Archaischer (türkischer) Ehrenkodex Beruf“?

 

(c) Heute

Gerade diese Art der Berichterstattung, die immer wieder die Herkunft des Täters betont, provoziert, hetzt und baut Vorurteile gegen eine Bevölkerungsgruppe, gegen eine Minderheit auf. Das ist Hetze pur. Man muss sich die Frage stellen: Welches öffentliche Interesse besteht daran, die Abstammung des Täters und seiner Familie in der Berichterstattung ständig und immer wieder so reißerisch und sensationslüstern zu erwähnen?

Was sagt das österreichische Recht, das uns alle verbindet?

Den Tatbestand der Verhetzung erfüllt auch, wer eine der genannten Personengruppen in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, sie verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein ehrenrühriges und volksverhetzendes Posting den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllen und damit strafbar sein. Der Straftatbestand wurde zum 1. Januar 2016 erweitert, um unter anderem die Internetkriminalität effektiver bekämpfen zu können.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Verhetzung zu begehen:

Verhetzung begeht, wer vor einer größeren Anzahl von Personen (ab ca. 30 Personen) zu Gewalt oder Hass gegen Personen auffordert oder aufreizt, und zwar wegen ihrer Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion oder Weltanschauung
der Nationalität, der Abstammung, der nationalen oder ethnischen Herkunft
des Geschlechts, einer körperlichen oder geistigen Behinderung
des Alters oder der sexuellen Identität.

Für den Aufruf zur Gewalt kann das Gericht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren verhängen. Erfolgt der Aufruf zur Gewalt oder die Verhetzung vor einer größeren Öffentlichkeit (ab 150 Personen), beträgt die Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. Hat die Aufreizung tatsächlich zu Gewalttätigkeiten geführt, beträgt die Freiheitsstrafe mindestens sechs Monate und höchstens fünf Jahre.

Das billigende oder rechtfertigende Verbreiten von volksverhetzendem Material wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen bestraft.

Verhetzung kann solche Fälle auslösen…Beispiel

Todesschuss in der Türkenkaserne: So starb der junge Soldat Mustafa P. durch den tödlichen Schuss von Lukas P.! Genau fünf Wochen nach dem tödlichen Drama im Wachraum der Kärntner Türkenkaserne gibt es laut österreichischen Medien neue Details zum Tathergang: Der 21-jährige Soldat Mustafa P. wurde von Lukas P. mit einem einzigen Schuss in die Lunge getroffen und verblutete sofort hilflos.  Es gilt die Unschuldsvermutung. Warum ermordete Lukas P. den von seinen Freunden geliebten türkischstämmigen österreichischen Soldaten Mustafa P. aus der Ferne? Gab es ein rassistisches Motiv? Wir vertrauen darauf, dass die österreichischen Staatsanwälte und Richter hier richtig handeln.

Haben Sie schon einmal von Infantizid – Kindstötung gehört?

Unter Kindstötung (auch Infantizid, von lat. infanticidium) versteht man die Tötung eines Kindes, meist durch einen Elternteil. Die Tötung eines Neugeborenen wird als Neonatizid bezeichnet.

Resnick, P. J. (1970) definiert den Neonatizid als Tötung eines Kindes innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Geburt, den Infantizid als Tötung eines Kindes im Alter von einem Tag bis zu einem Jahr und den Filizid als Tötung eines Kindes im Alter von über einem Jahr.

Der Experte und  Autor Resnick, P. J. ist der Ansicht, dass die Tötung eines Neugeborenen eine von anderen Kindstötungen getrennte Einheit darstellt, die sich hinsichtlich der Diagnose, der Motive und der rechtlichen Disposition des Täters unterscheidet.

Es werden die Unterschiede zwischen der Tötung von Neugeborenen und anderen Kindstötungen untersucht. Für dieses Phänomen wird ein neuer Begriff vorgeschlagen: „Neonatalmord“. Mütter, die Neugeborene töten, sind seltener psychotisch als Mütter, die ältere Kinder töten. Während die meisten Filizide aus „altruistischen“ Gründen begangen werden, werden die meisten Neonatizide einfach deshalb begangen, weil das Kind unerwünscht ist. Zu den Gründen für die Tötung von Neugeborenen gehören außereheliche Vaterschaft, Vergewaltigung und die Tatsache, dass das Kind als Hindernis für die elterlichen Ambitionen angesehen wird. Nichteheliche Vaterschaft ist das häufigste Motiv.

Es gibt zwei Gruppen von unverheirateten Mörderinnen:
(a) junge, unreife und sexuell passive Frauen (die häufig eine Schwangerschaft leugnen und selten vorsätzlich töten) und
(b) Frauen mit starken instinktiven Trieben und wenig ethischer Zurückhaltung (die tendenziell älter, gefühlloser und häufig promiskuitiv sind).

Es wird spekuliert, dass ungelöste ödipale Gefühle zu einigen Kindestötungen beitragen können, die früher ausschließlich soziologischen Faktoren zugeschrieben wurden. (51 ref.) (PsycINFO Database Record (c) 2019 APA)

Quelle:  Resnick, P. J. (1970),Murder of the newborn: A psychiatric review of neonaticide. The American Journal of Psychiatry,

Frage: Was hat das alles mit Ehrenmord, Norm, Kultur oder Tradition in Österreich zu tun?

Statistiken und Motive

Die Inzidenz liegt in Schweden bei 0,6 pro 100.000 Kinder unter 15 Jahren (Somander & Rammer, 1991), in den USA bei bis zu 2,5 pro 100.000 Kinder unter 18 Jahren (Jason, Gilliland & Tyler, 1983) und in Finnland und Österreich bei 5 pro 100.000 Kinder.
Man geht davon aus, dass 2 bis 10 % der als plötzlicher Säuglingstod registrierten Fälle ein gewalttätiges Motiv haben und in Wirklichkeit Kindstötungen sind (Emery, 1985). Zwei Drittel bis drei Viertel der Kindstötungen werden von der leiblichen Mutter begangen. Nach einer Studie von Raič war in 18 % der Fälle der Vater der Täter. Resnick untersuchte 1969 131 Gerichtsfälle, in denen Mütter ihre Kinder getötet hatten, anhand von Interviews und teilte diese Fälle je nach Motiv in fünf Kategorien ein (außer Neonatizid).

