Gegen die Arroganz der Macht brauchen wir mehr Systemstörer!

Warum laufen so viele Menschen/WählerInnen von der SPÖ Wien weg?

von Birol Kilic

Warum laufen so viele Menschen/WählerInnen von der SPÖ Wien weg?

Im Normalfall müssen, besondern in diesen Zeiten, die WählerInnen sich in Scharren an die SPÖ wenden. Aber wo sind diese Scharren bitte?

Warum werden bei den Arbeiterkammer-Wahlen von vielen Menschen SPÖ nahe Fraktionen gewählt, bei anderen Wahlen aber entscheiden sich viele dieser WählerInnen nicht für die SPÖ?

Ist die SPÖ zu einem intransparenten, sektenähnlichen Kastensytem geworden, in welchem die Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit nur für die „Sekteninteressensmitglieder der Arroganz des Machtsystems” gilt?

Warum ist die SPÖ Wien nicht sympathisch genug in diesen schwierigen Zeiten, vor allem für die MigrantInnen und ArbeiterInnen? Warum wählen viele echte sozialdemokratisch gesinnte und lebende Menschen nicht mehr die SPÖ und insbesondere die SPÖ Wien?

Warum wurde gerade in Wien im Mai 2019 eine MigrantenInnen-Partei für die Wienerwahlen 2020 gegründet? Wir haben gedacht, dass die aktiven Mitglieder bzw. Parteivertreter der SPÖ Wien, die modernen und insbesondere orthodoxen Moslems sowie alle anderen Muslime in Wien vertreten? Warum fühlen sich die MigrantenInnen von der SPÖ Wien nicht mehr vertreten? Werden hier manche moderne, liberale bzw. gläubige MuslimeInnen in der SPÖ Wien diskriminiert, erpresst oder nicht gleich behandelt, anders als die Stadt Wien die SPÖ nach draußen öffentlich proklamiert? Was für ein System ist das, welches unter dem Vorwand der echten sozialdemokratischen Werte wie Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit, Säkularität, Nicht-Korrumpiertheit und Anti-Freunderlwirtschaft eigentlich gegensätzlich handelt? „70 Jahre regiert die SPÖ die Stadt Wien mit einem System, welches der Arroganz der Macht entspricht“, sagen viele Kritiker. Die säkularen, modernen Muslime fühlen sich nicht mehr von der SPÖ Wien vertreten, bis auf jene, die materielle Werte in Markthallen, Ausschreibungen, Wohnungen bzw. business as usual verfolgen.

Wo sind die Werte der SPÖ in? – fragen sich viele MuslimeInnen. Die MuslimeInnen immer in der Opferrolle? Die SPÖ schützt die Armen und hinterfragt nicht, dass die reaktionären und faschistischen oder angeblichen modernen Brandstifter unter den MuslimInnen die SPÖ als Außenschild verwenden und die anderen Muslime diskriminieren, spionieren und verfolgen, weil sie anders denken oder dieses System stören.

Was machen die SPÖ „MigrantInnen“, die die Partei nach außen auch vertreten, in ihrer Rolle als aktive Mitglieder falsch? Warum sind SPÖ MigrantInnen nicht vorbildlich? Sind sie diese neuen arroganten Möchtegern HofmitgrantInnen geworden die das Macht-System in Wien besonders ausnützen und die Partei nicht von Problemen in der Migranten-Community warnen? Was bringen sie Neues, außer unter der Vorwand “Ich mache Networking in meiner Migranten-Community” das Machtsystem auszunützen? Wir möchten hier nicht ins Detail gehen.

MigrantInnen die bei der institutionellen Korruption in Wien gierig teilnehmen wollen und sich dann immer als Opfer verkaufen, damit die Dompteure der SPÖ sich als Tierfreund, Menschenfreund und Ausländerfreund zeigen können und ihr Gewissen damit bereinigen und noch dazu das Geschäft der 70-jährigen Macht der Arroganz in Wien weiter geht? SPÖ und MigrantInnen, das ist eine interessante Geschichte.

Wenn ein Migrant auserwählt ist von allen Mächtigen und Barmherzigen der Partei, egal was dieser Migrant eigentlich wählen würde bzw. wo er oder sie steht (rechtsreaktionär, faschistisch oder zu links) sind alle Türen geöffnet und sie oder er kann jetzt über seine Konkurrenten in der Migranten-Community in Wien an der Nase herumführen. Egal ob es stimmt oder nicht. Hinter der SPÖ Wien beginnt ein Kampf, welchen niemand versteht und nur die Wirkungen zu sehen sind, aber die Ursachen bekannt aber absichtlich nicht diagnostiziert wird. Warum? Damit die SPÖ Wien im Sumpf stecken bleibt vielleicht? Die Intregantenstadl-Experten sagen eines sicher : “Man kann nicht ständig von einer moralischen Revolution labern und gleichzeitig im Sumpf stecken.”

Nur weil sie oder er immer als Feuerlöscher auftritt, obwohl sie oder er immer Brandstifter ist. Und das nennen sie Migrantenpolitik. Was in den Wiener Märkten für korrupte Geschäfte zustande gekommen sind bzw. in den höchsten Ebenen, wo die Allmächtigen in ihrem Büro ihre Tische nicht von diesen Menschen trennen können, weil sie erpressbar geworden sind, darüber redet niemand. Es ist ein Intregantenstadl in welchem die MigrantInnen immer bzw. meistens Opfer sind oder Opfer spielen, weil die Täter diesen Zustand, durch ihre Lust und Laune sowie Gier und manchmal Spaß, erlaubt haben. Man muss hier unbedingt einen Riegel vorziehen. Es sollten die echten sozialdemokratisch Denkenden und Dickenden und für das Gemeinwohl arbeitswilligen MigrantInnen vorgezogen werden und das können nur die nicht Korrupten schaffen. Wo sind die nicht Korrupten?

Woher stammt diese Arroganz der Macht (von oben nach unten), wo man nicht dem Schwächsten hilft, sondern den Mächtigsten bzw. unter dem Motto „eine Hand wäscht die andere bzw. Networking“ die Macht geteilt wird?

Was ist der Unterschied zwischen der „sozialen heimatlichen“ Partei FPÖ und der sozial demokratischen Partei SPÖ? Warum wählen die ehemaligen WählerInnen der SPÖ nun die FPÖ? Wie SPÖ Vertreter Herr Schieder es öffentlich gesagt hat: “Wir möchten die ehemalige SPÖ Wähler die jetzt FPÖ wählen zurückgewinnen!” Frage: Ist es so einfach?

Was muss die SPÖ machen, um sich aus diesem Dilemma zu retten, damit diese große Schlacht der Wiener Wahl 2020 für die SPÖ nicht mit einem Albtraum zu Ende geht?

Die Einen sagen: “Die SPÖ Wien muss sich zusammenreißen und sich aus dieser selbst erschaffenen Arroganz der Machtwelt retten und wieder auf den Boden kommen.”

Die Anderen sagen: “Wenn die SPÖ nicht wieder auf den Boden kommt, dann werden die WählerInnen sie auf den Boden ziehen, weil dieses System jetzt weder sozial noch demokratisch ist. Man sollte die Systemstörer nicht mehr satanisieren, sondern zuhören”.

Ich weiß nicht…Was ich weiß: Wir brauchen mehr Systemstörer die einfach ehrlich sagen: “Wir sind gekommen, um zu stören!”