Quelle: APA: Finnland mit den meisten Kindstötungen in der westlichen Welt. Kleine Zeitung, 11. Dezember 2011, archiviert vom Original am 17. August 2014; abgerufen am 11. Dezember 2011: „In Schweden ist es nur etwas mehr als ein Zehntel. Die Studie zeigt auch, dass Mütter mit psychischen Problemen am häufigsten zu Täterinnen werden. In 75 von 200 Fällen begingen die Täter Selbstmord.“

Seit der Antike kennt die Gesellschaft die Tötung des Nachwuchses in Zeiten der Not, des Hungers oder aus anderen Gründen. Große Philosophen wie Platon und Seneca befürworteten die weit verbreitete Sitte, „missgestaltete“ Neugeborene auszusetzen oder aktiv zu töten. Im Gegensatz dazu berichtete Tacitus, dass die Juden die Tötung spätgeborener Kinder als Verbrechen betrachteten, und Flavius Josephus bezeugte im 1. Jahrhundert, dass es im Judentum verboten sei, eine Abtreibung herbeizuführen.

Im mittelalterlichen jüdisch-christlichen Europa waren die Hauptgründe für Kindstötungen die Unehelichkeit des Kindes und die Armut der Eltern (Quelle: Moseley, 1986), aber auch Missbildungen des Kindes.

Quellen: Flavius Josephus, Gegen Apion 2,24 und Hannes Stein: Unser Engel bewahrt uns vor dem Kindermord, Die Welt, 22. Februar 2013.

Wir müssen warnen!

Wenn die Medien zu Recht oder zu Unrecht Probleme mit dem AKP-Regime und seinen Propagandisten bzw. deren verlängertem Arm in Österreich haben, die Sie als undemokratisch und verfassungsfeindlich empfinden, dann direkt mit jenen, die sich journalistisch, politisch, aber nicht mit einer vielfältigen Bevölkerung von ca. 400.000 (vierhunderttausend) Menschen aus der Türkei mit anderer Herkunft in einem 9-Millionen-Land wie Österreich beschäftigen.

„Vielgeprüftes Land“ versus „Vielgeliebtes Österreich“

Pauschalisierungen, die die Herkunft einer Gruppe in Österreich reißerisch darstellen, können vielleicht unter dem Deckmantel des Journalismus versteckte Vorurteile und Hass aus verschiedenen Gründen einiger „Menschen“ (unter dem Vorwand, ÖsterreicherInnen zu sein) gegen eine Bevölkerungsgruppe in Österreich, die in der vierten Generation, ca. 400.000 Menschen, Ihre Herkunft aus der Türkei bedienen bzw. stillen. Wir haben verstanden, dass Sie Menschen hassen, aber Sie können dafür nicht ein Medium bzw. hinter einem Medium als seriöse JournalistInnen oder HerausgeberInnen verstecken, egal welches, das auch Inserate der öffentlichen Hand oder von Parteien schaltet, wo auch Austrotürken ihre Steuern zahlen oder private Unternehmen, wo auch Sie einkaufen, Ihre Versicherung abschließen, Ihre Bank haben etc.

Das dient nicht dem Zusammenleben in Österreich und führt zu Vorurteilen und Hass. Das wollen wir nicht.

Wir haben kein Verständnis für Hetzer, egal von welcher Seite, auch nicht unter uns, und ich hoffe, Sie haben Verständnis dafür, dass wir als Verfassungspatrioten hier einen Einspruch erheben, den wir nicht auf die Straße tragen, indem wir vor Institutionen, Parteien, Ministerien und Medien demonstrieren, weil unsere Würde hier permanent angegriffen und missachtet wird. Es gibt das Demonstrationsrecht.

Österreich ist, wie es in der Bundeshymne heißt, ein „vielgeprüftes Land“, viel und schmerzlich geprüft auch durch biologischen und kulturellen Rassismus und klerikalen Faschismus… Auf diesen Trümmern des Zweiten Weltkrieges wurde die Republik Österreich mit einer vielfältigen, freiheitlich-demokratischen, liberalen und säkularen Grundordnung aufgebaut. Wir möchten die Werte, Prinzipien und die kulturelle Identität der Republik Österreich schützen, weil wir Österreich lieben, wie es in der Bundeshymne „Vielgeliebtes Österreich“ heißt, weil wir stolze österreichische BürgerInnen sind.

Fragen und Antworten

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) hat hier Fragen und Antworten vorbereitet, die für uns als unabhängige NGO eine Legitimation für das Gemeinwohl der Republik Österreich und das Zusammenleben ohne Pauschalisierungen darstellen sollen.

Frage: Wie beeinflussen kulturelle Werte, Bräuche, Traditionen und Normen das Ehrverständnis der türkischen Community in Österreich?
TKG: So etwas Brutales hat nichts mit den türkischen kulturellen Werten, Traditionen, Bräuchen, Normen und dem Verständnis der Menschen aus der Türkei, egal welcher Herkunft, zu tun. Genauso wenig wie der autochthone Österreicher Fritz aus Amstetten, der durch die jahrelange Vergewaltigung seiner eigenen Tochter im Keller seines Hauses weltweit Schlagzeilen machte, mit österreichischen kulturellen Werten, Ehrbegriff, Traditionen, Sitten und Normen zu tun hat. Der Großteil der in Österreich lebenden türkischen Migranten lebt friedlich und in allen Bereichen integriert in Österreich. Seien es WissenschaftlerInnen, ÄrztInnen, Fachmänner und Frauen in allen Bereichen, Gastronomie, KünstlerInnen, ArbeiterInnen, gewählte Abgeordnete, Landesabgeordnete, Bezirksräte, TaxifahrerInnen, Bedienstete. Es gibt unter ihnen sehr gute und sehr schlechte Menschen, genauso wie unter autochthonen ÖsterreicherInnen oder anderen Gruppen von MigrantInnen. Man sollte kriminelle Geschichten nicht auf eine Gemeinde, auf Personen oder Bevölkerungsgruppen verallgemeinern. Wir werden in Österreich täglich auf die Probe gestellt, weil die Bevölkerung, ob wir es wollen oder nicht, immer vielfältiger wird.

Aber Tatsache ist, damit es jeder weiß: Die österreichisch-türkischen Familien hegen und pflegen ihre Kinder und widmen ihnen ihr ganzes Leben. Die Geburt eines Kindes gilt in der österreichisch-türkischen Gesellschaft als „Glücksbringer für die ganze Familie“ und das Kind wird nicht weggeworfen, wenn es nicht gefällt oder die Ehre verletzt. Ein solches Bild möchten die AustrotürkenInnen in Österreich als unveränderbare Kultur vermitteln. Bravo… aus der Geschichte nichts gelernt. Wir machen trotzdem weiter. Wir geben die Aufklärungsarbeit für Österreich nicht auf, außer unsere Briefe an die Österreichische Post.

Frage: Welche Rolle spielen familiäre Erwartungen und Traditionen in solchen Fällen (unverheiratete Eltern, Frühgeburt eines Mädchens)?
TKG: Sowohl in Österreich als auch in der Türkei gibt es solche Fälle, die auf Verzweiflung und psychische Not zurückzuführen sind. Die Lebensseiten der österreichischen Presse sind voll von Tragödien, außer bei den türkischen Einwanderern. Niemand führt sie auf Ehrenmorde und unveränderliche kulturelle Normen des Herkunftslandes oder Österreichs zurück, als wären sie DNA. Einzelschicksale als kulturelle Normen einer Nation oder Religion zu definieren, ist Kulturrassismus. Das ist keine Frage der Ehre. Auch in solchen Fällen, bei unverheirateten Paaren, wünscht sich das Kind eine Familie. Im schlimmsten Fall wird das Kind in staatliche Obhut gegeben. Dass dieses Kind vom Vater und seiner Familie nicht gewollt ist und dass psychischer Druck auf die labile Mutter ausgeübt wird, ist Brutalität und das individuelle unmoralische Verhalten dieser Familie. Wir verurteilen es. Ein Kind unmittelbar nach der Geburt zu töten und es aus Gründen der Ehre wegzuwerfen, ist in keiner Nation und in keiner Religion akzeptabel.

Frage: Wie reagiert die Gesellschaft auf einen Ehrenmord? Gibt es einen Unterschied zwischen der Reaktion der türkischen Gesellschaft und der allgemeinen Bevölkerung?
TKG: Ehrenmorde sind in der türkischen Gesellschaft nicht verankert. Sie werden als sehr verabscheuungswürdig empfunden. Solche Morde können in feudalen Familien in der Osttürkei vorkommen, aber auch auf dem Balkan und sogar unter der autochthonen Bevölkerung in Österreich. Diese vereinzelten Vorfälle können nicht einer ganzen Nation angelastet werden. Die türkische Community hat Vertrauen in die unabhängige Justiz und die ehrliche Polizei in Österreich.

Frage: Welche Maßnahmen sollten gesetzt werden, um die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren?
TKG: Österreich ist ein liberaler, demokratischer und sozialer (vor allem für Frauen und Kinder) Rechtsstaat. Diese Qualitäten des österreichischen Staates sollten vor allem bei MigrantInnen, egal welcher Herkunft, verstärkt beworben werden, um ihnen das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine sind, dass der österreichische Rechtsstaat mit seinen Behörden und all seinen Möglichkeiten auf Abruf für sie da ist, dass der österreichische Rechtsstaat überall und jederzeit existiert und viele rechtliche Rahmenbedingungen für ein menschenwürdiges Leben bietet, aber auch Pflichten von seinen BürgerInnen einfordert. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Republik Österreich auf einer glorreichen Geschichte und Vergangenheit mit ihrer heutigen freiheitlich-demokratischen, vielfältigen und säkularen Rechtsstaatsverfassung aufgebaut wurde, auf die wir alle stolz sein können, egal welcher Herkunft wir sind und wie wir unser Augenlicht schützen. Jeden Tag, jede Stunde. Andererseits dürfen wir nie vergessen, dass es in dieser glorreichen Geschichte auch Zeiten gab, die schrecklich, unmenschlich und zum Fremdschämen waren, und dass wir auch daraus keine Feindschaft, sondern Lehren für unser viel geliebtes und viel geprüftes Österreich ziehen müssen. Das müssen wir allen MigrantInnen, egal woher sie kommen, ab der ersten Stunde in Österreich lehren.

Quelle:

Die Tragödie von Baby Melek: “Es geht nicht um Ehre, Sitte, Tradition oder einen archaischen Ehrenkodex“.

Erhebt eure Häupter zum Himmel

10. November 1938

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Erhebt euer Haupt zum Himmel. Senkt ihn nicht. ihn niemals sinken.

Von Birol Kılıç , Wien,.10.10.2024

Die Zeit um 1938 war die Zeit der Diktatoren wie Hitler, Mussolini und Stalin, die ihr Land und die Welt in Blut ertränkten. Der Himmel war schwarz.

Die ganze Welt, einschließlich der wichtigsten Propagandisten, Medien und Politiker der verfeindeten Länder, schaute mit tiefem Respekt, Ehrfurcht und Trauer, mit einem einzigen gemeinsamen Gefühl von tiefem Respekt, Ehrfurcht und als sie alle ihre Köpfe erhoben, um einen leuchtenden Polarstern zu sehen, der am 10. November 1938 zum letzten Mal am Himmel aufleuchtete, erleuchtete die Welt und verschwand. Aber nicht aus den Herzen.

Der Polarstern in den Schlagzeilen mit Klageliedern
Der Tod Atatürks am 10. November 1938 schmückte die Schlagzeilen und die Innenseiten nicht nur der türkischen, sondern auch der Weltpresse mit Nachrichten und Analysen, als wären sie in der Sprache vereint, als wären sie eine Sammlung von Klageliedern, die in verschiedenen Sprachen hinter einem tapferen Mann gesungen und gezeichnet wurden.

Die Grundlage des Respekts
Die Grundlage dieses Respekts war das Unvorstellbare und Unglaubliche, das ein aufgeklärter Mensch, ein revolutionärer Politiker, der als Soldat der patriotischen Streitkräfte sein Vaterland vor den Imperialisten rettete und eine moderne Republik voller Prinzipien und Reformen gründete, seinem Land in kurzer Zeit brachte.

Die unterdrückten Völker und Atatürk
Mit Atatürk starb am 10. November 1938 eine Persönlichkeit, an der sich alle unterdrückten und ihrer Freiheit beraubten Völker der Welt ein Beispiel nahmen und nehmen.

Der Polarstern steht wieder am Himmel und leuchtet und gibt Millionen Menschen Kraft, Ehrgeiz und Energie für eine freie, demokratische, pluralistische, rechtsstaatliche Republik Türkei.

Die Türkei erlebt eine sehr schmerzhafte Wiedergeburt. „Wenn Atatürk in dieser Zeit etwas geschaffen hat, dann ist es eine Flut von Gefühlen, die die Menschen in der Türkei vereint… Gegen alle Repressionen, Unterdrückungen und Ungerechtigkeiten in der heutigen Türkei.

Atatürk liebte sein Land und sein Volk von ganzem Herzen…

Als am 10. November 1938 in Istanbul ein Stern vom Himmel fiel, waren ihm die BürgerInnen bzw. Citiyons der Türkischen Republik, die durch Atatürk aus der Knechtschaft in die Staatsbürgerschaft bzw. Citiyons erhoben worden waren, zutiefst und unendlich dankbar.

Am 11. November 1938 meldete die Krone, die meistgelesene Zeitung Österreichs, den Tod Atatürks mit einem Brief und Erinnerungen eines in Ankara lebenden Lehrers als Bildnachricht über seine Revolutionen auf der Titelseite.

İsmail Tosun Saral, einer der Kommentatoren der Zeitung Yeni Vatan und Autor des Buches „Rot-Weiß-Rot“, das in unserem Wiener „Neue Welt Verlag“ erschienen ist, hat diese Zeitung vom 11. November 1938 in den Archiven gefunden und die Zeitung Yeni Vatan Gazetesi („Neue Heimat Zeitung“) hat sie heute um fünf nach neun in türkischer Sprache veröffentlicht.

Unglaublicher Respekt und Liebe aus Österreich für Atatürk…Tausende Menschen aus Österreich haben als Archäologen wie Clemens Holzmeister, WissenschaftlerInnen, Kunst und Kultur, die Sprache selbst und natürlich wie Heinrich Krippel aus Wien als Atatürk-Bildhauer bekannt mit aufgebaut und sehr geliebt…Atatürk hat diese ÖsterrecherInnen auch sehr geliebt und hoch geschätzt.

Ja…Atatürk ist nicht tot. Er lebt. Er hat die säkulare Republik Türkei hinterlassen, die heute nach seinem Tod in Trümmern liegt… Einzigartig zu seiner Zeit. Auch heute.

Atatürk lebt mit seinen Ideen, seiner Haltung und seinen Prinzipien in unseren Herzen als unser leibhaftiger Polarstern am Himmel… Erhebt eure Häupter zum Himmel.

Beugt sie niemals. ….

Wien-Istanbul: : „Die Ritter Konstantins – Die Geschichte des Konstantinischen Ritterordens“

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Der Neue Welt Verlag in Wien „schließt eine Lücke in der deutschsprachigen Literatur.“ Im neuen Buch „Die Ritter Konstantins – Die Geschichte des Konstantinischen Ritterordens“ werden neben Konstantin dem Großen auch andere wichtige historische Figuren wie, der Heilige Georg und Sultan Mehmet II (Fatih Sultan Mehmet), behandelt.

Feierliche Buchpräsentation im Bundesdenkmalamt in der Wiener Hofburg, dort wo damals Kaiser Franz I. gelebt und gearbeitet hat. 

WIEN. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Herrn Dr. Christoph Bazil, dem Präsidenten des Bundesdenkmalamtes, der auch die Räumlichkeiten in der Wiener Hofburg für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat. In seiner Begrüßungsrede betonte er die historische Bedeutung der Räumlichkeiten: „Die Räume des Bundesdenkmalamtes so wie sie heute sind im Wesentlichen seit Kaiser Franz I. unverändert geblieben. Seine letzte Frau hat im Jahr 1824 die Räume noch einmal neuausgestattet und so sind sie auch im Grunde bis heute erhalten geblieben.“

Dr. Christoph Bazil, Präsident des Bundesdenkmalamtes

 

Die Bedeutung des Konstantinischen Ritterordens

Anschließend ging Wolfgang J. Bandion, Kanzler der Königlichen Ordenskommission, in seinem Festvortrag auf die historische Bedeutung des Ordens als religiöse und auch politische Kraft ein: „Der Sieg Kaiser Konstantins, der das Christentum als integrierende Säule des Reiches betrachtete, hat die religiöse Struktur des Reiches nachhaltig verändert“. Mit dem Namen Konstantin verbinde sich „keine Diskriminierung anderer Religionen, sondern vielmehr eine Interkulturation, wie sie der Apostel Paulus gefordert hat (vgl. 1 Thess 5,21). Auch Kirchenväter wie der heilige Basilius plädierten für das Studium guter ‚heidnischer‘ Literatur. Die vielstimmige Welt der Antike wurde zum neuen Fundament, auf dem sich das heutige multinationale Europa entwickelte. Kaiser Konstantin förderte das Christentum energisch. Die großen Basiliken zu Ehren der Apostelfürsten Petrus und Paulus in Rom gehen ebenso auf seine Initiative zurück wie die Auferstehungskirche in Jerusalem“. Wolfgang J. Bandion bezeichnete Birol Kilic als einen langjährigen Weggefährten, dessen Liebe und Interesse für die Geschichte und die gemeinsame Verantwortung für unsere Kultur dieses Buch möglich gemacht haben. Unser Auftrag heute in einer pluralistischen Gesellschaft ist nicht die Suche nach Gott, sondern die Suche nach den Menschen und nach einem respektvollen und liebevollen Miteinander“.

Prof. Wolfgang Bandion

Erzherzog Simeon von Habsburg-Lothringen
würdigt das Werk

Das Vorwort des Buches stammt von Simeon von Habsburg-Lothringen, dem Präsidenten der Königlichen Kommission des Konstantinischen Ritterordens vom Heiligen Georg. Auch er war zur Buchpräsentation gekommen und betonte in seiner Ansprache die große Bedeutung des Werkes für das Verständnis der europäischen Kultur- und Religionsgeschichte: „Der Konstantinische Ritterorden ist eine geistliche Gemeinschaft, die in ihrem Schutzpatron, dem Heiligen Georg, ein Vorbild sieht, dem Nächsten zu helfen und den Geist des Christentums mit Leben zu erfüllen“. Man wolle „nicht Verwalter der Vergangenheit, sondern Gestalter der Zukunft sein“. Eine zentrale Aufgabe sei es heute, „für die verfolgten Christen in weiten Teilen der Welt einzutreten“. Der Konstantinische Ritterorden stehe seit Jahrhunderten für Nächstenliebe und den Schutz christlicher Werte. „Unser besonderer Dank gilt dem Verleger des Neue Welt Verlags, Birol Kilic, ohne dessen Interesse an unserer gemeinsamen Geschichte dieses Buch nicht entstanden wäre. Mit der nun vorliegenden Darstellung der Ordensgeschichte wird eine lange bestehende Lücke in der deutschsprachigen Literatur geschlossen“.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Überreichung einer Urkunde und einer Danksagung durch Erzherzog Simeon von Habsburg-Lothringen an Birol Kilic, der damit die große Unterstützung würdigte, die Kilic als Verleger bei der Herausgabe des Buches geleistet hat.

 

Plädoyer für Gerechtigkeit

Birol Kilic eröffnete die Veranstaltung mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für die zeitlose Relevanz der Gerechtigkeit, nicht nur in einem Reich wie dem Habsburgerreich, sondern auch in der heutigen Welt: „Gerechtigkeit ist auch heute das Fundament der Demokratie und des Rechtsstaates“.

Die Bedeutung von Gerechtigkeit war schon damals in großen Reichen unübersehbar und ist in der heutigen pluralistischen, demokratischen Republik Österreich von noch größerer Bedeutung. Ein frühes Beispiel ist das Mailänder Edikt, das Kaiser Konstantin der Große nach dem Sieg im Milvischen Krieg 312 erließ. Mit diesem Toleranzedikt von 313 setzte er ein Zeichen für Gerechtigkeit und Gleichheit zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen, ein Vorbild, das bis heute zum Nachdenken anregt. Inspiriert davon verfasste Sultan Mehmed II. (auch bekannt als Fatih Sultan Mehmet) nach der Eroberung von Bosnien-Herzegowina im Jahr 1463 das Fatih Ahidnamesi. Dieses Dokument, das ursprünglich in der katholischen Franziskanerkirche in Fojnica in Bosnien-Herzegowina aufbewahrt wurde, gewährte den bosnischen Franziskanern umfassenden Schutz und steht bis heute für religiöse Toleranz und Gerechtigkeit.

Gerechtigkeit bleibt auch heute das Fundament von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. In einer Zeit, in der viele Länder ihre demokratische Identität verteidigen, ist der „Gerechtigkeitssinn“ eine wichtige Leitlinie. Gerechtigkeit, so betont Kilic, müsse das Fundament jeder Gesellschaft bleiben. Er erinnerte an die Bedeutung des Einsatzes für Menschenrechte und an die heutige freiheitlich-demokratische, pluralistische Grundordnung der Republik Österreich, die auf Gewaltenteilung basiert. Diese Ordnung könne nur durch echte Gerechtigkeitsliebe und ohne Scheinheiligkeit und Machtmissbrauch funktionieren und müsse von wehrhaften Demokratinnen und Demokraten Tag und Nacht verteidigt werden.

„Die Ritter Konstantins“ Vorwort der Herausgeber Birol Kilic im Buch

Prof. DI Birol Kilic

Historisches Referat von Gregor Gatscher-Riedl

Es folgte ein faszinierender Vortrag des Autors Gregor Gatscher-Riedl, der die Zuhörerinnen und Zuhörer auf eine Reise durch die bewegte Geschichte des Konstantinischen Ritterordens mitnahm, beginnend mit der Schlacht an der Milvischen Brücke im Jahr 312, als Konstantin der Große das Kreuz am Himmel sah und unter dem Motto „In hoc signo vinces“ („In diesem Zeichen wirst du siegen“) triumphierte. Der Historiker beleuchtete in seinem Vortrag, wie der Orden nicht nur als Verteidiger des Glaubens, sondern auch als Brücke zwischen Ost und West eine zentrale Rolle spielte.

Dr. Gatscher-Riedl

Einige Auszüge aus Gatscher Riedls Vortrag:

„Die Geschichte des Konstantinische Ordens vom Hl. Georg als katholischer, ritterlicher Ordensgemeinschaft ist das Anwendungsgebiet der aristotelischen Unterscheidung zwischen Substanz und Materie.

Die Substanz besteht in der überlieferten Gründung im Gefolge der Kreuzesvision Konstantins vor der Schlacht an der Milvischen Brücke 312 n. Chr. Durch das Jubiläum der Erklärung Konstantins zum Regenten im gesamten Imperium 324 im heurigen Jahr wird dieses Geschehen in seiner Bedeutung für die Ausbreitung des Christentums zusätzlich in die Gegenwart gehoben.Zudem ist ein kirchliches bzw. päpstliches Interesse an der Person und Überlieferung Konstantins durch die „Konstantinische Schenkung“ bedingt, die dem Papsttum den Primat über die christliche Kirche einräumte und zudem die Basis für den kirchlichen Landbesitz bildete.

Der Umgang mit dem Mythos einer legendenhaften Gründung macht ein wesentliches Kapitel christlicher Kulturgeschichte deutlich, führt aber auch tief hinein in die politische Gestalt des östlichen Mittelmeerraums und das Spannungsfeld des byzantinisch-osmanischen Konflikts. Zugleich enthält die Geschichte des Ordens alle Elemente der alten Mythen, der Orden gibt mit seinem Rekurs auf die Zeit des römischen Kaisers Konstantin ein historisches Ereignis wieder, das dadurch zur ständigen Gegenwart wird. Diese Hineinnahme der Vergangenheit in die Gegenwart ist der wohl ein zentraler Eckpfeiler im Verständnis sowohl des Ordens, aber auch der herausragenden Position, die ihm durch päpstliche und staatliche Dokumente zu Teil wurde. Die Instrumentalisierung durch Päpste und souveräne Herrscher hat den Blick auf den Orden verengt und seine Wahrnehmung in gewisser Weise gefiltert, ebenso wie dadurch seine politische Akzeptanz und Bedeutung verbreitet wurden. Zu dem Zeitpunkt, als die „Konstantinische Schenkung“ im 15. Jahrhundert als Urkundenfälschung entlarvt wurde, tritt durch das Vordringen des Islam auf der Balkanhalbinsel die vertriebene Familie Angeli in den Scheinwerfer der Öffentlichkeit, die als Nachfahren der oströmischen Dynastie der Komnenen auftritt – ebenfalls allerdings auf legendärer Basis.

In der Geschichte des Konstantinischen Georgsordens verschwimmen historische, quellenbasierte Fakten und überlieferte, mit Pathos vertretene Traditionen zu einem uneinheitlichen Bild. Diese unterschiedlichen Qualitäten des Informationsgehalts machen die Darstellung seiner Entwicklung nicht eben einfach, aber dafür umso spannender. Als Ritterorden der Kirche sind seine Handlungsfelder aus einem spirituellen Auftrag heraus klar definiert und konnten durch die praktische Loslösung – ein theoretische Verbindung bestand ohnedies zu keiner Zeit – von der neapolitanischen Krone ab 1860 voll zum Tragen kommen.

Gemeinsam mit dem ungleich bekannteren Souveränen Malteser-Ritterorden ist der Konstantinische Georgsorden eine der wenigen ritterlichen katholischen Ordensgemeinschaften, die den Status der päpstlichen Anerkennung und Bestätigung bis in unsere Zeit bewahren konnten. Der Orden, dessen Großmeistertum eines der ganz wenigen erblichen Kirchenämter ist und das im Haus Bourbon-Beider-Sizilien weitergegeben wird, ist eine Gemeinschaft des Gebets, der Spiritualität und der Aktion, dem katholische Laien beiderlei Geschlechts sowie Geistliche angehören. Der Ordensauftrag besteht in der Stärkung des christlichen Lebens seiner Mitglieder, wobei sich die Ritter und Damen des Ordens sich offen zu Papst und Kirche bekennen.“

Der Neue Welt Verlag hat in den vergangenen Jahren bereits eine Reihe von Büchern veröffentlicht, die sich mit der Geschichte und dem kulturellen Erbe Europas auseinandersetzen. Werke wie „Die Roten Ritter“, „In Hoc Signo Vinces“ und „Orient & Okzident – Begegnungen und Wahrnehmungen aus fünf Jahrhunderten“ unterstreichen das Engagement des Verlages, durch Wissen Brücken und Verständnis zwischen den Kulturen zu bauen.

Quellen: „Die Ritter Konstantins“ Vorwort der Herausgeber Birol Kilic im Buch

Das Video von der Präsentation des Buches vom Neue Welt Verlag finden Sie hier:

Israel: Nehammer versus Erdogan am 01.Oktober.2024

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01.10.2024: Österreichs Bundeskanzler Nehammer (ÖVP): „Unsere Solidarität und Partnerschaft mit Israel ist unerschütterlich“.

01.10.2024: Türkischer Präsident Erdoğan (AKP): „Die Augen der israelischen Regierung werden auf unser Heimatland gerichtet sein.  Die israelische Aggression wird die Türkei einschließen. Was einige Freunde Israels in der Türkei, einige zionistische Liebhaber, einige freiwillige oder bezahlte zionistische Propagandisten nicht verstehen, ist, dass es so ist“.

WIEN/ANKARA. Nach dem iranischen Raketenangriff auf Israel hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu Vergeltung angekündigt. Im Kampf gegen die Hisbollah-Miliz griff Israel am Dienstagabend erneut die libanesische Hauptstadt Beirut an. Der Iran warnte Israel vor Vergeltungsschlägen und drohte mit einem gewaltsamen Gegenschlag.

1.Oktober.2024 Bundeskanzler Nehammer (ÖV ): „Solidarität mit Israel erschüttert“.

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) verurteilte am Dienstagabend in einer X-Botschaft die Anschläge in Teheran „auf das Schärfste“ und erklärte: “Wir weisen jeden Versuch, unsere Solidarität und Partnerschaft mit dem Staat Israel in Frage zu stellen, entschieden zurück. Unsere Unterstützung und unser Engagement für die Sicherheit Israels sind und bleiben unerschütterlich“.

1. Oktober 2024-Präsident Erdogan: „Die israelische Aggression wird die Türkei einschließen. Israel hat ein Auge auf türkisches Territorium geworfen“.

Die Eröffnung der dritten Legislaturperiode der Großen Türkischen Nationalversammlung (TBMM) fand am Dienstag, den 1. Oktober 2024, in der Hauptstadt Ankara statt.

Der AKP-Vorsitzende und Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan, einer der Redner auf dem Podium, bezog sich auf die israelische Bodenoperation gegen Hisbollah-Kämpfer im Libanon und sagte: „Die israelische Aggression wird die Türkei einschließen.“ Nach Palästina und dem Libanon wird das nächste Ziel der israelischen Regierung unsere Heimat sein. Das ist im Moment das ganze Kalkül“. .

Erdoğan wies darauf hin, dass jede Entwicklung seit dem 7. Oktober die Dimension dieser Bedrohung ein wenig vergrößert habe und sagte vor der Großen Nationalversammlung der Türkei, TBMM: „Was einige Freunde Israels in der Türkei, einige zionistische Liebhaber, einige freiwillige oder bezahlte zionistische Propagandisten nicht verstehen, ist, dass es so ist. Die Netanjahu-Regierung träumt einen kruden Traum, der Anatolien einschließt. Die israelische Regierung, die in der Illusion des gelobten Landes handelt, wird nach Palästina und dem Libanon unser Heimatland, die Türkei, ins Visier nehmen. Alle Organisationen der Welt müssen Israel sofort stoppen. Als türkische Nation werden wir unsere libanesischen Brüder in diesen schweren Tagen nicht allein lassen, wir werden sie unterstützen. “

Erdoğan fuhr in seiner Rede vor der Großen Nationalversammlung TBMM  der Türkei fort: „Sehen Sie, von der syrischen Grenze im Distrikt Yayladağı in Hatay sind es 170 Kilometer Straße bis zur libanesischen Grenze. Die Türkei ist nur 2,5 Autostunden vom Libanon entfernt. Die Entfernung zwischen Antakya und Gaza ist genauso groß wie die zwischen Ankara und Aydin. i Mit anderen Worten: Besatzung, Terror und Aggression liegen vor unserer Haustür. Ich appelliere an diejenigen, die sagen, die Türkei solle Israel helfen, die Türkei solle sich nicht einmischen, die Türkei solle neutral sein. Ich appelliere vor allem an diejenigen, die sagen, die Hamas sei eine Terrororganisation. Ich appelliere an diejenigen, die versuchen, die Barbarei, die seit 360 Tagen stattfindet, mit dem Vorfall vom 7. Oktober zu legitimieren. Wir haben es nicht mit einem Rechtsstaat zu tun, sondern mit einer mörderischen israelischen Horde, die sich von Blut ernährt und von der Besatzung lebt. Wir haben es mit einem wütenden Besatzungsnetzwerk zu tun, das die ganze Region in Brand setzen will.
Wir haben es mit einem rassistischen Apartheidregime zu tun, das nicht nur Muslime, sondern auch Juden diskriminiert. Niemand, der auch nur einen Funken Gewissen hat, kann zu einem solchen Massaker-Netzwerk schweigen“.

29. Juli 2024: Erdogan kündigt Einmarsch in Israel an

Staatspräsident und AKP-Vorsitzender Recep Tayyip Erdoğan reagierte vor einem Monat, am 29. Juli 2024, scharf auf die israelischen Angriffe und die Besetzung des Gazastreifens. Erdoğan, der an dem von der AKP-Provinzorganisation Rize organisierten Treffen teilnahm, sagte: „So wie wir in Karabach einmarschiert sind, so wie wir in Libyen einmarschiert sind, so werden wir auch mit ihnen verfahren. Es gibt nichts, was wir tun können, um es nicht zu tun“.

29.Juli.2024 Katze: „“Erdoğan erinnert sich nicht daran, was dort (im Irak) passiert ist und wie es endete.“

Der israelische Außenminister Israel Katz reagierte auf die Äußerungen Erdoğans mit einer Analogie zum gestürzten irakischen Machthaber Saddam Hussein. „Erdogan tritt in die Fußstapfen von Saddam Hussein und droht mit einem Angriff auf Israel“, so Katz auf seinem X-Account. „Erdoğan erinnert sich nicht daran, was dort (im Irak) passiert ist und wie es endete.“
In seiner Nachricht zeigte Katz X Fotos von Erdoğan und Saddam Hussein Seite an Seite.

18. August. 2024: Aserbaidschan reagiert scharf auf Erdogans „Karabach-Sieg“-Äußerungen

Äußerungen Im Leitartikel der von der aserbaidschanischen Nationalversammlung herausgegebenen Zeitung „Aserbaidschan“ vom 1. August wird die Reaktion auf die Äußerungen von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan zum Sieg in Karabach während seiner Äußerungen gegen Israel hervorgehoben.
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Unter Berufung auf die Worte des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew hieß es im Leitartikel, der Sieg in Karabach sei nur „der glorreichen aserbaidschanischen Armee, den tapferen Soldaten und dem heldenhaften Volk“ zu verdanken.

Es wurde betont, dass die „brüderlichen“ Bande zwischen den beiden Ländern nicht „in ein Fußballspiel verwandelt werden dürfen, das nur zu einem einzigen Zweck gespielt wird“, und dass die „gegenseitigen Verpflichtungen“ nicht vergessen werden dürften. Mit dem Hinweis, dass das Sprichwort „Der Sieg hat viele Besitzer, die Niederlage ist verwaist“ auch auf den Sieg in Karabach zutreffe, hieß es in dem Artikel: „Ganz Aserbaidschan sieht mit Trauer und tiefer Enttäuschung die Bemühungen, den gerechten Sieg unserer Nation, unserer Armee und unseres Befehlshabers für sich zu beanspruchen und in ihrem Namen zu verbuchen“.

In dem Artikel der Aserbaidschanischen Staatszeitung heißt es weiter, Erdogans Äußerungen über Karabag und Israil „verzerren die Realität des 44-tägigen Krieges und sind Wasser auf die Mühlen der Armenier“.

„Unsere Vorfahren sagten, dass die linke Hand nicht weiß, was die rechte gibt, und dass der Bruder nicht damit prahlt, was der Bruder dem Bruder angetan hat. Gehen wir davon aus, dass die Türkei während des Vaterländischen Krieges jede Art von Unterstützung geleistet hat, auch politische und moralische. ( Türkische Allgemeine, Wien, Ankara, 02.10.2024)

Quellen:

Nehammer X Message: am 01.10.2024

Erdogans Gespräch am 01.10.2024  in der TBMM 

Aserbaidschans  Reaktion am 18.08.2024 

Mitsotakis: „Wir müssen die Abschreckungskraft unserer Streitkräfte durch Geld erhöhen“.

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ATHEN. Der griechische Premierminister Kiryakos Mitsotakis hat trotz der positiven Stimmung, die in letzter Zeit in den bilateralen Beziehungen mit der Türkei herrschte, erklärt, dass die Probleme mit der Türkei Investitionen in die Erhöhung der Abschreckungskraft der Streitkräfte seines Landes erfordern.

Internationalen Messe in Thessaloniki antwortete Mitsotakis auf die Frage nach der Türkei, dass er sich der Schwierigkeiten im Annäherungsprozess mit der Türkei bewusst sei, aber die Situation realistisch einschätze und sich auf die positiven Entwicklungen konzentriere.

Miçotakis sagte, er sei sich bewusst, dass sich die Ansichten der Türkei über die „Blaue Heimat“ nicht geändert hätten und argumentierte, dass dies die größte Herausforderung bei der Festlegung der maritimen Zuständigkeit in der Ägäis und im östlichen Mittelmeer sei: „Wenn wir glauben würden, dass wir unsere Probleme mit der Türkei in den nächsten Jahrzehnten gelöst haben, dann bräuchten wir einen Großteil der Investitionen, die wir getätigt haben, um die Abschreckungskraft unserer Streitkräfte  durch zu erhöhen, nicht“, sagte der griechische Premierminister. Das Geld wird von der EU erwartet.

„Im Krieg in der Ukraine habe man gesehen, dass manchmal viel billigere Waffensysteme viel effektiver seien, so Mitsotakis: „Deshalb legen wir gemeinsam mit unserem Verteidigungsministerium Wert darauf, eigene Innovationen aus Griechenland zu unterstützen.“

Das Verteidigungsministerium und die Regierung wollen sich auf Innovationen im Bereich der Drohnenabwehr konzentrieren. Mitsotakis erklärte, dass man die bestehenden Fregatten der griechischen Streitkräfte mit lokal produzierten Drohnenabwehrsystemen ausrüsten wolle, die in der Herstellung kostengünstiger seien, und dass man dabei auf die Unterstützung der Industrie hoffe.

Türkische Allgemeine: München und der österreichische Terrorist

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„Warum radikalisieren sich junge Österreicherinnen und Österreicher bosnischer und albanischer Herkunft in Österreich?

WIEN.Nach Angaben der Frankfurter und der Süddeutschen Zeitung schoss in München ein junger Mann gegen 9.15 Uhr in der Nähe des NS-Dokumentationszentrums auf Polizisten. Diese töteten den Angreifer.

Der Schütze war den österreichischen Behörden als mutmaßlicher Islamist bekannt. Laut Polizei handelt es sich bei dem toten Verdächtigen um einen österreichischen Staatsbürger aus Salzburg Land. Das Innenministerium in Wien bestätigte entsprechende Medienberichte. Der 18-Jährige sei wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angezeigt worden. Weitere Details wollte ein Sprecher nicht nennen.

Die Nachrichtenagentur APA berichtete von IS-Propagandamaterial auf dem Handy des Mannes in erheblichen Mengen. In einem Computerspiel, das sich über soziale Kanäle unter IS-Sympathisanten verbreitet haben soll, sollen Tötungsszenarien der Terror-Miliz nachgestellt worden sein. Auf die Handy-Inhalte sollen die Strafverfolgungsbehörden aufmerksam geworden sein, nachdem der Jugendliche an seiner Schule gewalttätig gegen Mitschüler vorgegangen sein soll. Im Zuge dieser Ermittlungen soll sein Handy sichergestellt und ausgewertet worden sein.

 

Birol Kilic, Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG), antwortet auf die Frage “Warum radikalisieren sich junge Österreicherinnen und Österreicher bosnischer und albanischer Herkunft in Österreich? ” wie folgt:

„BosnierInnen und AlbanerInnen leben seit Generationen in der Türkei, zusammen mit allen Schichten der Gesellschaft sind mehr als 5 Millionen türkische StaatsbürgerInnen und meist moderne säkulare Muslime.

Auch in der Türkei gibt es IS-ähnliche, salafistisch-vahabistisch beeinflusste Terroristen mit Hunderten von Toten. Die Türkei hat große Probleme mit IS und ähnlichen Terroristen mit steigender Tendenz die die AK Regierung leider mit falscher Politik verursacht hat und sogar im Nachbarland Syrien-Idlip Region vor der Grenze ein de facto IS Staat entstanden. Unter den Anhängern und Terroristen des IS gibt es de facto keine oder kaum wahrnehmbare türkische Staatsbürger bosnischer oder albanischer Abstammung in der Türkei. Warum ist das in Österreich und Europa anders?

Tatsächlich sind dies alles Ergebnisse der Projekte der wahhabitisch-salafistischen Bewegungen aus Saudi-Arabien in Bosnien, Mazedonien, Kosovo und anderen Balkanländern, die durch die Verbreitung des wahhabitischen Salafismus in der Balkanregion nach 1980 und die anschließende Politisierung und Vermischung mit der pervertierten islamischen Ideologie entstanden sind. Saudi-Arabien modernisiert sich, aber die politisierte wahhabitisch-salafistische Sektenideologie erklärt nicht nur den modernen sunnitischen Muslimen, sondern auch allen alevitischen Bektaschi-MuslimInnen den Krieg.

Moderne MuslimeInnen leiden seit Jahren auch in Österreich unter dem leider vom Westen unterstützten politisierten Glaubens- und Vahabismus des Salafismus unter dem Vorwand des Islam. Dahinter stehen verschiedene Kräfte. Eigentlich bekannte Kräfte, die gegen Russland ab 1950 wegen des Kalten Krieges besonders USA, England und die anderen NATO Staaten die islamischen Länder missbrauchten und eine islamistische fundamentalistische politisierte grüne Linie beginnend Iran, Türkei und den Rest in dieser Region zu politischen Islam Regierungen als Antikommunisten unterstützten bzw. installierten, damit Russland nicht die Ruhe bekommt. Es ist ein Bumerang geworden. Wir sind keine Sympathisanten Russlands, aber die Wahrheit muss gesagt werden.

Besonders die türkische laizistische Republik war ein Dorn in Auge, der Vorbild für die anderen mehrheitlich muslimischen BürgerInnen des ab 1923 gegründeten Staates war. Schauen Sie sich die Bilder ab 1923 der BürgerInnen bis 1980 in der Türkei und den Nachbarregionen wie Iran, Syrien, Ägypten, Afghanistan, sogar Pakistan bis Tunesien und Libyen an. Die laizistische Republik Atatürks und die neuen modernen BürgerInnen als türkische MuslimInnen waren Vorbilder für diese Länder. Man wollte das zerstören und dafür hat man den Salefismus und Vahabimus neben Öl in diese Länder importiert plus Ihvanitischen politisierten Islam in die Türkei und andere oben genannte Länder importiert.

Auch Deutschland hat hier viele Fehler gemacht, wo Sie ein Zufluchtsland für alle fundamentalistischen und politischen Islamanhänger Parteien waren, die in Deutschland als Vereine gegründet und unterstützt und geduldet wurden. Sogar ein Kaplan-Khalifatstaat gegen die moderne Türkei ab 1990 wurde in Köln von Deutschland geduldet. Deutschland ist aufgewacht, aber zu spät. Man hat die Türkei als EU-Nachbarn in ein Afghanistan-Pakistan-Iran-Syrien-Mischland gedrängt.

Trotzdem wird die moderne Türkei gegen die Fundamentalisten aus der Asche auferstehen. Das hat Atatürk geschwächt. Die Mehrheit der Türkei mit ihren 85 Millionen BürgerInnen erwacht. Sie wollen mehr Laizismus und Säkularismus und keinen Missbrauch der Religion. Die Ursachen sind bekannt, die Folgen bis heute spürbar.

Aber in Österreich? Schwer.  Die kulturelle Interaktion und Migration dieser Menschen aus der österreichisch-ungarischen Monarchie in die Balkanregion, vor allem während der Balkankriege und den traurigen serbischen Massakern an Bosniern und AlbanerInnen am Balkan, hat die Macht Saudi-Arabiens in diesen Regionen mit Geld und salafistischen Kämpfern gestärkt.

In Österreich hat die Islamische Gesellschaft Österreich (IGGÖ) im Gegensatz zu Deutschland und der Schweiz alle sunnitischen Moscheen und Organisationen unter ihrem Dach vereint und ist de jure sogar Staat im Staate, während diese salafistischen und wahhabitischen Organisationen über den Balkan österreichische Moscheevereine gegründet haben und die IGGÖ leider ausnutzen und erfolgreich versuchen, in Österreich geborene Muslime, insbesondere bosnische und mazedonische Muslime, zu salafisieren salafisieren seit Jahren in Hardcor. Mit politisiertem Glauben. Das kann nicht gut gehen. Wir sehen die vielfältigen kausalen Zusammenhänge.

Darüber hinaus missbrauchen vor allem in Deutschland zum Islam und zur wahabitisch-salafistischen Sekte konvertierte Personen deutscher Herkunft die deutsche Demokratie und missbrauchen die pluralistische demokratische und säkulare deutsche Republik und ihre Gesetze, vor allem auf Tiktok, Youtube und Instagram, indem sie die Köpfe der muslimischen Jugend mit der wahabitischen und salafistischen Brille waschen. Nicht nur balkanische Muslime, sondern auch alawitische Jugendliche in Österreich haben sich nach 2015 in afghanischen und anderen salafistischen Moscheen wahhabitischen und salafistischen Bewegungen angeschlossen. Österreich und Deutschland haben es versäumt, sich diesem Problem zu stellen und demokratische Antworten auf diese Strömungen zu finden, ohne sie auf alle Muslime zu verallgemeinern.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) als Think Tank warnt seit 25 Jahren in Österreich. Scheinheiligkeit ist die Sprache der verantwortungslosen, halbwissenden, scharlatanistischen und korrupten PolitikerInnen. Unter dem Vorwand des Dialogs und der Solidarität haben sie vor allem die modernen säkularen MuslimInnen, die in Österreich die Mehrheit bilden, ins Feuer geschickt.

Heute müssen in Österreich, wo ca. 900.000 MuslimeInnen leben, die modernen Menschen aus der Türkei als erste gewinnen. Sie wissen, was Laizismus und Trennung und Religion seit 100 Jahren ist, und sie leiden am meisten darunter. Dann kommen die anderen.

Nicht verallgemeinern, sondern die Spreu vom Weizen trennen. Auch die Rechte hat bisher Fehler gemacht, indem sie eine Weltreligion, den Islam, pauschal verteufelt hat und immer noch verteufelt. Die ÖVP ist am Ende. Kein Patriot, der sein Land liebt, macht so etwas, wenn das Gegenteil herauskommt. Wir verlieren die säkularen Muslime. Die Erfahrung spricht. Wir verteidigen nicht den Islam, wir sind Realisten mit Erfahrung und Wissen.

Also mit dieser allgemeinen Satanisierung kann man Wahlen gewinnen. Wir müssen Sie warnen: Sie können vielleicht die Wahlen in Ihrem Land gewinnen, aber Sie können nicht “wirklich fähig sein, dieses Problem zu lösen. Siehe die Türkei. Man wird kein Problemlöser, sondern ein Problemerzeuger“. ( Türkische Allgemeine, 05.09.2024)